Dienstag, 11. Oktober 2011

Slowakei sieht sich in der Opferrolle - In der Not ist das eigene Hemd am nächsten

Machen Sie sich keine Sorgen, die Logik der Wertschöpfung wird gewinnen. Noch fechtet die Slowakei einen inneren, schweren Wertekampf mit sich aus. Die Bevölkerung sieht sich selbst als arm und ausgebeutet an. Es will von der Gemeinschaft der EU profitieren, aber sieht sich nicht im Stande, anderen zu helfen ohne selber Nachteil zu erfahren. Das ist ein schlichtes Abwägen der Wirtschaftlichkeit von Hilfsmaßnahmen - mehr nicht. Solidarität ist lediglich die Aufgabe der starken Schultern. Aus der Sicht der Slowakei ist Deutschland eine starke Schulter.

Armut wird je nach Standort anders empfunden. Über diese Tatsache sollte sich der Deutsche klar sein und einen kritischen Blick auf sich selber wagen, auch wenn es schmerzt. Wer Wertschöpfung betreibt und nun kein Fass mehr zum Abschöpfen zur Verfügung hat, wird zur Kasse gebeten. Das "Naturgesetz" unserer Wertelehre. Er muss von der eigenen Substanz leben. Das sind die uralten Wertvorstellungen der Pharaonen, Sumerern, Minoren  und aller anderen Kulturen, die wir uns zum Vorbild genehmen. Es gab nie eine Befreiung der Menschen. Die Ungleichheit als Gesellschaftsordnung existiert bis heute. Lediglich die offensichtliche Sklaverei ist abgeschafft. Eine effektive Lösung auf der Basis des Wertedenkens. Der moderne Sklave kommt heute für seinen Lebensunterhalt selber auf. Kost & Logis wurden sogar den großen Herrschern irgendwann zu teuer. Deshalb organisiert der neue Sklave in selbstverwalteten Staaten. Trennt Kirche und Wirtschaft von der Politik, um so eine bessere Verhandlungsbasis mit den Eigentümern der Erde zu haben. Leider ist ein Staat nichts anderes als eine Armutsverwaltung - zurzeit regiert sich Habenichts in Form der Demokratie. Sie gilt als die effektivste und menschlichste Humankapitalverwaltung. 

EUROPA:
Ohne eigene Leitwährung ist kein Großstaat zu machen


Die Idee EUROPA war es eine Chance auf optimierte Wertschöpfung für alle. Doch mit einen Euro, der von Ölstaaten nicht als Zahlungsmittel akzeptiert wird,  war Europa gescheitert bevor es begann. Es bleibt die Frage offen, ob dies absichtlich ignoriert und vergessen wurde. Europa stand unter dem Motto: Gleiche Ausgangsbedingungen für alle. Diese WIN-WIN-Situation hielt solange an, wie das Schuldenkarussell  reibungslos lief. Lehman war der Startschuß aus den USA für den Niedergang Europas. Illusorische Vorstellungen von Makroökonomie dominieren heute noch die Köpfe. 

Nun wird das Fass der Wertschöpfung, von dem sich alle bedienten, immer leerer - der Geldfluss gerät ins Stocken. Es geht lediglich noch darum, neue Wege zu finden, dieses Fass ohne Schulden neu zu befüllen. Momentan sollen Sparprogrammen über die Durststrecke hinweg retten, die mit harter Hand durchgesetzt werden. Diese werden Deutschland, aber auch den Rest Europas treffen - unabhängig ob diese Nationen nun zur europäischen Wirtschaftsallianz gehören oder nicht. Ließe sich Europa zerschlagen, wäre jeder kleine Staat eine einfache Beute für die Finanzhaie und damit die gesamte Bevölkerung. Im jetzigen Wertedenken kann es keine Lösung geben.

Eine tatsächliche Rückgewinnung der Wertschöpfung bis in die letzten Bürgerstuben hinein ist nicht mehr möglich. Es ist niemand mehr da, der dafür ausgepresst werden kann.

Fusion oder Pleite?


Das berühmte Fressen der großen Fische wird nun einsetzten. Staaten ohne funktionierende Wirtschaft sind dem Untergang geweiht. Ein Rückfluss der globalen Betriebsgewinne an die Bevölkerung kann aber nur dadurch gewährleistet werden. Die aktuelle Wertelehre fordert ihren Tribut. Dafür rüstet sich Europa. Es will am Ende noch eine einigermaßen funktionierende Infrastruktur und Industrie vorweisen können und nicht wie eine ausgemerkelte Zivilisationswüste in die Geschichte eingehen.

Noch werden nicht die richtigen Fragen nach den Ursachen dieser immer wiederkehrenden systematischen Verarmung der Völker gestellt. Der kritische Mensch sieht ihn nur im Geld. Ein Irrtum, der genauso alt ist wie die Wertelehre selber. Der urtümlichste Werte, der als Ziel am Ende jeder erfolgreichen Wertschöpfung gekauft werden kann, ist der Auslöser für den Automatismus unserer Entscheidungsfindung und unserem politischen, demokratischen und wirtschaftlichen Denkstrukturen.  Die Formel der Werte ist noch nicht bis aufs äußerte zurück gekürzt worden. Die Menschheit ist noch nicht bereit für die schonungslose Wahrheitsfindung.

Europa schafft das Umdenken nicht


Ich bin mir sicher, dass Europa nicht der Kontinent sein wird, der diesen Umbruch, dieses Umdenken und die schonungslose Selbstkritik einleitet. Zu sehr sind wir mit unserer Kultur in dieser Wertelehre verhaftet. Es gibt keinen einzigen Funken Erinnerung an etwas anderes. Es ist ausgelöscht und längst aus dem kollektiven Gedächtnis der Völker verschwunden. In unser Kultur herrscht nicht einmal ein Ahnung von all dem was möglich sein könnte. 

Das erschwert es, andere Abhandlungen auch nur anzudenken, die außerhalb unserer Wertelehre - also unserer Denkstruktur - liegen. Freie Gedanken sind zugemauert mit TABUS, Vorurteilen und irreführenden wissenschaftlichen Ergebnissen. Es ist geradezu ein Zwang, diese Wertelehre mit aller Gewalt aufrecht zu erhalten. Aufstände, Revolutionen und Unruhen sind der Beginn eines Wandels gewesen. Es ist lediglich der Drang der verarmenden Massen, diese Wertelehre mit besseren Regeln und Gesetzen wieder in Gang zu setzen - eben gleiche Ausgangsbedingungen wieder für alle herzustellen - eben Umverteilen. Diese Lösungen empfinden viele als gerecht, weil das falsche Spiel neu begonnen werden kann. Wie amerikanische Siedler stellen wir uns in die Startposition und hoffen ein Stückchen Land zu ergattern. Das ist unser Freiheits- und Unabhängigkeitstraum.

Die Menschheit stritt sich noch nie um eine neue Wertelehre. Lediglich um das Vorrecht auf Eigentum und Macht. Bis jetzt gelang es nicht, die zerstörerische Kraft der Wertelehre mit Umverteilungsmechanismen aufzuhalten. Nicht einmal eine Entschuldung der ganzen Welt würde den Drang nach einer erneuten Wertschöpfung nicht aufheben. Der Dualismus bleibt in der Welt und gilt als Grundregel.

Dieser unbedingter Drang zur Wertschöpfung (Gewinn - Verlust) kann nicht durch Selbstdisziplin oder Enthaltung aus der Welt geschafft werden. Diese Entsagunglehre findet ihre natürliche Grenzen - entweder verhungern oder im gleichen Muster weiter agieren. Die Denkschleife ist damit wieder geschlossen und verwehrt jedem anderen Lösungsansatz das Ohr.


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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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