Donnerstag, 13. Oktober 2011

Terror-Hysterie: Die Sehnsucht der Polizei nach der RAF 4.0

Die Aussichtslosigkeit in Erwartung der Dinge, die auf uns alle zu kommen, spiegelt sich auch in den Reaktionen von Politik und Polizei. Die nun entdeckten "Brandsätze" entlang der Berliner Schienen sind ein Zeitzeuge von Hoffnungslosigkeit.


Manchmal mag man glauben, wir werden nur noch von paranoiden Politikern regiert, umgeben vom dem selben Schlag Menschen in Entscheidungspositionen. Es scheint fast so, dass Geheimdienstberichte die morgendliche Fibel dieses Personenkreises ist. Keiner wagt mehr eine Selbsteinschätzung der Situation oder gar eine Selbstreflektion, in wie weit er zur aktuellen Situation beigetragen wagen. Der höchste Grundsatz einer Demokratie wird mit Füßen getreten.

Selbstverständlich lassen sich die aktuellen Geschehnisse emotional aufarbeiten, wie es momentan Politik und Polizei praktizieren, doch damit ist niemanden geholfen, außer man will tatsächlich die seit 10 Jahren erzeugte und importierte Paranoia aus den USA aufrecht erhalten.



Seit den angeblichen Anschlägen vom 11. September 2001 in New York tickt die Welt nach der amerikanischen Uhr der ständigen Angst vor imaginären Bedrohungen. Man hat sich in den Sog einer Angst reißen lassen, die sich durch nichts anderes kennzeichnet und als Angst vor Veränderungen beschrieben werden kann. Es die Stumpfheit einer Wirtschaftspolitik, die ohne Rücksicht auf Verluste angeblich den eigenen Vorteil verfolgt und sich immer mehr in den Sumpf der eigenen Verkommenheit reißen lässt. Die selbst erzeugte Paranoia der Staaten, verleitet sie selber, ihre hohen Vorgaben von Recht, Freiheit und Gesetz zu verlassen und sich umzudefinieren, in das was sie nie sein wollten.

Immer höhere Militärausgaben und Sicherheitsmaßnahmen belasten die Staatskassen. Das Volk wird zu seinem eigenen höchsten Kostenfaktor, durch die Selbstüberwachung und den Kollektiverdacht, der aus verängstigten Politikerseelen ungeprüft als Wahrheit angenommen wird. Man hat sich einer bedingungslosen Gefolgschaft gegenüber den USA verschieben, die ihre eigene Angst zum Geschäft macht.

Analytisch, basierend auf alten Geschehnissen, läßt sich nun die deutsche Polizei und Politik zu Vergleichen mit der RAF hinreissen, weil in Berlin ein paar Flaschen mit brennbarer Flüssigkeit gefunden wurden. Das ist Paranoia! Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie lange diese Flaschen bereits neben den Gleisen liegen, denn erst seit Montag wird das Schienennetz abgesucht.

Deutschland scheint seine Identität aufgegeben zu haben, durch seine fast schon hörige Freundschaft zu den USA. Die Polizei entwickelte sich zu einem Schlägertrupp des Regimes und ließ sich mental umbauen. Eigentliche Polizeiarbeit ist in Spezialeinheiten abgewandert und der Aussicht der öffentlichen Polizei, also dem Wachmann aus der Nachbarschaft, entzogen worden - wie die Bundeswehr, durch die Wehrpflichtbefreiung. Das Herzschlag der Demokratie ist für den Bürger nicht mehr zu hören. Der Staat wird zur Bedrohung für den Bürger. Die Kommunikationen, die eigentlich eine Demokratie auszeichnen sollten, sind abgeschnitten bzw. von Misstrauen durchzogen. Keiner traut dem anderen mehr über den Weg. Dieses ungesunde Klima ist überall in der Republik zu spüren und wird zum Nährboden einer Angst vor dem Alltag.

Die inneren Probleme, durch Wirtschafts- und Finanzkrise, mit allen direkten Auswirkungen und Erwartungen sind mit einer Abkehr vom gegenseitigen Vertrauen nicht zu heilen. Die Demokratie fühlt sich ohne Regierung. Diese Regierung wird nicht mehr als ein Teil der Demokratie empfunden. Irrationale Entscheidungen der Politik, getragen von angeblichen Erkenntnissen fremder Geheimdienste machen die deutsche Politik zu einem ausländischen, willenlosen Instrument. Gerade das kritische Denken, die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Demokratie, ist dadurch abgeschafft.

So kommt es zu eklatanten Fehleinschätzungen wie im Beispiel der "Brandanschläge in Berlin". Die Polizei spricht tatsächlich von Parallelitäten zur RAF in vierter Auflage - also RAF 4.0. Das ist bereits eine Todessehnsucht des eigenen Staates. Der Wunsch aus seinem eigenen Albtraum aufzuwachen, den er sich selber herbei rief. Doch diese Situation ist nicht auswegslos. Selbständiges Denken kann auch in der Politik Wunder bewirken.

Parlamentarier sind doch mittlerweile keine eigenen Meinungsträger mehr. Sie sind umwimmelt von Lobbyisten, die tagtäglich mit neuen Erkenntnissen und Studien herkommen, um die Wegrichtung der Politik zu ihren Gunst zu beeinflussen. Hinter der nächsten Ecke lauert die importierte Bedrohungsangst aus den USA vor einem Terrorismus, den man sich selber heranzüchtete, um sich verteidigen zu können.

Das was wir als Terrorismus bezeichnen, ist der hilflose Schrei einer unterdrückten Masse, die sich längst nicht mehr in dieser Demokratie vertreten sieht. Unser Parlament ist ein verkrustetes, altes Gebilde, das nur noch in Parteiinteressen denkt mit dem Zweck des Selbsterhaltes. Die FDP ist das beste Beispiel. Es ist an der Zeit, dass Selbsterkenntnis gerade in diesen Kreisen wieder Mode wird. Parteien, die über Jahre hinweg gegen die Bevölkerung Entscheidungen trafen, können sich nicht mehr mit besser klingenden Parolen sanieren, sie haben die Bühne zu verlassen. Mit einem tiefen Diener vor dem Volk und einer Entschuldigung für die eigene Dekadenz, die den übermenschlichen Auftrag (also die Entscheidung ohne Rücksicht auf das Ego und Parteiego) vergessen ließen. Demokratie ist Demut und nicht Herrschen. Das ist offensichtlich noch nie bei den Entscheidungsträger angekommen. Sie sehen sich als uneingeschränkte Macht, die Entschlüsse auf der Basis von Engstirnigkeit fasst, nur weil die Empfehlungen aus vermeintlichen Spezialistenkreisen kommt.

Keiner macht sich die Arbeit zu überprüfen wie es zu Spezialistenaussagen gegenüber der Politik, welche Auswahlverfahren längst jede zwingend notwendige Neutralität der Meinung unterlaufen. Man lässt sich nur noch von Instituten beraten, zu denen die Politik schon fast freundschaftliche Verhältnisse pflegt, aber in Wahrheit keine sind.

Es lediglich Zwangsfreundschaften, aus Mangel an Vielfalt. Der Ring der Lobbyisten ist ein Bollwerk gegen andere Ansichten und Meinungen geworden. Die Politik nimmt dies nicht als Abschirmen wahr, sondern sieht jede andere Meinung bereits als Angriff gegen sich selbst. Das ist Selbstaufgabe, die momentan in unserer Politik stattfindet und auch überall auf der Welt zu sehen ist.

Sie sind Getriebene ihrer eigenen Beschlüsse und lassen sich blindlings in Sackgassen manövrieren, aus denen sie sich nur noch verbal und durch Gesetzesänderungen frei schießen können. Die Demokratie demontierte sich auf diese Art selbst und hält das auch noch für Selbstverteidigung, weil es ihr an Selbstkritik mangelt. Aussichtslose Wegrichtungen werden nicht aussichtsreicher, wenn man sie beschreitet wie ein alter Esel, der sich des Abgrundes bewußt ist, auf den er zusteuert.

Man sollte Augen, Ohren und Hirn aufmachen und Fragen, warum es überhaupt zu dieser ausweglosen Situation gekommen ist. Das ist Selbstreflektion. Das ist der Beginn, die einmal getroffenen Entscheidungen auf Fehler abzuklopfen und auch einmal einen Rückwärtsgang einschlagen zu können.

Stillstand ist kein Beinbruch. Die Wirtschaft wird sich ihre Staaten zerstören von denen sie so gut lebt. Auch der Abhängige hat Macht! Viel mehr als er sich wahrscheinlich in seinem kleinen Sklavenhirn vorstellen kann. Die Politik und die Polizei ist nicht der Wirtschaft verpflichtet, sondern dem kleinen Menschen, der wie Wassertropfen im Netz dieser Verstrickungen hängt.

Ist es nicht auch ein Terroranschlag aus den USA gewesen, als die Lehman-Bank mit purer Absicht pleite ging und all die Finanzanlagen vorher auf Empfehlung von Jörg Asmussen noch in die Portfolio der staatlichen Banken legte? Das wäre Selbstreflektion, die zu der Frage führt, warum Asmussen gerade der Mann der Stunde für die Politik in der EZB sein soll?

Die Politik sollte sich ganz genau fragen, wer und wann Asmussen als Spezialisten empfahl und eigenständig überlegen - WARUM? Vielleicht sind Politiker an die Spitze gelangt, die keine eigenen Kanten mehr haben, sondern sich diese längst von Lobbyisten haben abschleifen lassen. Politik ist keine Lebensaufgabe, sonst wird sie zur Rechthaberei und genau das passiert überall auf der Welt. Das politische Geschäft wird sogar vererbt. Die Kinder der Politiker erlangen Ämter gemäß einer Erbfolge wie in Monarchien. Ein kritischer Demokrat muss da selber entgegen wirken. Das ist Eigenverantwortlichkeit.

Wer erarbeitet Studien, die einen Polizeisprecher dazu verleiten von einer RAF 4.0 zu sprechen, weil ein paar Flaschen mit brennbarer Flüssigkeit neben den Schienen finden? Ist ein Forumseintrag im Internet tatsächlich ein Bekennerschreiber oder nur eine emotionale Reaktion auf die aktuelle Berichterstattung.

Man malt heute den Teufel solange an die Wand, bis er kommt und wenn er nicht kommen will, hilft man nach. Wie beim berühmten "Zeller Loch". Keiner wollte die RAF befreien, dann inszenierte der BND eben die Befreiung selber, um sein Vorgehen zu rechtfertigen.

Warum gibt es keine offiziellen Stasiakten über die RAF, die nach offiziellen Angaben so sehr mit der DDR verknüpft war?

Warum ist Helmut Kohls Stasiakte immer noch unter Verschluss - sie könnte Aufschluss über die Spendenaffäre bringen? Schließlich kann man davon ausgehen, dass die DDR nicht nur wusste, welchen Rotwein Helmut Kohl bevorzugte.

Unser Staat ist nicht mehr unser Staat. Es ist ein Funktionärsbüro, das so viel Dreck am Stecken hat, dass es sich mit solchen Maßnahmen vor der Demokratie schützen muss. Der Dreck unserer Regierungen, der unter den Teppich gekehrte wurde ist mittlerweile zu einem Berg angewachsen, der nicht mehr durch die Tür passt. So wird Politik zum Selbstzweck, zum Selbsterhalt.

Das führt zu einer Verschiebung der Wahrnehmung. Nicht die Bevölkerung radikalisiert sich, sondern der Staat ist radikal geworden.

Kommentare:

  1. Ich kann dir nur zustimmen - zumindest kann das noch!
    Bleibt abzuwarten ob mir nun per Bundestrojaner eine Bombenbastelanleitung auf den Rechner geschmuggelt wird. Oder wie wäre es mit einem RAF 4.0-Bekennerschreiben?

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  2. So wie "die Märkte" fest in der Hand von Kriminellen sind, ist das auch in der Politik!

    Die Instanzen der BRD, das Selbstverwaltungskonstrukt der Alliierten, machen das, was Marionetten tun: sie gehorchen ihren Meistern.

    Natürlich geht es beim Thema RAF und den paar Flaschen, die wahrscheinlich ohnehin nur wieder jemand im Auftrag der CIA am Gleis platziert hat, darum, das Thema Sicherheit ins Zentrum der Überlegungen zu stellen, also für jeden Zug eine eigene Militäreinheit.

    Militär im Inneren ist wohl das Ziel, nach wie vor. Wenn hier vielleicht bald Unruhen losgehen, muss die BRD vorbereitet sein. Vielleicht besteht die "Bundeswehr" bis dahin sogar in der Mehrzahl aus "Migranten", vielleicht auch Afrika?

    Deutschland hat seine Identität nicht aufgegeben, sondern der Politabschaum macht nur das, wass die allliierte Kontrollmacht vorgibt - darüber ist das Volk natürlich genauso wenig informiert wie darüber, dass es noch keinen Staat macht, wenn sich zwei besetzte Gebiete mit vier Besatzern an einen Tisch setzen und kungeln.

    Hier herrscht das blanke Verbrechen, und die Politik trägt das, was die Verbrecher beschlossen haben, an die Bürger weiter.

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  3. @ Europa

    ... nun sind wir wieder beim Thema des vorigen Posts. "Selbstverwaltungskonstrukt der Alliierten, machen das, was Marionetten tun: sie gehorchen ihren Meistern."

    Der Mensch stellt sich MEISTER personifiziert vor und sieht nicht die Wertelehre als den Meister an ;-) - eben die höhere Logik, die uns regiert.

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  4. Jeder Krieg beginnt mit einer LügenPropaganda.
    Die "Dunkle Seite der Macht" vergreift sich auch an Säuglingen in ihren Brutkästen.
    Deshalb seid wachsam, folgt eurem
    BauchGefühl.
    TerrorBekämpfung ist ein RiesenGeschäft und BürgerRechte werden genommen.

    http://www0.xup.in/exec/ximg.php?fid=21450303

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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