Sonntag, 6. November 2011

Deutschland: 40 Mrd. mehr Steuereinnahmen werden erwartet

Das Wichtigste für einen Schuldner ist, liquide zu erscheinen. Deutschland bemüht sich sehr darum. Statistisch erzeugte, niedrige Arbeitslosenraten, also eine hohe Beschäftigung der arbeitsfähigen Bevölkerung vortäuschen und hohe Steuereinnahmen nachweisen, gehört zum Geschäft eines überschuldeten Staates. Da gibt es keinen Unterschied zwischen Deutschland und Griechenland.

Woher kommen plötzlich die höheren Steuereinnahmen?

1. Verteilte unsere Demokratie gerade neue Lohnsteuerkarten, auf denen die bereits erfassten Steuerfreibeträge fehlten. Wer das verschläft und nicht nachtragen lässt, trägt zu den höheren Steuereinnahmen bei.

2. Können oder mögen unsere Finanzämter, meist aufgrund von EDV-Problemen, die Steuerrückerstattungen gar nicht herausrücken und tragen so wenigsten zu gefühlten höheren Steuereinnahmen bei.




3. Hat unsere Regierung gar kein Interesse an niedrigeren Benzin- und Lebensmittelpreisen. Schließlich lassen sich daraus wunderbare fiskalische Effekte generieren.


Sollten also unsere Steuerschätzer von einer Ölpreissteigerungsrate für das Jahr 2012 ausgegangen sein, lässt sich so eine wunderbare Steuerstatistik ausarbeiten, die unserer Arbeitslosenstatistik in keinster Weise nachsteht.

Schließlich ist nicht ausgeschlossen, dass Deutschland bald als möglicher Kandidat für eine Abwertung durch Ratingagenturen genannt wird. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Staaten in ihren alten Trott des Protektionismus verfallen. Griechenland als eventuelle EU-Aussteiger hätte eine Kettenreaktion nicht nur auf den Finanzmärkten und im Bankwesen ausgelöst, sondern auch eine Fluchtwelle der Staaten aus der EU nach sich ziehen können.

Die EU ist nichts anderes als eine Familiefeier. Steht einer auf und verabschiedet sich, bricht plötzlich die große Flucht aus und der Saal leert sich in Windeseile. Deutschland als großer Gönner für Europa wäre plötzlich alleine auf seiner Wertschöpfungsparty und müsste sich der eigenen Bevölkerung erklären. Die Demokratie würde mit leeren Händen da stehen und die Wirtschaft stahl sich längst von der Party als das Büfett leer war.

Das war 1920 so und wird sich im Jahre 2011 nicht ändern. Sie werden danach eine neue Wirtschaftsordnung ausrufen. Ihr Projekt mit leistungsbezogenem Geld - nicht leistungsgedecktem Geld - umsetzen und den Menschen, einen Wohlfühlbarometer mit einem Glück-BIP auf die Nase binden.

Die Projekte dazu laufen längst im Internet. Koordiniert unter Quantica GmbH, Bertelsmann und INSM in allen möglichen Fassetten, die jede Art von Weltanschauung bedient - vom Nationalismus bis hin zur Esoterik. So müssen sie ihr Eigentumsvorrecht nicht aufgeben, können ihre Wertschöpfungsketten unter dem Vorwand der Gemeinnützigkeit betreiben, wie die heutige Armutsindustrie mit Ein-Euro-Jobbern. Schließlich sind diese Menschen nicht nur einen Euro die Stunde wert, sondern sie erhalten ihr BGE als Hartz4.

Der Staat selber könnte sich weiterhin über Steuern finanzieren und für die Einhaltung der Marktgesetze einsetzen, denn nichts anderes sind unsere Gesetzesbücher. Solidarität ist lediglich ein Produkt des Überflusses von Industriestaaten. Die global tätige Wirtschaft hätte so einen schier unerschöpflichen Pool von billigen deutschen Arbeitern erzeugt, die mit ihrem neuem Glücksziel - Gemeinnützigkeit - ohne große Ansprüche und für einen Minuto arbeiten, den sie gegen keine wirklichen Wert ausserhalb ihrer Wirtschaftszone eintauschen können.



Leistungsbezogenes Geld ändert nun mal nicht den Grundwert einer Wertelehre, sondern ist lediglich ein Bretten Woods 4.0, um alles beim Alten belassen zu können. Der Wert des Menschen ist NULL - er wird nur zum Wert, wenn er für Produktionstätigkeiten gebraucht wird, die Gewinne erzielen.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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