Sonntag, 20. November 2011

Kairo: Die enttäuschte Demokratiebewegung

Von Euphorie und Demokratieglaube getragen, protestierte ein Teil der ägyptischen Bevölkerung angeblich erfolgreich gegen Mubarack und stürzte ihn. Die Welt folgte ihrem Eskapismus und ignorierte sämtliche Fakten, die auf Absprachen zwischen der westlichen Welt und dem ägyptischen Militär lange vorher getroffen wurden.

Es war klar, dass die Bevölkerung aufsteht und Demokratie fordern wird. Viele junge, studierte Ägypter sind ohne Job. Die Traumschlösser waren als unerreichbar erkannt. Eine normale Reaktion in unserer Vernunft ist daher, die Regierenden tragen daran Schuld.

Da scheint eine Demokratie gerade zu als Erlösung. In ihr wird die Regierung für vier Jahre gewählt und danach kann ein neuer Anlauf mit einem neuem Diktator genommen werden. Die Psychologie der Massen funktioniert perfekt. Sie ist sich selber der beste Hypnotiseur.

Doch in Kairo und auch auf der ganzen Welt hält diese Hypnose nicht auf Dauer an. Die Verelendung der Massen gehört zum Spiel der Wertelehre. Die Kunst des Spieles besteht darin Hoffnung zu verteilen wo keine ist. D. h. immer wieder Reformen herbeizuführen, die zwar keine Änderungen hervorrufen, aber zumindest das Wohlfühlbarometer der Bevölkerung wieder ansteigen lassen.

In Ägypten hielt die Wirkung dieses Placebos nicht lange an. Die Menschen sind ungeduldig, sie wollen besser leben - sie wollen mehr Konsum und daher eine andere Regierung. Sie wollen wählen. Sie wollen das Militär loswerden und frei entscheiden, wer sie regiert.

Sie wollen ihre Puppen im Parlament haben, die ihnen eine schöne Zukunft mit Vollbeschäftigung und Wohlstand als Wolkenschlösser bauen  und mit jeder neuen Wahl in ihrem Gedächtnis aufgefrischt werden. Sie wollen mehr Staatsschulden und damit mehr Wohlstand und Solidarität, die wiederum vom armen Teil der Bevölkerung, die beim Aufstand gegen die Reichen in Ägypten gar nicht beteiligt waren.

Es sind die armen Bauern, die nicht viel Land besitzen und darauf will auch keiner ein Hotel bauen. Ägypten schreit förmlich nach der Angliederung an die Globaliserung, um abgeschöpft werden zu können. Die leiste Hoffnung, dass ein paar Krümmel für die studierte Elite in Ägypten abfällt kann nicht von der Hand gewiesen werden.

Der Mensch ist durch seine Vernunft so derartig verkommen, dass er sich selber mit der größten Freund und Vorfreude auf Gewinne, hinters Licht führt. Doch was bleibt uns anderes übrig. Wir wollen uns mit der Wahrheit nicht auseinandersetzen und sie als die größte Lüge aller Zeiten anerkennen.

Wir orientieren uns an denen, die uns ausbeuten und wir träumen davon gerechte und rechtschaffene Ausbeuter zu werden. Daher schreien wir nach einer Demokratie, weil wir glauben sie sein gerecht. Sie aber nur gerecht, weil wir sie als solche akzeptieren. In unserer Auffassung von Gerechtigkeit gilt: Eine nicht betroffene Mehrheit stimmt über die Minderheit, die Nachteile für die Allgemeinheit zu ertragen haben. Das ist unsere Vorstellung von Gerechtigkeit und wir sind nicht fähig uns diese tieferliegenden, inneren Selbstirrtum einzugestehen. Der Sinn einer Demokratie kann nicht sein: Minderheiten zum Vorteil einer Mehrheit, die nur aus Glauben und Hoffen besteht, zu unterdrücken. Es muss bessere, gerechter Formen der Demokratie geben, die Eigentumsrecht nicht über das Leben eines Menschen stellt.


MENSCH - WER BIST DU?




ICH BIN DA, WEIL ICH DA BIN.

Mein Recht zu existieren ist universell
und darf durch Eigentumsrechte auf Lebensnotwendiges von Niemandem eingeschränkt werden.

Ich kann nur durch die Gemeinschaft existieren,
die aber durch jede Art von Eigentumsrechtes nicht per Gesetz oder Recht befähtigt wird,
mich als rentabel oder unrentabel zu bewerten. 

Jede hierarchische Gesellschaftsform ist unnatürlich. 
Jede Bewertung des Menschen ist unnatürlich. 

Die alte Ordnung einhalten und neue Gesetze und Normen erfinden,
die das Dasein des bewerteten Menschen erleichtern,
sind genauso unnatürlich. 

  ... Daher muss der Grundwert unserer Gesellschaft geändert werden.  

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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