Donnerstag, 10. November 2011

Warum wollen so viele Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen?

Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen zeigt ganz deutlich, wo die Angst des modernen Menschen auch hier in Deutschland sitzt. -Geld scheint zu einem Grundnahrungsmittel geworden zu sein. Nur gegen Geld gibt es Nahrung und Unterkunft. Eine massive Realitätsverschiebung fand im Lauf der letzten Jahrzehnte statt, da die meisten Menschen in Städten leben und mit der Nahrungsgewinnung selber nichts mehr zu tun haben. Sie gehen einfach in den Supermarkt. Geld wird so selber zur Ware und ist längst kein Wertaufbewahrungsmittel mehr. 

Für alle Bedürfnisse zum Erhalt des menschlichen Lebens ist Geld heute existenziell. Der Mensch verlor so den Bezug zum Geld. Nach heutigem Ermessen ist es unvorstellbar, dass Ressourcen an Geld geknüpft sind. So rückt die Ressource als Ding das abhängig macht, immer weiter in den Hintergrund der bewussten Wahrnehmung. Der moderne Mensch vergisst das Wesen des Geldes komplett und interpretiert es einfach, gemäß seiner Wahrnehmung um. In den Köpfen der Menschen ist also Geld bereits das, was es noch werden wird - das was die Wertelehre als nächstes Level vorsieht. Es zeichnet sich ab, dass Umlaufgeld von der Ressource abgekoppelt wird, ohne dass der Mensch seine Abhängigkeit zum Eigentümer der Ressourcen verliert. Die nächste Stufe der Vernebelung hat längst begonnen.

Als der Goldstandard 1931 dem Sterling  Pfund das Genick bracht, kam Bretton Woods - als Antwort auf die Unlösbarkeit unserer Wertelehre - die eigentlich eine Ungleichung ist. Jede Erweiterung ist also nur ein Hinausschieben der Erkenntnis, dass sie nie aufgehen und zu Gerechtigkeit führen wird. Bretton Woods macht das mit Geld, was längst notwendig war. Die Ressource GOLD reichte einfach nicht mehr aus, um die Geldmenge für Leistung und entstandene Produkte zu decken. Es mussten neue Möglichkeiten geschaffen werden, die auch als Sicherheiten akzeptiert wurden, die vorher unvorstellbar waren.

Der I. und II. Weltkrieg waren also die Folge von politischen Fehlentscheidungen, im Verlangen Geld entstehen zu lassen, damit die jeweilige Landesbevölkerung wieder in die Lage versetzt werden konnte, einen Güteraustausch zu betreiben. Sanktionen einer Weltgemeinschaft, die damals noch nicht wie im heutigen Sinne existierte, schlossen ganz Deutschland vom Welthandel aus (Protektionismus), was zu einer Radikalisierung der Bevölkerung und damit der Politik führte. Genau der gleiche Hebel wird momentan in den arabischen Staaten angesetzt um Bevölkerungen gegen die aktuelle Regierung aufzubringen. Man hofft auf einen friedlichen Ausgang für die Welt und lediglich auf einen Bürgerkrieg oder Revolutionen. Das Restrisiko bleibt, vor allem, wenn ein Land wie der Iran mit derartiger wirtschaftlicher Psychologie unter Druck gesetzt wird.

Die heutigen gesellschaftlichen Konflikte sind daher nichts Neues, sondern lediglich ein Deja Vu. Unser Wertesystem passt sich den neuen Begebenheiten im Kampf um das eigenen Überleben an. Wir suchen verzweifelt nach dem nächsten - neuen Bretton Woods - einem neuem Geldsystem auf dem gleichem Grundwert, wie alle vorangegangenen. Es soll uns Erleichterung verschaffen, im Kampf um das tägliche Überleben - im Kampf um die Möglichkeit sich Nahrung zu beschaffen, für die andere zu arbeiten haben. Genau diese Tatsache ist aus der Wahrnehmung der Menschen entrückt. Es wird als normal empfunden, dass heute als "niedrig" definierte Arbeiten, automatisch nichts mehr Wert sind. So kommen ganze Nationen auf die Idee, dass Bildung die eigene Ernährung sichert. Was nicht richtig ist. Die Bildung sichert nicht direkt die Ernährung, sondern die Raffinesse, wie niedrige Arbeiten noch niedriger bewertet werden können. Die Menschheit ist längst schon wieder auf dem Weg sich in unvermischbare Standesordnungen aufzuteilen und verfällt daher in ein mittelalterliches Trauma es Standesdünkels.

Wie wird heute der Zugang zu Geld/Nahrung geregelt?


Zugang zu Geld erhält nur derjenige, der in der Wirtschaft als Arbeitskraft benötigt wird. Das Motto, "wer nicht arbeitet, braucht nicht essen" - gilt immer noch. Lediglich der Staat als Solidargemeinschaft, verhindert das Schlimmste unter der Voraussetzung, der Staat kann sich über die anderen Löhne (Lohnsteuer) noch finanzieren. Hier zeigt sich bereits die Abhängigkeit des einzelnen Staatsbürgers einer jeder Nation über ihre Staatswesen zur Wirtschaft, egal wie sich dieser Staat organisiert. Eine Demokratie ist nun mal kein Arbeitgeber, sondern eine einfache Humankapitalverwalter, der seine Bevölkerung für die Wirtschaft durch Bildung zu optimiert versucht und damit gleichzeitig einen Konsumzwang erzeugt; die Kinderpflege wir extern verlagert (Konsumzwang), damit Mütter ihre Leistung an die Wirtschaft verkaufen können,zur Erzeugung von Lohnsteuer. Der Staat - die Solidargemeinschaft - muss sich dafür immer weiter verschulden und das geht nun nicht mehr.


Die Unfinanzierbarkeit des Solidarwesens hat sich gezeigt und muss nun durch die Demokratie selber abgeschafft werden. Eine Dialektik des Wertesystem, dem wir uns freiwillig unterordnen.


Freiheit ist in der heutigen Definition lediglich ein Lebensgefühl, das man sich mit Geld kaufen kann. Die Freiheit ist künstlich. Der moderne Mensch kennt die Verantwortung der Freiheit nicht. Freiheit besteht ausschließlich auf dem Wunsch, sich seine Träume zu erfüllen und dazu braucht er Geld. Der Mensch ignoriert deshalb seine tatsächliche Abhängigkeit, denn würde er die Abhängigkeit erkennen und abschaffen, könnte er nicht mehr mit Geld und Eigentümern andere beherrschen.


Die logischste Konsequenz will keiner ziehen, er würde sich seiner künstlichen Freiheit berauben, die er allerdings als echte Freiheit anerkennt. Echte Freiheit ist die größte Verantwortung für jeden Einzelnen, der sich die meisten nicht gewachsen fühlen und sich daher lieber unterordnen und über sich bestimmen lassen. So können sie sich der Verantwortung gegenüber ihrem eigenen Handeln entziehen und sie weit von sich schieben. Eine bequeme Art des Ablasshandels, bei dem auch noch gemotzt und geschimpft werden kann.

Mit Schulden - Schulden bekämpfen! 



Der Keynesianismus erlebt momentan wieder eine Blütezeit, bis zum endgültigen Absturz alles Handelsaktivitäten aus Mangel an Zahlungsmittel. Plötzlich fällt es den Menschen wie Schuppen von den Augen und er realisiert, dass Geld doch einen Wert darstellt und man flüchtet sich in die Sicherheit der materiellen Dinge - so lange diese noch gegen Geld eingetauscht werden können. Doch am Ende jeder derartigen Crashs, Krisen oder wie immer man das nennen will, kristallisieren sich die wahren Werte und die dazu gehörigen Abhängigkeiten heraus. Am Ende geht es um Nahrung und um die berühmten Zäune und Gesetze die dieses schützen, um die hungrigen Massen vom Stehlen abzuhalten. Doch noch herrscht die Wirtschaftslogik in der Politik. Staaten unternehmen alles, um Rohstoffzugänge für ihre Wirtschaft zu sichern. Kriege sind da kein moralischer Hindernisgrund. Lediglich die Argumentation für einen Krieg hat sich geändert.

Ging man früher noch für den Kaiser oder das Land in den Krieg, steht die Demokratie und die Freiheit für andere im Vordergrund. Kaum jemand realisiert, dass diese Freiheit, die wir anderen bringen, lediglich Knebelverträge zum Raubbau an ihren Rohstoffen sind. Die ultimative Waffe - Geld - kommt zum Einsatz.

Doch das spielt momentan eine kleine Rolle in der Wahrnehmung des jeweiligen Staatsbürgers. Sein Interesse gilt dem täglichen Fluss des Geld, an dem nur durch bezahlte Arbeit teilgenommen werden kann. Diesen prägnanten Gedanken nenne ich HUNGERANGST. Unser Wirtschaftssystem basiert also auf dem Antrieb aus Hungerangst und wir nennen es Kapitalismus; empfinden es als positiv und beruhigend. Der Grund dafür ist, dass Kapitalismus nie richtig und schonungslos definiert wurde.

Die heute als natürlich empfundene Angst um den Arbeitsplatz erzeugt ein weiteres Spannungsfeld in der Gesellschaft. Der Mensch verliert abermals die Werte aus den Augen und agiert im Determinismus der aktuellen Wertelehre. Er fordert keine Umkehrung der Werte, sondern lediglich eine Minderung der zerstörerischen Auswirkungen unserer Wertelehre.

Determinismus
Der Begriff "Determinismus" wird in vielen verschiedenen Zusammenhängen verwendet. Man spricht unter anderem von logischem Determinismus, von theologischem Determinismus und von kausalem (oder physikalischem) Determinismus. [Anmerkung: Der Begriff "Indeterminismus" bezeichnet einfach die Negation des Determinismus. Der Indeterminismus ist also genau wahr, wenn der Determinismus falsch ist.
Der logische Determinismus beruht auf folgender Überlegung. Es ist eine unter Logikern allgemein verbreitete Annahme, dass jede Aussage wahr oder falsch ist. Aussagen werden nicht wahr oder falsch und sie hören auch nicht auf, wahr oder falsch zu sein. Sie sind (zeitlos) wahr oder falsch. Daher ist z.B. auch die Aussage "Anna Schmidt wird am 20. Juni 2045 heiraten" (schon heute) wahr oder falsch. Wenn das so ist, steht aber heute schon fest, ob Anna Schmidt am 20. Juni 2045 heiratet oder nicht. Und wenn das heute schon feststeht, kann nichts anderes passieren. Insofern ist heute schon determiniert, ob Anna Schmidt am 20. Juni 2045 heiratet oder nicht.
Eine verwandte Überlegung führt zum theologischen Determinismus. Hier spielt die Allwissenheit Gottes die entscheidende Rolle. Wenn Gott heute schon weiß, was im Jahre 2045 passiert, dann muss heute schon feststehen – und ist insofern auch heute schon determiniert –, ob Anna Schmidt am 20. Juni 2045 heiraten wird.

Solange die Solidarsysteme noch einigermaßen greifen und Teile der Bevölkerung nicht verarmt sind, wir der Eindruck vermittelt - alles sei nicht so schlimm wie in den vergangen Jahrhunderten. Es wird erst offensichtlich, wenn ganze Teile der Infrastruktur nicht mehr aufrecht erhalten werden können - sei es die Wasser- und Abwasserversorung oder das Straßenwesen mit seiner Nahrungsmittellogisik. Moderne Staaten verfügen über keinerlei staatliche Unternehmen, um diese Versorgung aufrecht zu erhalten. Wir haben alles dem Glauben an Gewinne und Wohlstand geopfert. Man investierte, um höhere Gewinne zu erzielen. Das ist der Charakter des Wertesystem, das allem am Laufen hält = Konsumzwang, den viele bestimmt noch nie von der Seite der notwendigen Enteignung durch Verkauf betrachtet haben.


Nichts hat sich seit der Pharaonenzeit geändert

 Betrachtet man allerdings die Staatsschulden, muss man sich eingestehen, dass alles weit aus schlimmer ist, als zur Zeit der franz. Revolution. Würden wir die Schulden tatsächlich abbauen, ginge es den Mensch schlechter als im 15. Jh. und die Leibeigenschaft wäre längst wieder eingeführt. 



Die Finanz/Schuldenkrise erhöht den Enteignungsdruck auf die Völker, die immer verzweifelter nach Sicherheiten suchen, um sich frisches Geld zu verschaffen.


Das wäre ein Alarmsignal für alle Völker dieser Welt, zum Aufbruch. Doch jeder will sein eigenes Süppchen kochen und sucht nach Möglichkeiten das System aufrecht zu erhalten, um andere zu unterdrücken. Das Verlangen nach Macht und Herrschen ist ungebrochen, obwohl das Betrugssystem als solches enttarnt ist. Der Staat - also die Solidargemeinschaft - kann sich nicht immer mehr verschulden/finanzieren, um die anfallenden Mehrkosten durch Arbeitslosigkeit/Aufrechterhalten der Wertschöpfungskette zu garantieren. Das bedeuteten eine Verlust der Bonität. Alleine der Begriff BONITÄT ist verräterisch und sollte uns auf die falsche Wertlehre hinweisen. Der Schuldner kann den Bonus, den er zu entrichten hat, nicht mehr bezahlen = er ist erschöpft, abgeschöpft, also wertlos in unserer Wertelogik.




Der Egoismus/Autarkie hat wieder Hochkonjunktur


Der Einzelne will sich vom Staat - von seiner Solidargemeinschaft abschotten. Er will nicht für die Versorgung der anderen mehr aufkommen müssen. Der Egoismus - die Autarkie- feiert wieder Hochkonjunktur. Die Zäune um das Eigentum, das das eigene Auskommen sichern soll, werden im massiver und höher. 

  • Über den Gemeinschaftssinn fordert man den Egoismus - Grundeinkommen. doch wer soll es finanzieren, erarbeiten, bezahlen, vom Mund absparen?

  • Das Volk selber, das sich nur in der Wirtschaft beschäftigen läßt, um an Geld zu kommen?
  • Der Staat, der sich lediglich über Steuern von Arbeitnehmern (Lohnsteuer) finanziert?

  • Die Wirtschaft, die ihre Gewinn aus dem Konsum, also dem Verkauf der Güter an die Menschen lebt?

Daher ist es ein ganz normale Reaktion, dass der Mensch ein Grundeinkommen verlangt, um seinen täglichen Konsum decken zu können - um Leben zu können. Man erfindet einfach fiktive Rechenmodelle, die alles dagewesene an mathematischer Logik schlagen. Man erfindet einfach ein neues Perpetuum Mobile, bis es enttarnt ist und die Menschheit noch abhängiger ist, von ein paar wenigen die behaupten, ihnen gehören die Ressourcen dieser Welt, von den wir alle leben. So machen sie uns zu Sklaven in Freiheit.

Die falsche Vernunft im Kopf

Wir haben eine ganz verkehrte Ordnung in unserem Kopf (Determinismus) und erzeugen dadurch eine Gesellschaft, die ohne Oben und Unten  nicht auskommt. Sie muss in logischen Schlussfolgerungen Verlierer generieren und diese per Recht und Gesetz dazu veranlassen, den Wohlstand der oberen Gesellschaft ohne Lohn zu erarbeiten. Man arbeitet mit dem Prinzip HOFFNUNG. Die unterste Kaste soll glauben, dass sie durch genügend Anstrengung aufsteigen kann. Natürlich wird das nie stattfinden, aber alleine der Glaube darin, schafft die Akzeptanz für Ungerechtigkeit - die Leidensfähigkeit. 


Gleichmacherei ist Zwang. Eine Gesellschaft, die auf Zwang - also mit Bestrafungsmechanismen sich in Rangordnungen halten muss ist unnatürlich. In unserer Ordnung geht es nicht um Nützlichkeit, sondern um das Recht andere ausbeuten zu dürfen. Das findet sich nirgends in der Natur. Nicht einmal der Alphawolf lässt sich einen Palast bauen und wartet, bis sein Rudel die Beute erlegt.  


Gleichsein, bedeutet Mensch sein. Gleichheit bedeutet, keinen Bonus von anderen zu verlangen, für Dinge, die man leistet, sondern der Sinn und Zweck des natürlichen Menschen ist, seine Leistung in die Gemeinschaft zu seinem Wohle einzubringen. Das ergibt eine andere Vernunft - einen anderen Determinismus, der nicht mehr Ausbeutung als Ansporn benötigt. 


Die ist allerdings nur dann möglich, wenn die Leistung Grundwert ist und nicht das Grundstück, um das ein Zaun gezogen werden kann. 


Jeder Mensch ist und bleibt nur ein Mensch - ohne Zwang, ohne Etikette und ohne ethisch anerzogene Vorstellungen, ohne Anrecht auf Vorrecht - für das andere Mehrleistung betreiben müssen. Der Hauptgrund der Existenz ist die Gemeinschaft - geht es ihr gut, geht es allen gut. Das ist die natürliche Logik, die wir uns durch Glauben, Religion und Wirtschaft aberzogen haben.




Der Hütchenspieler ist weg! 


Der Mensch hätte wieder Achtung von jedem Einzelnen und vor allem vor der Leistung, die für alltägliche Dinge erbracht werde müssen, egal wie viele Maschinen an der Produktion beteiligt sind. Wertschöpfung - also billig einkaufen/erzeugen und teuer verkaufen, ist nicht mehr der Lebensinhalt des Einzelnen und der Gemeinschaft. 


Ohne den kleinen Maurer hätte selbst der heute reichste und geachtetste Mensch kein Dach über dem Kopf. Er wäre ein nasses und frierendes Nichts. Warum sollen wir also in der Zukunft andere zu Mehrleistungen mit Geld/Steuern/Schuldgeld oder bargeldlosen Negativkonten, zu solch einer sinnlosen Leistungs- und Ressourcenverschwendung gewinnen, wenn die Gemeinschaft nichts davon hat, wenn der Sprecher - der Kompetenzmann/frau - eine große Villa bewohnt?

Maschinen übernehmen heute immer mehr die menschliche Arbeit. Der anfängliche Nutzen, die Menschen zu entlasten, wird plötzlich zu einem erbitterten Überlebenskampf - "Wer nicht arbeitet braucht nicht essen...! - gilt plötzlich mehr denn je. Doch der Mensch reagiert wieder im Determinismus der Wertelehre und erdenkt sich Linderungskonzepte, um die erwirtschafteten Gewinn durch Maschinen an die Bevölkerung umzuverteilen, anstatt das System der Wertschöpfung (Kapitalismus) selber zu hinterfragen oder anzuzweifeln.

Die Solidarprogramme, auf die Industrienationen vor einigen Jahren noch so stolz waren - funktionieren, Mangels Geldes nicht mehr. Das erschaffene Perpetuum Mobile - Bretton Woods - war keines.  Wir stehen wieder vor dem gleichen Problem wie damals bei der Industriellen Revolution. Die Tragweite unseres derterministischen Verhaltens wird uns aber immer noch nicht bewußt, sondern wir fordern drastische Sparmaßnahmen wie in Griechenland. Egal wie hart die Bevölkerung darunter leiden muss. Wir empfinden es als logischen Bestrafungsmechanismus unseres Wertesystems, wenn die Solidargemeinschaft nicht mehr zu finanzieren ist. Wir bezeichnen es als - über seine Verhältnisse leben. Uns wird dabei nicht klar, dass "über seine Verhältnisse leben" - ein Muss und eine Regel des Kapitalismus ist.  In uns herrscht eine verkehrte/falsche Logik.

Kommentare:

  1. Bravo!

    Wie bei allen Ihrer Abhandlungen würde ich gerne einen ergänzenden Kommentar abgeben.

    Allein, Sie lassen dies nicht zu, weil Ihre Ausführungen in sich stimmig und umfassend sind.

    Was also außer Wiederholungen, nur eben mit meinen Worten, könnte ich schreiben?

    Daher ein schlichtes 'Danke sehr', bitte schreiben Sie weiter.

    Liebe Grüße



    P. S.: Kraulen Sie Klein Keuron von mir, Sie ist mindestens ein Kristallkind :)

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  2. Gratulation zu diesem tollen Artikel.

    Ich wünschte, er wäre Bestandteil des Lehrplans bzw. Zwangsgrundlage für Diskussionen im Politmilieu.

    Eigentlich sollte ihn jeder kennen und veruchen so zu verstehen, wie viele Leute die Bibel verstehen wollen.

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  3. Die Angst nach Sicherheit verhindert die Sicherheit ohne Angst

    Wir leben - bewußt oder unbewußt - in Angst; vor was auch immer, zuletzt und zuerst davor, zu sterben.

    Und diese tiefgehende Angst verdrängen wir, indem wir in das Hamsterrad, das wir für das Weltgefüge halten, steigen und losrennen... und rennen und rennen und rennen.

    Dummerweise kommen wir mit dieser Vorgehensweise keinen Meter voran.

    Warum erkennen wir nicht, daß im Miteinander der Friede liegt? Wettbewerb und Konkurrenz bedeuten Krieg.

    Ich bin nicht einfältig genug zu glauben, daß alle Menschen gleich sind. Unsere Erde lebt, und alles, was lebt, ist verschieden - nein, nicht eingeschlafen - Leben braucht Verschiedenheit, die Erde braucht Verschiedenheit.

    Wir müssen uns ERGäNZEN, nicht angleichen, wir müssen die Vielfalt der Einfalt vorziehen. Und zwar aus ganzem Herzen. Und das, was künstlich ist - künstlich ist der Gegensatz zu natürlich - verwerfen.

    Geld ist künstlich, letztlich ist Geld DIE Kunst schlechthin.

    Weg damit.

    Falls diese Welt eine Zukunft hat, dann finden wir diese nicht, indem wir Mammon huldigen.



    Liebe Grüße

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  4. Die Frage ist, wie man die neue Vernunft in der Tat erlernt, sowie umsetzt. Fängt man zum Beispiel an, den Kapitalismus auch nur zu kritisieren, wird man schief angeschaut. Er wird, wie du gebetsmühlenartig immer wieder zur Sprache bringst, als Natürlichkeit des aktuellen Daseins empfunden.

    Ich gehe stark davon aus, dass man zunächst bei sich selbst beginnen muss zu begreifen, wie sehr man von dieser Art der Wertelehre abhänig ist und seine eigene Moral und Vernunft überdenken.

    Jedoch ist es gar nicht so leicht, deine ganzen Punkte für eine einzelne Person im Verstand zusammenzufügen, daher wär die Idee eines längeren Textes, oder auch Buches gar nicht mal so verkehrt. In dem könnten die Begriffe zum Verständnis definiert, die aktuelle Wertelehre durchleuchtet werden und vor allem einen Ausblick schaffen.

    Es muss doch möglich sein, dass wir endlich die grundlegensten Menschenbedürfnisse soweit stillen können, ohne einen Vorteil für uns selbst oder den jeweiligen Staat im Sinne der Rohstoffsicherung zur Aufrechterhaltung der Wertschöpfungskette zu durchbrechen.

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  5. @Anonym 11. November 2011 06:31

    Ich hatte schon mal vorgeschlagen, ein Spiel zu entwickeln, dass auf dieser Idee basiert.

    Spielend lernt man ja bekanntermaßen am besten.

    Und wem das Spiel gefällt, der kommt vielleicht auf die Idee, dass die Spielregeln auch im täglichen Leben gelten sollten.

    Auf jeden Fall dürfte eine rege Diskussion zustande kommen nach dem Warum und Warum nicht.

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  6. @ Europa:

    Das war auch an deinen Kommentaren soweit angelehnt, aber auch meinem Emfpinden für das Durchstoßen der Eigenvernunft im Geist für diese neue gesellschaftsidee.

    Ein Spiel ist dabei die kreativste Idee. Eine Art Brettspiel, wo man Karten ziehen muss, würfel, laufen und diskutieren. Vielleicht ohne dabei zu suggerieren, dass es einen Gewinner bzw. Verlierer gibt. Denn darum geht es ja. Kein Vorrecht nach 'mehr' gegenüber anderen, den Leistung des Individuums als Grundwert zu definieren und dabei die Geißel endlich loszuwerden.

    Jedoch, ob ein Spiel dann auch wirklich gespielt wird, wäre die andere Frage.

    Wie stellst du dir denn ein derartiges Spiel vor? Du scheinst Politprofilers Ansazt/Modell ja auch weitgehend verstanden/verinnerlicht zu haben, auch wenn die 'Schöpferin' schonmal Einwände hat.

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  7. Ziel ist die totale Enteignung durch das G€ld$ystem.
    Die Eliten haben ihre Helfer in allen Parteien.
    Zum Beispiel in der S€D.

    http://www1.xup.in/exec/ximg.php?fid=21227640
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=11110#more-11110

    Zwecklos - Nein denn Energie geht nie verloren.
    Einer der ganz großen WahrheitsErkenner will aufhören.
    Bitte mach weiter, es gibt viel zu wenig Menschen die
    Vernunft und Verstand zum Wohl für andere einsetzen.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Sturm entfachen.
    Gert und PolitProfiler sind ein GewinnerTeam, sie werden gebraucht.

    http://www.flegel-g.de/2011-11-10-Zwecklos.html

    Einige der Goldfische halten diese anderen Kreaturen für Brüder und
    staunen über die unglaublichen Variationen, die ,,der Große Fisch” verwendet, um sich selbst auszudrücken. Sie folgen dem Geist des Großen Fischs mit jeder Kieme und jeder Flosse und empfinden Ekstase, da sie sich langsam daraufvorbereiten, bald in größeren Gewässern zu schwimmen…

    http://positivesfuehlen.org/der-aufstieg-der-goldfische/

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  8. @Anonym 11. November 2011 08:45

    Jedoch, ob ein Spiel dann auch wirklich gespielt wird, wäre die andere Frage.
    Wie stellst du dir denn ein derartiges Spiel vor?


    Interessanter Einwand! Bei dem Spielen, die ich so spiele oder kenne, geht es i. d. R. um das Gewinnen, entweder allein gegen die anderen oder mit Partner (Schach, Skat, Doppelkopf, Monopoly...).
    Da keines der vorgenannten Spiele eine bestimmte Logik, ein Gesellschafts-, Werte-, Finanz-, Finanzierungsmodell oder ähnliches als Grundlage hat, das man dann im Spiel erlernen kann, wäre dieses Spiel also etwas anderes und auch wieder nicht.
    Alles Spiele basieren auf Regeln, das gesellschaftliche Miteinander basiert auf Regeln, die für gewisse Kreise aber entweder nicht gelten oder für sie passend gemacht wurden.

    D. h. so ein Spiel würde meinetwegen vegleichbare Ziele haben wie Sieger ist, wer zuerst vier Projekte fertiggestellt hat. Das sollten dann Projekte sein, die heute nicht klappen wie z. B. das Gesundheitssystem, die Nahrungsmittelqualität, Energieerzeugung usw.

    Der Clou ist nun, dass diese Ziele eben mit einer neuen Denke erreicht werden müssen. Es sollte möglichst viel von den dann neuen Regeln enthalten. Die wichtigste Regel ist natürlich die Geldentstehung für menschliche Leistung.

    Du scheinst Politprofilers Ansazt/Modell ja auch weitgehend verstanden/verinnerlicht zu haben, auch wenn die 'Schöpferin' schonmal Einwände hat.
    Danke für die Blumen, es wäre schön, wenn es so wäre. Dann gäbe es das Spiel vielleicht so! Denn gerade beim Thema Geldentstehung habe ich noch etliche Defizite. Mit ist nicht so rihtig klar, warum und wofür Herr Schmitz nun Geld entstehen lassen können soll in einer gewissen Menge und Frau Müller nicht oder doch oder in einer anderen Größenordnung...

    Wenn ich nicht ganz verkehrt liegt, wäre wahrscheinlich kein Geld mehr notwendig. Denn wie das Ziel der Gesellschaft ist, dass ALLE profitieren, braucht es kein Geld mehr.

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  9. Geldentstehung durch Leistung!

    Dieser Begriff wurde von mir gewählt, um aufzuzeigen, dass Eigentum wertlos wird. Was in den wenigsten Fällen erkannt wird. Die Gedanken bewegen sich immer um die Geldentstehung und die Geldmenge, die in Umlauf gesetzt wird.

    In erster Line wird dieses Geld, das durch Leistung entsteht dazu benötigt, dass keine Entscheidungseliten sich bei der Rohstoffverteilung wieder als Mächtige als Elite bilden.

    Schließlich müssen die vielen Bedürfnisse, die gestellt werden auf ihre Nützlichkeit für alle geprüft werden und das machen die betroffenen Leister meist am besten. .... deshalb das GELD ;-)

    ... Leistungsgedecktes Geld bedeutet Leistung als Grundwert - Eigentum an Grund und Boden, Ressourcen will daher keiner mehr haben - es ist wertlos, weil für jeden Rohstoff, der verarbeitet wird zu erst Leistung eingesetzt werden muss. ;-)

    Das ist der Drehpunkt - die Umwertung der Werte.

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  10. Ich bin einer von Millionen die erkennen das wir von einer Lüge umzingelt sind.
    Ich bin einer von Millionen die daran so langsam kaputt gehen.
    Ich bin aber auch einer von Millionen die gar nicht wissen wo das Übel steckt.

    Das was ich hier gehört, gesehen, gelesen habe, war so ziemlich das geilste... nein, ich fühle mich aufgeklärt, sortiert, entblößt!

    Ich kopiere, vervielfältige, verteile,
    sage weiter...
    Diese Veröffentlichungen taugen dazu das sich Menschen ändern, und wir geballt etwas "Neues" fodern können.

    Danke!

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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Alles was in der Politik passiert ist von Langer Hand geplant, das ist nicht nur ein Spruch sondern die Wahrheit. Aber warum entscheiden sich unsere Politiker immer mehr gegen das Volk und für die Wirtschaft?

Bilden Sie sich Ihre Meinung selbst, aber geben Sie sich die Möglichkeit, alle Hintergründe zu erfahren.

Wir stellen hier nicht den Anspruch, alles zu wissen, aber bemühen uns, alles, was wir in Erfahrung bringen können zu publizieren.
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