Sonntag, 4. Dezember 2011

Lächerliche Berichterstattung über russische Wahlen

Der Westen will unbedingt den Eindruck erwecken, dass Russland keine Demokratie ist, aber eben der Westen. Es ist noch nicht all zu lange her, als in Deutschland Wahlbeobachter des CCC aus den Wahllokalen vertrieben wurden. 

Es kam zu falschen Stimmzettelverteilungen in Wohngebieten, die dazu tendierten "die Linke" zu wählen. CDU-Mitglieder horteten die Wahlomaten einige Tage vor den Bundestagswahlen im eigenen Haus. Es ist an der Zeit, selbstkritische Berichte zu erfassen und nicht einer stoischen Selbstgefälligkeit über andere negativ zu berichten. Die heutigen Massenmedien vermeiden absichtlich die kritische Selbstbetrachtung unseres eigenen Systems von parlamentarischer Meinungsfindung.



Man unterlässt es tunlichst, festzustellen, dass auch in Deutschland Einheitsparteien als verschiedene Parteien auf den Wahlzetteln unserer Demokratie zu finden sind. Sie bieten allesamt die gleichen Lösungen und Konzepte an. Eine wirkliche Wahl gibt es auch hier in Deutschland nicht.

Momentan wird ein NPD-Verbot angestrebt. Das lediglich dazu dient, die rechten Wähler bei der nächsten Bundestagswahl zur CDU zu treiben, die längst für ihren braunen Wahlkampf bekannt ist. Das einige Problem, das der Westen mit Russland hat, ist: Putin öffnet den russischen Markt nicht für die westlichen Monopolisten, sondern baut seine Rohstoff unter der Regie des russischen Volkes ab. Die Gewinne fließen daher nicht in den westlichen Markt, sondern ergeben für Russland eine Eigenständigkeit, die politisch nicht gewollt ist.

Daher ist es für mich unbegreiflich, warum ich Position für einen Oligarchen in Russland beziehen soll, der ein Marktmonopol gegen die russische Bevölkerung aufziehen wollte? OK - ich kann argumentieren, dass "WIR" - als die deutsche bzw. westliche Wirtschaft, einfacher an Öl und Gas kommen würde, doch einen wirklichen Vorteil kann ich dabei nicht erkennen. Für mich spielt es keine Rolle, an wen ich meine Energierechnung bezahle. Ich muss sogar gestehen, ich zahle meine Energierechnung lieber, wenn das Geld in einer Staatskasse ankommt, die der dortigen Bevölkerung zu Gute kommt.

Das neoliberale Geschwätz unserer Massenmedien ist nicht mehr auszuhalten. Ständig und überall wollen sie uns erklären, dass wir den Staat als Feind zu betrachten haben und abschaffen sollen, damit die Märkte zügellos über die Bevölkerungen als Humankapital verfügen können. Natürlich ist wieder einmal eine Wahl zwischen Pest und Cholera, doch gegen eine Staat kann die Bevölkerung einschreiten, aber gegen einen Staat der lediglich nur noch dafür da ist, die Marktgesetze mit seinem Gewaltmonopol durchzusetzen, ist moderner Feudalismus - Neofeudalismus - um in der Wortschöpfungskette der Neuzeit zu bleiben.

Die neoliberale Sekte des Anarchokapitalismus um „Mr. Libertarian“ Murray N. Rothbard und David D. Friedman ist längst in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Kriecht mit selbstgefälligen Argumentation in uns hinein und erzeugt das Gefühl, der Staat sauge uns aus. Doch in Wahrheit sind genau die Lobbyisten, die Rothbard oder Friedman anhängen, die Lobbyisten, die unseren Staat zu den Taten motivieren, die wir ihm aufgrund der Berichterstattung der libertären Sekte, jetzt vorwerfen.

In der Zeit des Internets muss noch mehr Medienkompetenz vom Nutzer eingefordert, als bei den herkömmlichen Medien. Einseitige Berichterstattung wird im Internet nicht als solche erkannt, weil der Mensch dazu neigt, sich seine Informationen subjektiv zusammenzustellen und jeder Überprüfung missen lässt, weil er will, dass seine Wahrheit auch die richtig ist. Er ist lediglich im Internet unterwegs, um sich seine Meinung, über seine kleine Welt, zu bestätigten. Er kommt ihm gar nicht in den Sinn, die eigene Sichtweise selber zu überprüfen. Das ist das Los des Eskapismus, der schamlos ausgenützt wird.

Wir sich also im Internet informiert, muss noch aufmerksamer sein, als in den Massenmedien. Wir streiten uns gar nicht um die Wahrheit, wir suchen sie auch nicht, sondern wir kämpfen um die Interpretationshoheit der Wahrheit. Die schlichte Wahrheit ist: Die Ausbeutung des Menschen. Wir suchen die Täter und merken nicht, dass wir selber nicht nur Ausgebeutete, sondern auch die Ausbeuter sind.

Das aktuelle Szenario lässt sich also nicht dadurch heilen, indem wir die angeblich schlimmsten Ausbeuter wegrationalisieren und uns von einer manipulativen Kapitalmeute beeinflussen lassen, die plötzlich die öffentliche Meinung kehren, indem sie behaupten, nicht die Wirtschaft beutet uns aus, sondern der Staat.

Es wird Zeit, dass wir zumindest unser Hirnpotenzial mit den angegeben 10 % nutzen.

Der Starke STAAT: Video von 2008

1 Kommentar:

  1. da sich die usa und mit ihr leider auch eu-europa auf den finalen krieg vorbereiten - und das mit aberwitziger geschwindigkeit - um dem kapitalismus zu retten, selbst um den preis der faschisierung und massenmord an der eigenen bevölkerung,muß unbedingt ein schlüssiges feindbild, eine gut-böse darstellung in die hirne gepflanzt werden. nur so kann man 1000de für die verteidigung der demokratie weltweit sterben lassen, im kampf gegen "böse diktatoren".
    dummerweise zieht die masche immer noch, selbst nachdem die wahrheit über jugoslawien, irak und lybien klar erkennbar ist.

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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