Mittwoch, 21. Dezember 2011

Niemand außer Wulff beschädigt das Amt des Bundespräsidenten

Die öffentliche Diskussion um das Verhalten des Bundespräsidenten wird absichtlich in die falsch Richtung gedrängt. Nicht die Diskussion um Wulff beschädigt das Amt des Bundespräsidenten, sondern Wulff als Bundespräsident beschädigt das es.

In der heutigen Auffassung von Recht beschädigen Wulffs Kritiker das Amt. Das Opfer wird so zum Täter. Selbstverständlich darf über den Amtsinhaber, Christian Wulff, als Bundespräsident, diskutiert werden. JA! - Es ist sogar die Aufgabe eines freien Volkes es zu tun - aus Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten.

... Es geht nicht um einen Saubermann, sondern um die Prinzipien einer parlamentarischen Demokratie. Wer Repräsentant einer solchen sein will, sollte nicht in Unternehmervillen urlauben und von Unternehmern Privatkredite annehmen.  Die Diskussion um Wulff ist also eine demokratische Lebensart.

Wir sich wie Wulff  in genau dieser Elite bewegt, die dem Staat konträr gegenüber steht; überall und ständig versucht, die politischen Geschäfte zu ihren Gunsten zu drehen, ist kein Freund der Masse, sondern ihr Feind. Er widerspricht dem demokratischen Grundgedanken.

Wer das angeblich "höchste Amt" im Staat bekleiden will, muss also frei von jeder wirtschaftlichen Gesinnung sein. Wulff ist kein freier Mensch im Geist. Er ist ein Produkt seiner Machtgier.


"Besser die Wahrheit" - das Buch für das Maschmeyer die Werbung bezahlte

Wulffs Buch "Besser die Wahrheit" war der Werbegeschenkartikel für die CDU. 100.000 Exemplare wurden lt. Bayern-Aktuell aufgekauft und während dem Wahlkampf verschenkt. Die Anzeigen Kampagne von Maschmeyer ist daher nur die Spitze des Eisberges. Es wäre daher wichtig, zu überprüfen, wie die Spendengelder flossen; ob der Verlag bzw. Personen aus dem Verlag einen Teil des Umsatzes rückspendeten usw.




Politiker sind Zeitungshuren

Zeig mir Deine Freunde und ich sage Dir wer Du bist! Das gilt nicht nur für Wulff, sondern für alle politischen Amtsträger. Politiker sind Zeitungshuren. Zeitungsberichte sind Kapital für Politiker. Volksnähe wird nur dann praktiziert, wenn sie für irgendeinen Unternehmer das Werk eröffnen oder zum Jubiläum gratulieren. Das garantiert einen Pressebericht und gleichzeitig bereits die indirekte Bezahlung für die Gefälligkeit, einem Unternehmen politische Würden zu verabreichen.

Politiker tun alles, damit ihr Kopf so oft wie möglich in der Lokalpresse abgebildet ist. Dafür können nur einflussreiche Unternehmer sorgen, die groß genug sind, um von den Redakteuren als Ereignisse anerkannt zu werden, damit darüber berichtet wird. Die Mechanismen des Systemszwangs funktionieren also auf allen Ebenen.

Daher ist es für den kleinen Menschen keine wirkliche Wahl, zwischen Bauarbeiter oder Akademiker im Gemeinderat wählen zu müssen. Er entscheidet gemäß seiner Bildung und die besagt: Der Akademiker als Mediziner hat mehr Kompetenz die Arbeitswelt des Fabrikangestellten zu beurteilen, als der Mensch, der selber drinsteckt.

So formuliert klingt es unlogisch, aber was ist schon logisch in unserer emotionalen Welt. Wir kaufen Schokolade, weil sie glücklich macht oder gar laut Werbung gesund ist; wir besitzen ein Iphone nur weil es angesagt ist und bei an allen Ecke und Enden mit vielen Fehlern ist. Der Mensch bezahlt dafür einen horrenden Preis und weiss, doch, dass diese Gerät zu Hungerlöhnen in China produziert wird. So kommt Apple pro IphoneS zu einem Reingewinn von ca. 320 Dollar - pro Verkauf!!!!

Es geht also nicht darum, den Chinesen einen höheren Lohn zu bezahlen, sondern darum die Gewinngier der Globalisten einzudämmen. Diese Gesinnung ist natürlich unpopulär und sollte auch nicht in der Politik wiederholt werden. Die Politik hat das hohe des "Freien Marktes" zu singen, der uns alle glücklich macht.


Die Moral im Flipperautomat

Sämtliche Bundespräsidenten haben daher ihr Amt verfehlt und wirtschaftlich missbraucht- auch Roman Herzog mit seiner Ruckrede. Die nichts anderes war, als das hohe Gebet des freien Marktes ohne Rücksicht auf den Menschen. Der Mensch macht sich die Menschheit zum Diener, zum Sklaven - dabei vergisst er oft, dass er selber ein Mensch ist.



In der heutigen Finanz- und Wirtschaftskrise wird dieses Logikdefizit immer offensichtlicher und führt zu Depressionen und Aussichtslosigkeit. Keine Lüge ist nun groß genug, um die Wahrheit zu verdeckten. Sie blitzt überall hervor und wird wieder mit neuen, kleinen Notlügen verdeckt werden, bis sich die Aufmerksamkeit auf den nächsten Blitzer der Wahrheit konzentriert - besten ganz weit weg vom aktuellen Nebenkriegsschauplatz. Wir werden dirigiert und gelenkt. Von unserer eigenen Neugierde ohne dass wir die Flut der Informationen zu Nachrichten oder gar Wissen verarbeiten.

Der Adlerflug über die Moral

Noch lehnt Wulff die Verantwortung für sein Verhalten ab. Schließlich steckt er in einer neuen Lebensphase als Bundespräsidenten. Er will keinen Zusammenhang erkennen. So wie Guttenberg sein Plagiat anfänglich abstritt. Für Guttenberg stand die Doktorarbeit nie in einem Bezug zu seinem Ministeramt. Das ist die geteilte Moral in der Politik und auch in uns selbst. Sie sehen in ihrem Verhalten keinen Betrug, da sie nur aus ihrem kleinen Kämmerlein die Welt beurteilen. Das große Ganze bleibt ihnen versperrt. Nun erwarten sie von uns relative Moral,  Großmüttigkeit, eine Entschuldigung bzw. Absolution herbei zu führen, das ist opportunistisch, heuchlerisch und charakterlos.

Wir sollten uns nicht mehr auf die Moral unserer Zeit verlassen - sie ist wirtschaftlich korrupt, sondern Charakter einfordern. Charakter steht weit über der Moral. Es ist der Adlerflug über die Landschaft der Moral. Ein Charakter kann sogar die Moral als Lüge entlarven. Diese Größe besitzt keiner der Politiker. Es sind Moralanhänger die wie ein Ball im Flipperautomat von einer Seite zur anderen geschleudert werden. Wenn sie dann durch ein Loch fallen und aus dem Spiel sind, soll wenigsten noch eine hohe Punktzahl dabei heraus springen.

Guttenberg hinterließ uns eine privatisierte Bundeswehr und eine latente Freiwilligkeit zum notwendigen Wirtschaftkrieg. Was wird Wulff uns hinterlassen?

Die Selbstaufgabe der Solidarität zu Gunsten des Wirtschaftswachstums?

Kommentare:

  1. http://blog.abgeordnetenwatch.de/2011/04/29/der-fall-maschmeyer-oder-die-gefahrliche-nahe-zwischen-lobbyisten-und-politikern/

    Aber sie haben nie etwas gewust. Klar ich bezahle meinem Chef auch die Werbung für seine Firma. Macht ihr das etwa nicht? das versteh ich jetzt nicht, bin ich etwa die einzigste die so blöd ist und das macht? scheiße da hab ich wohl viel Geld umsonst ausgegeben. Aber das macht doch nichts ich hab doch so viel davon, ich mache es wieder. Chef also demnächst erschein die nächste Anzeige. Ach Schitt, ich darf es doch nicht erzählen, aber wie erfahren sie es (ohne das die Arbeitskolegen es erfahren, macht sie doch nur misstrauisch). Ach ich weiß es. Meine Frau soll bei Ihrer Frau anrufen und es nebenbei erwähnen.

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  2. Und da schreibe ich naives, dummes Ding vor ein paar Tagen noch, für mich sei das ok, wenn ein "alter Freund" einem anderen "alten Freund" einen "Freundschaftsdienst" erweist.

    KOPPHAU!!! Dabei gibt es so etwas wie Freundschaft doch gar nicht! Und klarrr, Politiker haben erst recht keine Freunde - wie soll da ein Freundschaftdienst möglich sein?
    Oh Mann, ich bin so dumm. Ihr könnt mich Greta (http://www.kino.de/kinofilm/mord-im-orient-express/16845) nennen.

    Wie sagt Jules in der göttlichen Restaurant-Szene im zweitbesten Film aller Zeiten: "But I'm trying, Ringo, I'm trying real hard to" see the reality...

    http://www.youtube.com/watch?v=mvy4YH9--Vw

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  3. @anonym

    Klar ich bezahle meinem Chef auch die Werbung für seine Firma.
    Also das wirklich fair und auch völlig richtig.
    Ich wünschte, alle hätten diese Einsicht in den Notwendigkeiten des Lebens.
    Wie soll ein Unternehmen auch sonst eine Zukunft haben und den Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz bieten?
    Man sollte eine Petition im Bundestag einreichen.

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  4. @europa
    ... wäre Wulff Bauarbeiter bräuchte er sich keine Gedanken um Freunde machen, die ihm eine Privatkredit von 500.000 Euro geben.

    Schließlich hatte er sich von seiner ersten Frau scheiden lassen und diese korrekt ausbezahlt. Seiner neuen Frau wollte er auch etwas bieten. Da ist es doch selbstverständlich, dass FREUND hier einspringen.

    Schließlich sind in diesen Kreisen 500.000 Euro wie 500 Euro für einen Bauarbeiter.

    LG

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  5. Jetzt wird es Cabaret!

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/schaeuble-nimmt-bundespraesident-wulff-in-schutz/5990782.html

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  6. Nimmt die Mafia den Pizzabäcker von der Cosa Nostra in Schutz - ohne sich mit der die 'Ndrangheta abzustimmen:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/schaeuble-nimmt-bundespraesident-wulff-in-schutz/5990782.html

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

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