Mittwoch, 4. Januar 2012

2012: Italien in Not und Wulff politisch TOT

Italien kann sich auf Dauer die 7 % für seine Staatsanleihen nicht leisten. Der indirekte Deal mit den Banken ging nicht auf. Italien gibt seit Anfang Dezember Staatsgarantien für Bankanleihen aus. Doch das so generierte frische Geld, wurde nicht wie erwartet in neue Staatsanleihen ausgegeben. 

Großzügigkeit wird selten mit Gegengroßzügigkeit belohnt. Das liegt in der Natur unseres Wertesystems. Wir nennen es Antrieb. Es muss immer einen Dummen geben, der an das Gute glaubt und dadurch Verluste akzeptiert, in der Hoffnung zu gewinnen.

Nun greift die ital. Regierung zu drastischeren Mitteln. Die sogenannten Staatsfinanzieren - die Banken, die bei der Versteigerung von Staatsanleihen mitbieten dürfen - unterliegen einem Bewertungssystem. Italien will negative Bewertungen vergeben, wenn diese Banken nicht von ihrem Gebotsrecht Gebrauch machen. Der klägliche Versuch, neue Regeln in ein Wertesystem einzuführen, das Verlierer verhindert, obwohl es davon lebt. Der naive Glaube der Menschheit war immer schon Antrieb solcher Entscheidungsfehler. Das System des bedingungslosen Verlierens wird nicht durch Regel der Agonie aufgehoben. Es endet wie immer im Siechtum der Menschen, die sich dem Glauben und Hoffen hingeben und sich freiwillig Regeln unterwerfen, die keine sind, sondern Fessel des Verstands.

Dänemark kennt diese Sorgen nicht. Es ist der Gewinner im Spiel um die Rentabilität. Es besitzt die Möglichkeit Öl aus seinem Grund und Boden zu pumpen und kann dafür die Rentabilität für seinen Wohlstand von anderen fordern. Ein Grundprinzip unserer Auffassung von DASEIN und HABEN. Die Grundregel der Menschheit - das Gesetz des raffinierten Dschungels.

Bei der letzten Versteigerung von dänischen Staatsanleihen verlangen die Banken keine Zinsen mehr, wenn sie Dänemark Geld leihen, sondern bezahlen sogar dafür. Am Ende heißt das: Dänemark muss weniger Geld zurück bezahlen, als es erhielt. Ein Zustand, von dem andere EU-Länder, auch Deutschland, nur träumen kann.

Noch geht man davon aus, dass die EZB ihr Zinsniveau senken wird. Doch dieser Zustand wird keine Dauerlösung sein. Die Menschlichkeit in Europa wird so immer teurer. Die Staatsbürger müssen sich immer rentabler erweisen, also weniger Forderungen an den Staat stellen, aber mehr Abbitte leisten. Die erste ESM-Rate im Juni 2012 soll bei 8,6 Mrd. Euro für Deutschland liegen. Das bedeutet eine höhere Neuverschuldung.


Applaus für die Springer-Inszenierung 

Die momentane Diskussion um Bundespräsident, Christian Wulff, lenkt von den eigentlichen Themen ab. Es wird Zeit, den Blick auf die wichtigen Dinge des Überlebens zu richten. Christian Wulff ist vom Springerverlag längst zum Abschluss freigeben und der Bürger schießt kräftig mit - welch ein Spaß. Doch nun ist Schluss mit dem Schießbudentheater. Ich werde der BILD bzw. dem Springer-Verlag mit ihren Interpretationen der Wahrheit noch weniger Gehör schenken, als ich es jetzt schon tue. Die nächsten Kandidaten stehen längst fest - die Presse stellt uns für die Wahlshow folgende Kandidaten vor: Lammert oder Gauck? "Deutschland sucht den Präsidenten" - ein einmaliges Sendeformat für Spiegel-TV - oder?

Mit Lammert erhalten wir einen geübten Lamentieren, der keine Einleitung im Bundestag verpatzt oder einen Stasiakten-Wächter mit, Joachim Gauck. Dieser große, neutrale, alte Mann ist nicht im Stande, die Kohl-Stasi-Akten zu veröffentlichen, um endlich Licht in die CDU-Spenden-Affäre zu bringen.

Das Spiel geht weiter. Die Puppen werden ausgewechselt und das Volk ist beschäftigt. Ich sage DANKE SCHÖN an den Springerverlag, für die gekonnte Einlage auf der Politbühne, doch es täuscht nicht darüber hinweg, dass die eigentlichen Systemprobleme noch lange nicht gelöst sind.

Heutzutage hat der ARM(E) mehr Verstand als der Kopf! Das sei hier am Ende gesagt - denn der Kopf kennt nur die Vernunft - also die Spielregeln eines menschenverachtenden Bewertungssystem des Menschen, das ihn auspresst wie eine dürre Tomate.

An Christian Wullf:

Lieber Herr Wulff,

diese Diskussion um ihre Person war und ist politisch nicht zu überstehen. Das einzige was noch hilft ist: Gestehen und gehen! Dieser Druck ist nicht gesund. Er kann zu Kurzschlussreaktionen und/oder Unachtsamkeit führen.

Selbstverständlich hat jeder Dreck am Stecken. Das liegt in der Natur unseres System. Der eine lebt vom andern. Das ist die Grundregel. Darauf baut unser "natürliches" Verständnis von Hierarchie auf.

Sie haben den Fehler gemacht, zu glauben, die Politik sei die einzige Hierarchiepyramide in unserer Republik und sind in einer Parallelgesellschaft aufgewacht. Eine schmerzvolle Erfahrung. Sie haben offensichtlich nicht gewusst oder verdrängt, dass - je höher man in diesem System steigt, der eigene Dreck um so besser glänzen muss. Sie sind einem fatalen Machtirrtum aufgesessen.

Sollten Sie sich das nächste Mal auf einem Deal mit einem Springer-Verlag oder gleich großen Spielteilnehmern einlassen, achten Sie darauf, dass sie auch etwas über deren Dreck wissen und beweisen können. So arbeitet für gewöhnlich die Mafia - und die muss es wissen!

Jeder kennt von jedem ein kleines Geheimnis und kann ihn damit ans Messer liefern, wenn er selber eines an der Gurgel hat. Verfügen Sie über keine derartige Absicherung, haben sie keinen Deal! Der Fehler liegt also bei Ihnen! Sie sind diesem Job wirklich nicht gewachsen. Die einfachsten Regeln waren Ihnen fremd - obwohl sie wissen, was ein Rubikon ist.

... das haben sie nun schmerzvoll in Ihre Lebenserfahrungsbuch eintragen müssen.

Ihr Politprofiler

1 Kommentar:

  1. Der Mensch will betrogen werden und die Aufgabe der Politik ist es herauszufinden, wie!

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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