Donnerstag, 19. Januar 2012

Costa Concordia: Die Lust an der Strafe - Die "Mordslust"

"Wer ohne SCHULD ist, werfe den ersten Stein ...", aber wehe der Kläger sieht sich ohne Schuld 



Italien fühlt sich von "seinem" Kapitän in der Welt blamiert. Italiens Ehre erlitt Schiffbruch vor der eigenen Küste. Das Gewissen tagt. Wer unschuldig  ist, werfe den ersten Stein. Ich sehe nur Unschuldig, die ihre eigene Schuld steinigen - auf dass sie stirbt. Diese Schuld an der Gesellschaft ist mit Strafe an einem Einzelnen zu bezahlen. Der Schuldige steht fest. Der, der ans Kreuz der Gerechtigkeit genagelt werden soll. Er muss die Schuld von uns allen auf sich. Sogar die Todesstrafe halten manche für angebracht. Die radikale Menschlichkeit ist das Recht zu sehen, wie die Strafe ertragen wird. Das ist die Macht, Ursachen der Schuld totschweigen zu müssen.


Unsere Lustschiffe sind zu groß. Die Züge zu schnell. Die Flugzeuge zu alt und die Brücken marode. Der Mensch muss immer schneller leben, denn langsam Leben ist zu teuer. Da mal eine schnelle Kreuzfahrt und noch ein Shopping-Wochenende in Barcelona oder London. Eine Sauftour nach Mallorca oder Rumänien peppt das Selbstwertgefühl auf. Man ist WER! ... wenn auch nur in der eigenen Illusion von unserer Definition von Leben. 


Unser Leben ist eine Last. Schier nicht zu ertragen. Glück ist buchbar - kaufbar - ein Leasingvertrag  leistbar. Das Ich ist ein kostspieliges GEFÜHL und je mehr man fühlt, um so teurer wird es. Von der Zeugung bis zur Bestattung ist der Mensch eben doch nur ein einziges, riesiges Geschäft. Unfälle, Katastrophen und Natur stören das Idyll des modernen Menschen von der Unsterblichkeit. Wer sie stört, muss bestraft werden, sagt die Vernunft und das Gewissen. Lebensrisiko ist längst versicherbar oder lediglich der Lust der Rentabilität vor dem Rechnungsabschluss unseres Sein? - eben den Scheins von Leben. 

Volksgerichte und Tribunale sind daher eine sehr gefährliche Angelegenheit. Blauäugige Passagiere begeben sich auf ein Schiff und ignorieren protzige das Restrisiko eines Schiffbruchs, der sich im Falle des Eintritts eben doch zu 100 % trifft.  An die 4000 Menschen war an Bord der "Costa Concordia". Die Bediensteten müssen bei dieser Zählung zurücktreten. Sie sind Schiff. Gemietetes Eigentum der Passagiere.

Die Illusion ist perfekt. Der Sklave wird bestraft, wenn seinem Herren, der staubige Weg des Lebens die Schuhe beschmutzt.

Keiner dieses Kurzzeit-Hochadels fühlte sich unsicher oder verschwendet auch nur einen Gedanken, wie im Ernstfall dieses Kreuzfahrtschiff mit 4000 Personen innerhalb einer Stunde  evakuiert werden soll. Ein Grund warum ich nie mehr auf ein solches Schiff gehe. Ich selber wurde einmal zu einer Kreuzfahrt überzeugt. Ich überwand meine Angst vor dem sicheren Tod im Ernstfall. Doch sie saß mir jeden Tag im Nacken. Biss sich in mir fest. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie dieses Schiff evakuiert werden kann. Ich konnte mir nicht vorstellen  wie all die Menschen nach ihren Schwimmwesten stürmen und doch noch in die Rettungsboote kommen. Erst als ich mich dem Schicksal, in das ich freiwillig begab, akzeptierte fand ich Ruhe und akzeptiere die Angst die mich immer wieder zwickte.

Die Schuldfrage


Die Klärung der Schuldfrage ist schwer. Ist der Dealer schuldig, der mir die Reise verkaufte? Trage ich sie, weil ich meine Angst überwand oder macht der Systemzwang - Geld zu verdienen, um überleben zu können - er die Verlockung? Askese (Enthaltsamkeit) ist also nix Gutes, sondern ein Schutzmechanismus als Resultat einer falschen Annahme von Existieren.

Keiner will anerkennen, das der Kapitän der Costa Concordia, mit seinem Manöver viele tausende Leben rette. Im Glücksgefühl des Rechthabens vergißt man, wie lange es dauert, bis 4000 Menschen ihre Schwimmwesten tragen und in die Rettungsboote einsteigen können. Eine Stunde vergeht da wie im Flug.

Was wäre passiert, wenn Francesco Schettino die Concordia nicht aufsetzte? Erst nach diesem Unfall soll nun eine neue Vorschrift gelten. Die Schiffe dürfen nicht mehr so nahe an der Küste vorbei steuern. HAHAH!

Mit der Havarie der "Costa Concordia" ist die Mordslust in unserer Gesellschaft ausgebrochen. Die Beweise gegen den Kapitän sind klar. Es kann auch nicht anders sein. Die Lust auf Strafe steigert sich, je unschuldiger sich die Opfer fühlten. Kentern Flüchtlingsboote aus Afrika und verlieren dabei Hunderte ihr Leben, regt sich keiner auf. Wir erkennen, dass sie freiwillig dieses Risiko in Kauf nahmen - mach einer hegt vielleicht ganz tief in der Seele versteckt so gar einen Hauch von Gerechtigkeit?Die Opfer tragen ihre eigene Schuld, anders bei der Concordia.

Ihre Passagiere sind unschuldig und der Kapitän ist keine Ehrenmann, sondern ein Verbrecher. Die Rechtslage ist klar - man weiss fort, wer RECHT hat - wer ein Recht darauf hat, zu sehen, wie die Strafe ertragen wird.

Moralische, korrekte Schuldbestimmung richtet sich also am vorherrschenden Gesetz und dessen zwingende Akzeptanz aus - dem Recht auf Strafe. Hinzu kommt die emotionale Berichterstattung unserer Medien.

Personenbezogen und in Einzelschicksalen aufgeteilt, wird man durch die Berichterstattung selber zum geretteten Passagier, der sich vom Kapitän im Stich gelassen fühlt. Der Zwang der Rechtsauffassung macht so Opfer, die ein Recht auf die Bestrafung ihres erkannten Schuldigen haben. Nun ist das Schiff untergegangen. - Nicht ganz. Es hängt noch an einer Klippe. Er, der Kapitän, hat nachweislich versagt. Er befuhr eine riskante Route, die gerade diese Kreuzfahrten im Mittelmeer so attraktiv machen. Wer trägt Schuld? Die Reederei, die, die Routen vorgibt? Der Kapitän, der die Anweisungen unter eigener Verantwortung befolgt oder gar der Passagier, der an Bord geht? Ich vermag hier kein Urteil zu fällen. Ich versuche lediglich den Grund zu verstehen, warum der Mensch bereit ist, immer größere Risiken einzugehen ohne sie sehen zu wollen.

Warum macht man eine Kreuzfahrt? Um im Tumult von 4000 Menschen zu entspannen oder aber nur wegen der Illusion der Werbung und der Sehnsucht nach einem Lebensstil der Oberklasse?  Im Grunde ist die "Concordia" nicht anderes als eine umgebaute Fähre. Viele Kabinen bringen Gewinn. Je mehr Kabinen zu belegen sind, desto höher der Gewinn. Je billiger die Reise, desto mehr zahlende Gäste. Menschen können Titanic im Konsumknast nachempfinden und vergessen dabei, dass gerade ihr großes Vorbild erst zum Vorbild wurde, weil es unterging.  Ein übliche Verdrängungstaktik, begünstigt durch Sicherheitstraining und Zertifikaten.  Nun ist die Touristikbranche um Schadensbegrenzung bemüht. Sonst blieben die Kabinen leer. Der Gewinn sinkt. Arbeitsplätze gehen verloren. Der Staat verliert seine Einnahmequellen und Italien seine Identität. Ein Schuldiger muss her - ein Unfall kann kein Unfall sein. Sonst würde keiner in eine Achterbahn steigen und auch Geld dafür bezahlen.

Der Soldat denkt auch nicht ans Sterben, wenn er in den Krieg zieht, sondern an den Sieg. Das die Macht nach dem Sieg, Strafe zu verteilen und sie einzulösen. Ein Kreuzfahrtschiff ist ein Sieg über die eigene Angst. Gedankenlose verfällt erst gar nicht in den inneren Kampf mit dem Bedürfnis der Sicherheit. Sie vertrauen! Die Werbeindustrie tut alles dafür. So wird Konsum zum Gehorsam.

Der Moralmensch - der Restrisiko einfach als Schuld abwälzt?

Der Moralmensch ist daher eine verletzte Seele - engstirnig, manipulierbar und in keinster Weise mehr selbstkritisch. Das Restrisiko einer jeden Schiffsfahrt bleibt für ihn unsichtbar. Es ist für ihn genauso gering, wie das Restrisiko eine Atomkraftwerkes. Fukushima ist ein Beweis für die Existenz des Restrisikos, das betroffene Menschen trotz geringer Wahrscheinlichkeit zu 100 % mit voller Wucht triff. .

Wir - als Wirtschaft brauchen unerschrockene, risikobereite, vertrauensvolle Menschen - in jedem Geschäft. Deutschland erlitt einen ähnlichen Schock durch die Katastrophe von Duisburg. Schnell war der Schuldige ausgemacht. Es soll der Veranstalter sein. Diejenigen, die es für verantwortbar hielten, eine Massenveranstaltung durch einen schmalen Tunnel zu lenken, sind bis heute nicht in der Kritik und damit nicht dem Risiko einer Strafe ausgesetzt.

Die Mordslust am Verursacher ist gerade zu ein Zwang. Der Zwang zur Entschuldung. Findet die Masse einen Schuldigen, ist morgen die Kreuzfahrt wieder sicher. Die Schiffe sind wieder unsinkbar und tausende von Naivlingen werden die Meere wieder mit schwimmenden Städten bevölkern. Die Stimmung gegen Francesco Schettino - den Kapitän -  erreicht ihren Höhepunkt der Empörung, als bekannt wurde, dass er nicht mit seinem Schiff wie ein richtiger Kapitän unterging bzw. nicht als Letzter von Bord ging. Man will ihn leiden sehen. Er soll leiden wie die Toten, die im Schiff ertranken. Die Angehörigen kennen keine Gnade. Er erfüllte das uns bekannte Seemansgarn nicht. Er ist "zufällig in ein Rettungsboot gefallen" heißt es. Das erhöht den Willen und die Lust auf Strafe ungemein.

Die Last des Schenkenden


Welche eine Last haben wohl die zu tragen, die diese Kreuzfahrt als Luxusgeschenk in guter Absicht, ihre Lieben gönnten? Ja - daran trägt das Gewissen schwer. Kurzfristige Erleichterung schafft die Lust auf die Bestrafung des Kapitäns. 

So zieht sich unsere Moral, mit dem Gewissen im Schlepptau durch unser Leben und durch die Geschichte der Menschheit. Je mehr der Mensch sich selbst betrügt, desto höher ist seine Moral. Es ist also kein Phänomen, sondern eine freiwillige Erziehung - nein, besser ANPASSUNG des unterwürfigen Menschen. Seine Unterwürfigkeit gibt ihm erst das Recht auf Moral, zu richten und Strafe einzufordern. Das Leiden des Schuldigen ist seine Belohnung. Schuld wird durch Leiden beglichen.

Der Kapitän soll sich schämen. Er soll nicht mehr leben wollen; sich läutern. Reue und Schuldeingeständnis schützen ihn in diesem Fall nicht vor Strafe, schließlich geht es um Menschenleben. Menschenleben, die anscheinend durch seine direkte Einwirkung zu tote kamen. Nein - es war kein absichtlicher Mord, sondern fahrlässige Tötung. So lautet auch die Beschuldigung . Es ist alles korrekt und nachweisbar. Das Gesetz ist RECHT. Passiert bei uns ein Zugunglück, ist die Technik schuld. Aber ich fühle mich unwohl in diesen hyper schnellen Zügen. NEIN - DANKE ! Sagt mein Verstand.

Deshalb ist das Autofahren -  muss der Autofahrer - der von rechts in die Seitenstraße ohne Vorfahrtregelung blind einbiegt, unschuldig sein, wenn dadurch ein Mensch stirbt.  Ja - Moral und Gewissen sind so eine Sache. Sie sind am gültigen Recht wie festgenagelt. Das gilt nicht nur für das Opfer, sondern auch für den Täter. Die Hinterbliebenen der Opfer erwarten RACHE. Eine Strafe. Eine Genugtuung für ihren Schmerz. Also ob der Schmerz des Verlust dadurch aufhören würde.

Recht schützt vor dem Zwang zur Aufmerksamkeit

Wer Schuld auf sich lädt, lädt diese wieder über das Recht ab. Das Gesetz ist der Beichtvater für die lebensnotwendige Sünde am Menschen. Wer auf dem Zebrastreifen angefahren wird, ist Unfallopfer. Wer einfach so die Straße überquert und von einem Fahrzeug erfaßt wird, ist selber SCHULD.  Aufmerksamkeit wird durch RECHT ersetzt. Wer vertraut ist verloren und oft nicht im RECHT, obwohl er absichtlich betrogen wurde. Selbst die Rücksichtnahme ist eine Sache des gültigen Rechts und dann wunderen wir uns über Länder, die von unserer Warte des Rechts, moralisch inkorrekt sind? (siehe hierzu die aktuelle Diskussion im Bundestag. Sozialbescheide müssen auf ihre Richtigkeit vom Betroffenen überprüft werden... wer keinen Einspruch erhebt, akzeptiert damit auch Unrecht. Das ist RECHT) 

Selbst RECHT ist eine Herzensangelegenheit

In Syrien will ein Teil des Volkes (Religionsanhänger) die Regierung stürzen. Aus unser Sicht, ihr RECHT und die brutale Vorgehensweise, des Machthabers ist unrecht. Würde heute in Deutschland eine Religionsgemeinschaft versuchen die Regierung zu stürzen, was wäre dann? Was wäre RECHT, auf welcher Seite stündige die Moral und wer hat die Strafe zu ertragen?

Griechenland muss sparen. Die Menschen gehen auf die Straße. Sie protestieren gegen sinkenden Löhne und Sozialleistungen. Sie sind in unserer Augen diejenigen, die Strafe zu ertragen haben. Wir haben das Recht, sie zu bestrafen. Wir kennen kein Mitleid oder gar die eigene Schuld an allem. Das RECHT ist auf unserer Seite und das Gewissen ist entlastet. Rücksichtslosigkeit ist daher legal. Der Mensch hat längst jedes Maß an Menschlichkeit verloren.

Der Mob darf sich auf Gaddafi stürzen, ihn auf einer Eisenstange pfählen. Das ist zwar brutal, aber tolerierbar, wenn nicht gar gerecht. So erheben sich die Opfern zu Tätern und zu Machthabern. Sie demonstrieren Ihre Macht durch radikale, menschliche GERECHTIGKEIT.

Ein Grund warum Politiker vor dem Gesetz als Immune erklärt werden. Sie darf man nicht richten. Sie stehen über dem Gesetz, dem Recht. Sie müssen sich selber richten, indem sie zurücktreten. Doch was nützt ein Rücktritt, wenn die Gesetze und Beschlüsse nach dem Rücktritt bleiben? Guttenbergs Armeeprivatisierung war von seinem moralischen Rücktritt nicht betroffen und Christian Wulff behält seine Vergünstigungen.



Die Unschuldigen steinigen mit dem größtmöglichen Recht

Moral ist also kein Instrument der Objektivität, sondern ein Volkskontrollinstrument. Die Masse lässt sich mit der Moral spielen wie ein Musikinstrument. Sie kann flöten oder wie ein Paukenschlag, das Todesurteil verkünden. Es kommt also immer nur darauf auf welche emotionale Ecke sich der Richter von den Medien stellen lässt. 

So wird er zum Großmütigen und verzeiht. Er fordert keine Strafe oder aber er wird vom Zorn der Enttäuschung getragen und richtet hart. Moral dient also nicht dazu Ungerechtigkeit aus der Welt zu schaffen, sondern ist lediglich ein Instrument, Ungerechtigkeit mehr oder weniger zu ertragen. Seine eigene Unschuld zu beweisen; sich von der eigenen Schuld freizusprechen.

Guttenberg musst gehen, weil zu viele von sich selber enttäuscht waren, weil sie ihn für eine GUTEN hielten. Daher gilt das Sprichwort immer noch: "Ist der Ruf eh schon ramponiert, lebt's sich ungeniert." Dies trifft dann wohl eher auf unseren Bundespräsidenten Christian Wulff zu. Er wird zum ausgeschämten Präsidenten unserer Nation. Er repräsentiert das, was wir sind - korrupt, gutgläubig, naiv und selbstbetrügerisch.

Wir all betrügen und lügen zu unserem Vorteil. Wir lassen uns bestechen und benachteiligen dadurch andere ungerechtfertigt - zwar nicht im Sinne des Gesetzes, aber im Sinne der Daseins-Regel unserer Marktwirtschaft, die über jeder Moral und jedem Gewissen steht. Nur wer zu offensichtlich die Regeln bricht, also zu ungeniert die Moral umschifft, hat meiner einer kleinen Strafe zu rechnen - dem Rücktritt.

Staatsoberhäupter, die heute Nationen in Kriege wie gegen den Irak oder Afghanistan führen tragen daher keine moralische Verantwortung für den Tod von Soldaten und Zivilisten. Alleine schon die Unterscheidung zwischen Mensch und Mensch ist ein krasse Eigenschaft unserer Moral. Der Soldat ist ein Mensch, mit dem Recht zu töten. Das Staatsoberhaupt bzw. das Parlament hat das Recht zum Mord aufzurufen und nur der Zivilist gilt als ermordet, aber meist doch als Kollateralschaden. Für den moralischen Mensch meist kein Problem, außer er verfolgt politische bzw. wirtschaftliche Ziele - für mich sind beide gleiche - um in die Position der Macht zu kommen - eben RECHT machen zu können = Gesetze. Die geschriebene, manifestierte Vorlage für die Moral und die Seele eines Volkes, das sich dieser Macht unterwirft.

So ist der Staat in diesem Fall der Kapitän, wenn der riskante Kurs zur Havarie führt. Das Volk, das naive, unschuldige hat das RECHT zu RICHTEN und kauft sich damit wieder sein Unschuld, weil es sich der Macht anfänglich freiwillig und später unter moralisch erlerntem Zwang zum Instrument macht.


FAZIT: Moral ist beliebig, primitiv und hinterhältig. Der moralische Mensch ist das Durchtriebenste was der Mensch erlernen kann. Er ist selbstgefällig und sich selber gegenüber unkritisch. Sein Motto: "Wer ohne SCHULD ist, werfe den ersten Stein ...", aber wehe er sieht er ist ohne Schuld - durch die richtigen Gesetze, wird er zur BESTIE einer himmlischen Unschuld - eben zum radikalen Menschen, der Menschlichkeit übt. 



Kommentare:

  1. Man sollte vielleicht nicht zuviel hineininterpretieren in dieses Unglück, das sicherlich vermeidbar gewesen wäre.

    Fakt scheint zu sein, dass der Captain zu nah an die Küste geschippert ist, offenbar um Eindruck bei den Leuten (an Land) zu schinden.

    Ist ja auch imposant, wenn ein Steinwurf vom kleinen casa italiana plötzlich eine zig zehnmeterhohe schwimmende Wand langsam vorbeiwummert.

    Dumm nur, wenn man die Karte nicht lesen kann oder darauf pfeift und Satellitennavigation nicht sein sollte - ein paar Meter vom Ufer entfernt mit bekannten Felsgefahren.

    Was das Risiko einer solchen Fahrt angeht, ist dieses vergleichbar mit jeder anderen Fahrt auf See, einer Fähre beispielsweise aber auch jeder anderen Fahrt.

    Ich genieße Schiffsfahrten, und das ganz besonders wenn es stürmt. Und klar, kann der Kahn auch untergehen.

    Aber es kann dich auch hier jederzeit und überall treffen. Ist Fahrradfahren sicher? Ja? Mit 50, 60 oder 70 den Berg hinunter?

    Wie sagte Sergeant Hanna im Film "HEAT" so treffend: "[Draufgehen] kannst du auch, wenn du den Hund ausführst."

    (http://movie.subtitlr.com/subtitle/show/170008) Wer den File nicht kennt: Ansehen! Möglichst mit guter Soundanlage. Mit der besten Schießerei, äh, ever.

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  2. Wer Gehorsam ist, gibt sein SELBST auf!

    Die Konsequenen können folgende sein...

    ...der Wunsch nach wahren Gefühlen wird vom Selbst abgespalten...

    ...und in einem gnadenlosen Hass nach allem ausgedrückt, was das Individuum an die eigene Schwäche und Verletzbarkeit erinnert...

    Das Selbst versteckt sich dann hinter scheinbar abhängigen Verhaltensweisen wie Gehorsam und Unterwürfigkeit!

    "Ich bin so, wie du mich sehen willst"

    Ein fataler Versuch, das eigene Pseudo-Selbst aufrecht zuerhalten!


    das Selbst = Übereinstimmung des Menschen mit seinen eigenen Gefühlen (nicht Emotionen !!!) und Bedürfnissen

    Dieser Kapitän triggert diese Leute, weil er indirekt daran erinnert, dass sie ein Pseudo-Selbst sind!

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  3. @Europa
    Warum wird hier in den Unfall der Concordia etwas hinein interpretiert. Ich möchte mich über grundsätzliches unterhalten und verwende es als Beispiel.

    So wie es aussieht ist er eben SCHULDIG und muss seine Strafe abholen. FERTIG!

    ALLE ZUFRIEDEN - dann warten wir bis das nächste Schiff tatsächlich mit 4000 Menschen untergeht - Danach verurteilen wir den Kapitän wieder, wenn er das überlebt.

    Wenn wir uns jetzt schon auf dieses Thema einschießen. 4000 Menschen auf einem Schiff sind zu viel. Die planen Schiffe mit noch mehr Passagieren.

    Das ist mit ein Grund, warum der Mensch nicht aus Fehlern lernt. Er glaubt er sei behoben, wenn er bestraft.

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  4. Ein "normaler Mensch" denkt doch in etwa so, es ist ungerecht das ich Verantwortung/Weitblick für mein Handeln übernehmen soll...

    ...ich hab mich doch schließlich unterworfen, also kümmer dich um mich...

    ...oder ich werde dich stürzen/verlassen/nicht mehr anhimmeln...

    Dieses Muster zieht sich durch alle Beziehungen!

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  5. So ein Typ aus meinem Dorf keine 100m von meinem Haus entfernt war auch auf dem Schiff. Da gabs noch nicht mal Notlichter.
    Der hatte Glück im Unglück. Seine Frau hat ihm davon abgeraten eine Taschenlampe mit auf die Hochzeitsreise mitzunehmen aber er hatte sie glücklicherweise mitgenommen sonst wäre er da unten wahrscheinlich ersoffen.
    Also zum Thema Schiffsunglück scheint keiner der Verantwortlichen was gelernt zu haben.

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  6. @Taschenlampe
    Eine Taschenlampe in den Reisekoffer zu stecken, ist nie ein Fehler. :-D - auch nicht auf der Hochzeitsreise.

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  7. @Europa
    "Ich genieße Schiffsfahrten, und das ganz besonders wenn es stürmt. Und klar, kann der Kahn auch untergehen.

    Aber es kann dich auch hier jederzeit und überall treffen. Ist Fahrradfahren sicher? Ja? Mit 50, 60 oder 70 den Berg hinunter?"

    Darum geht es nicht. Du verklagst ja auch nicht den Fahrradherstellen, wenn Du damit unter ein Auto kommst. :-D

    Ich sah mal einen Ford-Capri früh morgens durch die Stadt preschen. Ein Kind ging über die Zebrastreifen und wurde frontal erfasst. Es hat ihm nix genutzt, dass er im RECHT war und die Autofahrerin im Unrecht.

    Ich gehe persönlich davon aus, dass er vorsichtiger über die Straße gegangen wäre, wenn da kein Zebrastreifen gewesen wäre. Das soll jetzt nicht heißen, dass Zebrastreifen weg müssen, aber man kann doch genauso gucken, wie wenn keiner wäre. ;-)

    Das soll aber auch nicht heißen, dass alle Autofahrer jetzt schnell fahren sollen.

    Hier muss man Fuchs und Hase (bitte den Rollenwechsel beachten und nicht nur das Sprichwort hören) sein, wenn man was sagt. ;-)

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  8. Ich kann auch von dieser merkwürdigen kindischen Denke weg kommen, dass ALLES machbar und kontrollierbar sei...

    ...das Leben setzt uns naturgemäß allen Grenzen und es kann nicht immer der Papa/Experte/Polizist kommen und alles reparieren...

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  9. Denke = Denkweise, Gesinnung

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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