Sonntag, 29. Januar 2012

Das Wulff-Syndrom - Die heutige Mitte ist rechts in der Weltpolitik

Christian Wulff ist unverkennbar ein Produkt der heutigen Wertelehre. Ein kleiner Pöbel, der den Weg ganz nach oben antrat und siegte. Ein Diener, der eben nur dienen lernte. Ein Diener der Herr wird, ist der Herr in Perfektion. Er schafft niemals das Dienen (das Recht auf Profit) abschaffen, sonst ist er kein Herr mehr.


Wulff ist ein hoch motivierter kleiner Mensch, der seine Freiheit als HERR über Diener sieht. Er sieht sich nur umgeben von Neidern - von simplen Dienern, die nie erreichen, was er erreicht. Er ist getrieben von einer falschen Lust auf Freiheit. Er gab sich selbst auf und wurde zum Ministerpräsidenten. Nur dieser künstliche Teil von Persönlichkeit hat Freunde, Frau und Haus. Der kleine Christian sitzt ganz einsam und verlassen in seinem Verlies; eingesperrt in sich selbst. Das ist der Verzicht für die Freiheit durch Profit und Bonus. 

Dieser Preis für die Macht ich hoch; für machen wie Wulff zu hoch. Er nahm alles auf seinem Weg nach Oben mit, wie der Hans im Glück. Er glaubt tatsächlich, er hätte seinen Weg aus eigener Kraft geschafft. Ein schwerer Fehler im Selbstbetrug auf dem Weg zur Macht. Doch auch er verfügt über einen Knappen, auf den alles abgewälzt werden kann, wenn der Selbstbetrug schief geht - glaubt er.  Olaf Glaeseker, sein Freund auf dem Weg nach Oben, war sein Bauernopfer. Er braucht unbedingt einen Entlastungspfeiler für sein Lügengebäude.

Wir werden noch erleben, wie sich die gesamte politische Brut offenbaren muss. Das wäre nicht das erste Mal. Die CDU überstand so einige Skandale basierend auf Bestechung, Schwarzgeldern und anrüchigen Geschäften. Doch das Volk - die Diener - verzeihen immer wieder großmütig, weil sie selber nicht besser mit Macht umzugehen wissen.

Sie wollen listige Bestimmer über sich wissen. Nur mit der größten List, kommt man zum Proft. Wer gutmütig ist, wird aufgefressen; wie ein Snack verspreist. Sie bewundern all diejenigen, die es schaffen bis nach ganz oben zu kommen ohne gefressen zu werden. Auf der anderen Seite ist es eine Abwechslung, wenn dann doch alles aufliegt und jeder schneidet sich eine Teil vom Spot an ihm ab. Das ist die Strafe für diejenigen, deren List an der obersten Spitze unserer Fresskette versagt bzw. die für anderes große Fresser nicht mehr nützlich sind.

So wird der Weg für den nächsten, verkappten Freund bzw. Amigo frei. Einer, der den neuen Weg, der eingeschlagen wird, kennt. Klar der Euro steht auf der Kippe. So manch einer der Großfresser sah ein, dass der Friedman'sche Neoliberalismus für den heutigen Großkapitalfraß verantwortlich ist.

Neoliberalismus will selbst die wirtschaftliche Groß-Gilde, die Amigos hinter den Politikern, nicht mehr. Ihre ganze Macht, ihr ganzes Vermögen droht mit dem neoliberalen Staat und deren Verschuldung zusammenzubrechen. Sie sehen nach und nach ein, dass ihre Gewinne nur mit Sparwillen aus der Bevölkerung heraus nicht mehr generiert werden kann. Deutschland ist zu klein, um eine globale Weltwirtschaft, wie die Deutsche, selber mit Binnenwirtschaft und Enthaltsamkeit, zu finanzieren.

Der Blick der verkappten, verblendeten Neoliberalern aus den Wissensschmieden der USA sind aufgewacht und haben erkannt, in welche Falle sie ihre Gier und ihre Vermögenssucht trieb. Sie sind selber nur ein kleiner Teil von Dienern, der einen noch größeren Teil finanziert. Sie sind keine Herren, sondern Knappen.

Sie sind nicht das Ende der Fresskette, sondern die Mastsau einer noch größeren Schweinerei, die sie vor lauter Dekadenz nicht sahen.


Der Euro hängt auf Gedeih und Verderb am Dollar

Über all dem Reichtum der Welt thront eine Leitwährung, der Dollar. Der Euro hängt an ihm wie ein Zwilling. Eine schmerzliche Feststellung für all die neoliberalen Freihandelsanhänger, die aus sämtlichen Parteien in den letzten 20 Jahr geboren wurden. Sie müssen plötzlich feststellen, dass ihr Gott, die eigenen Jünger frisst.  

Mittlerweile ist es so, dass der Euro gemeinsam mit dem Dollar im Vergleich zu anderen Währungen sinkt. Die Rentabilität der Euro- und Dollarbevölkerung musst immer weiter wachsen, um ihm Überlebenskampf der Profitsucht bestehen zu können. Wer Rohstoffe einkaufen muss, um Umsätze zu erzielen, weiss ganz genau was das bedeutet. Doch der amerikanische Neoliberalismus duldet keine Kritik an der eigenen Leitwährung "Dollar", der einzige Störfaktor ist der Euro und der muss weg. Eine Überzeugung, die bis in die letzten Winkeln unserer Gesellschaft bereits angekommen ist. Man zerschlägt sich selber, freiwillig, nach besten Wissen und Gewissen. So wie es Schülern gelehrte wird. Wer alles weiss, muss nicht mehr denken!

Manch ein neoliberaler Soldat erkannt nun langsam im Kanonenfeuer der globalen Finanz- und Handelsmärkte, dass er einer falschen Überzeugung folgte. Doch nun ist er eingekesselt. Er ist lediglich noch Kanonenfutter, im Kampf um die Vormachtstellung in der Welt. Sein Schicksal ist klar. Er wird von beiden Seiten der Macht fallen gelassen. Der Tanz auf dem Drahtseil der Mittel ist beendet. 

Nun macht sich Erkenntnis in den Amigos breit. Sie verlassen die Kirche - die Gebetsgemeinschaft - der Freihandelskirche.  Eine Erkenntnis, die dem kleinen Pöbel wie Wulff, sich entzieht. All das, für das er stritt, für das er lebte und sich im Leben als Ministerpräsident einsetzte, ist nun falsch. Seine gesamte Erkenntnis von Funktionalität innerhalb von Wirtschaft und Politik ist plötzlich nicht mehr richtig.

Er ist eben doch nur ein Angelernter, der niemals verstand, was der Sinn und Zweck des Systems ist. Er sah immer nur seinen eignen Vorteil und glaubt, dass dies das Ziel für alle sein sollte; man muss sich nur genügend anstrengen, lernen und die Logik verinnerlichen - verstehen ist hier nicht von Belang, denn es würde seinen Horizont als Pöbel überschreiten .

Die Mitte der Bundesregierung ist längst REHCTS

Nun sitzt der verlassene Präsident der Bundesrepublik in seinem Palast und versteht die Welt nicht mehr. Aus seiner Sicht hat er niemals etwas falsch gemacht. Von allen Seiten stürmte jahrelang und tagtäglich das Lob seiner Amigos ein, an dem er wuchs. 

Er sah schlicht und einfach den Sinneswandel nicht, der sich anbahnte. Er sah die Notwenigkeit der Emanzipation des Euros vom Dollar nicht kommen. Er sah keine Bedrohung, sondern eben nur wieder ein Lob aus einem seiner Lager der Amigos, das sich längst trennte. Den inneren Machtkampf nimmt er bis heute nicht wahr - wie auch die heutige Regierung, mit samt der Opposition.

Hin und wieder muss selbst der Mitte-Anhänger eine Entscheidungen fällen. Mit Neutralität verdient man heute kein Brot mehr. Die Bundesregierung tanzt noch in einer Mitte, die sich längst am rechten äußeren Flügel der politischen Bewertung sich befindet.  Wer hier den Abstieg nicht rechtzeitig schafft, fällt tief - wie Wulff. Die schonungslose Härte der selbst aufgestellten Moralregeln trifft einen dann mit voller Wucht und unverhofft, als Stoß aus dem Nichts. Man fällt vom gespannten Seil ohne Fallnetz.

... und Wulff fällt! ... mit ihm die Bundesregierung, wenn sie sich nicht umorientiert. Angela Merkel hat mit ihrer Politik der Mitte, den Drahtseilakt unverkennbar in die RECHTE ECKE der Weltpolitik verlagert.

Eine politischer RUCK, den die Amigos nicht mitmachen. Die Spreu trennt sich vom Weizen und Merkel sitzt mitten in der Spreu.  Das Kanonenfeuer von ihrer nun geteilten Freundschaften wird heftig ausfallen und noch mehr Amigo-Affären ans Tageslicht zaubern.

Als kleiner Bürger kann man sich nur gemütlich im Sessel zurücklehnen und die Agonie der "Seiltänzer der Mitte" bestaunen, denn die Mittel ist längst weitergezogen und sie selber hängen in der Luft.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-01/wulff-glaeseker-praesidialamt-durchsuchung

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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