Donnerstag, 26. Januar 2012

Davos: Der Rote Teppich für die BONGA-Polit- und Wirtschaftselite ist ausgerollt

Schaulauf ist in der Schweiz angesagt. Der Rote Teppich für die Bonga-Bonga-Politik und Wirtschaft ist wieder ausgerollt. Je mehr Prominenz, desto mehr Presse, desto mehr Einnahmen.


Dieses Mal steht Ethik und Moral in der Wirtschaft auf dem Programm. Ist zwar ein alter Hut, klingt aber angesichts der vielen Proteste in Europa, mehr als spannend.  Selbst ein Gastronom kann sich moralisch verpflichtet fühlen, keinen Schnaps mehr an Volltrunkene auszuschenken. Dem Wirt sind Alkoholiker lieber. Über genau diese Art von Ethik, wollen sich die Großen aus Wirtschaft und Politik in Davos Schweiz unterhalten. Sie suchen nach einem Weg uns am Zapfhahn zu halten, ohne uns umzubringen..... Ein toter Alkoholiker bringt keinen Umsatz mehr. 

Dieser Alpengipfel im Nobelort "Davos" ist mittlerweile Tradition. Nicht, dass sie glauben, es sei ein international arrangiertes, politisches Treffen. Davos ist rein privat mit gesalzenen Eintrittpreisen. Eine Eintrittskarte kostet bis zu 12.000 Euro, schließlich will die Polit-, Wirtschafts- und Bildungselite unter sich bleiben. Sie reden nur über den Pöbel, aber nicht mit ihm. Er hat das Maul zu halten und zuzuhören. Die Bildung der Massen beginnt an solchen Orten. Wissen ist dabei irrelevant.

Eintrittskarten gibts aber nur für Clubmitglieder. Der normale Mitgliedsbeitrag für ein Unternehmen kostet 39 000 Euro pro Jahr. Für eine Premium-Partnerschaft müssen Konzerne sogar rund 200 000 Euro hinblättern. Und das tun jedes Jahr 250 Firmen aus aller Welt. Demokratie - also Meinungsvielfalt sucht man dort vergebens. Es ist ein  Club der Gleichgesinnten.

Das "Wirtschaftsforum Davos" ist eine gemeinnützige Stiftung in der Schweiz, mit zusätzlichen Büros in Genf und New York. Des weiteren ist das WEF (Word Economy Forum) Beobachter im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen in New York. Die Schweiz muss schließlich ihren Wohlstand, den sie auf Kosten der Weltbevölkerung generiert beweihräuchern. Wer eine derartigen Event veranstaltet ist schließlich wer in der Weltwirtschaft. Daher ist die Schweiz in erster Linie Wirtschaftsunternehmen und erst danach Demokratie. Zur Eigenheit der Demokratie gehört: Sie ist zufrieden, wenn es der Wirtschaft gut geht. Manch einer hält sogar die Schweizer Demokratie für lukrativer, weil deren Bankenwirtschaft besser funktioniert, als die deutsche.

Jedes Land darf sich präsentieren - auch Angela Merkel stell "ihr" Deutschland, den Investoren vor. Sie braucht Geldgebern, die darauf hoffen, noch mehr an den Deutschen verdienen zu können. Sie erzählt vom Job- und Wirtschaftswunder Deutschland. Sie fleht gleichzeitig um Nachsicht. Deutschland kann nicht so rentabel sein, dass es den gesamten Wohlstand Europas finanzieren kann. Schließlich bedeutet Wohlstand im Politikerdeutsch, Gewinne für die Unternehmerschaft.  

Zwar bezeichnen Presse und Politik, die Deutschen gerne als Jammerer, doch in Wahrheit sind wir das duldsamste Volk von allen. Die Rente mit 67 akzeptierten wir ohne Streiks und ohne Proteste. Wird Übermorgen die 50 Std.-Woche und die Samstagsarbeit ohne Lohnausgleich wieder eingeführt, jammern wir nur, aber gehorchen widerstandslos.

Nicht einmal unsere Gewerkschaften, die sich auf Anheißen von Bertelsmann und Konsorten zu Arbeitnehmergiganten verschmolzen, sind zu einer freien Meinungs- und Willensbildung fähig. Gewerksschaftsboss ließen sich von Unternehmern wie Thyssenkrupp auf Glatteis führen und sitzen seit dem in den Vorständen der AGs.

Seit dem sind Gewerkschaften handzahm und Jammerer. Sie fühlen und denken als Unternehmer. Sie verteidigen die Gewinne der Unternehmer meist sogar erfolgreicher als jeder Manager. Reden sie Lohn- und Gehalterhöhungen aus, ist das eine demokratische Willensbildung.  So wurden Gewerkschaften zu parlamentarischen Entscheidungsinstrumenten. Ein Grund, warum Gewerkschaften unter Mitgliederschwund leiden. Warum soll man Beiträge bezahlen, wenn eh nix passiert. Selbst der DGB will sich nicht politisch einmischen, obwohl die Zeit schon lange gekommen wäre.

Für den kleinen Menschen im Land mischt sich niemand mehr ein, nicht einmal die politischen Parteien. Sie hängen alle am Speichelfaden der Unternehmerschaft. Neoliberales Gewäsch stellte sie nach und nach über die Demokratie. Die empathischen Fähigkeiten der Volks- und Arbeitervertreter sind mittlerweile nur noch in eine Richtung ausgeprägt - GEWINN. Staaten sind zu Humankapitalbauern verkommen.

Das Kind ist nicht in den Brunnen gefallen, es stinkt bereits. Der Verwesungsgestank der Moral und Ethik lässt sich durch die Beweihräucherung in Davos auch nicht mehr übertönen. Selbst der Weihrauch, der Gestank der Heiligen, zum bitterbösen Leichenduft des moralischen Hochverrates.

Die Diktatur der Rentabilität

Der Kapitalismus hat der Welt ein Schnippchen geschlagen. Sie Menschheit ist unrentabel geworden. Dennoch  will die Politik einfach nicht aufhören, die Spielregeln der Ausbeutung zu akzeptieren. Sie glaubt eine Kapitulation, wäre eine selbst Aufgabe unserer Freiheit. Doch dem ist nicht so. Jeder Vertrag, der gegen die Guten Sitten verstößt ist nichtig. Das muss auch für stillschweigende Vereinbarung zwischen Politik und Wirtschaft gelten, in der Sie jeden Einzelnen Menschen als Kostenstelle buchen. 

Es gibt Statistiken, wie viele Deutschen vorhanden sein sollten; wie viele, welchen Schulabschluss machen sollen, um hinterher einen bestimmten Umsatz in der Wirtschaft erzeugen zu können. Die Verkürzung der Schulzeit war lediglich ein Bildungssparprogramm. Die Rentabilität sollte damit gesteigert werden.

Schauen sie sich die Welt in Zahlen an. Jedes Land wir gemäß seinem BIP gelistet. Der Ökonomen, also der Politiker errechnet sich, wie viel Geld als Aufwendung in das Humankapital gesteckt werden soll, um noch mehr Profit - also fiskalischen Effekt - heraus zu holen.

Jeder Mensch ist also nur eine Verbrauchseinheit in unserer gesamtheitlichen Lebensrentabilitätsberechnung.  100 Euro Steueraufwendungen, müssen 600 Euro Steuereinnahmen im Jahr einbringen, plus Gewinne für die Unternehmen. Eine Herkulesaufgabe für jeden kleinen Menschen. Er muss weit aus mehr Ertrag bringen, als der arme Leibeigene im Mittelalter.

Aus diesem Grund verbrüdern sich Politik und Wirtschaft zu einem Humankapitalverwaltungsmonopol unter der Argumentation der Menschlichkeit. Die Stiftung STAAT ist kommerzialisiert. Die Gewinne sind längst privatisiert - das kann mit einer neuen oder anderen Verfassung nicht aufgehoben werden. Es ist die systemische Bedingung für die Existenz eines Staates.

Der Staat erliegt dem gleichen Effekt wie die Gewerkschaften. "In der Not frisst der Teufel Fliegen...!" (altes Sprichwort). Wichtigtuer und gescheite Systemlinge wurden so wieder einmal zum Totengräber der Demokratie.

Ein Europa der Völker ist keine schlechte Idee, aber ein Europa unter der Rentablitätsdiktatur, die jeden  Menschen zum Rohstoff macht, ist der gerade Weg in die Leibeigenschaft von Staaten als Wirtschaftsunternehmen. Bildung ist sozusagen die Veredelung des Humankapital - Eine Investition, die sich nur für Staat und Wirtschaft lohnen muss. Dem Menschen reicht ein Grundgehalt zum Überleben.

Diese alte Polit-Gilde ließ sich von Ökonomen wie David Friedman beschwatzen. Sie gestalteten ein Europa der unmenschlich Wirtschaft bis in die Perfektion. Der Demokratie, der Freiheit und dem Willen des Menschen bleibt hierbei kein Raum mehr. Der Systemzwang der Rentabilität macht ihn zu einem denkenden Idividuum, das falschen Impulsen folgt und sich dadurch selber und freiwillig zu Grunde richtet.

Immer mehr fällt die Maske der Scheinheiligkeit und lässt die pure, menschenverachtende Absicht hinter den noch vor einigen Jahren gutgeheißenen Vorhaben hervor blitzen. Das Schlimme darin ist, die Menschen erkennen die deterministische Argumentation hinter dieser Lüge nicht. Sie glauben immer noch, es reicht aus, Auswirkungen zu reduzieren.

Manchen einen Politiker mag es erschreckt haben, welche Auswirkungen seine Entscheidungen mittlerweile annahmen. Doch nun hängen sie alle drin. "Mit gegangen, mit gefangen...!" - ein Wahlspruch der Mafia und der verbrecherischen Ahnungslosen. Keiner wird den anderen anschwärzen, denn es würde auf ihn zurück fallen. Ihn in seiner Dummheit und Naivität entblößen. Sie sind die Krähen, die zu erst die Augen ihrer Opfer heraus hacken, damit man ihre Schande nicht sieht.

So ergibt sich eine Kettenreaktion der falschen Entscheidungen, mit der verzweifelten Gewissheit der Aussichtslosigkeit, wenn man sich an die einmal akzeptierten Spielregeln weiter hält. Die Hierarchie der Inkompetenz hält sich verzweifelt an der Macht fest. Sie ist sogar bereit, einen Überwachungsstaat zu kreieren. Der die Dummen an der Macht hält, weil die Klügeren in den Diskussionen immer schön nachgaben. Nicht jedes Sprichwort hat seine Richtigkeit.

Der simple Spruch: "Niemand steht über dem Gesetz", ist eine eskapistische Selbsthypnose - denn er stimmt nicht. Wir erleben es jeden Tagen, dass die Politik, die Regierung und das Parlament über dem Gesetz stehen, denn sie schreiben es jeden Tag neu.

Sie passen die Gesetze ihren Fehlern an, anstatt NEIN zusagen, indem sie neue Gesetze für die Menschen machen. Es gibt kein Naturgesetz, das vorschreibt, dass der Mensch für die Wirtschaft rentabel sein muss. NEIN- Sie agieren wie Sklaventreiber, die den Trommelschlag auf der Galeere jeden Tag erhöhen, anstatt den sicheren Hafen der Demokratie anzulaufen.

Die Wirtschaft ist das Freudenhaus der Welt

Jetzt, in dieser Zeit, ist der Konzens vom Mensch zur Politik um so wichtiger. Die Politik ist als Lüge enttarnt. Es ist nicht Wahrheit zu behaupten, dass wir sparen müssen. Das ist die größte Lüge, die sie uns erzählen, denn sie sparen nicht, sie schaffen die Menschlichkeit ab. Sie ist der einzige Wirtschaftsfaktor in unserer Weltanschauung, die ohne Rentabilität abzuwerfen, die höchsten Kosten für eine Demokratie darstellt. 

Das Grundkonzept unserer Existenzvorstellung wurde falsch interpretiert und nun will sich keiner seine eigene Naivität eingestehen. Die Milchmädchenrechnung geht nicht auf und es wird niemals Moral in der Wirtschaft geben.

Die Wirtschaft ist das Freudenhaus der Weltbevölkerung. Wir sind alle ihre Huren und täuschen Liebe vor, um bezahlt zu werden. Wir sind unsere eigenen Freier und Huren zu gleich. Der Staat ist der Zuhälter und die Wirtschaft verlangt die Miete für das Stundenhotel.

Der kleine Mensch will sich schon lange nicht mehr selber befriedigen, doch der Zuhälter/unser Staat/ unser Ober-ICH, zwingt uns dazu, weil wir alle Angst haben, dass die Wirtschaft das Bordell schließt. Schaffen wir den Staat ab, sind wir immer noch im Bordell! Ich bin der Meinung, wir brauchen kein Bordell um glücklich zu sein. Der Mensch muss nicht rentabel für Einzelne sein, sondern der Menschheit reicht es aus, zu leben. Sie lebt ohne Profit- und Bonusdenken besser und vor allem freier.

Wir brauchen keine Hochkultur, die einigen Wenigen viel gibt und das Viele den anderen dafür vom Teller frißt. Wir brauchen keine römische Lebensart, deren Wohlstand auf dem Sklaventum beruht. Der Sklave ist erst dann frei, wenn er nicht mehr rentabel sein muss und er auch keine anderen Menschen unter sich zur Rentabilität zwingt.

Die Hure ist nicht freier, wenn sie sich selber zum Zuhälter macht oder ein eigenes Bordell gründet. (Es ist weit aus schwieriger, die Hure Babylon zu bezwingen, es reicht nicht sie einzureißen). 

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