Mittwoch, 18. Januar 2012

Martin Schulz: Der Goldene Ritter der Demokratie und neuen EU-Euphorie

Würde Christian Wulff mit den ganz normalen Maßstäben gemessen, die für alle von uns kleinen Menschen gelten, wäre jeder von uns längst seinen Job los. Integrität sieht anders aus und ich als Demokrat haben den Anspruch, gut und besser angelogen zu werden als von Christian Wulff. Er macht uns alle lächerlich bzw. er ist eine Schande. 

Ich erwarte von dieser Demokratie bessere Darsteller, vor allem bei diesen Gehältern und Pensionen. Mit Herrn Schulz als neuen EU-Parlamentspräsidenten werden mir endlich spannende Zeiten versprochen. Das EU-Parlament, das seit 30 Jahren lediglich eine Statistenrolle in einer Demokratie hat, die keine ist - kommt Schulz als der Goldene Ritter auf den Thron.

Er will die EU-Gipfler in Zukunft stürmen und anwesend sein, wenn die Kommissionen tagen. Das EU-Parlament will endlich auch einen Platz in den TV-Live-Übertragungen. Vermutlich ist Herr Schulz sich seiner Rolle als politischer Hampelmann noch gar nicht bewusst geworden. Er soll das Zugpferd für die neue EU-Begeisterung der Deutschen sein.

Er will ein wirtschaftlich funktionierendes Europa für Wohlstand und Sicherheit der Menschen. HEY !!! Herr Schulz - das ist doch genau das Gleiche, was Angela Merkel wie eine Leier bei fast jeder ihrer Ansprachen wiederholt.

OHNE WACHSTUM .....    KEIN GELD FÜR DIE ARMEN
UND FÜR DIE ANDEREN KEINE ARBEIT!

Seine und die Parolen der übrigen Politiker sind also rein semantischer Natur. Vorgetragen von einem brillanten Rhetoriker, der weiß, wie man den Zorn der Menschen zu Gunsten der aktuellen Politik dreht. Selbst einigen Globalisierungsgegner ist es gelungen, überzeugend zu argumentieren, dass Christian Wulff auch so ein Goldener Ritter ist und den ESM-Vertrag nicht unterschreibt.



WER VERTRAUT - GEHORCHT! (Aufstand der Sklaven -Video)

Ich legen keinen Wert auf ihr Vertrauen, sondern auf ihr kritisches Denken, das ich gerne durch die verschiedensten Artikel herausfordere. Mit ihnen zusammen den Blick in einer ungewohnten Perspektive auf die Dinge wage und manchmal sehr hoch mit ihnen hinausfliege, um in der Vogelperspektive all die Hauptsächlichkeiten zu  Nichtigkeiten zu machen.

Daher frage ich Sie: Werden EU-Entscheidungen durch ein Mitwirken des EU-Parlaments demokratisch wertvoller oder ist mit den Maßnahmen, die Herr Schulz ankündigt, lediglich ein schon lange kritisiertes Demokratiedefizit aus dem Weg geräumt?

Eine wirkliche Mitsprache und Mitbestimmung durch die Bevölkerung selber findet nicht statt. Selbst die EU-Abgeordneten werden nicht wirklich gewählt, sondern die Plätze werden gemäß den von den Parteien aufgestellten Listen vergeben. Des weiteren findet die Meinungsbildung der EU-Parlamentarier auf dem gleichen Wege statt, wie bei unseren Bundestagsabgeordneten bzw. wie bei Christian Wulff als Ministerpräsident.

In Brüssel existiert eine ganze Stadt von Lobbyisten. OK - jetzt kann man behaupten, durch die Umstrukturierung der parlamentarischen Kompetenz des EU-Parlaments werden mehr Lobbyisten-Arbeitsplätze geschaffen, was zum Wirtschaftswachstum beiträgt - doch dieses Wachstum geht wiederum auf unsere Kosten - denn der Bürger bezahlt nicht nur die Bankenrettungen, sondern alles was als Gewinn in der Wirtschaft generiert wird. Das können Sie drehen und wenden wie sie wollen.

Ist das Volk mittellos, übernimmt der Staat als Kollektiv die Schulden, damit die Wirtschaft funktioniert. Sind die Staaten nicht mehr kreditfähig, schrumpfen sie sich groß, gemäß dem Vorbild aus der Wirtschaft. Erzielen Synergieeffekte und können sich noch mehr verschulden.

Auf dieser Basis von Abhängigkeit ist Demokratie unpraktizierbar. Sie ist eine Komödie, manchmal ein Drama, hin und wieder ein Krimi oder ein Freudentaumel. Unverkennbar - diese Art der Demokratiedarstellung ist amüsant - doch wir sind nicht im Kino, sondern diese Entscheidungen betreffen Leben .... Existenzen.

Siehe Rechnung mit den Wölfen
Ich persönlich bin sogar davon überzeugt, dass die Mehrzahl der Bevölkerung in freien Volksabstimmungen genau die gleichen Entscheidungen treffen wird, wie die Politik heute und gestern und vorgestern. Die Führung unserer Willens- und Meinungsbildung wird vom Systemzwang der heutigen Definition von Marktwirtschaft und Gewinnerzeugung dominiert. Nein - nicht dominiert! ERZEUGT.

Womit ich beim Thema meines vorherigen Artikels bin und bei all den anderen auch. Der zivilisierte Mensch ist ein PC-System mit einem festen Betriebssystem. Es kann nur so handeln, wie es das System vorsieht - alles andere führt zum ABSTURZ.

... also interagiert der Mensch im Rahmen seiner zugelassen Möglichkeiten, die das Betriebssystem bietet. Das  als "freien Willen" zu interpretieren, ist aus meiner Sicht nicht nur ein Wagnis, sondern eine Verachtung der Wahrheit. Doch um diese Situation überhaupt beurteilen zu können, müssen sie hoch hinauf in die Vogelperspektive, tief hinein in den Makro- und Mikrokosmus unserer gesamten Wirtschaftsseele und tief in sich selber hinein blicken. Sie müssen den Rundumblick wagen. Alles von jeder Seite ausleuchten und hinterfragen.

Die Manipulation findet nicht über die Medien statt, sondern sie suchen sich genau die Meldungen heraus, die in ihr Weltbild und zu ihrer Meinung passen. Für alles andere haben sie keine Wahrnehmung bzw. keine Hirnsynapsen, an denen ungewohnte Informationen andocken könnten.

Wenn sie Neues lernen und sehen wollen, muss ihr Hirn zu einem Baby werden. Jeder Eindruck ist neu und ungefiltert. Nur so können sie andere Wege denken, auch auf dem aktuellen Betriebssystem der Menschheit. Sie werden sich nie dem Systemzwang entziehen können. Dies geht nur gemeinsam, wenn das gesamte Netzwerk der Menschheit sich zu FORMAT C: entscheidet.

Insellösungen können nicht lange existieren. Sie müssen durch die Kommunikation bzw. Handel mit dem System immer mehr Zugeständnisse eingehen, denn ihre Version des Betriebssystem ist nur eine Abwandlung auf der Basis des alten. Es hat lediglich eine bessere, schönere und buntere Bedieneroberfläche - MEHR NICHT!

Bevor ich mich wieder mit allen möglichen Alternativen zu Windows herumschlagen muss, sage ich gleich im Vorfeld: Ubuntu basiert auf dem gleichen Abfragekatalog von JA-NEIN UND WENN DAS - DANN DAS. Es benutzt nur eine andere Sprache und eine weit abgewandeltere Logik des bereits vorherrschenden. - ... aber eben nur abgewandelt - mit dem gleichen Ziel -Gewinn/Vorteil und Benachteiligung des anderen - um wieder auf unser Marktwirtschaftsdenken als Überlebensinstrument zu kommen.

Unser Marktwirtschaftssystem ist eine komplexere Darstellung des antiken, steinzeitlichen Handels. Seit der ersten Frage: "Bekomme ich?" und seit der ersten Antwort: "Ja - aber nur wenn Du ...." ist der Handel und das Eigentumsrecht nach und nach entstanden. Unsere Auffassung von existieren ist also ein Produkt vieler Upgrades. Wer zum Ursprung dieses Denkens will, muss sich durch all diese Upgrades beißen. Das Geldsystem ist also nur der Anfang und niemals eine Ursache.

Ich weiß - mein Beispiel mit dem "ersten Deal" verwirrte ich sie bereits wieder, weil sie glauben Tauschhandel ist ein feine Sache und wenn man dabei Gewinn macht, sogar eine Freude. Doch schauen sie sich die Welt an - das kommt dabei raus, wenn man sich auf Kosten anderer eine Freude macht. Es haben sich Fressketten gebildet, die wir heute Wertschöpfungsketten nennen. 




Dumme und kluge Wölfe - Sumerische Rechenaufgabe

Wir belegen all das Negative immer mit für uns positiv klingenden Worten und erliegen der schönen sumerischen Rechenaufgabe die das Kommutativgesetz in der Mathematik erklärt.

Zehn Wölfe brechen in einen Schafstall ein und stehlen zehn Schafe.
Der kluge (KLUGE? Ich sage abgeschlagen oder hinterhältig dazu) Wolf schlägt vor, die Beute gerecht zu teilen. Die neun anderen Wölfe, vor Fressgier ganz dumm, fragen, was das bedeute. 
Der hinterhältig kluge Wolf schlägt vor, so zu teilen, dass immer zehn herauskommt. 
"Ihr neun Wölfe bekommt ein Schaf, dann seid ihr zusammen zehn. 
Ich und neun Schafe - das macht ebenfalls zehn."
"Stimmt", sagen die neun Wölfe und stürzen sich auf das Schaf, das ihnen der hinterhältig kluge Wolf überlässt. Sie fressen, während der schlaue Wolf die anderen neun Schafe wegschleppt.

Wird das Kommutativgesetz (siehe Video unten) im Umgang mit Verteilung an Menschen angewendet, kann es zu verheerenden Realitäten kommen. Das liegt daran, dass sich der Mensch lediglich auf die Summe konzentriert.  


10 Äpfel = 10 Euro


Die Äpfel entstehen aus dem Nichts wie Geld (scheinbar - man muss Grundstückseigentümer sein)  - sie wachsen. Erzeugen einen Gewinn von 10 Euro. (Gleichung ist bereits um die Unkosten gekürzt - stellt den Reingewinn dar). Essen ist also immer Schuld gegenüber dem Grundstückseigentümer.


Handel (Profit) mit Nahrungsmittel: Der Gewinn von 10 Euro (Zins) kann zwischen Bauern und Großhändler geteilt werden oder aber Großhändler werden abgeschafft und alles geht direkt an den Erzeuger. Die Situation ändert sich für den Hungrigen nicht. Es bleibt immer in der Schuld gegenüber dem Erzeuger (Eigentümer). 


Den Apfel hab ich absichtlich gewählt, weil er in der Bibel als Frucht vom Baum der Erkenntnis gepflügt wurde und als Erdschuld gilt. Die Erbschuld ist aber nicht der Diebstahl an sich, sondern die Erkenntnis, was Eigentum (Baum gehört Gott) in der Konsequenz bedeutet: Zwang, Abhängigkeit und Recht auf Strafe. Diese Szene ist also Sinnbild unserer Moral und Ethik auf der Basis von Eigentumsrecht.  


So und zurzeit halten wir uns alle für KLUGE WÖLFE! Wir sind keine Schafe und Wölfe (falsch Bild von der Menschheit), sondern eben "dumme" und "kluge" Wölfe. Das Sprichwort: "Mit den Dummen treibt man die Welt um", ist also gar nicht von schlechter Intelligenz und lässt sich sogar mathematisch "beweisen".  

Ich meine damit nicht, dass wir alles gerecht verteilen sollen, sondern die Dummheit des klugen Wolfes - ist die GIER. Seine Schafe sind längst verwest, bis er sie fressen könnte. Also ersann sich die Menschheit all die heutige Innovation, um die Beute der klugen Wölfe haltbar zu machen. Sie machte daraus ein GESCHÄFT. Schließlich hatten die 9 Wölfe mit dem 1 Schaf schnell wieder Hunger. Der "kluge" Wolf mit den 9 Schafen konnte ihnen geben - WENN SIE DAS TUN WAS ER SAGT .... DENN GIBTs FRESSEN

Ob dieses Geschichte nun der tatsächliche Ursprung unseres Wirtschaftsdenken ist, will ich nicht weiter untersuchen. Das wäre lediglich eine Suche nach Schuldigen. Doch Schuldige lösen kein Problem. Schuldsuche ist nur eine Befriedigung primitiver Rachegelüste und die Lust an der Strafe (Macht).

Unser technischer Fortschritt entspringt dem Charlynismus einer falschen Realität. Global umgesetzt sind wir momentan die klugen Wölfe mit Kühlschrank und zittern vor Angst, dass wir die dummen werden.

Ich möchte mich jetzt nicht als Technikkritiker verstanden wissen. Heutige Innovation fragt nicht nach der Sinnhaftigkeit für die Allgemeinheit, sondern nach der größtmöglichen Wertschöpfung für den "klugen"Wolf. Allgemeinnutzen ist lediglich ein angenehmer Nebeneffekt, aber nicht zwingend. (Ein Schaf für alle neun Wölfe) So fühlte sich die Menschheit angetrieben, Techniken zu entwickeln, die ihr in der Masse mehr Schaden als Nutzen bringen. Die Verkettung der mathematischen Sätze beginnt. Es wird getauscht, gekürzt und erweitert. Damit das System nicht zum Erliegen kommt. muss es wachsen - also ständig von Außen in Form von Rohstoffen bzw. Eigentum neues Geld ins System pumpen, die auf der Gegenseite Schulden darstellen. Und schon sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

... wenn wir alle Bäumen abholzen sehen wir keinen Wald mehr und pflanzen ihn eben wieder an. Das ist der Kreislauf des Charlynismus. Wer aber in den Wipfel eines Baumes steigt sieht mehr.

Da wir aber in einer Welt der verkehrten Werte leben, sind die Wipfel unten. Wir müssen uns also von oben nach unten vorarbeiten, bis hinab zum Urgrund.

Kommentare:

  1. Es gibt Zeitgenossen, da muss ich abschalten.

    SCHUUUUUUUUUUULZ gehört dazu.

    http://www.youtube.com/watch?v=-SLqFEt3xX4&feature=related

    (7:43)

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  2. Das Beispiel Wolf, eine gelungene Metapher auf die Finanz-"Industrie".
    Und ich glaube, so werden auch die ganzen Finanzprodukte vertrieben.

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  3. Die Piratenpartei Deutschland kritisiert den von der US-amerikanischen Regierung angestrebten Prozess gegen den Soldaten und mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning. Whistleblowing ist in einer freien und demokratischen Gesellschaft ein wichtiges Mittel, um Missstände in der Politik aufzudecken, und muss rechtlich geschützt werden. Die Piraten fordern deshalb die Freilassung von Bradley Manning und rufen zu einer öffentlichen Demonstration am Samstag, den 21. Januar, in Frankfurt auf. Hier wird Bundesvorstandsmitglied Matthias Schrade eine Rede halten

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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