Freitag, 27. Januar 2012

Spaniens Arbeitslosenzahlen steigen und das Gegenmittel wirkt nicht mehr

Die Schuldenkrise erreicht unübersehbar den Arbeitsmarkt in Spanien. Darüber können die schönen Meldungen über das Steuer- und Wirtschaftswunder in Deutschland nicht hinwegtäuschen - auch wenn die Statistiken geschönt sind.  Spaniens Baubranche ist zusammengebrochen. Sein Wirtschaftsherzstück lebte hauptsächlich von der Profitgier der Deutschen, die nun ebenfalls sparen. Lieber ihre Spanienimmoblie heute verkaufen, als morgen. Die Blase ist geplatzt. 


Spaniens Arbeitslosenquote liegt statistisch bei fast 23 %. Fast jeder vierte Spanier ist arbeitslos, bei Jugendlichen sogar jeder Zweite. Was sollen die Spanier nun produzieren? Autos - das machen die Deutschen! Maschinen - das machen die Deutschen? Tomaten ... und Gurken - wird der Deutsche sagen. Doch wer will für eine Gurke 10 Euro bezahlen? :-D

Ja- die europäische Polit-Elite, bläste gerade die Finanzkrisenentwarnung, obwohl die Welt längst im Feuerkessel gefangen ist. Die Finanzkrise oszilliert. Saugt immer mehr Energie sich auf und wird zur unkontrollieren Kettenreaktion einer Kernschmelze. Wir können es machen wie die Japaner. Das Ding in die Luft fliegen lassen und weiter machen wie bisher, denn das Sterben geht langsam.

Die paradoxe Devise in der Finanzkrise heißt: Sparen und Geld ausgeben. Übertragen bedeutet das für die "Schwäbische Hausfrau", den eigenen Lohn beim Arbeitergeber zu verkonsumieren und gleichzeitig Schulden für den Lebensmitteleinkauf aufzunehmen.

Die unumgängliche Rückwärtsspirale der Deflation hat längst begonnen. Die einzige Alternative in dieser Wertelehre ist: Mehr Geld, mehr Schulden! Dieses Geld darf aber nicht alltägliche Gebrauchs- und Nahrungsmittel fließen, sondern in große, am besten sinnlose Anschaffungen, die neue Arbeitsplätze schaffen. In Spanien würde dies bedeuten. Der Spanier muss seine Ferienwohnungen selber kaufen. Besser noch ! - .... Spaniens Regierung gibt eine Abwrackprämie für alte Häuser und Wohnungen aus.

Es geht nichts über einen schönen Blick aufs Meer oder ein behagliches Feriendomizil mit Swimmingpool - ob man sich den Unterhalt dafür leisten kann spielt keine Rolle. Hauptsache gekauft, verschuldet und verbrieft. Das Geld bleibt auch bei einer Insolvenz in Umlauf.

Moment mal!!!! Das hört sich an wie die Immobilien-Krise in den USA!


OH MEIN GOTT !!! Amerika war längst in der Wirtschaftskrise und keiner dieser schlauen Finanzmarktwissenschaftler-, banker und sonstigen Spezialisten haben es bemerkt. Sie empfahlen unseren Landesbanken auch noch diese, späteren toxischen Papiere, als Wertanlage zu kaufen!!! So platzten die nicht in den USA, sondern in Europa. WOW - und nun sollen die Europäer das gleiche Betrugs-Kunststück vollbringen. Europa hängt mit seinen "Lösungsansätzen um Längen hinter den USA.


Ich würde mal sagen: ÄTSCH - Der Punkt geht definitiv an die USA. Punkt, Satz und Sieg. Amerika vesperte die Wurst längst, bevor die europäische Polit-Elite bemerkt, dass eine auf dem Tisch lag. Es gibt nur einen einzigen Ausweg aus diesem selbst verschuldeten Dilemma: Wir müssen uns das RECHT AUF PROFIT selber streichen. 

Das verbriefte Recht auf Profit ergibt die globale Menschenrechnung auf Rentabilität, der die gesamte Weltwirtschaft unterworfen ist. Wer sich durch Enthaltsamkeit /Askese der Gier enthalten will, schafft das Profitdenken damit nicht ab. Es ist die verzweifelte Pfarrerlogik, die nicht fähig ist, hinter das System zu blicken - aber sie klingt schön.

So bald die Speisekammer leer ist, wird jeder zum profitgierigen Krämer, zum Banker, zum Investor und zum Bonusdenker. Damit meine ich nicht das billige Einkaufen im Supermarkt, sondern auch den kultivierten, intellektuellen Tauschring, der auf dem Gedanken der Autarkie beruht. Schließlich will jeder profitabel tauschen.

Der heutige Mensch kann nur und ausschließlich auf der Basis von Profit und Rentabilität einen klaren Gedanken fassen, deshalb findet er auch keine Lösungen. Das ist die Zweidimensionalität unserer Zeit. Wie also soll ich Euch erklären, wie Non-Profit (leistungsgedecktes Geld) funktioniert? Mit seinem Denken sucht der Mensch instinktiv immer nach einem Mehrwert. Daher verfügt er über keinen freien Willen, sondern ist fakturiert bzw. manipuliert.


http://oe1.orf.at/artikel/296489

Kommentare:

  1. Na ja, es hat auch was Gutes...

    ...jetzt wird endlich die Lüge zerstört, dass ich der Schmied des eigenen Glückes bin und bei Unglück selber Schuld sei...

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  2. Jepp!
    *dasitze und heftig nickend zustimme

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  3. Sag ich doch! Der Mensch sucht nur Schuldige, um selber unschuldiger zu sein. Lösungen sind ihm shit egal. :-(

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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