Montag, 16. Januar 2012

Währungskrieg: Waffenruhe ist schon wieder vorbei - Humanwirtschaften als Krönung der Ideotie

Die Börse juchzte Anfang letzter Woche (2/2012). Es war alles zum Wohlfühlen - so idyllisch wie im Frühling, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen eintreffen.  Vollbeschäftigung, Boom-Boom Deutschland mit 3 % Wachstum - in den ersten 3 Quartalen und sage und schreibe weniger Neuschulden als erwartet. Deutschland erhält Zinsen, wenn Banken Staatsanleihen aufkaufen dürfen. Italiens Präsident schwärmt von Ludwig Erhard, seiner "Sozialen Marktwirtschaft" und seinem Porträt im Zimmer der Kanzlerin. Sparpakete für Italiener werden von der Elite bejubelt und Monti will dafür einen Bonus. Der Systemzwang erlebt gerade da seinen Glanzpunkt. 

Prompt mussten Italien und Spanien weniger Zinsen für ihre Schulden bezahlen. Fitch (Ratingagentur) verkündet noch in der ersten Januar Woche: Frankreich verliert im Jahre 2012 seine Bestnote nicht. Eine überraschende Meldung aus den USA, dem Land der Leitwährung. Sie passt sogar nicht in die vorgeschriebene, selbst erfüllende Systematik unserer Daseins-Defintion. Die USA kann im Wirtschaftsspiel unseres Bonussystem nur dann weiter eine Rolle spielen, wenn der Bruder  - der Euro - stirbt. Er war den USA immer schon ein Dorn im Auge. Eine Bedrohung seiner Macht. Er durfte nur eingeführt werden, wenn er dem Dollar nicht zur Konkurrenz wird. Nenne wir das doch einfach Moral. So passt es besser in unser Weltbild. Jeder von uns kennt Moral, die eingehalten wird, ohne dass es dafür ein Gesetz gibt oder dass sie eingeklagt werden kann.

Trotz aller guten Aussichten verlor der Euro an Wert gegenüber dem Dollar. Meine Güte war das schön. Ein Woche Ruhe. Eine Woche kein Währungskrieg. Die Donnerkanonen aus den USA schwiegen. Dort gilt Europa längst als Verursacher aller amerikanischer Probleme. Der amerikanische Blick auf die Welt unterscheidet sich eben erheblich von dem der restlichen Welt. Das Herz des Imperiums schlägt einen anderen Rhythmus.

Am Freitag war das Trommelfeuer wieder eröffnet. Die Bomben flogen in einer konzertierten Aktion in Richtung Europa. Gleich neun EU-Länder verlieren ihre Bestnote. Darunter Italien und Österreich, sowie Frankreich. Uff - Deutschland ist noch einmal verschont geblieben. Es hält sich an die Moral und erfüllt vorbildlich und ohne Rücksicht auf die Menschlichkeit den Systemzwang des Bonus- bzw. Profitvernunft.

"Nur 17 Mrd." neue Schulden beeindrucken sogar die USA. Deutschland fährt die Strategie, seine Sozialsysteme abzubauen, bevor sie in Anspruch genommen werden müssen - bevor die Lawine der Rezession über die Kontinente schwappt. Es steht im Dialog mit der Bevölkerung. Es zeigt die Notwendigkeit von Sparplänen . Sparpläne sind aus meiner Sicht das falsche Wort. Man reagiert VERNÜNFTIG (Raffiniert in der Systemlogik). Es ist die vernünftige Einsicht, der Unfinanzierbarkeit von Menschlichkeit, wenn die Wirtschaft nicht boomt. Es ist die vorauseilende Erfüllung des Systemzwangs mit dem Kalkül des Besonnen. Es ist der Glaube an die Moral. Die Intelligenz der Speichellecker, die genau wissen, wenn sie gefällig sein müssen, um nicht von der Armut getroffen zu werden.

Die Welt auf der Suche nach der Menschlichkeit

Schließlich sucht die Welt nur ihr Gleichgewicht. Der Reichtum sucht sich seine ausgleichende Armut. Wer im Vorfeld sein Los akzeptiert bleibt länger am Speichelfluss. Ich will mich hier nicht so verstanden wissen, dass die USA der Speichelspender ist. Diese Ländervereinigung ist nur momentan die Krone unserer Hochkultur. Die Moral gebietet, sich ihm unterzuordnen. Die Leitwährung, DOLLAR, ist der moralische Zwang für die ganze Welt. Die hohe Schule der Imperien schreibt dies vor. Der arme Mensch mit seiner Systemvernunft und seinem daraus geborenen Denken und Willen glaubt sogar, dass es zum Weltfrieden kommt, wenn alle in Wohlstand und das im Ungleichsystem unserer heutigen Welt. Der Mensch will in seiner Ungleichheit gleich sein. (Charlynismus als Lebenstraum)

Jede Hochkultur scheitert an ihrer sinkenden Rentabilität. Im technischen Zeitalter, werden viele Menschen als Konsumenten gebraucht, aber nicht als Arbeiter. Deshalb machte die Menschheit das Geld zur Ware, um dem Kollaps zu gehen. Jetzt ist die Bevölkerung der Hochkultur verarmt. Das Geld als Ware hat ausgedient. Der Mensch sucht also nach neuen Wegen, das Ziel - die Idiotie der noch höheren Rentabilität humanistisch zu erreichen. Die Ideenschmiede Humanwirtschaften blüht momentan auf. Wobei Wirtschaft niemals Human sein kann.

Logenbildung oder Interessengemeinschaften sind daher völlig natürlich.  Jeder will eine Loge gründen. Sei es als Partei oder als Wutbürger. Die Moral gegenüber den eigenen Mitgliedern ist höher, als gegenüber dem Rest der Welt. Das mag manch einer als Wille zur Vorteilsnahme auslegen, doch hier beginnt sich bereits die Moral wieder zu teilen. Logen mit wenigen Mitgliedern, die Eigentum vorweisen können,  versprechen höheren Profit, als Logen die viele Mitglieder aufnahmen und den Profit eben an viele wieder verteilen. Man kämpft um Marktanteile wie die Wirtschaft.

Was ist dann Moral in einer Logik der Rentabilität? Sie ist lediglich ein Mittel zur Optimierung des Profits.

Daher sollte jeder für sich selber, seine eigene Moral auf den Aspekt "Profitoptimierung" überprüfen. Solidarität ist nur innerhalb einer Gesellschaftsschicht möglich - siehe Arbeitnehmer und Sozialversicherung. Die nächst höhere Gesellschaftsschicht, soll aufgrund von Moral in diese Solidarität gezwungen werden, ohne selber davon finanziell zu profitieren - also ein Minusgeschäft machen. Deshalb fühlt sich der Arbeiter vom Arbeitslosen und Hartz4-Empfänger mittlerweile ausgebeutet - die moralische Grenze für ertragbare Minusgeschäfte ist überschritten. Er fühlt sich einer höheren Gesellschaftsschicht zu geordnet. Das Hierarchiedenken wird um so ausgeprägter, je härter die Grenzen der Gesellschaftsschichten verlaufen. Der Systemzwang ist das Programm unserer Gefühle, unsere Definition von Moral und Ethik. In der Summe steht das Gewissen. Gewissen ist die Summe der Schuld und der Gnade, die wir üben. Das wird in unserer Gesellschaft als Sozialneid beschrieben. Jede Gesellschaftsschicht wertet eben Schuld und Gnade anders. Die Ergebnisse der Rechnung sind unterschiedlich. Jetzt geht es darum ein schlechtes Gewissen zu erzeugen, also den Gegner davon zu überzeugen, dass er seine Vorzeichen falsch setzt. Moral ist also nur ein Instrument den Systemzwang in einen Dialog, in die Menschlichkeit hinein zu beugen. Daher erwarten wir von der Politik immer eine Deal mit der Wirtschaft zu unseren Gunsten. Doch wo liegt die Gunst? In welcher Gesellschaftsschicht?

Also muss die Politik die Wirtschaft unterstützen und  auf die Moral und das Gewissen setzen, dass diese ihren Profit nach unten weitergibt. So geht der Profit durch jede Gesellschaftsschicht durch und irgendwann kommt unten nix mehr an. Denn im Laufe der Zeit haben sich immer mehr von unten als neue Gesellschaftsschicht nach oben definiert.  Die Pyramide steht Kopf. Nun stellt sich die lästige Frage unserer Wohlstandsgesellschaft, wer geht wieder nach unten. Das Auswahlverfahren unserer angeblichen natürlichen Auslese durch Rentabilität wird immer härter. Der Milliardär fürchte Millionär zu werden und der Millionär wird von der Panik beherrscht vom Bürgertum zum Angestellten abzusteigen. Die einen brechen nach oben aus und der Rest strebt in die Mitte. So dass sich eine Raute bildet. Also muss der Bauch wieder auf den Boden ( eine schmerzhafte Wahrheit für die geträumte Bürgerschicht unseres Landes). Nun ist Diplomatie /Raffinesse) und Moral/Gewissen gefragt. Funktioniert es nicht freiwillig, gibt es Gesetze dafür. Moral wird damit aufgeschrieben und ermächtigt zur Bestrafung. Hartz4 war lediglich eine neue Moral in der Gesellschaft und sie funktioniert hervorragend. Hartz4-Empfänger sehen sich als Schuldige (Bittsteller). Fortbildungsmaßen sollen Hoffnung bringen (Glaubenssatz - das moderne Beten des Armen um Wohlstand), auf einen baldigen Aufstieg usw. (Sozialpsychologie einer Hochkultur). Ein Mensch muss seinen Platz in der Gesellschaft akzeptieren lernen - die Hierarchie einer Gesellschaft und die Rentabilität ist die Natur des Menschen (falsche Realität). Niedrige Menschen, machen niedrige Arbeiten - daher Niedriglohnsektor (Ideologie). Wobei jede Arbeit in der menschlichen Gesellschaft sinnvoll und wichtig ist. Je niedriger der Profit, desto wichtiger, denn nur wichtige Arbeit, die niedrig entlohnt wird bringt den vorgeschrieben Profit unserer Realität.  Wir akzeptieren als nur dann hohe Entlohnung, wenn sie immer mehr Menschen in den Niedriglohnsektor treibt (Manager/Politiker). Doch das Profitdenken will gerade die untere Gesellschaftsschicht nicht aufgeben. Es ist die einzige Möglichkeit der Armut zu entfliehen (Antrieb).

Daher kommt die "freie" Willensbildung Armut erträglich zu machen (BGE/Systemzwang).


Hochkultur schreibt immer ein Machtzentrum vor

Jede Hochkultur verfügt über ihren Glaubenssatz der Unerfüllbarkeit, ihre Hoffnung, die sie antreibt. Sie steht immer im puren Gegensatz zur aktuell geschaffenen künstlichen Realität. Wohlstand (Reichtum) für alle, steht im Gegensatz zum systemischen vorgeschrieben Ungleichgewicht der Gesellschaft. Sie strebt eine Mitte an - ohne Oben und Unten aufzugeben. Dieses Ziel ist als nur Glaubenssatz der Unerfüllbarkeit einer Ideologienreligion. Ein Ideal, das angestrebt werden soll, aber unerreichbar bleibt. So wird systemische Armut als Schicksal empfunden und bereitwillig ertragen. Der systemische Antrieb zu Rentabilität steigert sich dadurch sogar. 

Rom verfolgte das Ziel des Friedens. Es war sein Glaube und seine Hoffnung. Doch das Ungleichheitsprinzip der Hochkultur erzeugt immer den Unwillen der Unterdrückten, die damals noch die Ungleichheit nicht als Daseins-Definition kannten und noch nicht erlernt hatten.  Als Rom keine Kriege mehr führen und gewinnen konnte, starb es als Mittelpunkt. Die Lehrgrundsätze des Imperiums stecken aber heute noch in uns als Moral, Ethik und Rechtsempfinden.

Rom war überflüssig geworden. Der äußere Zwang der römischen Legionen war nicht mehr nötig. Die Emanzipierten lehnten sich gegen die Bevormundung auf, nicht gegen die Prinzipien. Sie wollten ohne Zwang die Regeln des Imperiums erfüllen. Jeder für sich, zum eigenen Nutzen und Wohlstand. Römische Weltanschauung, Auffassung von Recht und gesellschaftliche Hierarchie waren nun Moral - oder kennen sie ein Gesetz, das vorschreibt, dass der Bundeskanzler, Bundespräsident oder Firmenchef einen höheren gesellschaftlichen Rang einnimmt, als der gemeine Bürger? Anstand und Ethik leiten uns instinktiv. Zur Zeit des römischen Reiches gab es kein Geld in der heutigen Form und es funktionierte perfekt. So perfekt wie heute - bis das Prinzip verinnerlicht wurde.


Die Realität, die nicht real ist

Imperien reproduzieren ihre Weltanschauung durch Bildung. Rom, aber auch Ägypten verschleppten die Kinder der Anführer der unterworfenen Gebiete; bildeten sie aus und schickten sie danach  zurück in ihre Heimat. Die Logik des Dienens, des Rentabalseins für den Imperator, Herrscher, Eigentümer des Landes war erkannt und wurde zum Kulturgut.  In Roms Schriften ist zu lesen: Wir brachten sie (Germanen) dazu unser Geld zu akzeptieren und mit uns Handel zu treiben. 


Erst die geistigen Zöglinge Roms brachten wieder Unruhe und Gewalt in die Welt, mit Unterstützung der neuen Religion - dem Christentum, dem Monotheismus. Schließlich sollte auch das Privateigentum zum gesellschaftlichen Standard werden. Handel kam vorher nur dann zu Stande, wenn ein Bedarf anderer Güter vorhanden war.  


Die Entscheidungsträger der Barbaren der damaligen Zeit, die nur Ansehen, aber keinen Eigentumsanspruch auf das Land hatten, wurden dadurch zu Fürsten ernannt. Die Natürlichkeit der menschlichen Gesellschaft war abgeschafft. Sie passte nicht in die neu erlernte Rentabilität der ehemaligen römischen Legionäre. Hochkultur ist die Vollendung der Menschheit. Ausbeutung ist ein RECHT und Privileg - als Antrieb für die Unterdrückten. Roms Untergang war seine Neugeburt.

Der Prunk und der Luxus lockte die ehemaligen Söldner, die sich als Befreier des eigenen Volkes sahen. Sie waren ein Fremdkörper, besaßen aber die Raffinesse einer Räuberkultur. Was vorher noch als moralisch und verwerflich galt, war nach der römischen Bildung, ein "Naturgesetz". Eigentumsrechts war und ist seither  natürlich. Daraus leitet der heute denkende Mensch all seine Entscheidungen ab, richtet seine Moral danach aus. Moral wird zum Instrument des Herrschens. Sie ordnet er sich dem Eigentumsrecht durch das Anpassungsinstrument Vernunft unter. Man kann auch sagen, jedes dressierte Tier hat Vernunft, also Verstand. Der Mensch ist nun in einer Realität angekommen, die nicht real ist.

Was ist Hochkultur wirklich? 

HOCHKULTUR ist kein Begriff der hohen Wertschöpfung gegen über dem Menschen, sondern je höher eine Kultur ist, desto höher ist die freiwillige Bereitschaft zur Ausbeutung. Das war vor über 2000 Jahren in Europa. In anderen  Bereichen der Welt, war dem Mensch schon viel weiter und hatte bereits die Vernunft der Hochkultur. Wie also soll der rational denkende Mensch jemals die echte  Realität erfassen? Alles Wissen von anderen Weltanschauungen ist getilgt, verbrannt, vernichtet oder hat nie existiert.  Die Menschheit erinnert sich nur noch an Kulturen - eben an Hochkulturen. 

Kulturen, die es für sinnlos ansahen, viele Menschen zum Wohlstand eines Einzigen oder eines Gott einzusetzen, sind aus der heutigen Sicht "Primitive Kulturen". Sie hinterließen keine Monumente. Der Römer steckt also ganz tief in uns - wir sind hoch kultiviert.

Amerikanische Soldaten stürzen das Bild von Sadam Hussein; Westdeutsche zertrümmern den Lampenpalast von Honecker und Gadaffi-Rebellen schänden ihn und seine Monumente. Das soll jetzt nicht heißen, dass diese Herrscher gute Menschen waren, sie waren wir heute. Es waren lediglich einsame Geister in der großen globalisierten neuen Welt. Sie hatten verschlafen, dass die Vernunft der Menschen sich weiter entwickelte. Ihre Untertanen wollten bzw. sollten sich selber in selbst erfüllender Römerdiszipin regieren. Europa und die USA sind das beste Beispiel.

Doch der Fortschritt des emanzipierten Faschismus, der in jedem von uns als römisch-griechisch-ägyptische Ideologie steckt, entwickelt sich noch weiter. Mittlerweile fühlt der Mensch sich sogar in Teilen der Welt dazu reif, sich ohne Staat der Wirtschaft schonungslos zu unterwerfen. Ich nenne das freiwilligen Feudalismus.

Der Mittelpunkt des Imperium verlagert sich

Doch auch das Imperium vergrößert sich und verlagert seinen Mittelpunkt. Eine schwere Einsicht steht der "alten Welt" - der westlichen Welt, die sich als GUT definiert ins Haus.

Seine Sklaven und Protektorate, die für den Wohlstand der alten Welt sorgten, emanzipieren sich ebenfalls. Sie fühlen sich zur Selbstherrschaft bereit. Die römische Logik und die Vernunft ist bis in den letzten Winkel der Welt vorgedrungen. Die Verlockung des Prunks einer Hochkultur ist groß. Rom wusste immer um seine Wirkung. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass die islamische Welt oder die asiatische nicht längst die Prinzipien der Rentabilität selbst erfüllend befolgt, sondern sie suchen sich ihren eigenen Speckgürtel. Sie wollen nicht mehr Protektorat sein, sondern eben Zentrum. Ägypten und Rom stehen sich wieder gegenüber. Nun stellt sich die Frage, wer ist Rom und wer Ägypten?

Die "alte Welt" ist überholt. Das Zepter - die Leitwährung - müsste weitergereicht werden. Doch wer will das? Die USA können sich nur in den Speckgürtel des neuen Imperiums einreihen, wenn Europa zum Protektorat wird und seine Bevölkerung so unterdrückt, wie unsere eigenen Protektorate es vorher mit ihrer Bevölkerung taten, oder aber Europa entscheidet sich den Speckgürtel des neuen Imperiums zu sein. Das würde bedeuten, die USA würden Protektorat.

Eine Entscheidungsvariante, der die Menschheit seit ihrer schriftlichen Erinnerung immer und immer wieder ausgesetzt war. Die berühmte Frage: Pest oder Cholera? - stellt ich im Kleinen wie im Großen. Noch ist Europa unentschieden. Ist hin und her gerissen von seiner moralischen Verpflichtung gegenüber den USA und der neuen Vernunft, in der Weiterentwicklung der Hochkultur Menschheit.

Wer sich heute aus einem Länderverbund heraus wagt, wird vom Rentablitätssystem zermalmt. Er steht im moralische AUS der Welt. Akzeptanz kann nur dann erreicht werden, wenn sich dieses kleine Land besonders rentabel für den Rest der Welt erweist. Deutschland bemüht sich sehr. Daher führen Alleingänge immer zu straffen, diktatorischen Regimen. Europa blieb keine andere Wahl sich sich zu verbinden. Wie damals aus den Fürstentümern ein Deutschland wurde. Er durch eine Zollunion und später als Länderbund. Die Moral einer Bevölkerung kann niemals so hoch werden, dass sie sich selber verhungern lässt. Oder doch?

Ist Europa in Begriff gerade das zu tun? Wir es der Nachfolger des zerstrittenen Kontinentes, AFRIKA? Wer in dieser künstlichen Realität nach Lösungen sucht und nicht die ganze Welt mit einbindet, wird immer der Verlierer sein. Egal wohin er sich ausrichtet. Die Logik der Weltregierung war wieder geboren. Betrachten wir dies geschichtlich, gab es schon mehrfach Weltregierungen. Doch wir verweigern uns dem Blick aus der Geschichte heraus. Damals war die Welt eben nicht größer als das Römische Reich. Alexander der Große erschrak über die Größe der Welt, als er sein Weltreich aufbauen wollte.

Selbst wenn sich ein Land nach innen, zum Binnenmarkt ausrichtet, wird niemals die Rentabilität erreichen, die für die Befriedung der Welt ausreicht - außer die systemische Moral wird so stark angehoben, dass es sich wie bereits oben beschrieben, freiwillig selber im Sinne der Hochkultur zerfleischt. Das würde einen Sozialdarwinismus von unglaublichem Ausmaß nach sich ziehen. Die Mayakulturen waren darin perfekt. Sie waren so weit entwickelt, dass sie an ihrer Undurchlässigkeit der Gesellschaftsschichten förmlich verhungerten. Diesen Fehler wollen die Regierenden nicht machen. Sie versuchen gegen die Systemik zu wirken, indem sie ständig neue künstliche Durchlässe für die unteren Gesellschaftschichte schaffen. Doch es ist zu spät. Zu viel Wissen ist längst verloren gegangen. Mit ein Grund, warum ausländische Ingenieure aus Ländern ins Land kommen sollen. Sie verfügen noch über handwerkliche Geschicke, die unsere Gesellschaft längst durch hoch spezialisierte Ausbildungsweg, verlor. Es gibt deshalb keine Innovationen mehr. Diese kommen nur zu Stande, wenn Autodidakten am Werk sind. Doch in unserer hoch entwickelten Zivilisation der Zertifikate gibt es diesen Schlag von Menschen nicht mehr. Breit gefächerte Allgemeinbildung aus der Bevölkerung heraus ist wegen Unrentabilität ausgestorben - vergessen.

Jeder Mensch der alten Welt steht nun auf dem Prüfstand der Rentabilität. Offensichtlich spüren einige bereits dieses Schicksal und versuchen mit Sozialideen - wie z. B. dem BGE oder anderen Geldkonzepten, entgegen zu wirken. Sie sind lediglich die verzweifelte Simulation des römischen Bürgerstatus. Doch sie schaffen es nicht, die Rentabilität aus der Dasein-Definition  heraus zu kürzen. Wie auch? Mit der heutigen Logik und Bildung ist dies nicht zu schaffen. Die vorgegebenen und verinnerlichten Denkstrukturen, gepaart mit der falschen Annahme von Natürlichkeit, würde verlangen, gegen die erlernte Natur zu denken und zu handeln.

Das widerspricht jeder gängigen Wissenschaft und Philosophie. Noch besteht die Möglichkeit das Imperium auszudehnen. Asien zu emanzipieren. Danach gibt es nur die letzte Möglichkeit der mayaschen Selbstzerfleischung für den Hochkulturmensch. Eine weitere Epoche der Menschheit wird dadurch beendet. Die Frage bleibt offen: Welche Monumente und Zeugen unserer Hochkultur werden als Mahnmal überdauern und als Zeitzeuge der Rentabilität aus dem Gestrüpp noch heraus ragen und von der neuen Menschheit als Ziel  für die nächste Herrschaft des Profits herhalten müssen.

Finanzmarktregulierung - Der Weltuntergang

Der heutige, gebildete und angepasste Mensch in der Hochkultur versteht Geld durch die Urbanisierung der Welt längst als Rohstoff. Geld ist den Gesetzen der falsch empfunden Natur unterworfen. Es vermehrt sich wie die Frucht eines Ackers. Schließlich ist Geld heute Sinnbild für Nahrung. Der Mensch ist im Denken angepaßt. Seine Vernunft reagiert mit Logik und Entscheidungszwang - eben Systemzwang - auf das neue Nahrungsmittel. 

Er ist bestrebt Geld genauso umzuverteilen, wie in früheren Zeitaltern, die Kartoffel oder den Weizen. Das ist für ihn das neue Sinnbild, Glaubenssatz der neuen Phase des fortgeschreitenden Intellekts - ich nenne es Idiotie. Alles perfektioniert sich. Selbst der Irrsinn. Das ist die Vorgabe einer Vernunft, die als freier Wille interpretiert wird und lediglich ein simples Anpassungsinstrument an die Idiotie unserer Hochkultur ist.

Das Recht auf Profit ist heilig und damit die Ausbeutung. Moral verhindert lediglich die tödliche Ausbeutung. Sie steht unter Strafe. Das gilt als Zeichen für den Wohlstandes im Zentrum einer Hochkultur. Die Randgebiete, der Speckgürtel und die Protektorate, wie Somalia und andere, armen Länder, sterben längst diesen Ausbeutungstod. In unserer Hilflosigkeit entsenden wir Spenden, damit das Elend ertragbar ist. Damit wir uns moralisch korrekt fühlen, schließlich darf nicht tödlich ausgebeutet werden. Ein Zeichen unserer Intelligenz, meinen wir. Doch unser Verstand, kennt lediglich die Basis der Idiotie - eben die Rentabilität.

In der Konsequenz dieser Logik, müssen wir um so profitabel sein, um Menschlichkeit - Gnade - üben zu können. Ein Grundsatz aller großen Religionen. Das ist unsere Hochkulturgewissen. Wir wissen nur wie Ausbeutung funktioniert. Eine armselige Weisheit. Armut muss sein, aber bitte erträglich - das ist das FAZIT von großen Denkern quer durch unser geschriebenes Wissen von tausenden von Jahren - welche eine Armut an Denken.

Auch die Demokratie denkt in dieser Beschränktheit des Geistes - denn Armut abschaffen würde bedeuten, die Ursache des Elends abzuschaffen - den Zwang zur Rentabilität. Rentabilität ist aber das Resultat des natürlichen Eigentumsrechts. Der Mensch kann doch nicht gegen seine Natürlichkeit verstoßen - oder ist sie lediglich ein Hirngespinst? Der heutige Mensch kann seine künstliche Natur nicht aufgeben und Eigentum als Unrecht erkennen - schließlich wäre das der WELTUNTERGANG und die Apokalypse - das Armageddon. 

Wer will sein Anrecht auf Luxus und Prunk aufgeben - nicht hergeben?  Es kommt ihm nicht in den Sinn, dass die Menschheit ohne diese Ausbeutung längst eine höhere Kultur und höheren Wohlstand erreicht hätte. Bitte verstehen sie mich hier nicht wieder absichtlich falsch. Ich spreche nicht vom Kommunismus, denn auch dieser verwaltet nur im Auftrag der Demokratie, Bevölkerung oder was auch immer, nur die Rechte auf Profit und ist bemüht, diese wieder umzuverteilen.

Betrachte ich die aktuellen Verbesserungsvorschläge der Intellektuellen Elite unseres Landes, des Kontinents oder der Welt, sehen ich lediglich eine Konvergenz zwischen Staatskapitalismus und Privatkapitalismus. Die führende Elite der Wirtschaft sitzt längst auf unseren Regierungsbänken. Das wurde von uns auch solange akzeptiert, wie für uns hier in Deutschland und anderswo genug Wohlstand abgefallen ist. Eben solange Deutschland genügend Protektorate für unseren Wohlstand generieren konnte. Nun fliegt uns unsere eigene Ausbeutungsintelligenz um die Ohren und der Deutsch hat keine andere Antwort darauf, als Schuldige zu suchen und zwar die, die er vorher noch auf den Thron lobte.

Er reagiert damit absolut systemkonform. Er will mehr Rentabilität abschöpfen, egal von wo, Hauptsache er hat sein Auskommen. Also besteuert er seine neuen Kartoffeln - das Geld. Er erfindet sozusagen den ZINS neu, doppelt und dreifach.

Ich will damit sagen, dass jedes neue Geldsystem bereits durch die Logik, also die Bildung einer Hochkultur, Rentabilität als Natur einrechnet. Sei es durch Negativzins wie bei Gesell oder Wörgel - oder durch andere Steuer- und Sparmodelle der Regierungen und sonstige Propheten. Das Prinzip bleibt, nur der Weg und die Ausführung suggerieren eine Änderung. Das Ziel bleibt: RENTABILITÄT und GIER als Antrieb der Menschheit.

Gier kann nur aus der Systemgleichung einer Hochkultur gegen das Kürzen von Habens heraus genommen werden - aber dann ist sie keine Hochkultur mehr. Es gäbe keine Recht mehr auf Profit. Das macht den denkenden Menschen ratlos. Seine Logik und Vernunft versagt. Deshalb sträubt sich der Mensch gegen diese Vorstellung.

Kommentare:

  1. Du bist besser und schneller als die tageszeitungen...diese bestätigen deinen Aufsatz...zwar aus ihrer Sicht, aber ja es findet statt: www.welt.de/politik/deutschland/article13817253/US-Kraefte-haben-uns-den-Waehrungskrieg-erklaert
    Agenturen und Investoren aus den USA wollen die Euro-Zone zerschießen, sagt Elmar Brok. Der CDU-Europa-Parlamentarier gilt als exzellenter Kenner der USA.
    Mach weiter und Merci für deine Aufsätze!

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  2. Sie bestätigen nicht. Sie blasen zum Krieg. Deshalb bekam Wulff einen Schuss vor den Bug, der eigentlich Merkel galt.

    Die öffentliche Meinung wird aufbereitet zum Aufstand gegen das Imperium.

    Siehe Aufsatz: USA Ratschläge an die Deutschen in der FAZ.

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  3. Deutsche Illusion -Was die USA uns Deutschen empfehlen:
    http://politikprofiler.blogspot.com/2012/01/faz-neue-deutsche-illussion-was-die-usa.html

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  4. @ politprofiler

    Lebt denn deiner Meinung nach jeder Mensch in der falschen Realität?

    Was unterscheidet dich von den anderen Menschen, da du die falsche Realität erkannt hast?

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  5. Ich kann nachvollziehen, was passiert, wenn das Eigentumsrechts aufgehoben (nicht abgegeben, anders verwaltet oder wer weiss noch was) wird.

    Denn sobald ich versuche "Leistungsgedecktes Geld" zu erklären ist meist jeder sofort wieder im Profitdenken.

    Es ist schwer eine andere Vernunft zu denken. Dagegen fällt es den Menschen überhaupt nicht schwer, sich ihre innere Askese zurecht zu binden, dass sie als Kontra zur Außenwelt steht.

    Doch das ist noch nicht die Realität erkannt.

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  6. Mmh, meinst du mit innerer Askese die Hybris alles immmer richtig machen zu wollen?

    Alles und jeden jederzeit kontrollieren und manipulieren zu müssen?

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  7. genauso ergeht es mir, wenn ich von meiner Vorstellung: Leben ohne Geld erzähle. Keiner kann es sich vorstellen. Nur wenn du Leistungsgedeckeltes Geld erklärst, dann sehe ich den Kreislauf(profitdenken) eben nicht unterbrochen, den du musst wirklich das ansammeln von Geld(leistungsgedeckelt oder nicht) unterbinden und daran glaube ich nicht. Aber genauso geht es mir, die Menschen können es sich nicht vorstellen, einfach etwas zu tun ohne eine gegenleistig (Geld oder auch nur ein danke schön) zu erwarten. Du willst auch das die Menschen "nur" so viel leisten wie sie benötigen um dann kein anhäufen von "auch" leistungsgedeckeltem Geld zu benötigen. Aber unser Wissen, das schlechte Tage kommen(Alter, Krankheit,...) lässt uns immer einen Vorrat ansparen und wenn es "nur" für meine Kinder ist.
    Hoffe ich habe nicht wieder falsch interpretiert.
    Einfach einen Menschen als wertvoll zu betrachen, nur weil er da ist, ist verdammt schwer und bei Familienangehörige noch am leichtesten annehmbar, aber bei einem Wildfremden?
    Ich würde dein Vorschlag über ein leistungsgedeckeltes Geld auch annehmen, genauso wie ich das bGe annehme, den es ist schon einmal ein Schritt in die "neue" Richtung, aber ich weiss genauso es ist "nur" ein Schritt der uns Zeit verschafft, das Problem ist noch das selbe( Eigentum anhäufen, ob Grund und Boden oder leistungsgedeckeltes Geld)es wird angesammelt/gespart.
    Tanja

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  8. Gibt es eine authentische Identität beim Menschen?

    [...]

    dass tatsächlich die heute verbreiteten geschlechtlichen identitäten plus die weitaus meisten (nicht unbedingt alle) damit verbundenen zuschreibungen und angeblichen eigenschaften tatsächlich konstrukte in dem sinne darstellen, wie sie auch bspw. von den dekonstruktivistischen feministischen ansätzen der letzten jahrzehnte dargestellt wird.

    uneinigkeit gibt es aber an dem punkt, wo darüber hinausgehend behauptet wird, es gäbe keinerlei authentische männlich- oder weiblichkeit.

    diese fehlwahrnehmung verdankt sich eher der existenz der traumatischen matrix, aufgrund derer wir bis heute keinerlei realistische vorstellung (höchstens fragmentarische ahnungen) haben können, wie menschen unter sozial nicht pathologischen bedingungen sein könnten.

    ich glaube, männer und frauen, die sich in ihren körpern wirklich leben, spüren und wohlfühlen können, werden sich in recht unerwarteten weisen voneinander unterscheiden - aber letzteres heisst eben keinesfalls automatisch, daraus unterschiedliche wertigkeiten abzuleiten, wie es bislang die gewohnte praxis darstellt.

    das ist ein typisches symptom einer pathologischen sozialität.

    [...]

    http://autismuskritik.twoday.net/stories/basis-gender-trouble-und-einiges-mehr-1/

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  9. @leistungsgedecktes Geld

    Deine Überlegungen dazu entspringen nicht der Vorstellung - Eigentumsrecht ist aufgehoben.

    Du sagst ja selber, ansammeln von Geld oder Grund und Boden.

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  10. @ politprofiler

    Wenn du dich permanent im objektivistischen Modus befindest, hast du stänidg Existenzängste...

    ...die werden dann versucht über Eigentum und Konkurrenz zu kompensieren...

    Die Geilheit auf Eigentum resultiert aus diesem Wahrnhemungsdefekt!

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  11. ... wenn Du es eh schon weisst, warum diskutierst Du dann mit mir?

    Wer glaubt, dass alles mit einer Enthemmung der Wahrnehmung erledigt ist, kann auch in die Kirche gehen und beten.

    Hat den gleichen Effekt!

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  12. @ politprofiler

    Nein, es hat nicht die selbe Wirkung!

    Wenn erkannt wird, dass in unserer Kultur viele an einem Wahrnehmungsdefekt leiden...

    ...dann sollten wir schauen, dass wir diese Schädigungen an unserem Nachwuchs vermeiden...

    Es ist überlebenswichtig für uns alle!

    Jeder kann daran arbeiten seine Körperwahrnehmung zu verbessern!

    Totalausfälle sind bei Soziopathen und Psychopathen leider nicht rückgänging zu machen! Deswegen sollten wir unsere Kultur überdenken...

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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