Montag, 16. Januar 2012

Was hat die Welt von einem Ölembargo gegen den Iran?

Man braucht nicht lange suchen. Es sind immer wieder die üblichen Prinzipien, denen die westliche Politik und Medien impulsiv gehorchen. Amerika gibt den Ton an, der Speckgürtel zieht ohne Überlegungen mit.


Wer den Iran schädigt, schädigt China - so denken die USA. Der einfachste Weg ist immer der Beste. Das ist Cowboy-Kultur par excellence. China ist der größte Abnehmer von iranischem Öl. Auf der anderen Seite ist geplant, dass iranisches Öl in Zukunft in die Nabucco-Pipeline fließen sollen. Ein krasser Interessenkonflikt. 


Ein Ölembargo gegen den Iran ist gleichzeitig ein Wirtschaftsembargo gegen China, das seine Handelsmärkte immer weiter ohne die USA ausdehnt. In der Weltöffentlichkeit wird diese Aktion nicht als Protektionismus wahrgenommen, da der Iran längst unter dem Generalverdacht steht, eine BÖSE Atombombe zu bauen. Auf der anderen Seite billigt die Welt, Terror-Anschläge des Mossad gegen iranische Wissenschaftler. Die Auslegung der Moral ist klar. Die Moralkarte wird immer nur dann gezeigt, wenn der eigene Vorteil am Größten ist.

China ist längst unabhängig von den USA. Selbst die chinesischen Dollarreserven werden reduziert. Die USA finden lange nicht mehr die Abnehmer von Staatsanleihen, wie sie Geld benötigen. Somit kommt die Herabstufung der europäischen Länder der nächsten Ausgabe von US_Staatsanleihen entgegen. Alles hängt eben doch mit allem zusammen, auch wenn es weit entfernt scheint.

Sollte der Iran kein Öl mehr verkaufen, übernehmen anderen OPEC-Staaten nur all zu gerne das Pensum. Beim Geld hört selbst in der Politik die Freundschaft auf. Auch Ölstaaten bzw. Königreiche müssen mit Sozialprogrammen ihre Bevölkerung bei Laune halten. Das gilt nicht nur für Europa oder die USA. Jeder kauft sich seine Macht auf seine ganz spezielle Art. Jeder WULFF sieht anders aus.

Revolutionen sind selten politischer Natur. Sie werden nur im Nachhinein als solche dargestellt. Im Grunde geht der kleine Mensch erst dann auf die Straße, wenn er sich das Brot nicht mehr leisten kann.

China scheint den USA immer einen Schritt voraus zu sein. Gestern kam es zu chinesisch - saudischen Gesprächen. Sie wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Afghanistan orientiert sich gen China, Nordkorea, auch Russland. Es wird immer enger für das Imperium und seinen Speckgürtel Europa bzw. dessen Bildungselite. China bietet das, was der Westen den Ölländern bis dato immer verweigerte - Ausbau bei der Förderung und Weiterverarbeitung von Erdöl und Erdgas an.

Währungskrieg ist weit aus härter

So werden sämtliche Wertschöpfungsketten des Westens aufgeweicht. Hochmut kommt vor dem Fall. Alte Sprichwörter irren nicht so schnell. Die USA waren und sind bis heute nicht bereit, anderen Nationen auf Augenhöhe zu begegnen. Ein schwerwiegender Fehler. Seit Europa vom Gespann Merkel/Sarkozy regiert wird, ist Europa viel näher zum Imperium USA gerückt - auf Kosten der eigenen Industrie und Wirtschaft. 

Die heutige offizielle Nachricht aus Brüssel über einen Währungskrieg verharmlost das Geschachere auf dieser Welt ungemein. Es wird der Eindruck erweckt, die USA wolle Großbritannien den Euro als Verdienstmöglichkeit präsentieren. Die bitter ernste Wahrheit über die Freunde aus den USA bleibt unausgesprochen. Der Euro ist in den USA immer schon ungeliebter Mitbewerber um die Leitwährung gewesen. Aus chinesischer Sicht ist der Dollar als Leitwährung längst überholt. Amerikas Sorgen sind groß. Europa könnte sich für intensivere Handelsbeziehung mit China entscheiden, der Rest der Welt China auch. Wie gesagt: Beim Geld hört die Freundschaft auf. Es macht den Anschein, dass die USA eine Entscheidung getroffen haben: Bevor der Petrodollar kippt, lassen sie den EURO kippen. 

Den USA war in Sachen eigener Auslandsinteressen bis jetzt kein einziger Vertrag heilig, wenn er zu ihren Nachteilen führt, falls er erfüllt wird. Wer vertrau gehorcht. Noch traut die europäische Politik den USA, weil sie es will - UND GEHORCHT.



Warum muss Wulff weg?
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Kommentare:

  1. Das kollektive Trauma wird immer wieder im Wiederholungszwang aufgeführt! :(

    Nur die Bühnen und die Darsteller wechseln!

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  2. Ja - es wird Zeit dem Phänomen auf den Grund zu gehen, anstatt immer nur die Auswirkungen zu lindern.

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  3. @ politprofiler

    Da bin ich ganz deiner Meinung!

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  4. Es darf kein Stein auf dem anderen bleiben in unserer Kultur, wenn wir verhindern wollen das von uns allen gezüchtete Mutanten...

    ...permanent "Amok" laufen...

    Und wer von uns verhält sich nicht ab und zu wie ein Mutant? Oder ist gar selber einer?

    Das ist ein riesen Sumpf!

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  5. Ich empfehle noch den Blog "Kriegsursachen"...

    ...da wird darauf eingegangen wie Wahrnehmungsdefekte in der Kindheit entstehen...

    ...und in Kriegen zum Tragen kommen...


    Oft wird auf diese Themen mit Abwehr und Verdrängung reagiert, weil die eigene Kindheit schmerzhaft war!
    Aber ich hoffe hier wird es Anklang finden!


    http://kriegsursachen.blogspot.com/2008/10/inhaltsverzeichnis.html

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  6. Der Ami hat schon jeden Partner über den Tisch gezogen.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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