Dienstag, 10. Januar 2012

Wulff verweigert versprochene Transparenz - keine 400 Antworten

400 Fragen und 400 Antworten versprach Christian Wulff, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutsch, das würde neue neue Maßstäbe der Transparenz in Deutschland setzen. Das war ein starker Auftritt, dem keine Taten folgen.

Wulff sieht sich lediglich in der Verteidigung zu seinem Amt: "Diese private Mandatierung ist erfolgt, weil die öffentlich erhobenen Vorwürfe in keinem Zusammenhang mit seinem Amt als Bundespräsident stehen." Schließlich kassierte Wulff keinen Kunden-Pfandbon in die eigene Tasche oder biss unautorisiert in eine Bulette seines Chef - er hat keinen Chef - denkt er.

Der anonyme Bundesbankscheck von Geerkens weist Fragen auf, denen offensichtlich niemand nachgehen will. Das Geldwäschegesetz sollte bei einer derartigen Summe auf den Plan gerufen werden.

Einspeisung („Placement“) 
Der erste Schritt der Geldwäsche ist die Einspeisung der durch Straftaten erlangten Bargeldmenge in den Finanz- oder Wirtschaftskreislauf („Placement“). Das erfolgt meist in kleineren Teilbeträgen, um keine Aufmerksamkeit zu erregen (so genanntes „Smurfing“).
Genutzt werden dafür der Besuch von Spielbanken, Pferderennen, überteuerte Hotels oder Wechselstuben, die Einzahlung auf Bankkonten und der Erwerb von (vor allem kurzfristig verkaufbaren) Vermögensgegenständen (z. B. Wertpapiere, Luxusartikel etc.).

Verschleierung („Layering“) 
Im zweiten Schritt wird die Herkunft dieser Vermögenswerte verschleiert. Dazu wird das Geld in einer Vielzahl von Transaktionen hin und her geschoben, so dass die kriminelle Herkunft nicht mehr nachzuvollziehen oder zu beweisen ist. Das dient der Verwischung von Spuren.
Mittel zur Verschleierung sind z. B. Scheingeschäfte und Auslandszahlungen unter Nutzung von Offshore-Banken, Scheingesellschaften und Strohmännern oft in Ländern mit geringen Schutzvorschriften gegen Geldwäsche oder bestechlichen Beamten.
Integration („Integration“) 
Nachdem die Herkunft des Geldes nicht mehr feststellbar ist, wird das „gewaschene“ Geld wie ein Ergebnis rechtmäßiger Geschäftstätigkeit genutzt. So werden beispielsweise Firmenanteile, Immobilien oder Lebensversicherungen erworben.  

CDU-Spendenaffäre: Die "illegalen Spenden" sollen über Namen aus Todesanzeigen in die Parteikasse geschleust worden sein. Die CSU bestreitet dies vehement."
http://www.stern.de/panorama/illegale-spenden-an-csu-schreiber-packt-aus-1537054.html




In der Veröffentlichung heißt es:


...Der Kaufpreis in Höhe von 415.000 Euro war am 1. Dezember 2008 fällig.
Das mehr als 25 Jahre alte Haus erforderte erhebliche Modernisierungen.



Die Darlehenssumme wurde per Bundesbankscheck (Ergänzung:  "Wir sind beide sehr bekannt in Osnabrück. Und ich wollte nicht, dass irgendein Bank-Azubi sieht, dass so viel Geld von mir an Wulff fließt", sagte Geerkens." ) durch die Sparkasse Osnabrück unter Belastung des dortigen Kontos von Frau Edith Geerkens Ende November 2008 ausgezahlt.

Das Kreditverhältnis zwischen den Eheleuten Wulff und Frau Geerkens bestand bis zum 31.
März 2010. In diesem Zeitraum leistete Herr Wulff Zinszahlungen in Höhe von monatlich
1.666,00 Euro, die zunächst von seinem Konto bei der Sparkasse Osnabrück und ab dem 2.
März 2009 bis Ende 2009 per Dauerauftrag von seinem Konto bei der Sparkasse Hannover
überwiesen wurden. Nach Ende dieses Dauerauftrages wurden die abschließenden Zinszahlungen
in Höhe von 4.998,00 Euro für die Monate Januar bis März 2010 am 19. Mai 2010 in
einer Summe geleistet. Die Zinszahlungen erfolgten jeweils auf das Konto von Frau Edith
Geerkens bei der Sparkasse Osnabrück.

Gelegentlich verbrachte Herr Wulff Ferientage auf Einladung bei befreundeten Familien. Für
diese Besuche bei Freunden leistete Herr Wulff keine Logiekosten. Zumeist waren die jeweiligen
Gastgeber selbst anwesend.

Es handelte sich um folgende Aufenthalte:
  • In den Jahren 2003 und 2004 war die Familie Wulff jeweils einmal Gast der Familie Edith und Egon Geerkens in deren privaten Räumlichkeiten in Spanien.
  • Im Jahr 2008 war das Ehepaar Wulff zu Gast bei dem Ehepaar Ingrid und Wolf-Dieter Baumgartl in deren privaten Räumlichkeiten in Italien. Das Ehepaar Wulff ist mit dem Ehepaar Baumgartl seit mehreren Jahren privat befreundet.
  • In den Jahren 2008 und 2009 besuchte Familie Wulff das Ehepaar Angela Solaro und Volker Meyer in deren privaten Räumlichkeiten auf Norderney. Mit dem Ehepaar Solaro/Meyer besteht ebenfalls eine langjährige private Freundschaft.
  • Zum Jahreswechsel 2009/2010 war die Familie Wulff in den privaten Räumlichkeiten der Familie Edith und Egon Geerkens in den USA zu Gast. Bei diesem Aufenthalt war das Ehepaar Geerkens nicht anwesend.
  • Die Besuche bei den langjährigen Freunden von Christian Wulff hatten keinen Bezug zu seinem Amt als niedersächsischer Ministerpräsident. Seit seiner Wahl zum Bundespräsidenten hat Christian Wulff keine privaten Ferieneinladungen angenommen.

Urlaub bei Maschmeyer

Maschmeyer-Villa oder Ferienanlage?
Im Jahr 2010 mietete Herr Wulff in der Ferienanlage von Herrn Carsten Maschmeyer auf
Mallorca ein 1-Zimmer-Appartement zu einem Preis von 323 Euro pro Tag.

Dieses Appartement wurde für 11 Übernachtungen benutzt. Herr Wulff zahlte deshalb insgesamt 3.553 Euro. Auch sämtliche weiteren Kosten – etwa für die An- und Abreise sowie einen Mietwagen – wurden von Herrn Wulff selbst beglichen. Während des Aufenthaltes von Herrn Wulff und seiner Familie waren Herr Carsten Maschmeyer, Frau Veronica Ferres und Kinder zeitweise anwesend.

http://www.redeker.de/downloads/pm/pm20120105.pdf


Maschmeyer vs. Guttenberg

Maschmeyer ist jetzt Teilhaber des Marseille-Klinikum und Guttenberg war mal Teilhaber des Rhön-Klinikum. 


Die Geschichte des Vermögens derer zu Guttenberg ist auch mal einen
Blick wert. Bis zum "sagenhaften" Verkauf der Anteile an den
Rhön-Kliniken muß man wohl eher von verarmten Landadel sprechen.

Sehr lesenswert:
> http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/09/17/karl-theodor-etc-zu-guttenberg-die-korporatokratie-und-die-privatisierung-der-bundesrepublik-deutschland/ (leider nicht mehr auffindbar)

Daraus:
"In den Aufsichtsrat der Rhön-Kliniken kam er mit 25. Ob er da schon
sein Studium abgeschlossen hatte, werden wir wohl erstmal nicht
erfahren. Auf jeden Fall war er höchstens einfacher Jurist. Die
Rhön-Kliniken selbst haben eine Vorreiterrolle bei der Privatisierung
des Gesundheitswesens:

Vorläufer des Unternehmens war die 1970 gegründete Kurbetriebs- und
Verwaltungsgesellschaft m.b.H, aus der 1973 die Rhön-Klinikum GmbH
hervorging. Das Unternehmen bestand aus dem in Bad Neustadt an der
Saale neu errichteten Kur- und Therapiezentrum, dessen vier
14-stöckige Häuser ausschließlich mit Einzelapartments ausgestattet
waren. Auf Grund mangelnder Nachfrage war das Haus aber stark
überdimensioniert, so dass dem Unternehmen nach Investitionen in Höhe
von 130 Millionen DM der Konkurs drohte. Der als Sanierer geholte
Betriebswirtschaftler Eugen Münch übernahm 1974 die alleinige
Geschäftsführung und erwarb eine Beteiligung von 25 % an der GmbH.

Zur Auslastung der Apartments eröffnete er 1975 eine psychosomatische
Klinik und initiierte zwei Jahre später ein gemeinnütziges
Schulungsprojekt zur Fortbildung von Aussiedlern. 1984 reagierte
Münch auf Engpässe im Bereich der Herzchirurgie und etablierte eine
Herz- und Gefäßklinik. Danach folgten eine neurologische Klinik
(1991) und eine Klinik für Handchirurgie (1992). Bei der Planung der
Kliniken wurde das Kerngeschäft – Operationssäle und
Intensivstationen – in Neubauten etabliert und die Betontürme als
Bettenhäuser genutzt. Die Einzelapartments wurden dabei in
Zweibettzimmer umgewandelt.

Die GmbH wurde 1988 in eine Aktiengesellschaft mit einem damaligen
Stammkapital von 10 Millionen DM umgewandelt und als erstes
Unternehmen der Branche an der Frankfurter Börse notiert. Der
Börsengang erfolgte am 27. November 1989, die Aktien des Unternehmens
werden seit 1996 im MDAX gehandelt. Damit war die Rhön-Klinikum AG
der erste börsennotierte Klinikkonzern in Deutschland. Die Familie
des Firmengründers hält heute weiterhin eine bedeutenden
Minderheitsanteil (ca. 16%)[3]

Quelle: Wikipedia

Wer sich mit ärztlicher Kritik am Rhön-Konzern beschäftigt, wird
sehen, das es im Prinzip um die Amerikanisierung des
Gesundheitssystems geht. Es gibt Schützenhilfe vom
Bertelsmannkonzern, Vermischungen von Politik und Geschäft. So ist es
nicht verwunderlich, das die Pleitefirma Rhön auf einmal über
genügend Kapital verfügt, eine Offensive zur Privatisierung des
deutschen Gesundheitssystems zu starten. Damals konnte man mit wenig
Geld einsteigen – ein sicherer Weg zum Reichtum, weil es um
Verteilung des Sozialbudget ging. Zehn Millionen Stammkapital, da kam
mit mit 2,65 Millionen D-Mark gut aus. Wer wußte, wohin die Reise
gehen sollte, der hatte eine gute Anlage getätigt:

Finanziell unabhängig ist der Baron ohnehin. Nach seinem Jurastudium
stieg er mit gerade mal 22 Jahren in die Leitung der Guttenberg GmbH
ein, deren Geschäftsführender Gesellschafter er später wurde. Die
familieneigene Beteiligungsgesellschaft hielt auch ein beträchtliches
Aktienpaket an der Rhön-Klinikum AG. Mehrere Jahre saß zu Guttenberg
dort im Aufsichtsrat, bis die Familie 2002 ihre Anteile an die
HypoVereinsbank verkaufte. Der Börsenwert für das Paket lag bei
stolzen 260 Millionen Euro. Damit hält Karl-Theodor zu Guttenberg
gleich zwei Rekorde: Er ist der jüngste Bundeswirtschaftsminister und
wohl der reichste Mann, der je am Kabinettstisch saß.

Quelle: Focus

So kann man reich und Leistungsträger werden. Man muß nur wissen, wer
dahintersteht und wohin die Reise geht. Und die Reise ging – dank
Schröder, Fischer, Clement und anderen Freunden der Atlantikbrücke –
Richtung Neoliberalisierung der Bundesrepublik, was Privatisierungen
staatlicher Einrichtungen Vorschub leistete."
_______________________

Es handelt sich beim Vermögen der Familie Guttenberg also keineswegs
um "altes" Geld. Vielmehr wurde innerhalb von erstaunlich kurzer Zeit
durch die Privatisierungen der Krankenhäuser mit minimalem Einsatz so
richtig Kasse gemacht. Die Investitionen dürften sich locker um den
Faktor 100 amortisiert haben.

Sicherlich vollkommen legal, aber eine interessante Variation des
neuzeitlichen "Raubrittertums".

1 Kommentar:

  1. Wulff kann sich alles erlauben, denn er hat Rückendeckung!
    Aber dazu paßt auch dieser Artikel.

    Deutsche haben KEINE Rechte mehr, nicht mal das Recht auf
    Staatsangehörigkeit, welches aber
    Völkerrecht ist!!!!



    Wie im Mittelalter! 10. Januar

    Hexenjagt und Hexenprozesse gegen friedliche Deutsche, nur weil sie zu ihrer Staatsangehörigkeit stehen.
    BRD "Demokratie" unter der früheren
    Kommunistin Merkel!!!

    Was kommt noch alles???
    Es ist eine Schande!

    derhonigmannsagt.wordpress.com…

    AntwortenLöschen

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Neueste Meldungen

Regelmässige Leser

Internetradio

mit politischen Themen und Hintergrundinformationen, die in den Mainstreammedien verschwiegen werden oder als Halbwahrheiten publiziert werden von keuronfuih

Politprofiler (keuronfuih) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Beweggründe der Politik aufzudecken, denn Systemkritik scheint in unserer Medienlandschaft der Selbstzensur zum Opfer gefallen zu sein.

Alles was in der Politik passiert ist von Langer Hand geplant, das ist nicht nur ein Spruch sondern die Wahrheit. Aber warum entscheiden sich unsere Politiker immer mehr gegen das Volk und für die Wirtschaft?

Bilden Sie sich Ihre Meinung selbst, aber geben Sie sich die Möglichkeit, alle Hintergründe zu erfahren.

Wir stellen hier nicht den Anspruch, alles zu wissen, aber bemühen uns, alles, was wir in Erfahrung bringen können zu publizieren.
---------------------------------------------
Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau, Tübingen, Freiburg, Lörach, Memmingen, Augsburg, Ulm, Keuronfuih, Politprofiler, Wertelehre, Umwertung der Werte