Mittwoch, 1. Februar 2012

Alzheimer: Die Horrorkrankheit - oder die Angst vor der radikalen Menschlichkeit des Profitdenkens?

Vor allem junge Mensch quält die Angst vor dieser Krankheit. Sie kommt als Moderne daher, doch in Wahrheit kennt bereits die Bibel bzw. der Koran diese Krankheit. Sie wird als das Vergessen der Alten beschrieben. Der langsame Weg aus dem Leben. Nach Gunter Sachs Freitod wegen der"A-Krankheit", folgt jetzt das Buch von Rudi Assauer (Ex-Schalkmanager) - "Wie ausgewechselt - verblassende Erinnerungen an mein Leben". Motivation und Profit vereinigen sich wieder.

Doch die Zeiten ändern sich. Wer heute Alzheimer bekommt, landet im Heim und damit meist in einem Bett. Der Tag ist geprägt von Frühstück, Schlafen, Mittagessen, Schlafen, Abendbrot und Schlafen. Es werden immer schön Pillen verabreicht. Wer interessiert sich schon dafür? Man interessiert sich nur für sein eigenes angenehmes, idyllisches Ende. Unsere Welt ist schnelllebig geworden. Niemand will sich unbezahlt mehr Zeit für die Alten und auch nicht für die Jungen nehmen. Die Mutter ist rentabler, wenn sie arbeitet und fiskalische Effekte für den Staat erzeugt (Steuern). Gleichzeitig sind wir gegen den ESM und die Fiskalunion - die nichts anderes als eine EU-Steuer. So wie Jungen der rentablen Menschen in den Krippe abgegeben werden, zur Fremdpflege; enden die alten im Pflegefall, in der Altenkrippe. Doch dort geht es nicht so überwacht und heimelig zu wie bei den Jungen. Von ihnen ist kein Profit mehr zu erwarten. Sie arbeiten nicht mehr und wer nicht spart, kann die Profigier unserer Gesellschaft nicht mehr befriedigen. Das ist die Angst vor dem Liegenlassen!!! Es ist nicht die Angst vor der Krankheit.

Die käufliche Menschlichkeit als Norm

In Altenheimen wird der letzten Rest von Profit aus dem Menschen gepresst. Das Geschäft am Menschen ist fast vollendet und jeder will in Würde sterben - eben mit Geld für unser käufliche Menschlichkeit. . Der junge Erwachsene soll jetzt schon für sein Alter ansparen. Am Besten in einer privaten Pflegeversicherung bei der Allianz oder anderen Größen der Finanzwelt. Gehe ich 70 Jahre in der Zeit zurück, gab es noch keine große Versicherungsgesellschaften und nun sollen diese jungen Menschen in genau solchen, sehr vergänglichen Finanzinstitution für ihre spätere, humane Versorgung in Altenheimen ansparen. Es muss seine Rentabilität bis ins hohe Altern sicher. In den Familien ist kein Platz mehr unselbständige, unrentable Menschen. Die Pflegeversicherung übernimmt nur die wirklichen Kosten, wenn der Mensch "abgegeben" wird. Wer zuhause pflegt, wird bestraft. Er wird seiner Rentabilität beraubt, weil er der Marktwirtschaft ihr "Wachstumspotenzial" wegnimmt.  Also rentabel und schützenswert gilt nur noch der, der genügend für sein Alter anspart  bzw. durch seine Rentabilität einen Staat aufrecht erhält, damit er in der Zeit, in der er sich an sein Leben nur noch in Bruchteilen erinnert, profitabel versorgt wird. Daher ist Profit- und Bonusdenken völlig normal. Wer in Askese und Aufopferung lebt ist bereits ein sehr angepasster Mensch - angepasster als manch anderer und doch sieht er sich als den "besseren" Menschen an. "Aufopfern" bedeutet sich selbst zum Fraß der Profitgier hinzugeben - aus freiem Willen und tiefster Überzeugung. So wird er zum Diener und Scheinheiligen einer Welt, der man nicht entfliehen kann.

Die Rentabilität unseres Bemessens und Bewerten von Menschen legt sich wie ein Fluch auf unser Denken; unser Wissen baut auf einer falschen Annahme von Leben auf.  Immer verzweifelter sucht der Mensch nach immer neuen Finanzierungsquellen (Rentabilität), um sein Elend in dieser Art von Daseinsdefinition in Würde bewältigen zu können.Das Ziel ist nach wie vor der "rettende" Tod, vor dem elendigen Leben. Die Gebete der Menschen änderten sich in der Zwischenzeit. Es heißt nicht mehr: "Gibt uns das tägliche Brot", sondern "gibt uns das tägliche Geld". Der Mensch hängt sich seiner eigenen emotional bestimmten Begrifflichkeit fest. "Neue Wörter", sind noch lange keine "neue Zeit".

Die Rezession, also die Finanzierbarkeit unseres angeglichen Zivilisationsluxus kommt mit großen Schritten auf uns zu. Andere bevölkerungsreiche Kontinente sind nach dem Lohn der Rentabilität hungrig und wollen ihrem eigenen Elend entfliehen. Sie rappeln sich auf und nehmen sich unseren Marktanteil am Wohlstand. Ein Defizit, das wir hier nicht akzeptieren wollen. Plötzlich gilt "Wohlstand für alle" nicht mehr sozialistisch, sondern marktwirtschaftliche korrekt.

Plötzlich wacht der Europäer auf und wird zum Menschenschützer, obwohl er nur sich selber im Blick behält. Er will Massen hinter sich versammeln, um sich danach wieder zu teilen und zu bekämpfen. Er glaubt: Hilft er allen Menschen, so hilft er sich selber. Die übliche Betrügerei der Menschen beginnt wieder. Plötzlich wird sein Wert für den Menschen unbändig hoch. Bis zu der Zeit, wo die Vernunft - die sich nur an die momentan gültigen Regeln der Bewertung halten kann, etwas anderes kennt sie nicht - ihm sagt, nicht jeder kann im gleichen Wohlstand leben. So begnügt er sich mit dem Minimum aus seiner Sicht - aus der Sicht seiner Gesellschaftsschicht und unterteilt die Menschheit gerecht, nach seinen erlernten Regeln der Rentabilität, die er gelernt hat, nach allen Regeln des Betruges zu manipulieren.


Angst will starke Mächtige 

Der Millionär ist in Angst um seine Millionen und der kleine Mensch um seinen einzigen Euro oder was er gerade als Währung favorisiert. Die einen wollen die Regierung austauschen und sich von den Menschen beherrschen lassen, von denen sie glauben, sie regieren humaner als die jetzigen - aber immer im Rahmen der gewohnten Regel, der Ungleichheit und der Bewertung nach Rentabilität. 

Die Jungen müssen sich durch Bildung rentabel erweisen und die Alten mit Geldpolstern, doch haben wir uns jemals um die Rente des Chinesen gekümmert, der unser Apple produziert oder den Asiaten, der für 19 Euro im Monat auf Sri Lanka "Tommy Hilfinger" inkl. Preisschild, näht?

Wer Menschen in Rentabilität mit Blick auf seinen Profit bewertet und hierarchisch einstuft, ist kein besser Mensch als diejenigen, von denen wir uns momentan regieren lassen. Er wird auch nichts Besseres nach kommen. Es wird immer alles im Rahmen unserer Vernunft bleiben, weil wir in unserem Denken von den einmal anerkannten und richtigen Regeln beherrscht werden.


Das Labyrinth des angeblich bestätigten Wissens

Wir befinden uns in einem Labyrinth der Wissenden, doch wer dem entfliehen will, muss genau die Mauern erklimmen, die Wissen und Vernunft um uns herum aufbauen. Erst, wer den Bereich der Neutralität unserer Begrifflichkeiten erfasst, beginnt an diesen steilen und kitschigen Barrieren der Freiheit hoch zu klettern.

Diesem Labyrinth der Regeln und Bewertung kann man nicht entfliehen, wenn man innerhalb seiner Gräben wandelt. Es sind dunkle Schluchten der Ausweglosigkeit. Nur wer auf den Mauern des undenkbaren schreitet sieht die Freiheit, durch die es kein Tor der Regularien gibt. Die Stimme der Masse wird anschwellen. Sie bauen täglich ihre Mauern durch "Wisse" höher und mächtiger. Wer auf ihnen steht, ist ein Störenfried. Sie wollen nur Lösungen, die mit ihren erlernten Regeln vereinbar sind. Ihr Ziel ist also eine Lösung ohne lösen.

Wer die empirische Vernunft abgestreift, wir so niemals verstanden - egal welche Bilder und Wort er benutzt. Das angebliche Bewusstsein, das in Wahrheit nur ein Anpassungsinstrument an formulierte Regeln ohne Grund ist, will in Wahrheit nicht befreit werden, sondern nur bessere Erträglichkeit des Menschseins. Alleine im Wort "ERTRAGEN" vereint sich bereits Profit mit Elend.  Nicht nur die Freundschaft hört beim Geld auf, sondern auch die Menschlichkeit bzw. das Denken des Menschen. 

... alleine das ist Beweis dafür, dass wir in einer falschen Realität leben. Der Mensch ist über die Insektenintelligenz nicht hinaus gekommen. Er formiert sich in Hierarchien und glaubt, weil er es unbedingt glauben will, dass der Ameisenhaufen der Palast der Ameisenkönigin ist. Er sieht den Wolf als Rudel und Revierinhaber, das er verteidigen muss. Doch selbst das Alphatier der Wölfe lässt sich keinen Palast von niedrigen Wölfen bauen.

Wo steht also der Mensch mit seiner Vernunft und seinem Verstand wirklich?

Kommentare:

  1. Ich weiß nicht, ob Alzheimer wirklich eine Krankheit ist...

    ...wenn ich mein ganzes Leben die Augen vor der Wirklichkeit verschließe, da kann ich am Ende doch nur verblöden...

    Weil je älter ich werde, umso schwieriger wird es die erlittenen Traumata abzuwehren! Da hilft vielleicht wirklich nur noch die Selbstzerstörung des Gehirns...

    ...um in der Illusion weiter leben zu können...

    Meine Nachbarin (68) ist vor ein paar Tagen auch eingeliefert worden, weil sie innerhalb von ein paar Wochen total verblödet ist! Sie wusste nicht mal mehr wie ihr Auto ausgeht...

    Das fing schleichend mit der Rente an....

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  2. Kleine Tipp am Rande. Alzheimer ist keinen kontinuierlicher Gedächtnis bzw. Wissensverlust.

    Diese Menschen haben viele "klar" Momente, in denen sie genau wissen, was die "fürsorgliche" Umwelt mit ihnen veranstaltet.

    Je mehr sie allein gelassen werden, ihnen ihre Selbständigkeit genommen wird, desto schneller schreitet der Zerfall fort.

    Kinderlieder und Fingerspiele im Altersheim helfen hier nicht. Sie bleiben die Abgeschobenen unserer Gesellschaft, an denen sich eine Stange GELD verdienen lässt.

    Stellen wir uns doch einfach mal ein Mittvierziger-Heim vor. Zwei von uns teilen sich ein karges Zimmer. Der Rest des Tages findet in Gemeinschaftsräumen statt.

    Hin und wieder plärrt ein Kassenradio alte Schlager aus unserer Kindheit und wir dürfen begeistert Mitklatschen, weil die Animateuse es soll will.

    Tja - uns selber wollen wir das nicht zumuten, aber unseren Eltern - weil wir müssen (Systemzwang).

    Wer nicht mehr selber auf die Toilette kann, muss sich nach dem Pflegeplan richten. Wer außerhalb dieser Zeiten pischern muss, macht in die Windel.

    Nur wer richtig satt KOHLE hat, kann sich ein 24h-Pflege für sich alleine leisten. Siehe "ziemlich gute Freunde". Ein franz. Film, der viele zu Tränen rührte.

    In Wahrheit hieven kleine, zierliche Frauen kranke und alte Menschen durch die Welt und das im Akkord.

    Da bleibt keine Zeit für eine Verfolgungsjagd im Jaguar durch die Stadt, um die Lebensgeister der Patienten zu wecken.

    Tja - wenn Realität die wahre Realität trifft, machen wir gerne die Augen zu.

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  3. @ politprofiler

    Aber den gleichen Scheißt tun wir unseren Babies an...

    ...Stillen nach Plan, Abnabeln nach Plan, Impfen nach Plan...

    Allein schon diese bescheuerte Körperhaltung der Mutter bei der westlichen Geburt! Sie liegt im Bett (ist abhänging) und der Arzt muss es heraus holen...

    Das Baby im Zimmer allein schlafen lassen, wo doch das Baby von seiner Evolution geprägt ist bei der Mutter/ dem Stamm zu sein...

    Ein allein gelassenes Baby hat Todesangst !!!

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  4. Ich habe noch kein eigenes Kind...

    ...aber finden die Mütter es nicht merkwürdig im Bett zu liegen und in dieser Haltung ihr Kind zu bekommmen?

    Diese Haltung ist gegen die Schwerkraft gerichtet! Das ist doch total idiotisch...

    Die Hockstellung ist viel natürlicher, die Schwerkraft hilft und die Mutter kann ihren Körper viel besser einsetzen...

    Ich kann das nicht verstehen, dass Mütter sich und ihre Kinder vom Krankenhauspersonal so entwürdigen und vergewaltigen lassen!

    http://www.alpenparlament.tv/playlist/487-natuerliche-geburt

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  5. @ politprofiler

    Sorry für das Off-Topic! :)

    Ich wollte damit nur andeuten, dass sich auch Menschen mit 30 oder 40 schon wie gehirnamputierte Alzheimer-Patienten benehmen...

    ...und der Ausgang dieser Entwicklung liegt schon in der Schwangerschaft/Geburt/frühen Kindheit...

    Wir als Gesellschaft sollten darauf achten, dass unsere Babys nicht schon zerstört werden...

    ...sonst ist Hopfen und Malz verloren...

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  6. @geburt
    Ich habe schon Kinder. Mir standen alle Möglichkeiten der Geburt offen. Ich kann für meinen Teil sagen: All die Bücher über "natürliche" Geburten, Wassergeburt usw. sollte man als Empfehlung lesen und nicht als Wahrheit.

    Eine Geburt ist nicht mit einer Presswehe erledigt, sondern erfordert Geduld bis der Muttermund sich öffnet (Wehen). Beim einen schneller, beim anderen langsam.

    Hier pauschal zu urteilen, nur weil sich Bücher über aus europäischer Sicht "unübliche" Geburten, finde ich unpassend.

    Hinzu kommt, dass in der heutigen Zeit, eine Schwangerschaft gerade zu als "Krankheit" angesehen wird. Die angehenden Mütter verfallen gerade zu eine Extase was Essen und angeblich richtiges Verhalten anbetrifft.

    Liegt wohl daran, dass es viel zu wenige Kommunikation zwischen Alten und Jungen mehr gibt. Daher sollen Bücher diesen Mangel ersetzen.

    PS.: ... wenn ein Kind kommt, ist es der Mutter shit egal wo und wie. Sie macht das, was für sie am besten ist. Niemand schreibt vor, dass es im Liegen oder Stehen geschehen soll.

    ... und ich hätte mich nur unter Zwang dazu in die Hocke begeben. ;-)

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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