Donnerstag, 2. Februar 2012

Die Geburt - Bücher sollte man grundsätzlich nicht als ungeprüfte Wahrheit übernehmen

Bücher ersetzen nicht die Kommunikation zwischen Generationen und Menschen. Eine persönliche Sicht auf das Ereignis "Geburt". 

In der heutigen Zeit scheint eine Geburt fast schon eine Krankheit zu sein. Ein seltenes Ereignis, das von der gesamten Gesellschaft Aufmerksamkeit einfordert. Angehende Mütter und Väter, die diesem Ereignis das erste Mal entgegen fiebern, verschlingen Bücher und Zeitschriften. Man wird förmlich von sämtlichen Sonderausgaben über Babys und Eltern belagert. Werdende Eltern sind ein lukrativer Markt. Das sollte man nie aus den Augen verlieren.

Von überall her strömen angeblich Informationen. Der heutige Mensch neigt dazu alte Weisheiten und Erfahrungen zu Geburten zu ignorieren. "Natürliche" Geburt ist trendy. Wobei ich für mich selber feststellen muss: jede Geburt ist natürlich, wenn die Mutter sich nicht unbedingt etwas einreden will, wie ihre Geburt abzulaufen hat, also auf ein bestimmtes Schema fixiert ist.

Wehen sind keine Schmerzen. Es ist nichts, wo vor man Angst haben muss. Sie tauchen in Intervallen auf und lassen so genügend Zeit zur Erholung. Die bedauernswerteste Person bei diesem Akt ist wohl der Vater, der hilflos zum Zuschauer wird. Nicht jeder Mann ist von Natur aus ein Geburtshelfer und nicht jeder fühlt sich als Held, wenn er die Nabelschnur abschneidet. Ein bisschen mehr Empathie wäre vielleicht von Seiten der Mütter angebracht. Auch Väter sollten sich überprüfen, ob sie nur eine sich selbst auferlegte Rolle spielen oder tatsächlich Geburtshelfer sein wollen.

Längst ist es in gesellschaftliche Vergessenheit geraten, das vor nicht all zu langer Zeit sehr viele Frauen und Kinder bei der Geburt starben. Es galt als Fortschritt, sein Kind im "Kranken"haus zu gebären. Durch die gestiegene Mobilität heute kein Problem mehr.

Hebammen wußten einigen Jahrhunderten sehr viel mehr als Ärzte und doch halte ich es persönlich für keinen Fehler, sein Kind in einer Klinik zur Welt zu bringen. Ich halte es auch nicht für richtig, einen gesellschaftlichen Druck auf Frauen auszuüben, die eine Klinik einem Geburtshaus oder eine Hausgeburt vorziehen.

Man wird dort auch nicht als Kranke behandelt, zumindest da, wo ich gebar. Ich halte es auch für naiv zu glauben, dass die Babys nach der Geburt alle bei der Mutter im Arm schliefen. Wer viele Kinder hat und diese auch noch in kurzen Abständen gebärt, braucht auch seine Ruhe. Doch welche Mutter würde sich da eingestehen, das wäre unmütterlich. Wer heute eine Hausgeburt will, hat immer im Hinterkopf bei Komplikationen ins Krankenhaus zu gehen. So viel Ehrlichkeit sich selber gegenüber muss sein. Niemand ist bereit das Risiko einer Komplikation auf sich zu nehmen, nur der Arzt.

Eine Geburt ist heute ein Großereignis. Das gesamte Umfeld ist direkt mit einbezogen und trotzdem gibt es kaum noch Möglichkeiten der Kommunikation zwischen den Generationen. Daher denke ich, man sollte die mannigfaltig angebotene Literatur zu Geburt und Schwangerschaft mit einem gesunden Abstand lesen und nicht jedes Buch als ultimative Wahrheit annehmen.

Jede Geburt ist natürlich. Jede Mutter fühlt sich in einer anderen Stellung am Wohlsten. Diese Freiheit sollte man jeder werdenden Mutter gönnen. Jede neu entdeckte "natürliche" Geburt aus einem Buch oder Bericht ist eben nur ein Erfahrungsbericht, der nicht grundsätzlich Gültigkeit hat. Mir z. B. sagte man, dass Gehen während den Wehen eine Wohltat sein. Ich entwickelte auch den entsprechenden Willen dazu, obwohl ich mich nicht auf den Beinen halte konnte. Bis die Hebamme mir zuredete und mich davon überzeugte, dass nicht alles was einer anderen Frau gut tut, auch zwangsläufig das Beste für mich sei.

Ich bin ihr heute noch dafür dankbar. Sie gab mir damit meinen freien Willen zurück. Ich hörte von da an auf meinen Körper. Mir stand jede Möglichkeit offen: eine Wassergeburt, eine Sitzgeburt oder ein heißes Bad. Ich muss gestehen. Keine 10 Pferde hätte mich in eine Badewanne gebraucht, außer ich hätte es mir vorher durch Literatur zu meinem angeblichen freien Willen gemacht - doch dann wäre es nur ein Erfüllung von selbst auferlegten Pflichten und Normen gewesen, aber nicht mein freier Wille und schon gar nicht natürlich.

Der Begriff natürlich bedeutet, dass man das tut, was man für richtig hält. Eine feste Stellung bei der Geburt als "natürlich" zu beschreiben ist nicht mehr natürlich, sondern eine Norm. Ich hätte mein Kind auch in einem Stadion oder vor laufenden Kamera zur Welt gebracht, denn das alles wäre mir in diesem Moment schnurzegal gewesen. Vermutlich ist diese "Natürlichkeit" das erschreckende für  viele werdende Mütter. Ihre über 9 Monate heran gezüchtete Vorstellung von Geburt platzt innerhalb weniger Stunden. Sie nehmen sich plötzlich nicht mehr mit den Augen ihrer Außenwelt war, sondern sind  nur noch sich selbst.  Was nicht jederfrau Sache ist. Man lässt sich doch nicht gehen ...

Den unten eingebunden Film fand ich persönlich sehr interessant. Bitte nicht als Wahrheit nehmen, sondern als Anregung für eine neue Sichtweise auf die Dinge. Eigentlich alle Begriffe im heutigen Sprachgebrauch sind von Zeit und Raum geprägt, in dem sie gerade stattfinden. Selten macht man sich Gedanken, wie diese Begriffe zu einer anderen Zeit in einem anderen Raum verwendet wurden, geschweige denn, wie sich Emotionen zu Begriffen im Laufe der Zeit wandeln.

Zum Thema Impfen: Die Problematik der heutigen Impfungen ist das Cocktail, das verabreicht wrrde. Früher - schönes Wort - aber man darf es nicht emotional sehen, sondern von der Emotion (alte Kamelle) frei machen - wurde mit Abstand und einzeln geimpft. Nicht jede Impfung ist sinnvoll. Doch wer einmal eine Blutvergiftung hatte, weiss was heutige Medizin leisten kann.

Die Hebamme - Auf Leben Und Tod

Der von mir vorgestellte Film spielt in Tirol, im Jahr 1813. Hebamme Rosa (Brigitte Hobmeier) wird wegen ihrer beruflichen und menschlichen Qualitäten im ganzen Dorf geschätzt. Als ihre jüngere Schwester aber schwanger wird, sind beide Frauen gezwungen in die Stadt zu fliehen. Dort beginnt Rosa in einer fragwürdigen Gebäranstalt zu arbeiten.







Klinikgeburt:

Früher (kicher - wieder diese schöne emotionale Wort), waren oft Großmutter und Urgroßmutter noch im selben Haus oder in unmittelbarer Nähe zur Tochter bzw. Enkelin, die gebar. Die häusliche Hilfe nach einer Geburt war somit gewährleistet. Wer heute nach der Geburt sofort nach Hause geht, ist auf sich alleine gestellt.

Ich hatte einen angenehmen, fünf Tage dauernden Geburtsaufenthalt in der Klinik. Ich hatte mein Baby bei mir. Nacht wurde es mir von fürsorglichen und aufopfernden Krankenschwestern (falsch Bezeichnung - ich sage in diesem Fall, Familienhelferinnen) zum Stillen ins Zimmer gebracht - und das mehrfach in der Nacht. So bekam ich einen Vorgeschmack auf das, was mich erwartet.

Ich wurde umsorgt, bemuttert und bekocht. Danach war ich stark genug, mich der Aufgabe "Mutter" alleine zu stellen.

Kommentare:

  1. Ich hatte eine ungewollte Hausgeburt und kann nur bestätigen. Die Geburt davor und die danach waren beide in Kra(n)kenhäuser und beide waren für mich nicht in meinem Rhytmus und daher schmerzhafter. Die GEburt zuhause lief so wie mein Körper es mir sagte und ich hab sie als ein tolles erlebnis in Erinnerung( Wehen sind immer blöde aber sie lassen dir Zeit zwischen zwei zum schnaufen) und die Geburt selber war überhaupt nicht schmerzhaft obwohl sie ja vom Kopf her als Kraftakt angesehen werden müsste. Also wenn man auf sich und den Körper hört fährt man besser.
    1. Kaiserschnitt, dann verdammt schnelle Hausgeburt und als letzes ein "normale" Geburt in Klinik(Hallo hier bin ich und jetzt kommt mein Kind, wo habt ihr ein kleines Plätzchen für mich, mehr Zeit war auch hier nicht)
    Vielleicht weil ich eben die Geburt als etwas natürliches sehe.?????
    Gruß Tanja

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. @ politprofiler

    Na ja, es gibt aber auch verpönnte Themen...

    ...wie Orgasmen / Lust beim Stillen erleben...

    Das wird in unserer Gesellschaft schon als krank und pervers bezeichnet!

    Oder das Gegenteil; Hass auf das Baby und den Drang zu verspüren es zu schlagen!

    Also ich finde es nicht falsch mich als noch Ungebärende auf eine Schwangerschaft und Geburt mental vorzubereiten...

    ...und auch zu wissen, ob bei meiner Geburt und zur Beziehung zu meiner Mutter etwas falsch lief...

    Denn der Körper vergisst die frühen Traumata nicht!

    Dabei können mir ältere Frauen nicht unbedingt helfen!

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  4. Es gibt sogar Mütter, die ihre Babys schlagen und sadistisch quälen...

    ...weil die eigene Mutter es auch getan hat und somit wiederholt sich alles im Wiederholungszwang...

    So etwas wird doch in einem Mehr-Generationen-Frauenkreis niemals angesprochen !!!

    Deswegen finde ich Bücher-Wissen auch notwendig! Woher soll ich sonst die Infos bekommen?

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  5. @ politprofiler

    Wohin soll ich mich wenden, wenn ich mein Baby hasse und es am liebsten umbringen würde...

    An den Kinderarzt? An einen Psychologen? An eine ältere Frau?

    Ich persönlich gehe davon aus, dass das sehr weit verbreitet ist in unserer Gesellschaft...

    ...und viele Mütter nur die Rolle einer liebevollen Mutter simulieren, damit es nicht auffällt wie sie wirklich ticken...

    http://www.alice-miller.com/interviews_de.php?page=7

    http://www.alice-miller.com/artikel_de.php?lang=de&nid=104&grp=24

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  6. Was ich damit sagen will...

    ...das Thema Geburt sollte schon etwas näher betrachtet werden und auch die Tabus angesprochen werden...

    ...weil da liegt viel Dreck unter dem Teppich...

    Ich gehe natürlich viel lockerer an das Thema heran, weil ich noch keine Kinder geboren haben...

    ...und deswegen emotional nicht so involviert bin...

    Aber meine Mutter wird immer rasend, wenn ich das Thema alternative Geburt anspreche...

    ...als wenn ich in ein Wespennest stechen würde...

    Da gibt es noch viel zu erforschen für mich über meine eigene Geburt...

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  7. @keine Bücher lesen - wo steht das?

    Ich schrieb: Bücher sollte man grundsätzlich nicht als ungeprüfte Wahrheit übernehmen!!!!!!!


    Hier wird etwas hinein interpretiert, was nicht da steht.

    ... und pauschal zu sagen, dass Mütter ihre Kinder quälen und ihre Nachkommen dies ebenfalls tun - steht in Büchern!!!! Wer hat es überprüft? FREUD????

    ... wenn Eltern ihre Kinder quälen, tut sie das allein verantwortlich. Es ist ihr Handeln und ihre Entscheidung. Ihre Eltern tragen keine Schuld. Das ist ein Beispiel für: "Ungeprüft Wahrheiten und Erfahrung übernehmen und zu praktizieren ..., weil man glaubt es ist die Norm".

    ... also sollte grundsätzlich jede angebliche Norm eigenverantwortlich überprüft werden.

    Mehr steht hier nicht!

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  8. @Kindbett Trauma

    In diesem Fall sollte die Mutter mit einem Arzt ihres Vertrauens reden. Kann ja kein Fehler sein. Eine Geburt ist ein tiefgreifende Erlebnis.

    So ein kleiner Wurm kann eben nicht sprechen und erzählen, was ihm fehlt. Er schreit und da muss man flexibel sein und alles Mögliche in Betracht ziehen. Das ist anstrengend und passt so gar nicht in das Babyidyll, das in unserer Gesellschaft produziert wird.

    LEIDER :-(

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  9. @ politprofiler

    Mir geht es nicht um Schuld, sondern darum das zukünftige Eltern darüber informiert werden, dass sie auch mit eigenen Traumata durch das Baby konfrontiert werden können...

    ...und es wichtig ist sich Informationen zu holen, um das Trauma nicht auszuagieren in Form von Schlägen oder Ablehnung...

    ...das wird nämlich nur in Psychologie-Fachbüchern angesprochen...

    Also ich habe in den Mainstream-Medien niemals etwas davon gehört! Dort wird immer automatisch davon ausgegangen, dass Eltern ihre Kinder lieben!

    Oder es wird in Extremform präsentiert, wenn psychische Kranke Eltern ihr Kind verhungern lassen...

    Was meinst du mit geprüfter Wahrheit?

    Wahr ist für mich was in meinem Realitätstunnel wahr ist, aber das muss nicht für dich die Wahrheit sein...

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  10. Oder es wird in Extremform präsentiert, wenn psychische Kranke Eltern ihr Kind verhungern lassen...

    ####################

    Selbst an diesem Beispiel wird immer nur vertuscht...

    ...die Tat ist unvorstellbar, keiner weiß warum die Eltern so etwas getan haben...

    Da wird nie auf die Ursachen eingegangen! Eigene Gewalterfahrungen als Baby...

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  11. Mir geht es um Wahrscheinlichkeiten...

    ...wenn ein Kind Gewalt von Eltern erfährt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Eltern selbst als Kind Gewalt erfahren haben...

    Natürlich kann auch mal eine Psychose, Trauma durch Naturkatastropheoder ein Gehirntumor die Ursache für dieses Verhalten sein!

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  12. wenn Eltern selbst als Kinder geschlagen wurden, heißt das noch lange nicht das sie selbst zu schlagende Eltern werden müssen. Ich denke eher wenn die Umstände weshalb die Eltern geschlagen haben(Frust, Überforderung, Geldsorgen,...) sich wiederholen, dann erst ist die Wiederholung des schlagens der nachfolgenden Kinder groß. Also die Ursache wird nicht versucht zu ermitteln, stattdessen wird es pauschal als Kindliche Erfahrung die man nachahmt abgetan. Ist mir zu einfach, daran glaube ich nicht.
    Ich hatte einen schlagenden, alkoholkranken Vater und bin weder das eine noch das andere: weil ich aus der Umgebung raus kam? weil ich Zukunftschancen bekam? Ich wuchs bei meiner Mutter auf, die selbst vom eigenen Vater missbraucht wurde und sie hat nie irgend etwas böses mir oder anderen gegenüber gemacht. Also einfach zu sagen, die Erlbnisse aus der Kindheit wiederholen sich ist sehr einfach und sicher nicht zutreffend, weil ich als Erwachsener immer meinen Kopf benutzen kann. Da werden wieder Feindbilder herauf beschworen, damit der Staat die Kinder für mich erziehen darf, wie er es für Richtig hält? Ist er der bessere Erzieher meiner Kinder? werden dann meine Kinder nach seinen Vorstellungen erzogen?

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  13. @ anonym

    Ich habe nicht behauptet, dass alle geschlagenen Kinder selbst zu schlagenden Eltern werden...

    ...außerdem hat der soziale Status damit überhaupt nichts zu tun...

    In der Oberschicht wird genauso geprügelt wie in der Unterschicht!

    Oft gibt es in der Oberschicht aber eine etwas subtilere Form der Gewalt, nämlich die psychische...

    Wenn ich als Kind geschlagen wurde, dann ist dieses Muster in meinem Körper gespeichert und wenn ich dann mit meinem Kind in einer Situation getriggert werde, dann ist der Impuls zu Schlagen präsent...

    ...solange ich die eigene Kindheit verdrängt habe und die eigenen Eltern idealisiere...

    Ich rede nicht von Menschen, die eine schlechte Kindheit hatten und sie aufgearbeitet haben...

    ...sonderen von Menschen die ihre Schmerzen verdrängt haben...

    Die Mehrheit der Menschen hat ihre Kindheit eben nicht aufgearbeitet und deswegen sind sie auch in die Wertelehre verstrickt !!!

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  14. Das hat auch nichts mit Intelligenz zu tun...

    ...es geht darum die Geschichte des Körpers zu verstehen und zu entschlüsseln...

    Und solange ich das nicht mache habe ich einen hohen Preis zu zahlen...

    ...ich muss die Gewalt nicht unbedingt gegen die eigenen Kinder richten, sondern kann sie auch gegen mich selbst richten oder meine Untergebenen...

    Weitere Formen können sein:

    Depression, psychosomatische Krankheiten, Drogensucht, Krebs, gewalttätiges Verhalten, Essstörungen, Suizid etc.

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  15. Ich kann auch meine unverarbeiteten Kindheitstraumata als Soldat ausleben oder als Schreibtischtäter bei jeder x-beliebigen Firma...

    ...in unserer Gesellschaft ist Gewalt allgegenwärtig in den verschiedensten Formen...

    Ich behauptete lediglich das dies etwas mit unserer Praxis der Geburt und Kindererziehung zu tun hat!

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  16. @ all

    Es tut mir leid wenn meine Thesen etwas merkwürdig rüber kommen...

    ...aber es ist halt schwer dieses komplexe Thema in komprimierter und reduzierter Form zu präsentieren...

    Ich hoffe, dass ich euch damit nicht verschreckt habe und ihr euch jetzt deswegen dem Thema verschließt! Das wollte ich nämlich nicht erreichen... :(

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  17. @GEWALT WAS ist das?

    Gewalt ist die Enttäuschung, wenn die Vorstellung, also die Norm nicht eingehalten wird. Es ist STRAFE. Wer die Regeln der Norm nicht einhält, muss STRAFE ertragen.

    Wir Wohlstand als Norm definiert, ist jeder, der das nicht erfüllt, außer der Norm bzw. asozial.

    Innerhalb der zugelassenen Regeln kann dieser "asoziale" (provokativer Begriff) die Normal niemals mehr erfüllen, also greift er zu illegalen Mitteln. Er bricht die Regeln, um im Spiel zu bleiben.

    Gewalt ist also überall das regulierende Moment in unserer Gesellschaft, egal wo wir hinsehen. Gewalt nehmen wir aber nicht überall gleichermaßen wahr, weil Gewalt auch innerhalb der Norm als Regel gilt.

    Abhängigkeit ist ein akzeptierte Form der Gewalt, der wir uns unterordnen. Hierarchie ist eine Gewalt der wir uns unterordnen und die Demokratie haben wir durch die GEWALTENteilungen als optimal definiert.

    GEWALT wird also nur dann innerhalb der Gesellschaft moniert, wenn sie nicht gemäß den Regel angewendet wird - auf der anderen Seite benutzten wir die Gewalt und Gewalten, um Gewalt zu entgegnen.

    Die Ursache der Gewalt ist also ganz wo anders anders zu suchen. Der heutige Mensch reagiert angepasst, durch seine Vernunft, die bestmöglich versucht die Regeln einzuhalten, um der Norm zu entsprechen.

    Wir müssen also die Ursache das suchen, was überhaupt Gewalt akzeptabel und richtig macht.

    Wer eine Gesellschaft durch Abhängigkeit, Hierarchie und Normen regiert durch innere Akzeptanz hat eine Gewaltgesellschaft erschaffen. Sie agiert aufgrund der Menschenrechte zwar gewalttätig aber nicht mörderisch, sondern nur tödlich im Falle der Selbstverteidigung.

    Wann beginnt Selbstverteidigung als Akzeptanz durch Gewalt? ... und schon befinden wir uns wieder in der gleichen Spirale.

    Die Ursache von all dem ist also noch lange nicht erkannt. Wir diskutieren also immer und immer wieder nur die Auswirkungen und versuchen sie zu lindern.

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  18. Die Ursache von all dem ist also noch lange nicht erkannt. Wir diskutieren also immer und immer wieder nur die Auswirkungen und versuchen sie zu lindern.


    @ politprofiler

    Wie meinst du das?

    Denkst du es gibt so etwas wie eine noch unbekannte Kraft, die durch uns wirkt?

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  19. Mich kann man nicht erschrecken und erst Recht nicht weil du deine Meinung hier sagst.
    Und uns allen geht es oft genauso das wir etwas versuchen zu erklären und einfach am Ende erfahren, es wurde anderst interpretiert.

    Ich denke nur das die Menschen die Gewalt ausüben(und seih es durch ihre Arbeit/Posten/ Stellung in der Familie o.a. sie nicht umbedingt als Kind nicht verarbeitet haben)
    Sondern das es die Ustände sind(in der wir gerade Leben) ausüben, akzeptieren von Gewalt, dulden von gängigen Erziehungsmethoden/Angst vor dem Verlust des Einkommens/Angst das andere unser Leben bestimmen dürfen(Krieg). Oder auch garnicht bewußt sein von einer anderen Art von Erziehung(war bei dem Vater meiner Mutter so(Zigeunerväter haben oft ihre Kinder in die "Liebe" eingeführt, das ist ihm später bewusst geworden und er hat um Verzeihung gebeten, was meine Mutter aber ihm nicht abnahm, am Totenbett, war Ihre Art es ihn heimzuzahlen)
    Wir leben in einer Ellenbogengesellschaft und das sind nur die Auswirkungen der Ellenbogenerziehungen und solange wir uns so anderen Menschen gegenüber verhalten wird es nicht besser, ob als Kind selbst Gewalt erfahren oder nicht spielt keine Rolle(Nazi, Diktatoren, Lagerleiter waren oft liebevolle Väter/Ehemänner und sind nicht in der Kindheit geschlagen worden und trotzdem zu Bestien geworden), weil sie dachten sie sind etwas BESSERES als die Anderen? oder gelebte Ellenbogen. Ich schlage zu erst zu, dann hat der andere Angst? und macht was ich sage/bestimme.
    Auch heute funktioniert das: Bevor ich gezwungen werde als Frau ein Kopftuch zu tragen, dann lieber die anderen meine Lebensweise aufzwängen(Kopftuchtragen ist ein Zeichen von Unterdrückung, Islam ist eine Bedrohung,....Ängste schüren)
    Es geht immer um das bestimmen von Anderen über Andere und um die Angst selbst nicht mehr bestimmen zu können, dürfen.
    Diese Angst lässt uns viel Dummheit machen. Ob als Kind selbst gewalt erfahren oder eben nicht ist denke ich nebensächlich. Aber das ist jetzt eben meine eigene Meinung und eventuell auch nicht Richtig. Wer weiß das schon? warscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen, oder es gibt keine Wahrheit und alles ist einfach nur ein großer Zufall wie das Leben.

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  20. @Gewalt II

    Das was der Mensch momentan als Bewusstsein ansieht, ist lediglich ein Anpassungsinstrument an empirische Regeln (werden als natürlich angenommen).

    Im heutigen Bewusstsein gibt es also eine akzeptierte, natürliche Gewalt. Die Regeln sind dazu da, diese angebliche "natürliche" Gewalt zu unterdrücken. (Strafe).

    Es kommt keiner auf die Idee die angebliche Natürlichkeit unserer Realität als unnatürlich zu sehen. D. h. das was der Mensch als Gesellschaftsstruktur und Regel aufbaut, musste er erstellen, weil sonst seine künstliche Realität gar nicht funktioniert.

    Der Römer würde sagen; Es kommt automatisch zur Barbarei.

    Ich gehe noch weiter und sage - ich kann es auch beweisen, dass der heutige Mensch kein wirkliches Bewusstsein hat, sondern lediglich ein anerzogenes Denken, dem in keinem Moment seines Lebens ein tatsächlicher freie Wille entspringt. Er denkt und entscheidet immer und grundsätzlich nach den anerzogenen Regeln eines Systems, das er für Natürlichkeit definiert hat.

    Gewalt wird in diesem System grundsätzlich und immer als Erfolg belohnt. Ohne diese Dualität in der Definition (Grund warum immer diskutiert wird) würde diese Realität nicht als Wahrheit erscheinen, sondern als große Lüge.

    Die Menschheit, d. h. alle Menschen sind bis in ihr tiefstes Bewusstsein fakturiert (manipuliert). Diese Manipulation geht von ihm selber aus, weil er die Regeln als natürlich (empirisch) akzeptiert, verteidigt und sogar beweist.

    Wer dies ergründen will, muss sich sehr tief mit der Philosophie beschäftigen.

    Nicht alles, was heute als Philosophie gilt, ist auch eine. Man muss zur Entstehung der heutigen Philosophie zurück gehen und dann den praktizierten Voluntarismus herausnehmen.

    Nur der, der das schafft sieht was Bewusstsein ist - sieht die Realität und sieht die große Lüge, der sich alle unterwerfen.

    Daher ist er mir zum Teil nicht mehr möglich, die vielen "Lösungsvorschläge" auch nur ansatzweise zu diskutieren - es fehlt schlicht weg an Verstand. (Ich will niemanden beleidigen, aber auch ich darf sagen, was ich denke).

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  21. deswegen sage ich ja die ganze Zeit:
    Wir leben in einer Welt die durch Worte erfunden wurden: und da sind ganz viele Fehler die sich in Jarhzehnten verselbständigt haben. Warscheinlich gibt es eigendlich gar keine Worte, den wir sagen etwas und jeder interpretiert es für sich etwas anderst, aber wir erwarten das am Ende wir alle es verstanden haben und wundern uns dann das doch wieder etwas ganz anderst herauskommt:
    Auch Geld. Es existiert nich(Erfunden um das Leben zu erleichtern und jetzt ist es der Sklavenhersteller), aber jeder akzeptiert es als gegeben.
    Es gibt nicht die GERECHTIGKEIT und GLEICHHEIT für alle.
    Jede Medaillie hat zwei Seiten und es gibt auch noch verdammt viele Medaillen, aber wir versuchen immer wieder diese gleich zu machen und wundern uns das das nicht klappt.
    Ich muss schon sagen. WIR MENSCHEN SIND DIE BLÖDSTEN LEBEWESEN AUF DIESEM PLANETEN; ES KÖNNTE SO VIEL EINFACHER SEIN; ABER WIR WOLLEN ES KOMPLIZIERT UND WUNDERN UNS DANN NOCH WESHALB UNSERE SCHEINBAR SO REALE(AUF IRRSINN/FEHLERN AUFGEBAUTE) WELT NICHT FUNKTIONIERT.

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  22. @Irrsinn
    "Auch Geld. Es existiert nich(Erfunden um das Leben zu erleichtern und jetzt ist es der Sklavenhersteller), aber jeder akzeptiert es als gegeben.
    Es gibt nicht die GERECHTIGKEIT und GLEICHHEIT für alle."

    Welches Leben? - Welche Regeln werden durch das Geld volutaristisch als Empire transportiert?

    Man muss also einen Weg zurück antreten, ganz tief nach unten, nicht nach oben!

    Wer die Wahrheit (den Betrug) sucht, darf sich nicht erheben, sondern muss graben. Und wer ganz tief unten angekommen ist, wird auch noch belächelt.

    Es existiert kein Irrsinn, sondern eine Akzeptanz von Regeln, die den Irrsinn als Folge hat.

    Wer also die Regel ändern will, erzeugt nur einen neuen Irrsinn, bei dem es wieder lange dauern wird, bis er als solcher erkannt wird.

    Danach stehen wieder Änderungen der Regeln an oder Verbesserungen - wie Geld - die das Leben erleichtern wollen. :-(

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  23. und nun?
    Aufhören zu existieren? um dem Irrsinn des Selbstbetrugs zu entkommen?


    Dafür ist das Leben zu schön.

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  24. nee - einfach das Schauspiel anschauen. Sehe wie sie sich gegenseitig mit Recht und Regel erwürgen. Die aufkeimende Wahrheit der Lüge sich gegenseitig wieder den Rachen hinunter stopfen und schweigen ... und ertragen, der Schmach Strafe.

    Wer nicht leidet, lebt nicht - das ist die Devise der Menschheit. Wer das Leid nicht ertragen hilft, ist unmenschlich - doch wer des Leiden Ursache abschaffen will, ist nicht normal.

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  25. Fuck!

    Das kommt davon wenn der Verstand vom Diener zum Herrscher wird! :D

    Ich bin verwirrt...

    ...aber das muss ja nichts schlechtes sein... ;-)

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  26. Wir befinden uns in einem reißenden, kosmischen Fluss. Dieser ist so stark und mächtig, dass ihn viele Menschen fürchten werden. Sie werden versuchen sich am Ufer festzuhalten.

    Sie werden auch das Gefühl haben, auseinandergerissen zu werden, und werden aus diesem Grunde sehr leiden.

    Wisse, dass der Fluss seine Absicht und sein Ziel hat. Die Weisen der Hopi- Indianer rufen dazu auf, sich vom Ufer loszulösen und in die Mitte des Flusses reißen zu lassen. Wir sollen unsere Häupter über dem Wasser halten, um den Blick für jene freizuhalten, die wie wir selbst mit Vertrauen und Freude im Fluss treiben.

    In dieser Zeit sollten wir nichts persönlich nehmen und auf uns alleine beziehen. Wenn wir das machen, beginnt unsere spirituelle Reise und unser Wachstum zu blockieren. Die Zeit des einsamen Wolfes ist vorbei.

    Orientiert euch an der Gruppe, an den Mitmenschen. Streichen wir doch Kampf aus unserem Vokabular und aus unserem Bewusstsein.

    Alles, was wir im Alltag machen, sollte als heiliger Akt gesehen werden.

    Suche keine Führer abseits Deiner selbst. Gewinne deine eigene Kraft zurück und erhalte sie für Deine Entwicklung. Es gibt keine Landkarten mehr, keine Glaubensbekenntnisse und keine Philosophien.

    Von jetzt an kommen die Anweisungen geradewegs aus dem Universum. Der Plan wird offenbar, Millisekunde für Millisekunde, unsichtbar, intuitiv, spontan und liebevoll. Gehe in deine Zelle (Herz) und deine Zelle wird dich alles lehren, was es zu wissen gibt.

    — Weissagung der Hopi- Indianer
    Das habe ich gefunden und finde es macht viel MUT und ZUVERSICHT.
    LG Tanja

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  27. @ Tanja

    Ich liebe diesen Text! :)

    Wenn es jetzt hier schon etwas esoterisch wird...

    ...dann möchte ich auch die exzellenten Podcasts von Alexander Wagandt empfehlen...

    http://www.livestream.com/satchitananda

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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Alles was in der Politik passiert ist von Langer Hand geplant, das ist nicht nur ein Spruch sondern die Wahrheit. Aber warum entscheiden sich unsere Politiker immer mehr gegen das Volk und für die Wirtschaft?

Bilden Sie sich Ihre Meinung selbst, aber geben Sie sich die Möglichkeit, alle Hintergründe zu erfahren.

Wir stellen hier nicht den Anspruch, alles zu wissen, aber bemühen uns, alles, was wir in Erfahrung bringen können zu publizieren.
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