Mittwoch, 29. Februar 2012

Europa muss auf Kosten der deutschen Produktivität wachsen

ACHTUNG: Beurteilung aus dem IST-Zustand der heutigen Vernunft - wirkliche Lösungen gibt es keine, nur Auswirkungsmildungen, die auf der anderen Seite eine Verschärfung der Situation erzeugen. Das ergibt unseren Aktionismus.

Sämtliche EU-Staaten sind hoch verschuldet. Ihre Kreditwürdigkeit sinkt immer weiter und damit die Einnahmemöglichkeiten der Exportnation Deutschland. Die deutsche Produktivität gerät immer mehr ins Visier, unbeachtet von der deutschen Öffentlichkeit. Sie suhlt sich noch im Wirtschaftswachstumprozentchen der eigenen Konjunkturpakete und der Hilfszahlungen an andere EU-Länder.

Nun geht es ans Eingemachte. Die europäischen Nachbarn wollen und müssen gemäß unseren Marktwirtschaftsgesetzen wachsen. Die Profitsucht unserer künstlichen Realität ist hungrig. D. h. die deutsche Überproduktion, die wir als Export feierlich darstellen kommt auf das Schafott der Weltsoldidarität gegenüber dem Recht auf Profit - d. h.: Der Großteil der Bevölkerungen wird auf dem niedrigsten Lebensniveau eingependelt. Man versucht die Globalsierung so human wie möglich über die Bühne zu bringen.


Portugal, Spanien, Frankreich und Italien erwarten vorrangig Konjunkturpakete für die eigene Wirtschaft und gehen somit wieder in Konkurrenz zu Deutschland. Ein hartes Brot, das der Deutsche in naher Zukunft zu beissen bekommt. Er muss noch mehr und billiger arbeiten als jetzt schon. Viele Jobs werden sich im Ausland wiederfinden und die Kosmetik der Arbeitslosenstatistik wird über diese schlechten Zahlen nicht mehr hinweg helfen.

Die ökonomische Logik greift und führt zu einer erneuten Umwälzung. Aus Sicht der Welt ist es unverhältnismäßig, dass Deutschland mit gerade mal 80 Millionen Einwohnern einen Großteil der Weltproduktion abdeckt. Das bedeutet aber auch in der Konsequenz, dass viele Arbeitsplätze in Deutschland dem Weltstrukturwandel zum Opfer fallen werden.

Auf diesen harten Weg bereitet sich die Bundesregierung vor. Sie statuiert in Griechenland ein Exempel unter dem Applaus der deutschen Bevölkerung, um in ein paar Jahren genau die gleichen Maßnahmen bei uns selber anzuwenden. Es handelt sich hier eben nur um politische Tiefenpsychologie und nachhaltige Politik, die sich mit den Vorstellungen der Meisten bestimmt nicht deckt.

Aus diesem Grunde wird das Streikrecht und danach das Versammlungs- und Demonstrationsrecht eingeschränkt, natürlich auch unter der Befürwortung der Mehrheit unserer Bevölkerung, weil sie nicht fähig ist, die zusammenhänge zu erkennen.

Sie lässt sich von einer reißerischen Berichterstattung über einen Flughafenstreik in einen politische Richtung manövrieren, die unter freier Information niemals möglich wäre. Deutschland ist ein egomanische Zentrum von scheinheiligen Solidaritätsheuchler geworden. In dieser Gemeinschaft trachtet jeder nur nach einer Möglichkeit, die Mehrheit für seinen ureigenen, persönlichen Vorteil auszunutzen.

24.10.2009

Kommentare:

  1. Machen wir es einmal mit, das Gedankenexperiment,um nachzuvollziehen, wie sich die griechische Sparmisere für uns in Deutschland anfühlen würde.

    Otto Durchschnitt Gehalt würde künftig von den monatlichen 3.250 Euro auf 2.760 Euro zusammen schrumpfen. Im Gegenzug erhöht sich seine Krankenversicherung um 530 Euro im Jahr während die Mehrwertsteuer von 19 auf 22 Prozent angehoben wird. Otto D, der am Feierabend gerne mal eine Kippe zu seinem Bierchen raucht, muss mit einer Steuererhöhung auf Alkohol, Benzin und Zigaretten von 33 Prozent rechnen.

    Bei Ottos Kollegen herrscht angespannte Stimmung. Im öffentlichen Dienst werden 460.000 Stellen gestrichen, kündigt die Regierung an. Die Rentner in Deutschland müssen mit 1000 Euro weniger im Jahr rechnen. Brisant ist diese Vorstellung, wenn man bedenkt, was angekündigte Nullrunden an Protesten in Deutschland bereits ausgelöst haben. nur so ein Gedankenspiel....

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  2. und danach das Versammlungs- und Demonstrationsrecht eingeschränkt.

    Das ist heute schon so.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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