Mittwoch, 21. März 2012

IPad 2: Apples schwerer Weg zum ernsthaften Unternehmen

Apple verkauft Lebensgefühl und Exklusivität in Form von IT-Geräten. Es will Gucci unter den IT-Anbietern sein . Verkauft wird aber nur billiges Polyester als Kaschmir. Dem Käufer ist das Logo wichtig, nicht der Inhalt.

Nun ist Apple am Scheitelpunkt seines Höhenfluges angekommen. Der Mashmallow Man ist eine riesige Blase am Aktienmarkt.Der Verbraucher fordert Qualität die in einem gesunden Verhältnis zum Produkt steht. Darüber hinaus wird Apple ganz besonders in den USA wegen seinen unmenschlichen Produktionsumständen in China kritisiert. Es kam mehrfach zu großen Demonstrationen vor Applegeschäften. Nicht einmal die verstecke redaktionelle Werbung unserer Sender kann über dieses Manko hinweg täuschen.


Einen weiteren Imageschaden erlangte Apple mit seiner schon fast krankhaft anmaßenden Klagewelle, bis hin zur Behauptung ein "Flachbildschirm" sei eine grundlegende Appleerfindung. Besonders in Deutschland kam es zu vielen Klagen gegen Mitbewerbern im Bereich Smartphone. Es machte den Eindruck, Apple will seine Firmenumsätze mit Entschädigungszahlungen von Mitbewerbern kompensieren.

Apple ist nur noch ein Marke - der Iphone- oder Mac-Besitzer hat erkannt, dass er kein besserer oder wertvoller Mensch wird. Er bezahlt nur teuer für ein simuliertes Lebensgefühl. Das berühmte "Apple-Gefühl" gehört längst der Vergangenheit an und damit auch die sagenhaften Gewinne des Unternehmens. Pro verkauften Iphone erzielte Apple einen Reingewinn von über 320 US-Dollar. Das sind Traumrenditen, die Steve Jobs eigentlich in ein ganz anderes Licht stellen sollten. Doch nach seinem Tod, legten ihm seine Anhänger, Blumen vor die Firmenzentrale. Eine einmalige Kundenbindung. Wer würde schon Bill Gates eine Blume vor der Mircosoft-Zentrale niederlegen? Der Mensch macht sich grundsätzlich seine eigenen Götter und Teufel.

Nun kommt es nach 17 Jahren zum ersten Mal wieder zu einer Ausschüttung an die Aktionäre. Die 10 Euro pro Aktien stehen aber in keiner Relation zum Aktienpreis von ca. 600 Euro.

Vermutlich wird diese Blase platzen. Für dieses Szenario rüstet sich offensichtlich das Unternehmen. Geplant ist ein riesiges Rückkaufprogramm der eigenen Aktien. Schließlich stellt die Börsenkapitalisierung des Unternehmens einen höheren Wert dar, als der Ölkonzern Exxon. Doch mit einen Iphone fährt kein Auto.

Das neue IPad 2 läuft also im wahrsten Sinne des Wortes heiß. Nicht nur der Betriebstemperatur wegen, sondern ganz besonders in bezug auf den Innovationsdruck, dem sich das Unternehmen selbst auslieferte. Man neigt dabei Produkte auf den Markt zu bringen, die nicht ausgereift sind.

Doch nun sieht der Verbraucher nicht mehr darüber hinweg. Anfänglich störte es nicht, wenn das Iphone keine richtigen Empfang hatte oder bei der Akkuentnahme alle gespeicherten Daten vergisst. Das Lebensgefühl, ein Iphone zu besitzen übertünchte den Verstand. Das ist nun vorbei.

Apple muss sich der harten Realität stellen. Es wird mehr und mehr als Nischenprodukt erkannt, dass mit einer straffen Softwarestrategie unwillkürlich jeden Käufer an sich zu binden versucht. Ein altbekanntes Phänomen des "MAC" aus alten Tagen und ein Grund warum Apple viele Jahre in der Vergessenheit vor sich her dümpelte.

Nun beginnt der Kampf einen Marshmallowman's der auf seine tatsächliche Größe nicht wieder geschrumpft werden will.

Kommentare:

  1. Die Firma Apple wie wir sie heute sehen und kennen wird es in 10-15 Jahren nicht mehr geben. Und zwar genau aus dem Grund weshalb Apple einen so markanten Re-Start hinlegen konnte: Exklusivitaet.
    Genau das wird Apple das Genick brechen, wenn sie ihre Philosophie nicht aendern, was z.Zt. nicht danach aussieht. Wer versucht seine User einzusperren wird am Ende feststellen, dass der Freiheitsdrang immer das staerkere Gefuehl sein wird. Well, es wird seine Zeit dauern...

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