Samstag, 21. April 2012

FDP: Die Parteifirma kämpft ums Überleben - bloß keine PLEITE

Der Wahlkampf für die Bundestagswahlen und die anstehenden Landtagswahlen ist entbrannt. Es wird um die Wählergunst gebuhlt. 5% Zustimmung ist das Minimum für jede Partei, die als Demokratievertretung finanziell überleben will. 

Sie grenzen sich alle plötzlich gegeneinander ab, obwohl sie die Jahre zuvor immer und überall gemeinsame Sachen machten und an der Agenda 2010 und jetzt an Agenda 2020 arbeiten. Die politische Willensbildungsmaschine unserer Demokratie teilt sich vor den Wahlen, um hinterher als Einheit der Vielfalt, wieder einen Kuhhandel nach dem anderen abschließen zu können.

Bei der FDP-Partei-Firma geht es um das bloße Überleben der Parteifunktionäre und den zu wählenden Volksvertretern. Die gesamte Partei würde in die von ihnen selbst erschaffenen neoliberale Realität der Normalos abrutschen. Sie würden im harten Kampf der Marktwirtschaft um ihren Posten streiten müssen. Ihre politischen Ämter würden ihnen nicht mehr zur Bevorzugung in Firmenspitzen dienen können, sie hätten keine mehr.

Ihre Partei-FDP-Realität würde sich plötzlich in die Perspektive der Normalos verschieben. In eine Tatsache hinein, die so vorher nur als gefühlt und zu emotional dargestellt haben. Doch wer ums finanzielle Überleben in dieser Wirtschaftsordnung kämpft und über keinerlei Eigentum bzw. Referenzen und entsprechende Zertifikate verfügt, ist auf dem absteigenden Ast. Schließlich werden niemals so viele Ingenieure gebraucht, die ausgebildet sind. Es fehlt immer ein Zusatzlehrgang oder eine Berufserfahrung. Das sind die heutigen Nettigkeiten, um den Menschen nicht erklären zu müssen: Es gibt nicht so viel Arbeitsplätze, wie hungrige Mäulern.



Die FPD erstarrt in Angst vor ihrer eigenen erschaffenen Realität für die Bürger. Die Betrachtung des Lebens aus dem hohen Podest der politischen Entscheidungskompetenz, die sich ihre Informationen nur aus primitiven, realitätsfremden Thinktanks und der Wissenschaft beschafft, wird plötzlich zur eigenen Gefahr. Die antike Einstellung zur Welt - wie des des Platon - wird im Handumdrehen zur Farce, wenn man selber ein paar Stufen in der gesellschaftlichen Hierarchie abzurutschen droht.

Die verordnete Suggestion an die Bevölkerung in der Vorstellung von SOZIAL greift ist für sie selber nicht überzeugend genug, denn ihnen ist die Notwendigkeit der Sozialen  Ungerechtigkeit in unserer Marktwirtschaft, mehr als bewusst.

Sie kennen das Ziel der politischen Entscheidungen längst. Sozial ist eben nur der, der Arbeit schafft. Dieser wird immer die Vorrangpositionen einnehmen. Parteien sie eben wie jeder andere nur ein Lakai der Wirtschaft mit seinem Dögelhirn. Der Staat ist lediglich mit seinen altmodischen Vorstellung von SOZIAL und Umverteilung der Gewinne in die Bevölkerung hinein, überflüssig geworden. Die FDP war und ist maßgeblich an diesem neuen Bewusstsein zum Begriff "Sozial" beteiligt und soll nun an den unteren Teil der Gesellschaft rutschen und ein Normaloleben führen. Das widerspricht ihrem Gerechtigkeitssinn - ist aber im Rahmen der marktwirtschaftlichen Grundsätze. Wer nicht mehr gebraucht wird, rutscht ab. Die FDP braucht keiner mehr. Ihre Neoliberalität haben sich längst die anderen Parteien mit besseren Ausführungen und Argumentationen angeeignet.

Jeder überzeugt die Bevölkerung besser für die eigenen Nachteile zustimmen als das Urgestirn des Neoliberalismus in Deutschland. Die FDP hat sich selbst überlebt und wird gar von den Piraten mit den neuen Sprüchen des Neoliberalismus eingeholt und übertrumpft.

Selbst die Demokratie ist zu einem Geschäft der Marktwirtschaft verkommen. Die Demokratie ist längst in das primitive Belohnungssystem der Marktwirtschaft abgerutscht. Sie ist eine eigene Firma geworden. Die einen verdienen ihr Geld mit Leiharbeitern, die anderen mit geliehenen Meinungen und Überzeugen. Das einzige was Partei-Firmen vom "normalen" Arbeitnehmer unterscheidet ist: Sie bestimmen sich selber ihr eigenen Gehalt und ihre Rentenbezüge. Aus diesem Grunde sprechen wir nicht mehr über Wulff und Gauck und deren fürstliche Entlohnung.

Die Vorstellung von Demokratie,  in Form der parlamentarischen oder direkter Demokratie bestimmt sich ihre Gehaltsforderungen selbst. Das Volk hat zu zahlen, wie in den übrigen Bereichen unserer Marktwirtschaft eben auch, wenn es sein muss bezahlt sich der Bürger sogar selbst sein Grundeinkommen über den Staat. So weit sind wir schon in unserer schizophren Vorstellung von Staat, Demokratie und Marktwirtschaft. Wir schmücken alle Ungerechtigkeiten mit dem Wort "sozial" aus und schon ist unsere Welt wieder in Ordnung.

Steuern und Gebühren werden von einer Seite der Waagschale in die andere geworfen und suggerieren so eine soziale Gerechtigkeit, die in diesem Denkmodell der Ertragswirtschaft nie vorhanden ist. Sie lebt vom Ungleichgewicht. Wir sprechen von Zinsen, die alles verteuern - sehen aber den Profit, der in jeder Wertschöpfungskette unserer Fremdwirtschaft eingerechnet wird, nicht als Zinsen an.

Gleichzeitig wollen wir das Geldsystem mit Zinsen und der Wertschöpfung aus Geld abschaffen, aber die Realwirtschaft, die nach dem gleichen Prinzip aufgebaut ist und das Vorbild für das Geldsystem ist, halten wir für natürlich.

Es fällt schwer, in diesem Bewertungssystem der Gewohnheiten einen neutralen Standpunkt einzunehmen, denn die Wertschöpfung gilt heute als universeller Bestandteil unserer Überlebenstechnik.


1 Kommentar:

  1. Unglaublich, es geht in den Diskussionen immer nur darum, wie man die Strategie ändert, um mehr Stimmen zu bekommen...

    ...es geht nie darum, wirklich etwas zu verändern...


    Sondern Mogelpackungen zu produzieren!


    Ich verstehe nicht, warum die Leute sich schick machen und noch wählen gehen? Das ist doch irgendwie total abgedreht...

    AntwortenLöschen

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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