Mittwoch, 4. April 2012

Frankfurt Nachtflugverbot: 18 Stunde Hölle = ein weiteres Lärmslum in Frankfurt

Die Wirtschaftsdemokratie mit ihrer Justiz hat gesprochen. Die lärmgeplagten Anwohner des Frankfurter Flughafens sind einem weiteren Kuhhandel zum Opfer gefallen. Die restlichen 18 Std. eines jeden Tages darf gelärmt bzw. geflogen werden, was das Zeug hält. Eine Wirtschaftsdemokratie kann auch nicht anders entscheiden. Es liegt in der Natur der von uns anerkannten Regeln der Marktwirtschaft. Dieser Richterspruch schließt aber nicht aus, dass in 5 Jahren doch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage, doch noch nachts geflogen werden darf. Schließlich erfolgt jetzt eine Umschichtung der Vermögen. D. h. die aktuellen Anwohner werden versuchen ihre Immobilie auch unter Verlust zu verkaufen. Ein Nachtflugverbot hält ihre Preise noch aufrecht. Nach wenigen Jahren werden sich dort hauptsächlich Menschen finden, die den Lärm am Tage akzeptieren - dann ist auch an eine Lockerung des Nachtflugverbotes zu denken. 


Wer dieses System verstehen will, muss immer gewinnorientiert denken und zwar nachhaltig - also über längere Zeiträume hinweg. Die Weltwirtschaft wird nicht erlahmen, lediglich die Anzahl der Beschäftigte, die von ihrer Arbeit noch leben können. Diese Menschen leben dann auch freiwillig im Lärm.

Müsste die FRAPORT das gesamte Gelände, das sie verlärmt zum marktüblichen Preis einkaufen, wäre sie nicht mehr rentabel und könnte keine Umsatzsteigerungen mehr vorweisen - auch mit Nachtflügen. Noch schlimmer ist, das Land, die Stadt hätte keine Gewerbesteuereinnahmen mehr und keine Arbeitsplätze, von denen Lohnsteuer abgezogen werden kann. Die Exportwirtschaft hätte kein Tor zur Welt mehr. Wie soll also der Mensch das höchste Gut in unserer Denkart sein? Er steht eher jedem Gewinn im Wege.

Der Systemzwang - die Abhängigkeiten - sind längst als Lebensauffassung und Weltbild verinnerlicht und akzeptiert. Die Demokratie muss sich den Marktgesetzen beugen und die marktwirtschaftliche Enteignung vieler Bürger mit diesem Nachtflugverbot akzeptieren und manifestieren. Sie ist eben eine Wirtschaftsdemokratie. Die Gewinne der FRAPORT stellen also die Verlust der lärmgeplagten Anwohner dar, die ihre Häuser nicht mehr bzw. unter hohen Verlusten verkaufen können.

Frankfurt und seine Lärmslums

Niemand ist mehr sicher in Frankfurt. Die Flugzeuge können übermorgen schon von einer anderen Seite über die Stadt hinweg donnern. Frankfurt schuf sich ein neues Lärmslum. Enteignete mit einem Schlag, Tausende von Besitzbürgern, zum Wohle der globalen Wirtschaft ohne Entschädigung. Diese Nachtflugverbot ebnet dem nächsten Flughafenausbau den Weg. Jede Genehmigung wird einfacher, wenn gleich im Vorfeld ein Nachtflugverbot in der Planung eingeräumt ist.

Die Lärmverursacher werden in keinster Weise für die ansteigenden Versorgungskosten der lärmkranken Menschen zur Rechenschaft gezogen. Dies wird rücksichtslos und wirtschaftsegoistisch auf die Allgemeinheit abgewälzt, zumal die Krankenversicherungsbeträge für Arbeitgeber längst von der Politik eingefroren wurden. Mit dieser Denkart wird es niemals zu einer gerechten und verträglichen Welt kommt. Ruhe wird zum Luxus, den sich viele aus finanziellen Grünen nicht mehr leisten können - alleine das ist bereits eine Sozialrassistische Diskriminierung, der sich unsere Demokratie im Ganzen gar nicht wiedersetzen kann.

Würde sie es tun, käme es zum wirtschaftlichen Stillstand. Der Systemzwang unserer eigentumsgedeckten Welt existiert also in allen Lebenslagen. Der Mensch an sich ist nur WERT, wenn er mit seinem Eigentum und seiner Leistung, zur Vermehrung der großen Eigentümer dieser Welt beitragen kann.


Deshalb demonstriert der FRA-PORT-Mitarbeiter für die Verlärmung der Umwelt;
deshalb kann es kein Flugverbot über die Köpfe von Menschen hinweg geben;
deshalb wird FRAPORT als juristische Person nicht dazu verpflichtet, das überflogene und verlärmte Gelände zum Marktwert aufzukaufen. 


Wirtschaft lohnt sich nur, wenn andere dafür enteignet werden
- deshalb gibt es Gesetze - Marktwirtschaftsgesetze, die als Verfassung angesehen werden

Wirtschaft lohnt sich nur, wenn andere dafür ohne Entschädigung enteignet werden kann. Daher sind unsere Gesetze an sich einseitig und werden trotzdem als Recht und Gesetz anerkannt, da nur in Intervallen und in kleinen Parzellen diese Enteignung vorgenommen wird. 

Am Ende dieser langsamen aber stetigen Enteignungswelle steht eine privater Staatskapitalismus, der sich in keinster Weise mehr in einer sozialen Verantwortung gegen über der Bevölkerung sieht. Seine Pflicht besteht lediglich darin, dafür zu sorgen, dass die Menschen die existierenden Marktgesetze akzeptieren und nicht mehr wegen menschlichen Ungerechtigkeit Klagen einreichen können.

Das Urteil zum Nachtflug von Frankfurt ist ein weiterer Schritt zur Massenenteigmung und damit zum Rechtsverlust vieler Menschen.

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