Mittwoch, 16. Mai 2012

Ricky Rich/ Facebook: Eine Staatsräson geht an die Börse

Zuckerberg macht sich reich und zieht mit seinem Börsengang eine Masse von Geld aus der Realwirtschaft ab. Er geht mit Facebook an die Börse. Geld hat immer eine moralische Entschuldigung parat, wenn es darum geht, es zu verdienen. Kurz vor seinem Börsengang kaufte Zuckerberg noch schnell eine kleine Software für eine Milliarde US-Dollar ein . Sozusagen als Werbegeschenk für die späteren Aktionäre oder war es viel mir eine Belohnungsaktion von alten Studienkollegen. Wer weiss das schon?

Seit Monaten laufen die PR-Berichte für diesen Börsengang, nicht einmal die damalige Volksaktie (Telecom) schaffte die Werberummel. Sie musste Werbeblöck dafür schalten. Mir persönlich ist es ein Rätsel mit was Facebook diese Masse an Geld verdient.

OK - Anzeigen! Das ist Gut und Recht, aber Anzeigen können nur bezahlt werden, wenn diese mehr Gewinn generieren, als sie Kosten. Ein Grund warum es so manchen Anzeigenblatt heute nicht mehr gibt und die Printmedien rote Zahlen schreiben. Die Anzeigenkosten übersteigen den Werbewert.


Was macht also Facebook so wertvoll?


Vergleichen wir das mal mit der Super-Aktien EBAY. Es war eine klasse Plattform für den kleinen Menschen. Der Internetflohmarkt. Es gab tatsächlich Zeiten, in denen kostet eine Anzeige bei Ebay den Anbieter keinen einzigen Cent. Erst nach dem Börsengang kamen die Kosten. Die Aktionäre wollten Rendite. Sie wollten Gewinne.  Die Aktien musste steigt, ansonsten ist der Handel uninteressant. Heute bedeutet Ebay nur noch Kosten, ganz besonders für den kleinen Menschen. Ebay ist heute nur noch für professionelle Anbieter interessant. Es ist eine globale Markthalle geworden. 


Trotz allem liegt die Aktien noch gut im Rennen. Glaube und Hoffnung ist nun mal das Futter aus dem die Träume an der Börse gestrickt sind. Nur eine rosige Aussicht auf Gewinne, erzeugt die Volatilität an der Börse. Facebook muss also in absehbarer Zeit, Geld für seine Accounts verlangen müssen. Jede Kontoerweiterung wie Bilderupload wird dann ihren Preis haben, schließlich wollen all die vielen Facebook-Besitzer Gewinnsteigerungen sehen. D. h. Facebook muss zu einer Plattform für professionelle Anbieter werden: ABER WIE?

Wann bezahlt man für ein Facebook-Konto?

Facebook gehört zu der sogenannten US-Softpower. Ein globales Netzwerk, das Daten für die USA sammelt; Gesinnungen überprüft und Emotionen steuert. Facebook meldet welche Art von Nachricht für Unruhe sorgt und in welche Tendenz die Öffentliche Meinung einschlägt. Facebook ist also besonders in der momentanen Weltlage ein sehr wichtiges Überwachungs- und Manipulationsinstrument. Hier ist mehr Medienkompetenz gefordert, als beim TV oder Printmedium. Die ist aber so gut wie nicht ausgebildet. Der Mensch bewegt sich dort also völlig "natürlich" - also hemmungslos. Ein El Dorado für das Profiling ganzer Bevölkerungsgruppungen und ein idealer Ort zur Meinungsmanipulation.

Mit dieser Art von Firma ist es dem amerikanischen Staat möglich, auf der ganzen Welt Daten einzusammeln. Es ist daher wahrscheinlich, dass die USA - so fern sie noch Geld haben - Facebook auf jede erdenkliche Art mit Geld füttert, damit es für den Anleger attraktiv bleibt und für den Nutzer so gut wie kostenlos. Dies geschieht so lange, wie neue Plattformen aus dem Boden "schießen" - d. h. solange der Teilnehmer unbedarft die Plattform nutzt, ansonsten wird Facebook uninteressant und wird kostenpflichtig. 

Mit Facebook, Twitter und Google, hat die USA einen weltweiten Standard und Rechtslage geschaffen, die nur durch direkte nationale Intervention gebrochen werden kann und das ist ein Imageverlust für den jeweiligen Staat.

Die Werbeeinnahmen sind also viel mehr ein Zubrot, als eine tatsächliche Einnahmequelle. Der Facebook-Teilnehmer ist der Null-Euro-Jobber für die Aktie. D. h. minimaler Personalaufwand. Der redaktionelle Teil  des Internetmedium, ist der Teilnehmer selber und generiert durch die Werbeklicks seine eigene Existenzberechtigung als Account. Facebook ist also selbsttragend. Mit dem Börsengang wird nur der Gewinndruck erhöht. D. h. am Ende erhalten die USA ohne Kostenaufwand ihre Informationen.

Das Geschäft mit dem Zaun


Das erinnert mich immer an Mark Twain und seinen Zaun, der immer gestrichen werden sollte. Doch er hatte gar keine Lust. Ihm war die Arbeit in der sengenden Sonne zuwider. Nach gründlicher Überlegung begann er doch mit dem Streichen. Direkt an der Straße, wo es jeder sehen konnte. Er setzte ein Lächeln auf und pfiff lautstark bei der Arbeit. 


Als der Erst vorbei kam und fragte: "Warum pfeifst Du!", erzählte er überschwänglich vom Glück, das er gerade empfindet und von der Wohltat den Pinsel zu führen. Am Ende standen 10 Mann an seinem Zaun und verrichteten voller Freude seine Arbeit. Das beste daran - sie bezahlten auch noch dafür, dass sie streichen durften. 

Tja - nun höre ich mit "meiner Firmenberatung" auf. Schließlich will ich kein Null-Euro-Jobber sein und für andere vordenken, die mit meinen kostenlosen Überlegungen, dann GELD verdienen. So sehe ich den DEAL in dieser Wertelehre nun auch nicht. Zwar bin ich Einverfechter des Non-Profit, aber solange in dieser Welt der Profitgott regiert, will ich nicht der kostenlose Jobber sein, der auch noch dafür bezahlt, dass er für andere arbeitet. Innovationen sollen die bringen, die dafür horrende Summen abkassieren ... aber heute nicht einmal mehr dafür denken wollen. Sie holen sich ihre angeblichen Idee einfach kostenlos von den unbezahlten Vordenkern unserer Gesellschaft ab und machen daraus ein Geschäft.

Tatsache ist: An der Börse werden Träume vom Reichtum gehandelt. Es sind Wetten auf die Zukunft und die Zukunft lebt von Gerüchten. Der Zug muss verlassen sein, bevor "die dumpfe Masse" bemerkt, dass an der Endstation kein Bahnhof mehr ist, an dem die Rückfahrkarte gelöst werden kann.

Facebook ist Unterhaltungsindustrie - keine Realwirtschaft


Für jede Spielrunde braucht es Menschen, die einen Einsatz wagen, weil sie hoffen, sie können einen Gewinn generieren. Und jeder der Kauf ist ein Dummer, der einem anderen den Gewinn bezahlt, ab diesem Zeitpunkt beginnt die Jagd an der Börse. Jedes Gerücht und jede Meldung könnte ein Gewinn sein, wenn sie nur die Masse erreicht. 

.... nur dann stehen die 2Dummen" (Gewinnbezahler) Schlange und bezahlen für "das Zaunstreichen". Die besten Aktien, sind in der heutigen Zeit diejenigen, die nichts mit der Realwirtschaft zu tun haben. Realwirtschaft macht nämlich viele Menschen satt. Facebook ist also ein Unterhaltungsmedium, das nur so lange läuft, wie die Realwirtschaft es schafft, die Menschen satt zu machen. Kann der Mensch seinen Lebensunterhalte nicht mehr bestreiten, ist Facebook kein Tummelplatz für ihn.

Solange also die Sozialsystem noch für den Lebensunterhalt der Menschen aufkommen, ist Facebook voll und eine Spielwiese für all die vielen kleinen Agitatoren, die etwas verkaufen wollen und sei es nur ihre eigene Meinung zur Marktwirtschaft, damit sie am Ende die Gewinner sind.

Der kommerzielle Antrieb ist also immer und überall vorhanden. Selbst der kleinste Blogger wird vom Schreiben alleine in diesem System nicht satt und kann davon auch  nicht seine Strom- und Internetrechnung bezahlen. Facebook ist ein Wohlstandsmedium.


... und an dieser Stelle ein kleiner Aufruf an die Piraten!

Realwirtschaft ist da, wo Massenbeschäftigung durch Produktion von Gebrauchsgütern mit Lohnzahlungen Menschen satt macht. Die Finanzwelt ist daher keine Realwirtschaft - auch die Softwareindustrie ist keine Realwirtschaft. Sie zieht mit wenige Personalkosten, hohe Gewinnsummen aus der Realwirtschaft ab, die sich dann in der Finanzwirtschaft auf Kosten der Realwirtschaft wieder vermehren müssen.






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