Ja - sie alle wollen eine bessere Welt entwerfen. Eine Welt in der alle mehr oder weniger satt werden. Diese Architektur steckt in all unseren Köpfen. Sie gibt uns vor, was und wie wir etwas zu denken haben, um ans Ziel zu kommen. Nur durch die Arbeit des kleinen Menschen, kann aus Rohstoffen ein Produkt gemacht werden, dass wiederum gegen Gewinn verkauft werden kann.
Auf diesem Design soll diese neue, bessere Welt aufgebaut werden. Das ist der Weg zu einem Ziel, das nie erreicht wird - alle gleichermaßen satt zu machen. Es wird immer eine Abstufung geben, das ist die angebliche "natürliche, göttliche" Ordnung, der wir uns freiwillig unterwerfen, weil wir an den Kapitalismus glauben, wie an einen Gott.
"Das ist eine Kriegserklärung an das Bochumer Werk", sagte Rainer Einenkel, Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werks, der FTD.Quelle: FTD
Die Marktwirtschaft ist der Mittelpunkt unseres Denkens und Handels. Jeder der gegen die Marktwirtschaftsgesetze verstößt wird vom System bestraft. Die Ordnung ist das "Naturgesetz" in unserem Kopf - der Voluntarismus. Empiren werden eben nicht hinterfragt, sonst wären sie keine.
Wer Arbeitsplätze zur Verfügung stellt ist augenscheinlich an der Macht. Man kann diese aber nur verteilen, wenn der Zugang zu Rohstoffen gesichert ist. Der Mensch, der Dienstleister ist also nur der Spielball in diesem Regelwerk. Leistung ist daher nie wert, sondern nur Werkzeug und Rohstoff, die eingekauft werden können. Nein - man muss sagen, eingekauft werden müssen - das ist der soziale Aspekt in unserem Programm, das in uns abläuft.
Die Leistung wird mit Geld bezahlt. Das ermöglicht dem Arbeiter, Leistungen und Rohstoff für seinen Lebenserhalt einzukaufen. Somit wird durch die Verlagerung der deutschen Produktion von Deutschland nach GB und Polen, Soziales verlagert. Beide Länder bekommen aus den USA ein Wachstumsprogramm verabreicht und der Leidtragendes des Gewinnes des anderen ist in diesem Falle der deutsche Arbeiter.
Vielleicht wird so endlich einmal veranschaulicht, was SOZIAL ist und ARBEIT schafft. Der Systemzwang ist daher perfekt und funktionstüchtig, bis ins Detail. Mit dieser Verlagerung wird eine gesamte Wertschöpfungskette aus Deutschland herausgenommen. Geld, das in der Volkswirtschaft fehlt und nicht kompensiert werden kann, außer mit Schulden für Sozialprogramme.
Die andere Alternative wäre, Steuer anheben und damit das Geld aus der Bevölkerung herauszugenerieren, was zu einer privaten Volksverschuldung führen würde. Das klingt zwar im Augenblick etwas verwirrt, doch wer Marktwirtschaft versteht, weiss was ich meine. Wer sich nicht mehr verschulden kann, muss seinen Lebensstandard senken, weniger konsumieren, was zu einem weiteren Wirtschaftseinbruch führen wird.
Die Spirale führt in jedem Falle für den einen nach unten und für den anderen nach oben. Das ist die angebliche Gerechtigkeit in unserem System. Das Oben und Unten ist Grundvoraussetzung.
Welche Möglichkeiten stehen nun dem deutschen Arbeiter innerhalb dieser Ordnung noch offen?
- niedriger Lohn
- niedrigere Sozialabgaben - also private Kranken- und Rentenversicherung ohne Arbeitgeberbeteiligung
- mehr staatliche Subventionen
Bitte nun kein BGE anführen, denn auch dieses BGE muss aus genau der gleichen, oben beschriebenen Ordnung, erwirtschaftet - also finanziert werden.
>>>>EU-Energiepolitik: Warum musste Röttgens weg?
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| Pipelines Produktivitätsumverteilung durch Durchleitungs- gebühren (Dögelismus) |



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