Montag, 14. Mai 2012

... wenn Griechenland austritt - wird es nur für die Banken teuer

Angst ist das beste Beschleunigungsmittel, die letzte, kommerziell verbliebene Freiheit in unserer Marktwirtschaftswelt aufzugeben. "Die Welt" berechnete bereits, dass der Griechenland Ausstieg aus der EU nicht einmal 100 Mrd. kostet. Das stell ich doch mal die Frage: "Für wen die 100 Mrd. gedacht sind, die der griechische EU-Ausstieg kosten soll?

Ich gehe davon aus, diese Rechnung die Industrie gegenüber der deutschen Demokratie aufmacht. Der neue Sozialismus ist längst akzeptiert und verinnerlicht. Das Marktwirtschaftsdenken dominiert den Verstand. Die Vernunft ist das Resultat dieser Unterdrückung und darauf sind wir auch noch stolz.

Auf der anderen Seite pflegen die Banken einen einen Sicherungsfonds, der in solchen Situationen einspringen sollte - so könnte der Steuerzahler zu NULL aus dieser Misere rauskommen. Doch wer will das schon - wenn man in unserem neoliberalen Staat gerade so wie so dabei ist, die Verluste der Wirtschaft zu sozialisieren und das neue sozialistische Denken am lebendigen Volk ausprobiert. ".... Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es dem Arbeiter gut ....", das gilt zwar schon lange nicht mehr, aber man darf die Hoffnung eben nie aufgeben. Wieder andere waren seit 2000 Jahren als Glaubensgemeinschaft, dass der Messias wiederkehrt - andere Glaubensgemeinschaften warten immer noch auf den ersten Messias. 

Kommunismus und Demokratie sind keine Ideologien, sondern neoliberale Menschenführungsmodelle

Man muss aufhören in Ideologien zu denken ohne Ideologiebrille sieht man besser. Kommunismus und Demokratie sind lediglich Humankapitalführungsmethoden unter der Prämisse des Eigentums und des Gewinnrechts. Wer Kommunismus aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet, erkennt keinen großen Unterschied zur Demokratie. "Gewinn erwirtschaften ist in beiden Führungsformen das oberste Gebot und Aufopferung für die Wirtschaft ist das moralische Ziel.

Das nennen ich den nationalen Sozialismus, den man bereits 1933 praktizierte. Deutschland wird zum privaten Arbeiterstaat, nach dem Modell "DDR". Nicht umsonst sitzt an der Spitze der deutschen Regierung eine Angela Merkel und ein Joachim Gauck, die dass SED-Regime aus dem ff heraus kennen und für sehr erfolgreich halten - wenn es unter privatwirtschaftlicher Führung steht.

Der DDR-Kommunismus übernahm erfolgreich die BRD und wird dafür auch noch als Unrechtsstaat verteufelt, damit das Arbeitervolk nicht auf die Idee kommt, Geschichte parallel zu sehen - sondern schön in der Betrachtungsweise der chronologischen Abfolge bleibt.

Gewinn- und Eigentumsdenken ist nicht natürlich

Selbst verständlich wiederholt sich die Geschichte immer und immer wieder, denn die Menschheit erliegt dem stetigen Irrglauben, Marktwirtschaft sei das natürlichste auf der Welt. Sie bemüht sich Frieden zu halten und sobald die Mägen knurren bzw. die Geldbeutel leer sind, geht man auf Raubzug.

Im modernen Neoliberalismus wird das mit Verträgen erledigt. Dazu braucht man keine Kanonen und Panzer mehr. Man knebelt den anderen mit Schulden und Schuldverpflichtungen bis er sich am eigenen Volk gemäß den Marktgesetzen vergreift und ein Sparprogramm nach dem anderen beschließt.


Das Volk hat in dieser Situation das "Maul zu halten", sonst drohen Disziplinarverfahren. Es hat zu kuschen und sich an die demokratische, parlamentarische Ordnung zu halten, die all die wunderbaren, neoliberalen Verträge unterschreibt. Nun spitzt sich in die Griechenland die Situation zu. Es will sich einfach keine Regierung bilden, die sich an die Verträge halten will, die eine Regierung unter der Führung eines Bankers, abschloss.


Wer mit Armut bedroht wird, kuscht


Man drohte aus Europa heraus. Die Börsen sind auf Talfahrt und malen für die Griechen den Teufel an die Wand. In der Hoffnung sie mögen sich "besinnen", eben marktwirtschaftlich logisch denken und gar bei einer Neuwahl korrekt und wirtschaftlich vernünftig wählen. Wem der Hunger und die Armut droht, tut das was ihm Gewinn verspricht, damit er sich Essen kaufen kann. Zu mehr gedanklichen Ausflügen ist der Homo Sapiens (Der Vernunftsmensch) eben nicht fähig. Er ist nur ein kleiner williger, Nichts denkender Systemmensch.

Genau so machte man es mit den Iren. Der erste Wahlgang zum Lissabon-Vertrag ging völlig daneben. Danach rauschten die Schuldszenarien an und schon gab es das gewünschte Votum. Der Marktwirtschaftsmensch ist so berechenbar und einfach zu manipulieren. Es reicht ein Fingerzeig auf den Schuldenstand und den drohenden Eigentumsverlust und schon gibt er sich und seine Freiheit ohne zu murren auf.

Die Hunger- und Existenzangst ist immer noch die beste Geißel. So duckt sich der Gerechte plötzlich weg und vergisst jeden Ansatz von Menschlichkeit. Jeder hat eben seinen Preis - Es kommt nur auf die Höhe an.




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