Sonntag, 10. Juni 2012

Deutschland siegt und Spanien bekommt 100 Mrd. für seine Banken

Bevor hier wieder falsche Empfindlichkeiten an den Tag gelagen, sollte man sich klar sein, warum die Banken in Spanien kippen. Sie vergaben Immobilienkredite wie in den USA. Heute erscheinen die vergebenen Kredite sinnlos, weil die Preissteigerungen der Immobilien nicht mehr proportional wuchsen. Es ist immer einfach die Situation im Nachhinein zu beurteilen, doch was war der tatsächliche Grund für die massenhafte frische Geldflut der damaligen Zeit? Genau dieser Frage sollten wir uns widmen, bevor man Schuldige ausmacht und sie an das Kreuz der Gerechtigkeit nagelt, als Opferlamm. 

Ich wähle hier bewusst religiöse Sinnbilder (besser Wirrbilder), um den Wahn der Menschheit nach radiakaler Menschlichkeit offenzulegen. Mit einem Opferlamm, wird die kapitalistische Schuld und daher auch die Gewissensschuld nicht getilgt. Erkannte Muster in der systemischen Instabilität beweisen noch lange kein Naturgesetz von etwas, was nicht natürlich ist ( siehe mein Video "Kapitalismus ist der kläglich Versuch, den Feudalismus gerecht zu gestalten").



Die menschliche Kalkulation der Gewinne ist für die Masse niemals ein Nullsummenspiel, sondern grundsätzlich und immer ein Minusgeschäft. Das heutige Geldsystem wurde erfunden, um die Zukunft weiter in die Ferne zu schieben. Es war also der damaligen Menschheit bereits klar, dass auch die Weiterentwicklung des Feudalismus in den heutigen Kapitalismus hinein, keine wirkliche Lösung ist. Der Kreislauf der epochalen Zusammenbrüche konnte nur etwas erweitert werden - bis heute. Nun verdichten sich die Zyklen zu einem explosiven und kritischen Moment der hierarchischen Umwälzung. Was mit einer Systemkritik nicht zu tun hat. Die sich heraus kristallisierenden Gruppen streiten sich lediglich darum, wer das Recht erhält, sein Umverteilungsmodell als neues Gesetz einzusetzen. ... mehr nicht!

Das ist vielen nicht klar - denn sie halten die von Menschen geschaffenen Umstände und die Ordnung für natürlich bzw. göttlich - also Schicksal. Der Kapitalismus ist aber kein Schicksal, sondern von Menschen erdacht und daher umstößlich.  Wer der Menschlichkeit eine unnatürliche Ordnung wie den Kapitalismus überstülpt braucht sich nicht wundern, dass es bis jetzt niemals Gerechtigkeit gab. Wer auf der Ungleichheit aufbaut und darin Gerechtigkeit sucht, ist ein Resultat der falschen Schlussfolgerungen. Ein unmündiger Mensch, der seine Vernunft mit Verstand verwechselt. Er hält die Nacht für schlecht und betet nur den Tag an. Sein bestreben ist: Die Nacht abzuschaffen. Im Grund will dieser Mensch der Gerechtigkeit, die Erde anhalten und die Natur seinen falschen Erkenntnissen über Natur anpassen. 

Wer aus diesem Denkkreislauf aussteigen will, sollt das Top-Down-System anwenden.

Das ist ein einfaches mathematisches Prinzip der Ursachenforschung. Wer einem Determinismus nach Oben wie ein Fährensucher folgt, sollte beginnen, die Basis des verfolgten Determinismus zu ergründen, anstatt die Gleichung immer auszuweiten, vor allem wenn klar ist, dass die angewendete Gleiche nicht aufgeht - also ungleich ist.

Es macht also keinen Sinn mehr die Kapitalismusgleichung als natürlich und richtig zu verfolgen, sondern wer die Ursache, den Fehler im System suchen will, muss zum Urgrund - zum Auslöser der Gleichung hinuntersteigen.

Ein ungerechtes hierarchisches System wird nicht besser, wenn die Spitze der Pyramide ausgetauscht wird, sondern man muss ergründen ober die Pyramide an sich nicht bereits eine Unnatürlichkeit ist. Hier können wir wieder in die bibilischen Gleichnisse einsteigen. Viele bevorzugen den Turmbau zu Babel als Bildnis für Europa.

Betrachten wir es neutral, braucht jeder Turm ein Fundament. Die Spitze setzt sich nur nach getaner Arbeit oben auf und sie kann nach Belieben ausgetauscht werden - der Turm an sich bleibt bestehen. Die Menschheit opfert so viel Anstrengung und Leistung für den Bau von Elfenbeintürmen und ihre Hierarchien, anstatt für die Menschheit, weil sie einem Muster folgt, das sie erkannte, es aber nicht natürlich ist.

Wer stetig die Erde für Rohstoffe aushöhlt und danach feststellt, dass es zu Erdfällen kommt, hat noch lange keine Naturgesetz davon abhalten, dass nach 100 Jahren Raubbau die Erde ganz natürlich einbricht. Wer also diese erkannte "Natürlichkeit" beherrschen will, baut beim nächsten Raubbau, eben Stützen ein. So wird der Erdfall eben erst wieder in 200 Jahren wahrscheinlich.

Viel mehr sollte die Menschheit endlich einmal anfangen zu klären, warum siet zwar gegen den Zins eintritt, aber nicht gegen den Gewinn aus Eigentum (ist auch Zins). Sie sollte anfangen zu fragen, warum muss ich Eigentum haben, um auf dem Marktplatz der Welt, die Früchte meiner Ernte gegen Gewinn zu verkaufen .... ?

Der Urgrund mag zwar das Eigentum sein, aber der Mensch hat bis heute nicht begriffen, was eigentumsgedecktes Denken tatsächlich mit seiner Menschlichkeit macht. Sie katapultiert sich mit dem Eigentum als Natürlichkeit in eine Dualität hinein,  die sie bis heute als natürlich ansieht und mit allen möglichen und unmöglichen Dingen, wie Spiritualität und In-Sich-Kehren, erträglich machen will. Ich nenne das einseitige Dualität. Der verzweifelte Versuch nur das Gute zu leben ohne zu akzeptieren, dass mit dem Guten unweigerlich das Böse geschaffen wird - sonst gäbe es das GUTE nicht.

Das ist der Kreislauf, der nur dadurch durchbrochen werden kann, indem man erkennt und sich eingesteht, dass Eigentum und der Gewinn daraus kein Naturgesetz ist, sondern widernatürlich - von Mensch erdacht - in einem verwirrten Zustand des Geistes, weil Muster falsch interpretiert wurden.

Daher ist Konkurrenz in der Marktwirtschaft der Krieg der koordinierten Arbeiter. Es werden durch Profitrecht Heere erzeugt, die ohne Gewinn(Sieg)willen nie gebraucht würden. Somit akzeptiert der Mensch es mittlerweile als Natürlichkeit, sich ständig im Kriegszustand zu befinden - denn daraus ergibt sich das Geschäft des Sieges (Kapitalismus), der immer einen Verlierer braucht. Das ist der ewige Kampf, den sich die Menschheit auferlegt. Es gibt also Möglichkeiten diese EWIGKEIT zu beenden, weil sie unnatürlich ist.


1 Kommentar:

  1. Ein einziges Wort würde ich gern korrigieren in diesem Artikel.

    "Somit akzeptiert der Mensch es mittlerweile als Natürlichkeit, sich ständig im Kriegszustand zu befinden ..."

    Hier ist "mittlerweile" überflüssig, deswegen falsch, denn den Kriegszustand gibt es seit Entstehen der Menschheit und wurde deshalb immer schon als "Natürlichkeit" empfunden.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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