Dienstag, 19. Juni 2012

G20: Armes Amerika - Das Denkmuster des Kapitalismus


Werden Länder im Kapitalismus von Handel durch Sanktionen ausgeschlossen, reagieren sie spätestens dann aggressiv, wenn die Bevölkerung in eine schwere Depression - also Arbeitslosigkeit und Armut verfällt. Diese Entwicklung lässt sich nicht aufhalten, indem man sich auf eine Strömung konzentriert und diese mit Waffen für eine Revolution stärkt. 

Die Situation in dem jeweiligen Land ändert sich dadurch für die Bevölkerung nicht. Das ist so, also ob man heute annimmt, der II. WK wäre durch eine Bevölkerungsrevolution verhindert worden und Hitler wäre nie an die Macht gekommen.

Deutschland war zum damaligen Zeitpunkt Exportweltmeister. Asien spielte in dieser Weltkarte der kapitalistischen Geldströme keine Rolle. Die schlechte wirtschaftliche Lage der Welt brachte Protektionismus hervor und einen schon fast "natürlichen, kapitalistischen" Hass auf "die Deutschen".

Sie verkauften ihre Produkte in die ganze Welt und zogen damit Kapitalkraft ab. Der Versailler Vertrag sollte einen Rücklauf der Gelder garantieren. Doch Prozentrechnung und Währungsgefüge machten einen fetten Strich durch die Weltrechnung. Wie hätte Deutschland also durch eine "gute Revolution" - also ohne Hitler seine wirtschaftliche Lage verbessern können.
Heute glauben offensichtlich die Entscheidungsbeeinflusser, es wäre möglich gewesen, weil sie nicht bereit sind, den wahren Ursachen und den natürlichen Problemen des Kapitalismus wagen, zu betrachten. Diese Philosophie der Verblendung liegt den aktuellen Agitatoren als Entscheidungsbarometer zugrunde.

Kapitalismus: Wird hier das Wort "Kapitalismus" verwendet, steht diese Wort in keiner Konkurrenz vom Kommunismus oder Sozialismus. Kapitalismus umfasst hier alle nur erdenklichen Regierungs- und Politikformen, die eigentumsdecktes Denken zur Grundlage haben.

Politik bedeutet hier: Eine favorisierte Meinung als Umverteilungspolitik zu vertreten - egal in welche Form, sie entscheidet immer auf der Basis des eigentumsgedeckten Werten und Fakturieren. Daher sind Währungen nur Zahlungseinheiten, die innerhalb der Hierarchie der Industriestaaten als weiteres Abhängigkeitsinstrument eingesetzt werden.

Eigentumsgedecktes Denken: Die Übereinkunft der Welt, Rohstoffe, Grund und Boden als Wertgrundlage anzuerkennen und in die jeweilige Zahlungseinheit zu fakturieren. Dieses Eigentum schafft Abhängigkeiten und gleichzeitig den Systemzwang, Gewinne zu erwirtschaften. Kommerzielle Gewinne sind der Hauptanreiz für das streben nach Eigentum. Diese beiden Dinge stehen in absoluter Abhängigkeit zueinander. Wer Gewinne kollektiviert und umverteilt, muss trotzdem Wirtschaftswachstum erzeugen. Daran scheiterte der Kommunismus und daran wird jetzt auch der Demokratismus scheitern.

Sie sind keine gegensätzlichen Ideologien, sondern lediglich politische Weltanschauung in der Umverteilung der Gewinn aus dem Kapitalismus. Daher gibt es in unserem Denken nur "Kapitalismus" - nicht anderes.

Gewalt im Kapitalismus:
Richtig und Falsch richtet sich immer nach den Eigentumsverhältnissen aus. Wer aus Sicht der Mehrheit, sein Eigentum gegen die Menschen ausrichtet, darf mit Gewalt - also durch Krieg - enteignet werden. Nennt sich Selbstverteidigungsrecht. Ein weiterer Aspekt der Gewaltargumentation im Kapitalismus ist die Moral. Wer zu hart mit seinen Abhängigen - also Habenichts umgeht - darf mit Gewalt am regieren gehindert werden. Es findet also eine Enteignung der Regierungen statt - wie in Ägypten und Libyen - weil die dortigen Machthaber gleichzeitig Wirtschaftsgrößen waren. Krieg ist also immer eine gewaltsame Umsetzung von Umverteilungspolitik und deren Weltanschauung. Feudale Herrscher wie in Saudi Arabien, sind daher auch Kapitalisten, wie Lenin, Stalin oder die DDR.

Das eigentumsgedeckte Denken ist eine Art Weltordnung, die längst als innere Moral anerkannt wird und als natürlich empfunden wird. Daher ist der Mensch zu der Überzeugung gelangt, dass es "gute" und "schlechte" Gewalt gibt. Es ist eine Reglung, der sich Welt längst ergab. Eigentum aufgeben: Eigentum aufgeben bedeutet, dass Eigentum keinen Wert mehr hat, egal wem es aufgrund von Verträgen und Macht übertragen wird. Es ist keine Bemessungsgrundlage mehr für jede Form von Tauschmittel.

Tauschmittel: Jede Form von Tauschmittel ist bereits eine Fakturierung aus dem eigentumsgedeckten Denken heraus. So bald dieses Tauschmittel dazu verwendet werden kann, Eigentum zu erwerben oder aufgrund dieser Absicht gesammelt wird, ist es eigentumsgedecktes Denken.

Kreislauf des falschen Denkens: Der heutige Mensch kann nichts anderes denken, als ständig auf irgendeine Art, alles in Eigentum zu fakturieren. Daraus ergibt sich der Systemzwang und der Gewinn- bzw. Profitzwang, der heute als Wachstumszwang angesehen wird.

Leistung als Grundwert: Dabei wird Leistung als Grundwert angenommen. Eigentum ist dann wertlos. Es muss niemanden abgegeben werden. Nur Leistung fördert aus dem Boden Rohstoffe, die später durch Leistung wiederum veredelt werden. Die Abhängigkeitsverhältnisse sind ein für alle Mal aufgehoben.

Leistungsgedeckte Geld: Dieses Geld ist lediglich eine Übergangsphase in die neue Denkart ohne Eigentum. Es entsteht durch die Leistung aller in die Gemeinschaft hinein und kann anfänglich als Tauschmittel eingesetzt werden. Das soll den Mangel-Angstdruck von den Menschen nehmen. Die ansonsten aus der angeblich "natürlichen" Angst, lieber 10 Brote mitnehmen, um neun davon verschimmeln zu lassen.

Ist Leistung Grundwert: Kann niemand mehr andere von sich abhängig machen. Die Menschheit muss als Gemeinschaft ohne gegenseitige Abwertung der Leistung - da kein kommerzieller Gewinnzwang mehr vorhanden ist - denken und agieren. Wer andere benachteiligt, erhält dadurch keinen Vorteil. Wer etwas Wichtiges für die Gemeinschaft erfindet, erhält keinen Extrabonus, also 10 Brote anstatt einem. Er kann auch nur so viel essen wie jeder andere Mensch. Er will gar nicht, dass die Gemeinschaft für seinen Ego-Luxus mehr leistet. Er achtet Leistung also die Summe aller Leistungen in einem Produkt ganz anders als heute. Heute fakturiert er lediglich den Preis in Eigentum um und sucht sich das günstigere raus - ohne Rücksicht auf menschliche Verlust - da er spart und sich dadurch "mehr" leisten kann.

Diese "mehr leisten können durch Geld", wird es nicht mehr geben. Die Gleichheit der Mensch muss nicht mit Regeln erzwungen werden, sondern ist natürlich.

Natürlich macht sich nun der nach eigentumsgedeckten Denkart geprägte Mensch sorgen, dass alle faul sind. Doch wer sich nicht in die Gemeinschaft einbringt, benachteiligt sich damit selber.  Die Leistung der Menschen kann aber auch nicht mehr von anderen ausgenutzt werden, um Wohlstand - also Eigentum - anzuhäufen, um andere wieder von sich abhängig zu machen.

Natürlich ist dieser Austritt aus der heutigen Denkart nicht einfach. Der Mensch versucht sich immer wieder im eigentumsgedeckten Denken - also im Vorteils- und Nachteilsabmessen für sich und andere.

Doch ist Leistung Grundwert, ist der heutige Luxus nur noch Leistungsverschwendung, um die, die Armen betteln, damit sie sich ernähren können. Das ist das Problem des Kapitalismus, der jetzt wieder am Ende seiner Möglichkeiten der Ausbeutung angekommen ist.

Er kann erst dann wieder in Gang gesetzt werden, wenn Teile der Eigentümer, die in den Händen weniger sind, umverteilt werden. Ich nenne das "Rekapitalisierung des kleinen Menschen". Es ist aber keine Lösung, sondern nur ein Neustart. Politik ist also immer nur der stetige Wille zum Aufrechterhalten einer Ordnung, die von Grund auf, menschenfeindlich ist.

Wie also wollt ihr die Welt vor sich selber retten? 

In Eurer Denkart gibt es nur die Umverteilung, andere Lösungsmöglichkeiten existieren gar nicht. Sie sind undenkbar. Der Mensch ist nicht fähig, unterhalb des eigentumsgedeckten Denkens überhaupt nur einen Gedanken zu verfassen. 

Daher muss nicht der Mensch nach höherem Streben, sondern unterhalb der ausgemachten Ursache allen Übels. Er muss überlegen, wie er ohne Gewinn und Profit miteinander leben will. Er kann diese nicht denken, weil er konditioniert ist. Er muss weg von seiner unnatürlichen Haltung gegenüber seinen Mitmenschen.

Er sperrt seine Mitmenschen nicht ein, sondern er grenzt sie durch das Eigentum aus. Fordert dadurch mehr Leistung als notwendig ist, um mit Profit die Erzeugnisse wiederum an seine Lohnempfänger zu verkaufen. Daher ist Eigentum Diebstahl und kein Wohlstand.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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