Dienstag, 12. Juni 2012

Griechenland / Spanien /Italien: Götterdämmerung und die Wiedergeburt des Neofeudalismus

Die Druckmittel des Kapitalismus sind primitiv und berech(n)en-bar. Das Kapital erwartet eine für sich angenehme Wahl zwischen Pest und Cholera. Ein Ausstieg aus dem System und damit eine Vertragsmissachtung ist inakzeptabel. Wer sich plötzlich nicht mehr auf die Solidargemeinschaft(Solidarbürgschaft)  - wie die Krankenkassen - verlassen kann, wird zum Helden des Kapitalismus. Eine Johanna, die auch den letzten Mann, in die entscheidende Schlacht für den Kapitalismus führt.  Kriegsfinanzierung ist daher angesagt. Das Schlachtfeld ist in Brüssel und die toten Soldaten werden die Abgehängten des Kapitalismus sein.

Spanien erhält 100 Mrd. Euro aus dem ESFS zur "Rekapitalisierung" der eigenen Banken, die wiederum spanische Staatsanleihen kaufen müssen. Schließlich kann sich die Welt - "Wer ist das eigentlich?" - sich nicht leisten, dass Spanien Pleite geht. Europa wird dieses Mal auf die Schlachtbank des Kapitalismus geführt. Ein einziges Land, wie nach dem I. und II. WK reicht dieses Mal nicht mehr aus. Das ist der Mechanismus der Gewinne und deren Optimierung. Der Staffellauf der Gewinnsüchtigen ist noch nicht in der Zielgeraden. Asien ist jetzt erst bereit für das Spiel der Menschheit, um die Menschlichkeit.


Griechenland ist Faust, der seine Seele nicht dem Teufel verkauft, sondern der Regel der Ungleichheit


Griechenland spart sich gemäß den Anweisungen der wirtschaftsschlauen Troika kaputt. Das sind die Gesetze des Gottes der Wirtschaft, die bedingungslos einzuhalten sind. Die Wirtschaft liegt am Boden und damit auch das Gesundheitssystem, das nur dann existiert, wenn Gewinne und Erträge in der Wirtschaft erzielt werden. Das ist der angebliche natürlich Fresskreislauf des Kapitalismus. Doch dem Kapitalismus geht der Nährboden aus. Die Völker der ersten Welt sind verarmt. Sie haben nur noch Arbeitskraft zur Verfügung und die braucht niemand mehr. Jeder will nur noch Geld und das lässt sich nur dann aus jemanden herauspressen, so lange er für Geld eine verwertbare Sicherheit hinterlegt. Staatsanleihen gelten eben nur dann als sicher, wenn die Wirtschaft brummt. Damit wäre der Kreis wieder geschlossen und das Vorgehen Griechenland war ein Frevel in den Augen des Marktwirtschaftsgottes. Sie haben seine Gesetze falsch interpretiert, denkt sich der Aufklärte und blättert bereits in den Büchern der nächsten Interpretation. 

Das Paradox unseres Wirtschaftshirn greift wieder wie ein Zahnrad in das andere. Wir sind bestens im Denken aufeinander abgestimmt. Gewinne sind das wichtigste im Leben und müssen erzielt und geschützt werden. Gewinne gibt es nur, wenn ein anderer verliert - man kann es aber auch Sparen nennen.

Für Griechenland bedeutet dies: Was im Gesundheitssystem durch Eigenleistung eingespart wird, muss andernorts mit vollen Händen ausgegeben werden. Es handelt sich also nicht um Einsparungen, sondern Umverteilungsströme gemäß den Gesetzen des Kapitalismus. Der Sparende erhält dadurch keine Lebenserleichterung, sondern sein Überlebenskampf im Kapitalismus verschärft sind. Deshalb sind so viele Griechen und auch Deutsche, die das "Unheil" - schönes Wort aber untreffend für etwas vermeidbares - auf sich zu kommen sehen. Manch einer hört bereits die Posaunen des Himmels, die den Weltuntergang einläuten.

Sparen als Umverteilungsmechanismus zur Verschärfung der Armut als Selbstverschuldung

Alleine die Überschrift dieses Kapitals ist bereits durch die verwendeten Wörter ein Evangelium. Es könnte aus der Bibel stammen - jeder Abrahamist ist ein zu tiefst gläubiger Umverteilungsanhänger. Er sieht darin die Gerechtigkeit der Welt. Er kennt die Weisungen des Marktwirtschaftsgottes bereits als Moral. Sie wurde ihm mit der Muttermilch gegeben. Schuldig ist der, der nur nimmt und nix gibt. Das ist das heilige Gesetz des Kapitalismus.

Man muss also Geld ausgeben und gleichzeitig wo anders einsparen - am besten bei den ANDEREN- aber nur in den Geldflussstuben/Geldumschlagplätzen dieser Welt. Dort ist das Kapital anonymisiert und Einsparungen betreffen dort eben Anonymus - eben den ANDEREN. Das Wesen des Bösen - so denkt sich der Gläubige Kapitalist nun mal die Welt. Seine Welt ist immer noch eine Scheibe und alles teilt sich in Oben und Unten.


Wirkliches Sparen ist per Gesetz und Moral verboten


Das tatsächliche Sparen in der Bevölkerung funktioniert allerdings ganz anders und das ist unkalkulierbar für die heutige Planwirtschaft. Wer heute spart, arbeitet für sich selber. Er nimmt als am Kapitalfluss der heutigen Welt nicht mehr teil. Er schafft sich sein eigenes "fliegende Rad" - ein altes chinesisches Steuerhinterziehungsmodell. Der damalige Chinese vor 2000 Jahren führte ein kleines Handbuch mit erbrachten Leistungen und trat so ohne Geldwirtschaft in einen funktionierenden Tauschhandel ein - er umging damit die Steuer an den Kaiser ... und heute glauben Typen wie Prof. Hörmann (Österreich), sie hätten die Welt mit ihrem "leistungsbezogenen" Geld neu entdeckt.

Wer also heute spart,  repariert seinen Wasserhahnen und kauf erst recht keinen neuen. Doch das tut der Wirtschaft nicht gut. ... Er kocht sich sein eigenes Süppchen als Egomane. D. h. erschöpft die größtmöglichen Gewinne für sich aus dem System ab, nimmt keinen fremde Dienstleistungen mehr in Anspruch, für die er mit Geld bezahlen muss. Es ist ein Rückfall in den guten alten Tauschhandel, der das Geldwesen erst notwendig machte. Die Einführung des Geldwesens ist heute die Einführung des absoluten Giralgeldes, um "Schwarzarbeit und - handel" zu unterbinden.


Die Welt leidet an Alzheimer - unfähig aus den gemachten Fehlern zu lernen

Momentan befindet sich die "Erste Welt" auf einer Alzheimerreise. Das Hier und Jetzt verklärt sich zur Unwirklichkeit. Es ist zu unangenehm. Die gefassten und gut gemeinten Entscheidungen stellen sich als FALSCH heraus. Man flüchtet sich in die "guten, alten Zeiten", als alles noch idyllisch war; als noch keine Entscheidungen getroffen werden mussten, weil das Idyll - der Elfenbeintiurm mal wieder tiefe Risse durch den Fraß des Kapitalismus bekam.  So fängt der Sparsame an, sein Geld in Werte umzuwanden; sei es in Immobilien, Grund- und Boden oder eigene Energieerzeugung. Man rüstet sich für den Rückfall in den Tauschhandel auf. Man will die Polposition für den nächsten Stappellauf um das Eigentum, angeleitet durch die Regeln des Kapitalismus.

Plötzlich ist der Arzt, der noch von seinem Porsche als standesgemäße Entlohnung für Leistung träumt, aus seinem Traumat aufgewacht und muss feststellen, dass ihm die vielen Kranken nix nützen, wenn sie seine Rechnungen nicht bezahlen können, weil das tolle, nicht fragende Solidarsystem/Gesundheitssystem, nicht mehr finanzierbar ist. Plötzlich wird der Reiche zum Fürsprecher der Armen. Für mich sind das Pharisäer und Heuchler. Sie wollen nur ihre eigenen Pfründe schützen, indem sie den Armen das Leben erträglich machen - damit sie sich nicht gegen sie auflehnen.

Das ist so, als ob der Fischer plötzlich feststellt, dass all sein Bäche und Flüsse ohne Fische sind, weil er die Fliegen ausrottete. Da ist guter Rat teuer - schönes Sprichwort - nicht wahr? ... Wie teuer darf also der Rat für unser Wirtschaftssystem denn sein? Wo holen wir den Laich für neue Fische her und gleichzeitig noch die Fliegen ... damit der Fischer im Geschäft bleibt? Das ist das Stein der Weisen, der seit Jahrtausenden von einem Knilch an den nächsten weiter gereicht wird.  Sie haben daraus eine Wissenschaft gemacht - eine Ökonomiewissenschaft und dieses Wissen steckt nun in unseren Köpfen. Die Synapsen sind verlötet - neue und andere können nicht geknüpft werden. Jede brachliegende Anschlussstelle ist verödet. Der Mensch ist in seinem unsinnigen Denkkreislauf gefangen. Das ist der Irrsinn - des Lebens - eben der geirrte - der falsche Sinn des Lebens.

Der heutige Mensch kann nicht wie im 15. Jh. noch einmal Amerika entdecken. Ein Land, das niemandem gehört - weil er keinen notariell beglaubigen Grundbucheintrag vorweisen konnte. Es gibt kein Land mehr, in dem die Flüsse und Seen vor Fischen strotzen. Der heutige Mensch musste also erst durch Erfahrung lernen, dass ständig neue imaginäre Sicherheiten für die Geldschöpfung nichts bringen, wenn dem kleinsten Glied in der Fresskette des Kapitalismus nicht auch neue, unbelastete Sicherheiten zur Verfügung gestellt werden. Wie damals in Amerika. Millionen verließen ihre sogenannte Heimat und erhielten Eigentum auf Grund und Boden.

Der Garten "Eden" geht am Eigentumsdenken zu Grunde

Wie stellt sich die Menschheit das Paradies vor? Alles ist im Überfluss vorhanden und das ohne dafür zu bezahlen. Jeder legt sich auf den Rücken und die gebratenen Tauben fliegen ihm in Maul. Das ist Paradies. Daher glaubt der Mensch, der Kapitalismus sei das Paradies, er muss nur ein Rezept dafür finden, dass sich die freiwillig rupft und nachdem sie sich in der Bratröhre bequem gemacht hat. 

Der Garten "Menschheit" wurde von den Weisen all zu schlecht bestellt. Die Tauben wollen sich einfach nicht mehr freiwillig selber grillen. Nicht einmal die Kornspur des Goldes lockt sie in die Bratröhre. Sie haben den Braten eben gerochen.  .... und nun träumt die Taube vom gegrillten Kapitalisten, der sich frewillig und unter dem Zwang der Moral selber grillt. Da aber das Kapital anonymisiert ist, beschließt die Taube neue Gesetze und Konjunkturprogramme, damit die Bratröhre sich endlich wieder füllt. Jetzt muss die Demokratie nur noch beschließen, wen sie grillt. Da hofft jeder für sich, dass es ihn nicht tritt - bis jetzt sind es ja "nur" die Griechen, denkt sich der Rest der Welt.

"Glaube und Hoffnung" sind ein Part der künstlichen Psyche unserer Marktwirtschaftsesoterik. Der Mensch kann sich nicht auf alle Ewigkeit belügen. Irgendwann muss er sich der Wahrheit stellen und erkennen, dass die Marktwirtschaft und der Kapitalismus nur eine Erfindung des Menschen ist.

Doch bereits mit dem Wort "Marktwirtschaft" verbindet der gezüchtete Mensch im Humankapitalgarten des Kapitalismus nicht einmal das Recht auf Profit. Es ist für ihn, wie das gelöste Mineral der Erde, das Pflanzen in sich aufsaugen, um Blätter zu treiben und Früchte zu tragen.


Marktwirtschaft die Religion des "niedrigen Beweggrundes"


Kein Baum dieser Welt verlangt Pacht von seinem kleinen Sprössling den er selber säte. Nicht einmal die Sonne verlangt ein Lächeln vom Menschen, der sie genießt - sie scheint trotzdem. Nur der Mensch hängt dem Glauben an, dass er, wenn er die Welt aufteilt und dafür Pacht von dem verlangt, der im Wettlauf um das Eigentum zu kurz gekommen ist, die Welt besser und gerechter machen kann. Eigentum ist daher Diebstahl - doch nur wer Eigentum stiehlt kommt ins Gefängnis, das sagt uns unsere Moral. Der Richter nennt den Diebstahl - niedrigen Beweggrund und trotzdem ist das Eigentum das höchste in unserer Gesellschaft. Eigentum kennzeichnet den sozialen Stand und wenn es nur die Markenjeans ist.

Wir streiten uns heute über Geld, wie kleine Kinder um das Recht einen Sandkuchen zu backen. Der Chef des Sandkastens ist immer der, der in angeblich und notarielle beglaubigt, besitzt. Er bestimmt, wer mitspielen darf und wer nicht. Er bestimmt, wer einen Lolli mitbringen hat, um überhaupt ein Teil der Gruppe sein zu dürfen. Er bestimmt aber auch, wer nichts bezahlt und trotzdem dazu gehört.

Kinder sind die perfekten Anarchokapitalisten

Daher bin ich vorsichtig, wenn mir jemand erzählt, wir sollen sein wie die Kinder. Kinder leben den Kapitalismus in seiner schonungslosesten und  rabiatesten Form aus. Sie kennen keine Gnade, denn sie haben den Schmerz des Verlierens noch nicht geschmeckt. Ihr Zampado und Pfeiler der Moral sind Vater und Mutter - ihre Götter, die immer und alles verzeihen und in jeder Situation zu ihnen stehen. "Klingt irgendwie, wie Bibel - nicht wahr?"

Und diese Kinder lernen Kapitalismus ohne unser Bildungssystems. Sie lernen es von uns. Sie wissen wie man mit niedrigem Beweggrund zum Ziel - also zur Macht kommt. Wir sind also nur bessere Kinder, weil wir wissen wie Verlieren im Kapitalismus weh tut - deshalb erfanden wir die Solidarität. Wir suchen uns nur die Spielgefährten aus, die sich mit uns und unserer Gesinnung in Einklang befinden. Wer mit dem Finder auf die Verräter zeigt, wird gelyncht. Selbst Kinder verraten ihre Peiniger nicht, weil sie wissen, sie sind abhängig. Wo soll also dieser heutige Mensch - erzogen im Kapitalismus - die Unschuld finden? In den Kinder bestimmt nicht. Sie sind das Produkt unserer Denkart. Fortschritt ist lediglich das, was "niedrige Beweggründe" legalisiert.


Ist die künstliche Realität vom Glauben an den allgemeinen Wohlstand noch zu retten?

Ist es Unschuld, wenn wir Griechenland retten und damit die Menschen, indem wir ihnen eine Möglichkeit geben, sich wieder rentabel für das System zu erweisen? .... oder ist es bereits SCHULD. Schon teilt sich die Menschheit - ja - sogar der einzelne Mensch in sich selber auf. Früher nannte man das Schizophrenie - heute ist es Marktwirtschaft. Wer mit seinem geteilten ICH nicht klarkommt und sich überall als Verlierer im System sieht, nennt sich Burnout-Geschädigter. Es geht wie immer um das Geben und den Zins - die damit verbundene Unterwerfung - und wie man sie angemessen akzeptiert, ohne das Gesicht zu verlieren.



Wir befinden uns längst im Höhe des Krieges aller Kriege; in der unendlichen Dunkelheit unserer Ewigkeit, die wir uns erschufen, indem wir die Regeln des Kapitalismus über unsere Menschlichkeit stellten, wie einen Gott. Menschlichkeit ist nur dann erlaubt, wenn sie Gewinn einbringt  - also finanzierbar und refinanzierbar ist. Das gilt auch für unser Gesundheitssystem.

Menschlichkeit ist nur dann praktizierbar, wenn die Marktwirtschaft ihren Tribut - ihr Tempelopfer/den Gewinn - erhält. Die fetten Priester hinter den Mauern der Tempel, wechseln töten und vergiften sich gegenseitig, um sich an den reich gedeckten Tisch setzten zu können. Wer keine Opfer bringt, macht sich schuldig, steht an den Tempelmauern dieser Religion. Opfere deinen besten und stärksten Ochsen und ziehe den Pflug selber - nur so erhält man Frieden und Wohlstand ... das ist der Glaube an den Kapitalismus. Die leisen Gebete, seine Gier befrieden zu können - deshalb flehen sie überall auf der Welt ihren Gott an. Er soll sie ernähren ...

Doch fällt es jedem schwer, den schönsten Ochsen dafür aus seinem Stall zu zerren, weil er weiss, dass er deshalb Hunger leiden wird.

Wir sind heute in Nichts anderes als unsere Vorfahren, die Tier- und Menschenopfer irgend einer Gottheit darbrachten, in der Hoffnung die Ernte wird gut. Dieser Opferkultur hat sich heute in den Kapitalismus geflüchtet und doch haben wir Angst davor die Tempel und Priester von etwas zu entmachten, worüber sie nie Macht hatten - über uns. Der Zorn des Gottes könnte uns strafen. Auch früher bekam nicht jeder den Priester im Tempel zu Gesicht . Jeder Stand (Gesellschaft) hat seine kleine Zauberkünste, die er wie ein Geheimnis hütet, um die anderen beeindrucken zu können. Heute reicht es aus, eine Yacht zu besitzen. Das ist Zauber genug. Schon beugen sich die Häupter ehrfurchtsvoll, vor dem Einkaufspreis.

Der Muff der Talaren

Wir sind alle so erbärmlich in unserer Weltanschauung. Wir verlangen immer nach einem Führer und einer Macht, die uns sagt, was richtig und falsch ist - als ob wir es nicht selber wüssten. Doch genau vor dieser Eigenverantwortung schrecken wir zurück. Uns ist nicht klar, wie wir mit unserer Freiheit umgehen sollen, ohne doch wieder eine Hierarchie und ein Unterdrückungssystem aufzubauen. 

Es ist uns völlig unklar, wie wir ohne Götter und Opfer leben sollen. Die Erbärmlichkeit an etwas Größeres zu Glauben als der Mensch hat sich in uns verfestigt. So erschuf der Mensch sich eine Ordnung der Unmenschlichkeit und ist nun seit er als "Hochkultur" existiert, bemüht, dieses Ungleichgewicht durch Eigentum einigermaßen im Gleichgewicht durch Ungleichheit zu halten.

Erst Griechenland - dann Deutschland

Glaubt Ihr wirklich, dass Griechenland das A und O - der Anfang und das Ende - der Kapitalismus-Misere ist? Heute schlüpft Spanien unter den Mantel des Kollektiv und morgen Italien. Die Bösen beruhigen sich und steigen - bis der ESM verabschiedet ist. Doch all die Gelder und Eigentümer, die heute an der Börse verzockt werden, müssen morgen als Schuld wieder beglichen sein. Wir können kein neues Amerika entdecken - sieh obige Beschreibung.

Daher frage ich Euch? Wo wollt ihr hin? 
In die Hölle der Autarkie und des Tauschhandels oder in den bedingungslosen Kapitalismus? 

Es ist die Frage nach Pest oder Cholera - wie immer auf dieser Welt. Stürzte Rom, erstand das "heilige römische Reich". Fällt heute die "erste Welt" - ist sie die zweite oder gar dritte Welt. Das alles sind Bezeichnungen für den kommerziell berechtigten Wohlstand.

Wo seht ihr Eure Zukunft?
In einem geteilten Europa, das sich wieder gegenseitig ausbeutet, bis der erste zur Waffe greift, weil er die Schulden nicht mehr tilgen kann, die für den Wohlstand zu erbringen sind?

Wollt ihr die Reichen ärmer machen, wie die Sozialisten, damit die Armen wieder einen Grund haben zu zu schufften?

... oder wollt ihr mit dieser EWIGKEIT brechen und eine Welt aufbauen, die ohne Gewinn und Profit und damit ohne Eigentum gemeinschaftlich lebt. Das würde aber bedeuteten, das jeder dem anderen das tut, was er selber vom anderen erwartet und das ohne Gewinnstreben ohne Eigennutz und "niedrigen Beweggründen" - eben dem Kapitalismus.

  • Seit ihr so weit, Dinge zu achten, ohne dass sie Euch gehören?
  • Seit ihr so weit, Leben zu achten, ohne dass es rentabel ist?
  • Seit ihr so weit, verantwortungsvoll mit der Natur umzugehen, auch wenn ihr dafür keinen Boni oder Orden bekommt?
  • Seit ihr so weit, keine Denkmäler für irgendwelche Heldentaten zu errichten, die nicht anderes als humane (moralisch gerechtfertigte) Ausbeutung sind?
  • Seit ihr so weit, die Leistung des Anderen als gleichwertig zu achten, wie Eure eigene?
  • Seit ihr so weit, nur noch das zu verlangen, was ihr Euch selber abverlangt?
  • Seit ihr so weit, zuzugeben, dass die Menschheit nur gemeinsam überleben kann ohne jedem einen Bonus für sein Dasein bezahlen zu können?
  • Seit ihr so weit, Euch gegenseitig zu vertrauen ohne eine Sicherheit oder einen Schur abzuverlangen?
Diese Demut und dieser Respekt vor sich und dem anderen ist die höchste Freiheit, die der Mensch erlangen kann. Dafür braucht er keine Ordnung und keine künstlichen Regeln und Moral, die Richter, Priester und Führer hervorbringt.

  • Seit ihr so weit, dass die Demokratie - also Mehrheit - sich bedingungslos für die Minderheiten einsetzt ohne dass sich daraus für irgendjemanden ein Nachteil ergibt?
  • Seit ihr so weit, nur das als Fortschritt zu akzeptieren, das keine zu ertragenden Nachteile für Minderheiten produziert?

Ja, das ist die Aufgabe des heutigen Wohlstandes, der nur deshalb existiert, weil ein anderer dafür das Elend erträgt. Wer also das Elend abschaffen will, muss das Gewinnrecht und das Eigentum abschaffen, nicht hergeben. (abschaffen - auf dieses Wort lege ich den WERT - Eigentum schafft man nur dann ab, wenn es keinen Wert mehr hat).

Lasst uns also die Ursache für das Elend abschaffen, aber dafür muss so macheiner seinen Wohlstand opfern. Danach ist die heutige Ewigkeit durchbrochen und es kann etwas Neues beginnen - ein neues "ewiges Leben".  Das wäre die Götterdämmung,  nach der es am nächsten Morgen keine Götter mehr gibt und niemand beginnt einen  neuen Teufel an die Wand zu malen.





Kommentare:

  1. Diesem Artikel kann ich nichts hinzufügen, weil er, bis auf unwesentliche Details, völlig richtig liegt.

    Die häßliche Fratze des Kapitalismus ist erkennbar geworden, obwohl, sie war schon immer erkennbar, man wollte sie nur nicht sehen.

    Und diejenige die diese Fratze sehen und ihren Kopf dennoch abwenden, werden ihren Kindern und Kindeskinder Rede und Antwort stehen müßen.

    "Ja, das ist die Aufgabe des heutigen Wohlstandes, der nur deshalb existiert, weil ein anderer dafür das Elend erträgt. "

    So war es schon immer und wir müßen uns fragen, fragen lassen, wie menschlich die Krönung der Schöpfung ist, oder ob wir nicht alle einer Illusion aufgesessen sind, die nur Wenigen "ein Paradies" auf Erden beschert, während Millionen Menschen, an das was wir glauben, nicht glauben können.
    Mich interessieren die Menschen.

    AntwortenLöschen
  2. Respekt! Wer es jetzt nicht kapiert, der wird es wohl nie kapieren.

    AntwortenLöschen
  3. ….. dieser Text von dir hat es in sich. Super zusammengefasst auf die wesentlichen Punkte auf die es ankommt. Das ist meiner Meinung nach einer der versändlichsten Texte die du geschrieben hast.

    Für alle die es nicht verstehen – versucht dran zu bleiben. Es ist sicher nicht einfach, da man immer geneigt ist in das Eingehämmerte, sich ständig wiederholende, von Kind an Erlernte, jeden Tag erlebte zurück zufallen - in dieses durch Abhängigkeit geschaffene Denken.

    AntwortenLöschen

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Neueste Meldungen

Regelmässige Leser

Internetradio

mit politischen Themen und Hintergrundinformationen, die in den Mainstreammedien verschwiegen werden oder als Halbwahrheiten publiziert werden von keuronfuih

Politprofiler (keuronfuih) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Beweggründe der Politik aufzudecken, denn Systemkritik scheint in unserer Medienlandschaft der Selbstzensur zum Opfer gefallen zu sein.

Alles was in der Politik passiert ist von Langer Hand geplant, das ist nicht nur ein Spruch sondern die Wahrheit. Aber warum entscheiden sich unsere Politiker immer mehr gegen das Volk und für die Wirtschaft?

Bilden Sie sich Ihre Meinung selbst, aber geben Sie sich die Möglichkeit, alle Hintergründe zu erfahren.

Wir stellen hier nicht den Anspruch, alles zu wissen, aber bemühen uns, alles, was wir in Erfahrung bringen können zu publizieren.
---------------------------------------------
Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau, Tübingen, Freiburg, Lörach, Memmingen, Augsburg, Ulm, Keuronfuih, Politprofiler, Wertelehre, Umwertung der Werte