Sonntag, 17. Juni 2012

Raus aus dem Euro ... aber wohin?

Es ist wie ein spannender Endzeitfilm. Griechenland wählt heute und keiner kann abschätzen, wohin sich die Mehrheitsmeinung bewegt. Im Der "Deutsche" träumt von seiner "harten" D-Mark. Mit der er billig im Ausland urlauben und einkaufen konnte. Doch auch zu D-Mark-Zeiten gab es Lohndumping, Staatsschulden und Rezession. Doch das war alles nicht so schlimm, schließlich ist es heute kein Thema mehr. Die Wiedervereinigung war aus der Sicht vieler ein Fehler und viel zu teuer, aber genau diese brachte einen gigantischen Wachstumsschub. Zwar verteufeln alle das Wachstum und sehen es als irrational an, aber sie wollen zurück zur D-Mark - ... das wo noch mehr Wachstum, mehr Sozialpläne, weniger Arbeitslose und kein Hartz4 war. 

Im Grunde unterhalten wir uns über eine Währung. In diesem Falle den Euro. Für Griechenland bedeutet diese: Der Euro bleibt weiterhin Zahlungsmittel. Seine Schulden bleiben in Euro erhalten und die Griechen erhalten eine andere Währung. Diese muss wiederum in Euro fakturiert werden, um die Schulden zu bezahlen.  Jedes Geld wird in Grund- und Boden, sowie Rohstoffe fakturiert - also Eigentum. Perfektes System, wenn man sich an die Verträge, Moral und Tugend hält. Und davon hat der kleine Mensch ganz, ganz viel.

Auch in Deutschland werden die Stimmen gegen den Euro immer lauter. Man will diese Währung nicht mehr. Man hätte gerne eine andere, mit neuen schönen Bildern. Am besten die alte - die D-Mark, mit der konnte man früher noch alles kaufen. Die hatte Wert. Man konnte sie bequem und zu ganz viel Eigentum umfakturieren ..- denn früher war alles besser. Wer aber zurück in die Vergangenheit will, muss alles wieder rückgängig machen.


Wohin wollen die Menschen?

Wie wäre es mit Reichmark, Goldmarkt, Gulden, Thaler, Kreuzer oder gar Badisches oder Württembergische Geld? Sie funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip. Sicherheit hinterlegen und Geld bekommen. Wer nix hat, bekommt nix! Um so schmerzlicher ist die Frage? Was habt ihr denn? Eine Mietwohnung, ein Leasingauto - oder bekommt ihr nicht einmal dafür mehr Kredit, weil sie Euch nicht mehr zum Arbeiten brauchen? Ihr müsst Euch neue Herren schaffen (Herrschaft), die Personal für ihren Luxus brauchen.

Der "Deutsche" träumt von seiner "harten" D-Mark.Mit der billig im Ausland urlauben und einkaufen konnte. Doch auch zu D-Mark-Zeiten gab es Lohndumping, Staatsschulden und Rezession. Doch das war alles nicht so schlimm, schließlich ist es heute kein Thema mehr. Die Wiedervereinigung war aus der Sicht vieler ein Fehler und viel zu teuer, aber genau diese brachte einen gigantischen Wachstumsschub. Zwar verteufeln alle das Wachstum und sehen es als irrational an, aber sie wollen zurück zur D-Mark - ... das wo noch mehr Wachstum, mehr Sozialpläne, weniger Arbeitslose und kein Hartz4 war.

Die Menschen wollen alle zurück in die Vergangenheit, weil die Zukunft, die sie mit ihren Entscheidungen schufen, sich nicht so entwickelte, wie sie hätte sein sollen. Das Experiment "Reichtum und Wohlstand", ging für die meisten als Angstdünnschiss in die Hose und das ist peinlich.

Man fordert einen neuen Anlauf! ... Also Abmarsch, zurück in die Vergangenheit und die entgegengesetzte Entscheidung treffen. Zwar hat sich keiner der so Entschlussfreudigen jemals überlegt, wie es nach dem "zurück in die Vergangenheit" wieder in eine Zukunft geht, die auch so wird, wie man sie sich träumt. Doch das ist im Moment derartig von shitegal - Hauptsache zurück und mit neuem Anlauf, wieder in das gleiche Schlamassel. Wir können ja immer und immer wieder zurück in die Vergangenheit, wenn uns die geschaffene Zukunft nicht passt.

Genau dieses Deja Vu erlebt die Menschheit in unregelmäßigen Abständen. Ich werde heute auch niemanden mit dem Ausstieg aus diesem Kreislauf der ständigen Entscheidungen, die nicht zum erhofften Ziel führen, behelligen.


Die Menschheit sucht nach dem Stillstand der Zeit

In Wahrheit sucht die gesamte Menschheit genau den Zeitpunkt in die Ewigkeit zu dehnen, in dem die Gegenwart sich in Vergangenheit und Zukunft trennt. Das wäre für sie, in diesem System, die Glückseligkeit. Sie müsste sich nicht mit ihrer Vergangenheit kritisch auseinandersetzen und die in der Konsequenz ihrer Entscheidungen, unvermeidbare Zukunft, würde sich nicht erfüllen. Sie macht nur Angst und droht mit dem Verlust des kleinen Glückes - "Wohlstand".  Die erste Welt - das oberste Glied der kapitalistischen Fressordnung, hat Angst um ihre Position in der Welt.

Sie ist nicht bereit, sich den Tatsachen zu stellen, die sie sich selber mit all ihren Entscheidungen schuf. Diese Zukunft wird sich auch nicht einem zurück in die Vergangenheit revidieren lassen. Denn die Vergangenheit wartet mit den gleichen Problemen wieder auf, die genau zu dem Hier und Heute führten. All diese Entscheidungen, die heute als falsch erscheinen, wurde getroffen, um den Wohlstand zu wahren, den wir alle so herzlich lieben.

Was wollt ihr aus Eurer neu gewonnen Vergangenheit machen? Eine andere Zukunft als heute? Die heutige Zukunft war bereits vor 300 Jahren oder gar Tausenden von Jahren festgeschrieben. Dazu braucht niemand hellseherische Fähigkeiten oder spirituelle Begabung oder gar ein Schicksal, das irgendein Gott in ein großes Buch schrieb.

Dieses große Buch schreibt die Menschheit selber. Sie hat sich entschlossen sich der künstlichen Fress- und Hackordnung der kommerziell, gewinnorientierten Marktwirtschaft zu unterwerfen. Diese Ordnung besagt, dass am Ende jeder "Hoch-Zeit" im Wohlstand, der Abstieg in die Armut führt. "Wer durch Schuld steigt, fällt durch Tugend".

Die verklärte Vergangenheit

Werfen wir doch einmal einen Blick zurück in die BRD. Seit ihrer Existenz häuft sie Schulden an, um ihre Bevölkerung in Wohlstand zu halten. Gehen wir eine "Länderbezeichnung" für Deutschland noch weiter zurück, haben wir genau das gleiche Szenario. Wo wollen wir denn hin?

Gehen wir zurück in die Vergangenheit, sind wir bereit wieder in der Zukunft. Sie hat sich lediglich aufgrund der nostalgischen Art unseres Hirns so weit verklärt, dass sie bereits wieder angenehm erscheint, obwohl vieles, was heute selbstverständlich ist, damals Luxus der Superreichen war.

Diese Ignoranz liegt wohl daran, dass wir uns nur Filme und Literatur zu Gemüte führen, die sich mit dem Leben der vergangen Reichen und Wohlhabenden beschäftigen. Denken wir an das Mittelalter, entstehen Schlösser und Burgen, bewohnt von Rittern in glänzenden Rüstungen. Diese Edelmänner beschützen das niedere Volk. Wer will sich schon mit dem armen Bauern identifizieren, der als Leibeigener das Feld bestellt, damit die Edelleute dinieren können?


Denken wir an die vergangen "Hochkulturen", diskutieren wir über die Pyramiden und möchten uns nicht vorstellen, dass diese Monumente im Schweiße des Angesichtes von aber Tausenden von "niedrigen" Menschen erschaffen wurden. Wir denken nur an die Pharaonen und der Hofstaat. Damit können wir uns identifizieren. Was interessiert und da der kleine Mensch, der in einer Lehmhütte wohnte, von der wir heute nicht einmal mehr das Fundament finden.

Wir bestaunen die Schlösser der Monarchen. Begutachten ihren Pomp, aber keiner wagt neben dem Bett des Königs, das Strohlager des "niedrigen" Menschen aufzubauen.

... und in diese Vergangenheit wollt ihr zurück, um Euch wieder die gleiche Zukunft aufzubauen, die ihr heute habt und sie Euch doch nicht mehr gefällt, weil ihr bemerkt, dass ihr immer noch das niedrige Volk seit und auf Stroh schlaft?

Ihr seit immer noch dieser "niedrige" Mensch, der davon träumt, im Königsbett zu schlafen. Vergesst aber dabei, dass ein jeder König ein Reich braucht, das er ausbeuten und benutzen kann, um in Wohlstand zu leben.

Was haben der Menschheit all ihre Revolutionen gebracht?

Die Menschheit schuf sich nur neue Könige, denen sie dienen muss, weil sie einfach nicht versteht, wie die Welt tatsächlich funktioniert. Ihr könnt noch so lange über Geld diskutieren und glauben, es verstanden zu haben. Ich sage Euch: Ihr habt nix verstanden, sondern seht nur Euren eigenen Unverstand, den ihr Euch auch noch logisch erklärt.






1 Kommentar:

  1. „Stumpfe Nasen und schwarz; so sind Äthiopias Götter,
    Blauäugig aber und blond: so sehn ihre Götter die Thraker,
    Aber die Rinder und Rosse und Löwen, hätten sie Hände,
    Hände wie Menschen zum Zeichnen, zum Malen, ein Bildwerk zu formen,
    Dann würden die Rosse die Götter gleich Rossen, die Rinder gleich Rindern
    Malen, und deren Gestalten, die Formen der göttlichen Körper,
    Nach ihrem eigenen Bilde erschaffen: ein jedes nach seinem.“

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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