Da stellt man sich die Frage, wann endlich Europa zu diesem Schritt bereit ist und seine Rohstoff nicht mehr in US-Dollar bezahlt - also seine Währung nicht mehr konvertiert bzw. fakturiert - sondern im direkten Handel mit Euros bezahlt.
Ein großer Teil der Wirtschaftskrise wird durch diesen unerklärlichen, unnatürlichen Irrsinn von Währungshoheit der USA verschärft. Der Kapitalismus beschleunigt sich dadurch ungemein. D. h. die Massen werden in einem riesigen Tempo verarmt. Sollte Europa in dieser Hinsicht nicht schnell reagieren und sich dem Zeitgeist anpassen, könnte der Euro tatsächlich kippen.
Noch verheerender ist die aggressive und ablehnende Haltung der deutschen Regierung gegenüber Russland. Merkel mobbt die einzige Konkurrenz zum Öl aus dem Nahen-Osten aus dem Geschäft. So erzeugt sie eine künstliche Abhängigkeit vom amerikanisch dominierten Öl und verhält sich entgegen den geltenden Gesetzen des von ihr postulierten "freien Markt". Das ist eine weitere Absage von Merkel an Europa und Deutschland bzw. der jeweiligen Völker.
Wer im Sozialismus erzogen wurde, freundet sich all zu schnell mit neoliberalen Grundsätzen an - da ihr einziger Gegensatz darin besteht, dass nicht Funktionäre wie in der DDR die Republik leiten, sondern Unternehmensmanagements. Verluste der Wirtschaft wurden schon immer sozialisiert ... nur die Argumente erreichen heute die Menschen nicht mehr.
... dann machen wir eben mal den Kapitalismus richtig, Frau Merkel!
Wirklicher Kapitalismus wäre, die Leitwährung Dollar nicht mehr zu akzeptieren. Der Dollar muss seinen tatsächlichen Wert im Währungshandel erhalten. Er ist meines Erachtens nicht mehr wert als 10 Euro-Cent. Sinkt der Eurokurs, sinkt der Ölpreis, der in Dollar notiert ist. Warum fakturieren wir unsere Währung immer in Dollar um, wenn wir Werte einkaufen? China, Japan und die übrigen BRIC-Staaten machen es uns vor. Blockierer sind unsere Blockparteien. (Ein kleines Wortspiel). Ich meine die US-Kapitalismusparteien. Dazu zähle ich auch die Piraten, schließlich trifft man sich mit Henry Kiesinger ... mehr brauch ich dazu wohl nicht mehr sagen. Machen wir doch den Kapitalismus bis zum Exzess. Bis zum endgültigen Niedergang dieses Unrechtssystem. Haben wir den Mut dazu? Können wir das Elend ertragen, das der Kapitalismus für Wohlstand fordert?
Nein, wir sind nicht fähig dazu, das zu Ende zu führen und denken, was wir begannen. Wir wehren uns gegen die Wahrheit. Es schmerzt zuzugeben, dass der Kapitalismus nicht gerecht ist und schon gar keine Rechtsstaaten hervorbringt, sondern nur Regelwerke, die Verlieren als Moral darstellen; jedes Menschenrecht und jede Menschenwürde in Geld fakturiert oder in Warenwert.
Die Lösung für all die menschlichen Probleme besteht darin, dass die Satzung des Kapitalismus über jedem Menschenrecht und jeder Menschenwürde steht. Unsere armseligen Menschenrechte richten sich lediglich am finanziellen Vermögen der staatlichen Organisationen aus, die sich ebenfalls vom Kapitalismus ernähren.
Doch bevor die Masse der Menschen das versteht, muss der Kapitalismus als Ende der Welt untergehen. Sind die Konten genauso leer, wie die Mägen der Massen, sollt endlich das unmündige Denken nach der Satzung des Kapitalismus aufhören und nicht von Neuem begonnen werden. Getragen von der Hoffnung, er könnte dieses Mal funktionieren.
Wie oft will die Menschheit noch einen gerechten Kapitalismus herbei zwingen?
Es wird Zeit aus der Geschichte zu lernen. Wahnsinn sind erkennt man darin, dass man nicht ablässt, etwas zu versuchen, was nicht funktionieren kann. Und der Kapitalismus ist und bleibt ungerecht. Egal wie die Menschheit die Satzung des Kapitalismus umschreibt. Er lebt vom Ungleichgewicht. Die Reichen brauchen die Armen für ihren Reichtum, also sollte der Arme endlich aufhören, reich sein zu wollen. Das ist die Grundvoraussetzung für den Ausstieg aus dem Kapitalismus.

Marktwirtschaft ohne Kapitalismus
AntwortenLöschen"Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren."
Arthur C. Clarke (1917 – 2008)
Was Zivilisation ist, beschrieb der Sozialphilosoph Silvio Gesell (1862 – 1930) in seinem makroökonomischen Grundlagenwerk "Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld" im Jahr 1916. Alle "Gegenargumente" sind Vorurteile und Denkfehler.
Dass eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt (und in "God´s own country" schon wieder einstellen musste), sich noch immer im zivilisatorischen Mittelalter befindet und darum – was von den "Verantwortlichen" noch gar nicht gesehen wird – heute vor der größten anzunehmenden Katastrophe der Weltkulturgeschichte (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon) steht, erklärt der Umstand, dass sich das Paradies (die Marktwirtschaft) nicht von der Erbsünde (dem Privatkapitalismus) befreien lässt, um erst hinterher festzustellen, dass man sich schon im "Himmel auf Erden" befindet:
http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html