Freitag, 13. Juli 2012

Die falsche Vorstellung vom Übermenschen - die heutigen Gipfelstürmer

Wer sich in Gefahr begibt, muss damit rechnen, dass er stirbt. Wer hoch hinaus will, fällt tief und muss in dünner Luft leben. Am höchsten Berg der Welt, dem Mounte Everest kommt es stellenweise sogar zum Bergsteigerstau. An manchen Stellen ist der Aufstieg so schmal, dass man nur hintereinander zum Gipfel pilgern kann. Doch der Ehrgeiz, ein nutzloser Trieb der Macht, treibt die Sportlichen auf die Wimpel dieser Welt. Man holt sich einen Orden ab, den man sich selber an die Brust heftet.

Die Bergwacht erlebt gerade zu eine Blütezeit der Selbstüberwinder Für die Alpenländer ist dieser Tourismus wichtig. Der Klimawandel bedroht ihren Geldbeutel. So wird ein Sommerlawienunglück zum Wetterspektakel. Man vergisst dabei schnell, dass sich die Gletscher seit der letzten Eiszeit zurückziehen. Der Mensch will sich nicht nur sich selber herrschen und überwinden, sondern auch die Natur. Sie hat so zu bleiben wie sie ist. So wie der heutige Mensch nicht altern soll und sich mit Sport ertüchtigt, im Glauben er könne Alter und Tod in eine erkaufte Ewigkeit überwinden.

Teure Funktionskleidung, eingekauft im Spezialsportgeschäft schützt vor der Natur und lässt sie leichter überwinden. Eine gute Ausrüstung gibt Kraft, wie einem Soldaten die Uniform. Ein tüchtiger Soldat braucht heute keinen General mehr, der ihm Weisungen erteilt, er ist sich selber sein bester General. Das beste Ich-Management das die Menschheit in einer hohen Zivilisation je hervorbrachte. Er hat den klassischen Faschismus überwunden und zu seinem eigenen, inneren Gängelwagen gemacht. Er ist Roß und Reiter; Hirte und Schaf; Wolf und Beute und dreht sich wie ein dummer Hund, der seinen eigenen Schwanz jagt. Ist angestachelt vom eigenen Ehrgeiz und erwartet Applaus, wenn er aus Erschöpfung stehen bleibt und seinen eigenen Schwanz als Beute ergattert.



Bergsteigen ist ein absichtliches, riskantes Alleinsein in schwierigem Gelände. Fernab von Menschen. Man überwindet steile Hänge und gibt vor in kleiner Gemeinschaft, großes zu leisten. Ein Mannschaftsgeist überwindet die Masse. Erhöht sich zu etwas besonderem und gilt danach als Mehrwert.

Der Mensch sucht sich einen Ausgleich zu seiner anstrengenden Tätigkeit im Büro. Der eine fliegt um die halbe Welt in den Urlaub, um zu zeigen wer er ist und muss doch feststellen, dass die Hotels auch in 10.000 km Entfernung genau gleich aussehen, wie die um die Ecke. Touristentempel erfüllen eben überall auf der Welt den gleichen Zweck. Es sind vorgegaukelte Luxusfütterungsanstalten, vorgestopft mit Billig -Sommerfrischlern und billige Personal in Lakaienanzügen. Doch da gibt es die Aufklärten. Sie machen individuellen Urlaub, fern ab der gängigen Reiseziele und bereits so das vor, was später als Massentourismus folgt. Sie führen und die anderen folgen. Ein erhabenes Gefühl. Leider lässt sich der Mounte Everest nicht mit einem Helikopter besteigen. Geschäftstüchtige Menschen hätten dort längst ein Restaurant errichtet.

Führen und Folgen - der Wahn eines ganz normalen Irrens


Mit guten Ideen fühlt der Mensch sich immer als Obermensch und nennt sich Übermensch. Er erwartet für seine Leistung den verdienten Lohn der ihm nun unterworfenen Menschheit. Er erhöht sich, um andere zu erniedrigen. Das ist ein Vorgang der Menschenverachtung. So entstand der antike Wahn vom niedrigen Menschen für niedrige Arbeit, dem wir heute noch als Glauben anhängen.

Man will eben die zwei Wochen Urlaub in der Illusion als Herrschaft genießen. Es ist die Herrschaft des Geldes. Es ist das Mittel zur Erniedrigung, wenn man es nicht hat. Doch wer Grund und Boden sein eigen nennt, muss sich nicht vor dem Geld nicht hinstrecken und sich begehen lassen, wie ein Teppich. Das vergißt der heutige Städter, denn er trampelt mit Geld auf seinen Mitmenschen herum. Er benutzt ihn als Trittbrett und Schuhabstreifer. Sein Recht gutes und tugenhaftes Recht, das er sich aus dem Geld ableitet und nennt es dann die hohe Moral der Eigentümer. Seine Fürsorge besteht darin, niemanden zu Tode zu trampeln. Das ist seine Ethik der Unmenschlichkeit.

Der Bergsteiger dagegen hält sich für etwas Besonderes. Er ist nicht wie der Massentourist. Er ist individuell und will aus eigener Kraft an den Gipfel, an sein Urlaubsziel. So verwirklicht sich der heutige Geldmensch und geht seiner auserkorenen Muse nach. Wie der alte Grieche Platon, der vom hohen Thron der auf Sänften Getragenen, die Welt beschreibt und wir es als gelesene und geschriebene Wahrheit und zuerkaut und geprüft hinunter schlucken.

Wieder andere drängen sich auf überbesetze Kreuzfahrtschiffe und spielen Fristclass auf der Titanic. Geht etwas schief, ist der Kapitän schuld und wird verklagt. Wen verklagen nun die Bergsteiger, wenn sie in an den Hängen in den Seilen sich verfangen - oder gar von Lawinen begraben werden? Den Berg, den Watzmann oder das Matterhorn?

Angst vor dem eigenen Versagen und die Demut vor der Natur könnten bestimmt Leben retten, indem sich so manch einer freiwillig eingesteht, dass er sich das selber nicht zutraut, neben dem Gipfelkreuz zu stehen, denn hier ist das Ziel, nur der halbe Weg. Der Rückweg, ist oft nicht in der Illusion der Selbstüberwindung eingepreist. Doch der Mensch muss eben etwas tun, so heißt es in den Büchern. Er sucht ständig nach seiner Erfüllung, doch ich nenne es eher Bestätigung und die muss von außen kommen.


Der Mensch ist sich selbst zu klein

Sich selbst reicht der Mensch nie aus. Dazu ist er zu klein. Er braucht Publikum, die seine Leistung bejubelt und der Jubel ist ihm gewiss, wenn er das tut, was andere sich nicht trauen. Das ist der Mut der kleinen Menschen, die sich erhöhen wollen. So hört er in die Masse hinein und will der Erste sein, der das ausspricht und vollbringt, was sich gerade als Massenwahn entwickelt. Wir nennen sie Vorreiter und doch sind sie nur Scheinheilige, die unsere Gemüter belauschen. Nur dort wo geflüstert wird, wagt der Mensch sich in die Höhe. Wer erhält schon einen Orden, wenn er eine hohe Leiter besteigt und nur ein Dach deckt?

Er legt lieber Wanderstrecken mit dicken, schweren Spezialschuhen zurück und im Alltag ist ihm jeder Schritt auf dem normalen Gehweg zu viel. Dort ist er einer von vielen - dort ist er ein Niemand in der Masse.  Oft gilt er selber sogar als Steigleiter für die Karriere eines anderen, den Bürogipfelstürmern unserer Zeit.

Wer sich selber als Mensch überwindet, gilt als erfolgreich


Es gilt als schick seine Angst oder seien Körper zu überwinden. Man tritt sich selber und schlägt seine Angst in die Flucht. Man überwindet seinen Körper, indem man ihn ausbeutet. Das ist Sport. Bilder vom sportlichen Erfolg sind die eigenen Trophäen der Selbstverachtung - dem Sieg über sich selber. Da bieten sich die hohen Berge gerade zu an und man wird zum gefühlten Alpencowboy, der keine Wildpferde zähmt, sondern sich als Stadtmenschen auf den Gipfel jagt, wie einen Hasen auf der Flucht vor sich selber. 

Er gönnt sich keine Ruhe. Er umgibt sich mit der Künstlichkeit seiner eigenen Vorstellung von Leben und nennt es Lebenskunst. Er lässt sich von der Muse küssen, damit er sich in der Ruhe nicht mit sich selber beschäftigen muss. Er liebt die Muse, weil er sich selber nicht liebt. Sein Geist sucht die Ablenkung in der bunten, erlebnisreichen Welt unserer Zivilisation. Die nichts anderes ist als Kunst und eine unzählige Sammlung von Selbstmissachtungsmöglichkeiten anbietet.

Wer nicht in das "Geschrei" der Natur mit einem teuren Spezialfahrrad abtaucht, muss wenigsten mit einer Walkinghose und -stöcken durch die Landschaft schreiten - als Ausgleich zu seinem künstlichen ICH, das er sich in seinem Narzissmus selber von sich töpferte. Jeder leichte Stups der Realität bringt seine Fassade zum bröckeln. Er ist schwer beschäftigt, den Schein seines ICHs aufrecht zu erhalten. Die Nadel der Orden, die er sich selber anheftet, sollen sein Panzer sein. So schmückt man sich mit reichen Bekanntschaften oder einflussreichen Freunden, um sich mit ihrem Glanz selber glänzend zu machen.

Die hohe Schule der Athener

Dafür begibt er sich in die Menschenbildungsanstaltungen unserer Zivilisation mit einer genauen vorstellen, was am Ende aus ihm werden soll; er modelliert sich nach Vorbilder, die ihn in seinem Verlangen bestärken, nicht das zu sein, was er ist - ein Mensch. Er will ein geschäftigter Architekt, ein großer, dauerbeschäftigter Informatiker oder gar der große Chef im höchsten Büro unserer Neuzeitgipfel aus aalglatten Glasfassaden sein. Das sind Ziele, die man sich steckt. Doch hat man sie erreicht, fragt man sich: WARUM? So wurde der Weg zum Ziel, weil das eigentliche Ziel, öde und schal ist; und doch ist das Ziel immer die Erhöhung des eigenen ICHs über das der anderen. 

Am Gipfel, am Ziel seiner Träume, steht man plötzlich auf dem Boden einer künstlichen, von sicher selber erschaffenen Realität, die fern ab jedem natürlichen Leben existiert. Um so beschwerlicher ist der Weg nach unten, zum ICH-SEIN - denn auch dort findet dieser Mensch keine Befriedigung. Das schlichte SEIN unter vielen ohne Unterschied ist kein Leben für ihn. Er braucht den Wettstreit und stellt dabei seinen Gegner gern ein Bein, wenn es keiner sieht. Das ist das Geheimnis des Erfolges.  

Wer sich allerdings aus anderen Menschen einen Haufen formt, der ihm als eigener Thron dient, gilt als der Größte. Wer Massen zu einem Gipfel formen kann, erhebt sich dagegen ohne große Anstrengungen in den Himmel der Götter. Der Thron wächst von unten, je mehr ein Idol zu erkennen glauben.

Selbst die Politik funktioniert nicht anders. Wer lautstark die irrsinnigsten Ideen in die Schlagzeilen bringt, ist ein Held. Er redet dem Volk nach dem Mund, aber nicht mit seinem. So baut man sich einen Thron.   Populäre Meinungen sind geheime Wünsche der dumpfen Masse. Wer sie formuliert, darf führen und das Volk folgt.

Sie hören nicht was ihr Idol sagt, sondern sie hören das in Worten, was sie immer dachten. Sie hören ihre Gedanken in einer realen Illusion. Sie bauen gemeinsam Traumschlösser in hohen Wolken, die besiedelt werden wollen; Räuberleitern werden bis in den Himmel der Glückseligkeit gebaut und doch bleiben die Untersten im Morast der Realität grundsätzlich stecken.

Die Kunst, Illusionen zu erzeugen ist ein eigenes Handwerk der Menschentöpferei. Sie suchen sich ihr Material sorgsam aus. Menschen die denken, lassen sich sich nicht nach belieben bilden und formen. Sie sind wie Steine; kantig und unbeugsam. Man kann sie zertrümmern und zermahlen. aber das ist beschwerlich und gelingt nicht immer. Selbst der kleinste Stein kann im weichen Ton eine Spitze darstellen und ihn zerbrechen. 


Der weiche Mensch lässt sich formen und bilden - er ist der Thron worauf man sich setzt

Zuerst nehmen sie die weichen, leeren Menschen, die sie wie einen hohle Ziegel auffüllen und als Fundament für ihren Thron benutzen können. Die anderen sind ihnen ein Graus. Sie stehen als unverwendbares Material am Rande der Werkstatt, wie Mahnmale der Menschheit. 

Sie hören die Meinung der Gipfelstürmer und spucken sie ihnen als Spiegelbild direkt ins Gesicht. Sie lassen sich nicht zermalmen. Sie spucken den vorgekauten, unverdaulichen Meinungfraß, einfach wieder heraus. Sie lassen sich nicht in die Höhe der Rosawolken tragen, die von diesen Menschentöpfern an den Himmel gemalt wurden. Sie bleiben fest auf dem Boden der Tatsachen stehen und sehen mit entsetzen wie immer mehr gen Himmel streben, um vom Staub der Wahrheit keine schmutzigen Füße zu bekommen.

Das sind die einsamen Rufer in unserer Welt. Sie verkünden keine Visionen und keine Baupläne für Luftschlösser. Sie stehen am Rand der Fanzüge, die von einer Tribüne zur nächsten wandern, auf der suche nach sich selbst. Sie lassen sich nicht zu Idolen formen. Sie wollen nicht führen und daher soll ihnen auch keiner folgen.

Sie wollen keine Jünger, die an den Lippen des Meisters kleben, wie Fliegen am Honig. Sie wollen keine neuen Zombies erschaffen, die neue verheißungsvolle Luftschlössergesetze herunter beten und von einer Fremdsteuerung zur nächsten wechseln. Da es aber für die Mehrheit der Menschen bequemer ist, blind zu folgen, als selber den ersten Schritt auf dem harten Boden der Realitäten zu wagen, bleiben sie am Rand der Geschehnisse als verspottete Kreaturen zurück.


Blindes Gevolk braucht Vertrauen und gutes Schuhwerk

Wer blind folgt, braucht gutes Schuhwerk. Er weiß nie wohin die Reise geht. Er kennt nur das Ziel, das vor ihm wie eine Leinwand von großen Künstler gemalt wurde. Dieses Bildnis tragen sie wie einen Altar auf ihrer Wanderung durch die Zeit vor sich her. So manch einer ist dabei schon in ein tiefes Loch gefallen und jämmerlich zu Grunde gegangen. Doch jede Grube füllt sich mit der stürzenden Masse wieder auf. Irgendwann geht die Prozession wieder ihren eingeschlagenen Weg. Sie steigen über sich selber hinweg und nennen es Opfer für die Menschlichkeit. Sie erfinden Beschwörungsformen und versuchen den Menschzug durch die Zeit immer mehr zu vergrößern. So wird ein Trugbild zur Realität. Wer eine Fata Morgana sah, will diese nun mitten in der Wüste erbauen. Fehlt dafür das Wasser, gibt es genug folgsame Wasserträger, die sie für ihren Traum abmühen.

Wer diesem Treiben als einsamer Rufer tatenlos zusehen muss, wird dann zur Gefahr der Künstler die Wolkenkuckucksheime erfinden. Wer nicht ihrer Meinung ist und wer nicht ihre Regeln als Wahrheit anerkennt, wird überrannt, eingesperrt und zerrissen, wie das Schaf, das unter Wölfe gerät. Die Meute wird zum Wolf und Jäger der Andersdenkenden.

Wer die Kunst eben als Künstlichkeit beschreibt und nicht als Kreation der Wahrheit - wird zum Lügner und Ketzer. Der Mensch als Masse erschuf sich eine Realität, die nichts anderes als eine billige Fassade eines Schmierentheaters ist. Sie soll die Wahrheit und die Armseligkeit der Menschheit verstecken. Wer leben will muss Wasser herbei schaffen. Ein neues Ziel, eine neue Aufgabe und ein neuer Wille entsteht für die Stadt der Menschen in der Wüste ohne Wasser.

Das Idyll der künstlichen Rechtschaffenheit entsteht so in den Herzen der Menschen als Natürlichkeit, die nichts anderes ist als Kunst. So wird Selbstbetrug zum  Gebot der Stunde bis in alle Ewigkeit. Der gebildete Mensch nennt dies dann Gerechtigkeit. Wer führen will muss sich erhöhen und die anderen erniedrigen, auf dass sie ihn freiwillig auf Händen tragen. Wer unter dieser Last zusammenbricht, wird vom Nächsten ersetzt - das ist Menschlichkeit und Nächstenliebe nach den Gesetzen der künstlichen Moral, erzeugt durch eine von Menschen erschaffenen künstliche Realität. Verliert ein Idol seinen sicheren Stand auf seinem Thron; gibt es genügend, die sein Loblieb inbrüstig schreien und ihn preisen, auf dass sich die Masse wieder stabilisiert und das Kunstwerk weiter trägt.

Die Pyramidenflucht

Je länger der Thron hält desto mehr entwickelt sich ein ganz gefährliches Eigenleben der künstlichen Kultur. Jeder will getragen werden und sucht verzweifelt nach seinen eigenen Wasserträgern, die nicht zu finden sind. So steht alles mittlerweile auf töneren Füßen, im Treibsand einer toten Wüste. Das Kunstwerk wird von seiner eigenen Masse erdrückt. Wer nun aus seinem Traum aufwacht erkennt die Lawine über sich, die ihn begraben wird. Das ist der Zyklus der Zeit, in der Mensch nach neuen Göttern ruft und die alten in die Verdammnis schickt. 

Wer nun zuerst beim nächsten Gott vor der Bühne der Künstlichkeit sich einfindet, erhofft sich in höhere Gefilde getragen zu werden, und zwar von denen, die nach ihm kommen. So bewahrheitet sich auch der Spruch, die letzten werden die Ersten sein - die vom Kunstwerk der Menschheit erschlagen werden.

Der nächste Thron wächst aus dem Gevolk

Die Pyramidenflüchtlinge wollen sich als erste Jünger in den Aufzug in die nächste Glückseligkeit setzen. Sie niedrigen die alten Eliten und sich als neue tragen zu lassen.  Es ist also immer die Frage des Zeitpunktes, die alte Pyramide unbeschadet zu verlassen bevor sie zusammenbricht. Um dann die nächste spitze Feder für das nächste Traumschloss ins Tintenfass der Zeit zu stecken. So baut sich der neue Thron - der neue Turm zu Babel - aus den Trümmern der alten Träume neu auf.

Das ist Macht! Macht ist die Kunst der Illusion, Lüge als Realität zu verkaufen. So baut sich Macht auf und wird zu Gesetzen und Regelwerken einer Lüge, die sich die Menschheit über ihre Menschlichkeit stülpt. Es sind die Regeln für die ewig rotierende Künstlichkeit, im Glauben bis in den Himmel bauen zu können und müssen. Der Zwang ein Obermensch zu sein ist groß im Menschen. Er kann kein Übermensch sein. Er kann sich selbst nicht über andere denken und sich bei kleiner machen als die Menschheit selbst. Es erscheint im als Frevel an sich selber. Er sieht sich lieber aller über der Menschheit. So kam der Mensch zur falschen Vorstellung des Übermenschen als Gott. Sein Wahnsinn in der Künstlichkeit raubt ihm jeden Verstand. Er wird zur Vernunft, die sich den künstlichen Gegebenheiten wie eine Sklave anpasst.

Ewigkeit ist in der Vorstellung des künstlichen Kulturmenschen auf sein kurzes Menschenleben beschränkt. Er lebt um zu sterben. Sein Erbe ist der Grundstock für die nächste Generation, auf dass sie sich ihre eigene Ewigkeit erschafft. Alles andere übersteigt den Horizont des zivilisierten Kunstmenschen. Er spricht von Nachhaltigkeit und meint doch nur seine jämmerliche kleine Lebensspanne. Wer Ewigkeit schaffen will, muss sich den Regeln der Macht entledigen. Ewigkeit beginnt da wo niemand führt und niemand folgt; sich keiner erhöht, damit er niemanden erniedrigt. Das ist die Ewigkeit, die sich der Mensch tatsächlich schaffen kann, über alle Generationen hinweg, aber diese erreicht er nur, um den Preis der Macht, von der der Mensch nicht ablassen will.

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