Montag, 16. Juli 2012

Blatter: Die FIFA als Mafiasumpf - Wo bleibt der Verfassungsschutz im Kampf gegen das organisierte Verbrechen?

Politik als Edel-Fußballfan
Die Berichterstattung um Blatter wird zur Posse. Es findet sich wahrscheinlich nur eine Hand voll Menschen, die tatsächlich davon überzeugt sind, dass die WM-Vergaben nie getürkt waren und niemals politische Interessen verfolgten - politisch bedeutet grundsätzlich wirtschaftliche Interessen. Doch was ist der Zweck der jetzigen Aktion. Soll nun Katar und Russland die Austragung der WM-Spiele wieder streitig gemacht werden, wie der Ukraine die EM?

Es ist auch eine schlichte Lüge, wenn behauptet wird, die Wirtschaft hätte nicht von der WM 2006 profitiert. Sie baute die Stadien und stellte die Rechnung an den Staat. Die Gastronomie nahm die Menschenmassen und füllte ihre Hotelbetten, ohne auch nur einen Pfennig/Cent dafür aufzuwenden. Die gesamten Kosten liegen nämlich immer und gründsätzlich beim Staat. Nur die Gewinne gelten in gewohnter Manier als privat. Wenn also der Staat von einem Minusgeschäft in bezug auf die Wirtschaft spricht, dann meint er die fiskalischen Rückläufe der Mehreinnahmen. Diese können nämlich nie die Kosten für eine EM bzw. WM kompensieren.

Mit diesem klein Rechenkunststück will sich nun die deutschen Wirtschaft vom Korruptionsvorwurf in bezug auf die WM 2006 einen Persilschein verpassen.


Bald sind Staat und Demokratie für die Wirtschaft überflüssig

Erinnern wir uns an den verzweifelten Kampf um die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen.  Was für eine prominente und angesehene Delegation stellte damals Ministerpräsident Seehofer auf die Beine? Was kostete alleine die Bewerbung das Bundesland Bayern und den Steuerzahler? Alleine die Bewerbung ist für die Wirtschaft bereits Gold bzw. Geld wert und ein Wirtschaftsfaktor.

So wie jedes Publicviewing zur EM 2012 ein Goldesel für die Wirtschaft ist. Fressen, saufen und kaufen für das Wirtschaftswunder in der Krise. Der Deutsche soll sich zwar einen Flachbildschirm zum besseren Genuss der Spiele kaufen, aber am Ende doch in kollektiver Freude, sein Bier zum kommerziellen Gewinn in der Gastrobranche saufen. Und damit das ganze zu einem kommerziellen Welterfolg wird, zahlen die öffentlich Rechtlichen hohe Übertragungslizentgebühren, wie bei der Formel Eins.

20 Juni 2012
2, 8 Mrd. in den Büchern und niemanden ist aufgefallen, dass dafür lediglich 800 Millionen vom britischen Investor CVC bezahlt wurden. Ginge es nach Ecclestone, wäre die Formel Eins längst an der Börse, wie Facebook.
 
Unlängst kam heraus dass die bayrische Landesbank diese Rechte mit 2,3 Mrd. Euro minus verkaufte. Wie Mappus die EnbW-Anteile wieder überteuert vom privaten Wirtschaftsmarkt einkaufte. Das Grundgesetz der Wirtschaft basiert immer darauf, dass der Staat die Privatgewinne der Wirtschaft als Staatsschulden übernimmt. Eine andere Aufgabe haben Staaten und Demokratien in unserem Wirtschaftsdenken  nicht. Sie werden erst dann abgeschafft, wenn der Bürger die heutige Staatspflicht der privaten Gewinnsubventionierung als Grundrecht in seine innere Moral verbucht. In manchen Länder dieser Welt ist dies bereits geschehen. Motiviert von NGOs wie Bertelsmann oder Teapartybewegungen. So wird der Arme zum Revolutionär für den Reichtum.

Der Sommerkarneval bei jedem internationalen Fußballevent muss in den Farben - schwarz - rot - geld abgehalten werden. Eine modische Norm der Einfältigkeit von Nationalvölkern.  Die ganze Textilindustrie sieht nur noch frei Farben für Deutschland. Von der deutschen Perücke angefangen bis hin zu passenden Rinkelsocken und Unterhosen muss alle in den Nationalfarben glänzen. Dann läuft das Bier in die Kehlen und vergoldet die Kassen.

Es geht also hier nur zweitrangig um Korruption, der eigentliche Betrug an den Staaten und den Völkern, wird in dieser Diskussion einfach ausgeblendet. Wenn Fußball-Deutschland meint, es müsse eine Nationalmannschaft finanzieren, dass sollen dies die Bundesliga-Unternehmen übernehmen. Allen voran Bayern München. Dieser Verein muss unbedingt immer den größten Teil der Nationalmannschaft stellen, das gehört zur Geschäftsphilosophie dieses Vereins.

Solange die Gewinne der Fußballvereine privat sind, sollte auch der Staat, die Bundesländer und die Kommunen aus der Subventionswirtschaft für den Fußball aussteigen. Dann gäbe es keinen Grund mehr die FIFA zu korrumpieren. Die Bestecher würden sich selber die hohen Kosten einer WM oder EM aufbrummen.

Machen wir doch einfach Nägel mit Köpfen. Die EM und WM wird in Zukunft privat. Keine Staatsgelder mehr für die FIFA-Veranstaltung und schon ist Ruhe im Busch der Korruption.





1 Kommentar:

  1. Ich schliesse mich dem an. Fussball sollte eine private Angelegenheit sein. Die GEZ sollte nur von Spenden überleben. Und dann, scheisst den Fernseher raus!!

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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