Mittwoch, 11. Juli 2012

DIW schlägt Zwangsanleihen als Hartz4-Maßnahme für Besitzbürger vor

Viele können sich noch an den Zensus 2011 erinnern. Viele sahen dies als Angriff auf ihre Privatsphäre. Doch es war viel mehr eine Vermögensbestandsaufnahme der heutigen kleinen Besitzbürger. Anhand dieser Daten kann nur eine sogenannte Zwangshypothek aufgenommen werden.

Zwangshypothek darf aber nicht als Kredit für jeden einzelnen Immobilienbesitzer angesehen werden, sondern der Staat nimmt seine Inventarliste und erzeugt darauf neue Staatsanleihen, die er über Steuern und Abgaben auf Immobilien finanziert. Ein ähnliches Verfahren wurde auch mit dem sogenannten Solibeitrag durchgeführt. Diese "Schulden" erscheinen dann nicht in der öffentlichen Schuldenbilanz, sondern gelten als "Privatkredit" im weitläufigen Sinne.

Videobeitrag vom 26.11.2010

Es wird also die Bilanz von Deutschland damit frisiert. So kann die Globalisierung - die neue, weltweite Monopolbildung zum Privatkommunismus vollzogen werden. Längst ist bekannt, dass die deutsche Überproduktion (Export) die anderen Nationen belastet. Das Ungleichgewicht muss weg.



 Natürlich fühlt sich jetzt der Besitzbürger um sein angespartes Vermögen betrogen. Doch es geht um viel mehr. Im ersten Moment der Entrüstung über den Zensus 2011 wollte auch keiner wahrhaben, dass es lediglich eine Vermögensbestandsaufnahme ist, sondern man sah sich in Datenschutzangelegenheiten bedroht. Der weitere Zusammenhang erschien daher nicht im Focus der Menschen. So ist es auch jetzt, wenn die Zwangshypothek in die öffentliche Diskussion eingeschleust wird.


Der private Markt-Kommunismus

Der eigentliche Betrug am Volk liegt darin, dass nicht ausschließlich die jährlichen hohen Einkommen und Managergehälter belastet werden, sondern durch diese Art der Zwangshypothek eine schleichende Enteignung der Bevölkerung in Gang gesetzt wird. Der private Kommunismus - also der Neoliberalismus - hält Einzug in die Hirne der Menschen.

Diese Zwangshypothek ist ein Frontalangriff auf die private Altersvorsorge des redlichen Arbeiters. Seine bereits versteuerten Einnahmen, werden durch diese Maßnahme noch einmal mit Abgaben belastet und machen Immobilien in naher Zukunft für den kleinen Menschen unerschwinglich und damit abhängiger und williger. Wertschöpfung darf nur noch in kommerzieller Hand betrieben werden. Jede Privatewertschöpfung wird daher mit immensen Gebühren bestraft - also verteuert. Das ist ein ganz legales Verbotsmittel des Kapitalismus und wird von jedem anerkannt. Würde der Staat, die Regierung oder die Mehrheit einer Demokratie sich zu einer Volksenteignung entschließen, wäre diese ein Verstoß gegen die eigene Verfassung. Deshalb wird die Zwangsenteignung zum Wohle der Wirtschaft auf die hinterhältige Art angestrebt. Der Sozialwohnungsbau der Kommunen ist bereits in kommerzieller privater Hand und nun soll das Privatvermögen der Bürger ebenfalls in diese Hände fließen.

Bereits im Jahr 2008 überlegten die Philanthropen (die reichen Menschenfreunde) in ihren Clubs, wie man eine Inflation einfädeln kann, in der die herkömmlichen Werte, wie Gold, Rohstoffe und Immobilien gleichermaßen inflationieren wie Geld. Mit dieser Zwangshypothek wird ihnen eine Hättrik gelingen.

Sie finanzieren sich damit den eigenen Reichtum und die Weltmonopolbildung; schneiden den "normalen" Bürger systematisch vom Eigentum ab und drängen ihn damit in ein Konsumgeld, das jede Art von Eigentumserwerb unmöglich macht.

Das gleiche gelang mit Hartz4. Es wurde nicht zur Gängelung der heutigen Arbeitslosen erfunden, sondern es ist ein systemischer Zwang, die nun bald arbeitslosen Besitzbürger dazu zu zwingen, ihre Altersversorgung vorher aufzubrauchen und als Verkauf in die Wirtschaftsumsätze einzubringen. Das erhöht das Wirtschaftswachstum aus der Substanz des Volkes heraus und macht neue Schulden unnötig. Eine einfache kaufmännische Rechnung. Der Bürger rekapitalisiert sich aus seiner letzten Möglichkeit heraus. Auf die gleiche Weise wird seit Jahrzehnten Raubbau an unserer Infrastruktur betrieben. Man spart, indem man nicht mehr saniert. Am Ende des Liedes steht die unausweichliche Privatisierung des Staates (neoliberal),  weil der aufgelaufene "Investitionsstau" (neues Wort für Wirtschaftsbetrug) zu hoch wird, da durch die Schuldenbremse keine neuen Kredite aufgenommen werden können.

Deutschland wird also seit geraumer Zeit abgewickelt, wie Griechenland heute im Eiltempo. Ich möchte diesen Blog aber als Zuspruch für die momentan dominanten Eurokritiker verstanden wissen, denn auch sie sind lediglich Staatsabwickler, aber auf dem Niveau des Nationalismus und nennen es Patriotismus.

Es spielt keine Rolle ob nun der kleine Bürger mehr Abgaben für die "deutschen" Mittelstandsarbeitgeber aufwendet, um einen Arbeitsplatz zu erhalten oder für den nicht direkt greifbaren Globalisten. Das Prinzip der Ausbeutung und Abschöpfung bleibt für den kleinen Menschen gleich.


Der Mensch hat immer eine Daseingebühr an die nächsthöhere Gesellschaftsschicht zu entrichten
Das ist Kapitalismus


Das ist wie wenn nach einem Krieg, ein Volk von einer anderen Staatsmacht übernommen wird. Das einzige was sich ändert ist: Die Steuern fließen an einen anderen Staat - doch die Daseingebühr eines Menschen, der auf dem Territorium einer Staatengemeinschaft lebt, bleibt bestehen.

Setzen sich nun der deutsche Mittelstand, wie Hankel, Henkel oder Sinn für eine nationale Lösung in der Eurokrise ein, machen sie dies nicht unter der Prämisse dem Bürger zu helfen, sondern sie verteidigen lediglich die Abschöpfungspfründe der deutschen Mittelstandsunternehmer. Der Bürger soll genau gleich abgeschöpft werden, wie unter den Globalisten, nur der Geldbeutel in den diese Daseinssteuer fließt, soll ein anderer sein.

Daher schlage ich mich auf keine dieser Seiten. Es ist wie Pest und Cholera, sondern ich bekämpfe beide Krankheiten und wähle nicht aus Bequemlichkeit eine von beiden aus. Wer die Marktwirtschaft als Ordnung für die Lösung der Probleme ansieht, wird im nächst größeren Problem aufwachen.

Prof. Sinn sprach sich nie gegen Hartz4 aus, sondern sah es als wichtiges Instrument für das Wirtschaftswachstum an. Er sprach sich nicht gegen die Rente mit 67. Sie war wichtig für ihn bzw. für die Marktwirtschaft. Diese Reihen kann ich fortsetzen. Es finden sich noch viele Beispiel.

Warum soll also dieser Mann plötzlich ein Retter der Deutschen sein?

Hier ein Vortrag der "zivilen Koalition" - bestehend Unternehmerschaft und hohen Akademikerkreisen, die sich sonst nicht zur Arbeiterschaft gehörig fühlen. Sie forderten die Abschaffung der 35-Std.-Woche, keine Lohnerhöhungen, Hartz4, Rente mit 67, G8 und vieles anderes.

Es sind keine Freunde des kleinen Menschen. Sie wollen ihren "kleinen Menschen" nur für sich alleine behalten und nicht an die Globalisten abtreten. Denn dann werden sie selber als reiche deutsche Mittelständler zum kleinen Menschen in der großen Welt.

 


Daher ist es zu empfehlen, diesen Vortrag mit dem nötigen Abstand und damit mit Verstand anzuhören; sich nicht von der Emotionalität tragen zu lassen, die absichtlich von diesen Herrschaften erzeugt werden will.


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