Donnerstag, 5. Juli 2012

Leitzins: EZB ist endlich politsch-wirtschaftliches Instrument - Merkel atmet auf

Mit Jean-Claude Trichet war die EZB nicht zu verbiegen. Er hielt sich an die Abmachung, dass die EZB die Währungshüterin ist und keine politische Institution. Doch der alter, starrsinnige Mann ist seit Okt. 2011 weg. Sein neuer Job ist bei der Denkfabrik "BRIEGEL". Sein Nachfolger, der italienische Bankmanager und Wirtschaftswissenschaftler, Mario Draghi, sieht die Welt mit ganz anderen Augen. Unter seiner Regentschaft, senkt die EZB nun endlich den Zinssatz von 0,75 %. 

Nun werden die Geldschleusen endlich geöffnet und Schuldgeld wird endlich billiger. Das ist vor allem für die hochverschuldeten Südstaaten der EU wichtig. Auf diese Art lässt sich noch viel besser Geld per Kredite vermehren. Liegt dann der Leitzins bald bei NULL, wird allen Zinskritikern der Wind aus dem Wutsegel genommen.



Offensichtlich ist nicht der Zins der Treiber für die höhere Geldmenge, sondern das Problem liegt ganz wo anders und genau da, wo all die Kritiker bis heute nicht gesucht haben. Wenn Geld entstehen soll, verlangt es Sicherheiten. So wie es aussieht, haben die angeblichen imaginären Sicherheiten bis jetzt noch bei manchen Staaten einen Wert, sonst bekämen sie keine neuen Kredite.

Blickt man dagegen in die Südstaaten der "europäischen Republik" (nicht aufregen :-)) ... kämpfen diese mit immer größeren Probleme ihre "imaginäre" Sicherheiten gegen Geld einzutauschen. Sie werden erst jetzt wertloser, sie inflationieren. Noch unangenehmer wird es für die berühmten Geldkritiker, die natürlich die Banken unter Hochverdacht stellen, wenn sie plötzlich feststellen müssen, dass gerade die bösen Banken,  als staatlich finanzierte Staatsfinanzierer in Erscheinung treten.

Das ganze Geldszenario, das vor einigen Jahren im Zug der Finanzkrise als Volksaufklärung massenhaft publiziert und dupliziert wurde, steht plötzlich Kopf und will so gar nicht mehr in die Verschwörungstheorie passen.

Die Theorie des Geldes aus dem Nichts, ist plötzlich nur noch eine Halbwahrheit und all die schlauen Wirtschaftswissenschaftler müssen plötzlich eine weitere Komponente in ihre Gleichung aufnehmen. Es sind diese verdammten Sicherheiten, die jeder Kredit verlangt. Seit Jahren predige ich, dass wir kein Problem mit dem Geld haben. Es gibt keinen Geldmangel wegen dem Zins, sondern der Welt gehen die verpfändbaren Sicherheiten aus. Das ist der Grund für jeden angeblichen zyklischen Zusammenbruch.

Betrachtet man nun unter diesem Grundwert das Geldsystem, werden sämtliche Lösungsansätze der selbsternannten, neuen Meinungsführung plötzlich zu heißer Luft und erscheinen nicht nur als unschlüssig, sondern sie sind es.

Doch die allgemeine Logik des Eigentumsdenkens ist so bequem und längst breit gedacht. In jeden Kopf eingehämmert und unüberschreibbar archiviert. Selbst Betriebsräte sind heute die besseren Unternehmen und wissen ganz genau wo von sie sprechen. So bald aber jemand weiss, braucht er nichts mehr zu lernen, geschweige denn zu hinterfragen oder auch einfach mal zu hören, wenn jemand die Sachlage von einer anderen Warte aus erklärt. Man ist bereits schlau und belehren lassen, muss man sich schon gar nicht.




Das Rätsel der Matrix  löse ich hier nicht noch einmal auf. In fast jedem Artikel weise ich auf die eine oder andere Art hin.

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