Montag, 30. Juli 2012

Offizieller Kommentar in der SZ: Romney malt Nahen-Ost in gut und böse

Es ist immer wieder erstaunlich, was als Kommentator in unseren Massenmedien seine Meinung vom Stapel lassen darf und das derartig unreflektiert. Während unsere Kanzlerin die deutsche Staatsräson als Verteidigung von Israel ansieht und Bundespräsident Gauck öffentlich beteuert, sie niemals in ihrer Politik zu negieren (Sommerinterview 2012). Kommt dieser Herr zum FAZIT: Alleine der  US-Präsidentschaftsanwärter Mitt Romey sieht Israel als gut und den Rest im Nahen als böse an. 

In Syrien kämpfen Rebellen anstatt Terroristen - da hilft sogar das ZDF in seinen Nachrichten nach, wenn es um Augenzeugenaussagen aus Syrien geht usw. Siehe Video. In einem weiteren Kommentar ist er nicht im Stande auf die Evangelikalen in den USA hinzuweisen, denn das könnte unangenehm sein. Selbst der in Deutschland angesehene Georg W. Bush gehörte dieser "Theologie" an und Deutschland ist stolz auf seinen Pfarrerpräsidenten. Heiner Geißler diskutiert öffentlich über die christliche Moral in der Politik und Kanzlerin Merkel zitiert im Bundestag aus der Bergpredigt 2003 um den Irakkrieg zu rechtfertigen. Die Süddeutsche ist zu keiner Systemkritik in Deutschland fähig. Da wird durch die Griechenlandkrise offizielle Ausländerhass als Patriotismus betrieben und Deutschland zum heiligen Industrieland erklärt.

Dieser kleine Schnösel weiss nicht wie die Welt funktioniert. Das ist auch gut so - jeder kann und darf lernen, aber wer das Maul so voll nimmt, sollte schnell damit beginnen.

Mitt Romney in Israel Schon disqualifiziert

30.07.2012, 07:33 Süddeutsche.de
Ein Kommentar von Christian Wernicke
Wer reist, möchte dazulernen. Der US-amerikanische Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Mitt Romney, gibt in Jerusalem jedoch ein anderes Bild ab.  
Reisen bildet. Also sollte man vermuten, dass Mitt Romney, der republikanische Herausforderer von Barack Obama, während seines Besuchs in Israel dazulernen will. Falsch! Fast alles, was der Aspirant in Jerusalem anstellt, schürt den Eindruck, dass er nicht einmal zu begreifen versucht, wie vertrackt die Lage im Nahen Osten ist. Stattdessen malt Romney die Krisenregion in Schwarz-Weiß: Israel ist gut, der Rest - Palästinenser und Mullahs in Iran - soll sich gefälligst fügen.


Mitt Romney in Jerusalem beim Treffen mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu: Der republikanische Präsidentschaftskandidat der USA geht im Nahen Osten auf zweifelhaften Stimmenfang. (© Getty Images)

Dieses einseitige Weltbild ist weniger tumb als kalt kalkuliert. Romney wirbt in Jerusalem um Wahlkampfspenden (Mindestpreis 50.000 Dollar für jeweils zwei Plätze beim Frühstück). Und er umgarnt die jüdischen Wähler daheim. Die Republikaner hoffen, dass die Spannungen zwischen Obama und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu diesmal viele von ihnen ins konservative Lager treiben. Also tut Netanjahu, was Romney von ihm erwartet: "Mitt, da kann ich nur voll und ganz zustimmen", säuselte Bibi, da sein Gast schwadronierte, wie wild entschlossen er sei, Irans Atom-Zentrifugen mit Waffengewalt zu zerschmettern.
Der Ausflug nach Israel mag Romney kurzfristig helfen. Langfristig jedoch hat der Republikaner Schaden angerichtet: Der Nahe Osten braucht die Vereinigten Staaten als Mittler. Als solcher hat sich dieser Möchte-gern-Präsident bereits disqualifiziert.

Angela Merkel 2008 vor der Knesset

1 Kommentar:

  1. Es ist komisch, daß Bill Kristol, berüchtigter Neocon, der eigentlich Romney herbeiwünscht, nun diesem nicht mehr viel Erfolg prophezeiht. Romney hat sich geweigert, mehr als seine Steuerbelege für 2010 und die von 2011 nachträglich offenzulegen. Ca. 10 Jahre offenzulegen, ist anscheinend üblich. So sind die Chancen gegen Obama nicht gut. (weiß aber nicht, wie sich das in den letzten Tagen entwickelt hat). Eigentlich finden die amerikanischen Zionisten Romney viel vertrauenswürdiger, in Bezug auf ihre Kriegspläne.
    Aber man kann auch daran zweifeln, da Obama bisher deren Anweisungen befolgt hat. Vielleicht wird die Finanzlage und bedrohliche Soziallage in Amerika die Hauptrolle spielen bei der Wahl, was gegen Obama spricht. Macht sowieso wenig Unterschied.
    engl.Artikel dazu
    Kristol: Romney 'crazy' not to release tax returns
    http://www.politico.com/blogs/politico-live/2012/07/kristol-romney-crazy-not-to-release-tax-returns-128958.html
    http://www.rawstory.com/rs/2012/07/15/bill-kristol-romney-crazy-not-to-release-tax-returns/

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