Dienstag, 10. Juli 2012

"Todesplan" Euro

Mit derartigen Überschriften locken findige Geschäftemacher. Sie nutzen die Versorgungsangst der Menschen für ihre Gewinne skrupellos aus. Sie empfehlen Newsletter und  versprechen andere angeblich hilfreiche Informationen zur sogenannten "Krisenvorsorge".

Solange andere noch ihr Geld nehmen, um Geschäfte zu machen, ist der Euro nicht Gefahr. Diese Art der Geschäftemacherei nennt sich "Goldgräberstimmung". Das rührt nicht daher, dass jeder anfängt, nun nach Gold in seinem Garten zu suchen, sondern, wer damals Gold schürfte, musste damit rechnen, dass das Bier in der Kneipe an die 1000 Dollar kostete. Die Goldgräber waren nicht diejenigen, die reich wurden, sondern der, der das Land zur Verfügung stelle, der Lebensmittelhändler, der Gastwirt und die übliche Peripherie, die dort anzutreffen ist, wo Not am Mann ist.

Denken Sie rationell: Die Hyperinflation ist ins deutsche Gedächtnis gebrannt.  Jeder kann noch einen Billionen-Geldschein aus der Schublade hervorkramen. Ein Relikt der eigenen Familie und der Ursprung vieler kleinen Familiengeschichten.


1923 hatte der Großteil der Bevölkerung noch ein eigenes Haus mit Gemüsegarten. Die Urbanisierung, Verstädterung war noch lange nicht so fortgeschritten wie heute und doch traf die Inflation alle gleichermaßen heftig. Das lässt Sie aber in der Annahme nicht irren, dass Gold und Immobilien ihnen über die Krise hinweg helfen soll. So geraten Sie in ihrer Verzweiflung an diese Goldgräber.


Die angebliche Krisenbewältigung der kommerziellen Gewinnaussichten


Noch könne Sie für ihren Euro einkaufen. Vor der Währungsumstellung von Reichsmark auf D-Mark verkaufte kein Metzger mehr seine Ware. Es gab keine Goldgräber mehr - daran sollten sie denken. Kommt es zu einer Hyperinflation, wird ihre größte Sorge, das nächste Brot sein. Ich glaube kaum, dass sie mit ihrem Krügerrand zum Bäcker um die Ecke gehen, um ein Brot einzutauschen.

Ihre Sicherungsabsichten richten sich ausschließlich für die Zeit nach der Krise aus, die sie erwarten. Sie suchen systematisch im Internet nach Anzeichen, Meldungen und Aussagen, die ihre Annahme bestätigen, dass diese Krise tatsächlich kommt - am besten gleich Morgen.

Genau an dieser Stelle treffen sie auf Goldgräber. Niemand bietet ihnen einen Newsletter an und verlangt im Vorfeld ihre persönlichen Daten. Wer ihnen einen einmaligen Newsletter kostenlos anbietet und sie selber die Kette wieder kündigen müssen, damit für sie keine Kosten entstehen, ist in meinen Augen unseriös. Selbst Foren sind voll von Stimmungsmachern, die ihre eigenen Aktien und Spekulationen puschen wollen.Selbst die D-Mark-Visionäre verfolgen eigene politische Absichten, ihr Geldbeutel ist dabei nur der Köder für ihr "nächstes Deutschland". Es gibt keinen plausiblen Grund, warum Deutschland mit der D-Mark besser dastünde als heute. Ist sind nur Fiktionen und Illusionen, die ihrem Kopf als andere, nicht existierende mögliche Zukunft erzeugt wird.


Geld geht nicht verloren - eine Art künstliche Energie zum Antrieb des Sklavenordnung

Selbst das Geld aus den deutschen Staatsschulden geht nicht verloren, es ist nur auf einem anderen Konto. Es ist nicht auf den Konten der Banken, sondern es ist in ihrem und meinem Geldbeutel bzw. wir haben es in der Zwischenzeit bereits wieder verfressen und versoffen - wenn ich das so sagen darf.

Das, was wir momentan als Krise am Horizont heranziehen sehen ist, die Angst vor der großen gesellschaftlichen Umwälzung. Mit Geld zementieren sie ihre Position in unserer sozialen Gesellschaftshierarchie. Ihr tägliches Essen und Trinken beunruhigt die meisten Sicherungssucher doch gar nicht. Sie wollen lediglich ihren Status nach der Krise immer noch innehabe.

Das hieße: Der Arbeitsplatz muss nach dem Zusammenbruch immer noch existieren. Das Gehalt soll in der neuen Währung mit der gleichen oder höheren Kaufkraft ausbezahlt werden. Die tägliche Energieversorgung muss gewährleistet sein und sauberes Trinkwasser gehört heute in der Vorstellung von uns Menschen in der Ersten Welt, zur Norm und ist natürlich.

Eigentlichen sollten wir es besser wissen. Ein Blick nach Griechenland würde uns lehren und dort ist die Krise noch moderat, aber sie beginnt in der Infrastruktur. Staaten können sich den Unterhalt dieser Einrichtungen nicht mehr leisten. Alles, was für Sie heute normal und natürlich ist, ist dann plötzlich unerschwinglich. Steigt der Benzinpreis über die Leistungsmöglichkeiten der Speditionen, bleibt ihr Supermarkt leer.

Des Pudels Kern ist ein Tabu


Der Kern der angeblichen systemischen Krise, die wir alle so heiß erwarten, interessiert und daher im Grund nicht. Man sich lediglich nach einer Möglichkeit in einen Art Winterschlaf zu verfallen, bis das neue System, das ebenfalls in einigen Jahrzehnten wieder zu einer systemischen Krise führt, aufgebaut ist. Das ist die allgemeine Krisenvorsorge.

Der Mensch erwartet eine große Flut und hofft erst dann wieder aufzuwachen, wenn alles trocken und aufgeräumt ist. So kann das Leben im gewohnten Trott, mit dem gesicherten Vermögen wieder weitergehen. Das ist auch der Grund, warum der Mensch aus den angeblichen systemischen Krisen niemals lernte. Seine Zielsetzungen sind grundlegend falsch. Die Sintflut ist immer für die nach den Existierenden gedacht und nun sind wir die Generation, die sie ertragen muss. Welche Arche wollen Sie sich bauen? In welche Nussschale wollen Sie sich hocken?

... um am Ende der Odyssee, wieder genau den gleichen Staudamm aufzubauen, der ihre Nachkommen überfluten wird. Das, was wir als systemische Krisen sehen ist nicht natürlich. Es sind die Flutwellen unserer Regeln und Normen des Kapitalismus, der Weltschöpfung und des kommerziellen Gewinnes, dem wir uns verschrieben haben; von dem wir glauben, nur er könnte die Menschheit nachhaltig und bis in alle Ewigkeit ernähren und am Leben erhalten.
Daher hat der Mensch tatsächlich die Wahl, etwas Neues zulassen oder sich wie ein feiger Hund vor der Flutwelle hinweg ducken, um das gleiche System wieder aufzubauen. Des Pudelskern liegt nun mal im Eigentum. Wir leben in einer eigentumsgedeckten Welt. Alle unsere Gedanken kreisen nur um diesen Grundwert, das erkennen sie am besten, wenn Sie jetzt in diesem Moment an "Krisensicherung" denken und wie Sie sich die Zeit danach vorstellen.


Die Logik bleibt immer gleich - Ausbeutung ist die Grundlage allen Lebens

In ihrem Kopf hat sich nicht geändert. Sie denken an zukünftige kommerzielle Gewinne, die Sie mit ihrem geretteten Vermögen, besser erzielen können als heute. Ihre Krisensicherung besteht also lediglich darin, ihre heutige soziale Stellung nach der Krise sogar noch zu verbessern. So sind sie ein scheinheiliger Goldgräber und dürfen sich daher nicht wundern, wenn ein anderer der ihre Angst noch schüren kann, ein besseres Geschäft daraus macht.

Der Verstand wird grundsätzlich und immer am Geldbeutel abgegeben. Ab diesem Zeitpunkt regiert die Vernunft den Menschen, der eben nur eigentumsgedeckt denken kann. Für diesen vernünftigen Menschen ist der Zins der Teufel und der Gewinn das Gute. Er kann und will beides nicht als Eins sehen. So ist dieser vernünftige Mensch auch nicht in der Lage, den Eigentümer als Dieb zu sehen. Seine eigentümliche Art, eigentumsgedeckt zu denken, verhindert jeden Verstand.

Tatsächliche Krisenvorsorge ist: Nach dem Zusammenbruch nicht wieder das gleiche kommerzielle Treiben und den Staudammbau anzufangen. Doch wer will das schon. In der oberen Schicht der sozialen Hierarchie lebt es sich so bequem, je mehr Arme hungrig nach dem neuen Geld schreien und gieren. Selbst ein bedingungsloses Grundeinkommen ist keines. Es ist abhängig vom Konsum, aus dem es sich als Steuererträge auf irgendeine Art errechnet.

Die Goldgräber

Die wirklichen Goldgräber unserer Zeit bauen bereits in ihrem Kopf das nächste Fundament für den neuen Staudamm, der Sie und ihre Kinder in der nächsten zyklischen Periode des Zusammenbruchs mitreißen kann. Eines müssen sie bedenken, jede Krise verarmt die Unterschicht mehr und mehr, weil sie in Treu und Glauben auf die systemischen Lehre des Kapitalismus, freiwillig und ehrenamtlich die Steine für sein eigenes Grab heranschleppen. Die Vernunft, das eigentumsgedeckte Denken, treibt sie dazu, wie eine innere, nie enden wollende Stimme.

Wer diesem Treiben Einhalt gebieten will, muss Verstand in die Welt bringen, der es schafft, die Vernunft zu hinterfragen. Doch der Mensch hat kein Vertrauen zu seinem Nächsten. Er kennt den Kapitalismus nur zu gut und in der Not frisst der Teufel Fliegen oder er verkauft seiner Oma noch eine Lebensversicherung. Für mich ist das, dasselbe. Wenn diese Zeit angebrochen ist, ist die Krise bereits da und Lebensversicherungen werden schon seit sehr langer Zeit verkauft.  Der Kapitalismus ist also eine immerwährende Krise für den einzelnen Menschen und trotzdem hält er sie für natürlich. Er ist lediglich und immer nur bestrebt, die schlimmsten Auswirkungen zu mildern - aber er will sie nicht abschaffen. Das wäre das Ende seines Weltbildes, seiner Vorstellung von sozialen Standeshierarchien und noch schlimmer - jeder Mensch wäre plötzlich tatsächlich gleich viel wert, wie jeder andere. Es gäbe keine wertvolleren und rentableren Menschen mehr. Jede Leistung für die Gemeinschaft ist alles und doch kein Boni wert.  Wir werten also nicht die Leistung, sondern lediglich die Wertschöpfung, die wir daraus erziehen können. Der Wert der heutigen Leistung ist also NULL, erst wenn einer damit einen Gewinn erwirtschaften kann, ist sie WERT.


Leistung ist heute nix WERT

Darüber sollen Sie einmal nachdenken! Hätten Sie vertrauen auf ihre Leistung, die heute angeblich so viel Wert ist, müssten Sie nicht in Werte investieren - also bereits erbrachte Leistungen, die ihnen anderer mit kommerziellen Gewinnabsichten, gegen Geld verkauft.

In unserer heutigen Welt ist Leistung nix Wert; kein Grundwert; nur das Eigentum ist der Grundwert. Es berechtigt Gewinne zu erzielen. Der Leister ist immer abhängig. Ein Tischler ohne Holz ist nichts wert heute werden diese wertlosen Menschen "Arbeitslose" genannt. Leistung ist also immer vorhanden, aber der Kommerz verhindert, die Weiterentwicklung der Menschheit. Das Eigentum schreibt vor, wann der Mensch arbeiten kann. Es stellt die Rohstoffe zur Verfügung und kontrolliert so die Wirtschaftskraft der sogenannten Volkswirtschaften.

Wir brauchen daher kein neues Geldsystem, sondern einen anderen Grundwert - die Leistung. Nur so kann der Mensch sich vom Joch der heutigen Regeln und Normen befreien. Nur ab da gibt es Freiheit und nicht nur die primitive Geldbeutelfreiheit, die ihnen heute eingeredet wird.

Doch der Preis scheint hoch. Eigentum wäre kein Wert mehr. Sie könnten sich nicht mehr bereichern, indem sie stehlen bzw. kommerzielle Gewinne machen. Und genau das kann sich der eigentumsdenkende Mensch nicht vorstellen. Er stößt an den Rand seiner Vernunft und den Schritt zum Verstand wagt er nicht.


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