Sonntag, 12. August 2012

99,9% Sklaven suchen nach einer Lösung

99,9% der Menschen sehen sich als Sklaven der Systemprofiteure und streben nach einer gerechten Verteilung der Gewinne. Sie demonstrieren vor Banken und bezichtigen diese des Betruges an der Menschheit, weil sie Zinsen verlangen. Ihnen ist bis heute nicht in den Sinn gekommen, dass wirtschaftliche Gewinne, die Zinsen wie im Geldsystem sind.  Diesen Zusammenverhängen verweigern sie sich wie eine stoische Herde von Schafen, die in ihren Schlächtern Wölfe erkennen, die in Wahrheit ebenso Schafe sind wie sie.

Dies soll kein Vorwurf an diese Denker sein. Man kann sie nur bemitleiden. Sie sind falsche Beobachter der Natur. Sie setzen das Verhalten der Wölfe gegenüber ihrer Beute einfach geschlossen auf die Menschheit um und entwickeln daher die heutige Akzeptanz für das Ausbeutungssystem. Sie stellen daher das Sklavensein an sich nie infrage, sondern lediglich die Lebensumstände, die den Sklaven gewährt werden müssen. (Moral)


Mit dieser Sklavendenkart wird sich niemals eine Lösung finden. Dieser Denker sieht lediglich seine Freiheit darin, selber Herr zu sein. Was notgedrungen in seinem Weltbild Sklaven voraussetzt. Er weiss heute nur nicht mehr woher er diese Menschen zur Ausbeutung nehmen soll, um nicht inhuman zu wirken. So spricht er von der Gerechtigkeit in der Ungerechtigkeit durch die hierarchischen Systeme, die der Mensch sich in seiner Verzweiflung auf der Suche nach Menschlichkeit erfand, um sich seinen Irrsinn doch noch rational erklären zu können. Er hält nämlich herrschen für natürlich und damit die Unterdrückung als naturgegeben und empirisch.

Er beweist sich daher eine falsche Menschlichkeit, in dem er Herrschaft akzeptiert, diese allerdings so menschlich wie möglich machen will. Aus diesem Grunde kommt es aus zum Phänomen der "Humanen Wirtschaft". Sie soll das künstliche Sklavensystem aufrecht erhalten und die Sklavenhaltung etwas erträglicher machen.



Sklaventum kann allerdings nur abschafft werden, wenn es kein Herrschen mehr gibt. Diese Denkbarriere scheint der Mensch seit der Antik nicht überwinden zu können. Selbst Aristoteles oder Platon sind an dieser Aufgabe jämmerlich gescheitert. Es gibt keinen einzigen antiken Aufruf von den sogenannten philosophischen Vordenkern, die Armut durch die Abschaffung von Reichtum einfordern.

Sie konzentieren sich allesamt nur darauf, die Armut erträglich zu gestalten. Eine andere Aufgabe sehen die heute 99,9 % der Abhängigen auch nicht in ihrem Ruf nach Gerechtigkeit. Sie können, wie Kant schrieb, einfach ihren eigenen Verstand nicht gebrauchen. Denn wer den Gewinn infrage stellt, muss unweigerlich das Eigentum als künstliche Erfindung der Menschheit enttarnen. Doch über diese Denkbarriere sind bis heute nur wenige, wie Kant oder Nietzsche hinweg gekommen.



Sie haben den Hauch der Freiheit gerochen, die hinter diesem Dogma steckt. Doch seit der Mensch alles auf Heller und Pfennig ausrechnen kann und will, konzentiert sich seine Wut lediglich auf den Zins, der dem kleinen Menschen, den Traum vom Reichtum vereitelt. Er ist einfach imstande zu erkennen, dass das Geldsystem mit seinem Zins, eine Simulation der Eigentumsverhältnisse und der daraus erwirtschafteten Gewinne ist.

Im ersten Moment mögen sich noch eine kurzfristig vorstellen können, doch gelangt dieser Jemand an die Aufhebung der Eigentumsverhältnisse versagt sein gesamte Logik und Metaphysik, die er sich antrainiert und angelesen hat. Seine Vernunft sagt ihm, dass ein Leben ohne Eigentum unmöglich ist, weil er keine Gewinne mehr erwirtschaften kann. Das ist der berühmte Schatten, über den der heutige Mensch sich hinweg heben muss und es einfach nicht schafft.

Alle eine Logik würde sich dann allerdings in eine Lüge auflösen. Er müsste erkennen, dass er sich selber betrog. Der Neid und die Gier lediglich eine Auswirkung des Gewinnspieles ist, das der Mensch sich als Weltordung auferlegte.

Es reicht nicht aus, das Spielbrett des Monopoly zu schließen ohne Eigentum unwert zumachen. Das viel zitierte Monopolyspiel ist also lediglich eine Auswirkung der angeblich erkannten "natürlichen" Metaphysik durch einen falschen Blick auf die Natur. Die Menschheit glaubt seit vielen Jahrtausenden als Wolf und Schaf leben zu müssen.

Es gibt kein Alphatier der Wölfe, das mit fettem Bauch in seiner Höhle liegt und sich von seinen Untertanen bedienen lässt. Der Mensch entwickelte daraus einen falschen Begriff für Leistung und Eigentum und entschied sich daher, sich zum Tier zumachen. Er verweigert sich seither dem Mensch sein. Selbst Wölfe hätten umgerechnet auf ihre Körpergröße und Population zuem Menschen längst eine andere Gesellschaftsform entwickelt, nur der Mensch ist dazu nicht fähig. Er verweigert sich der Realität und erschuf so eine künstliche Realität von Kapitalismus, der er sich nun zu unterwerfen hat.

Die vielen Versuche, mit Recht, Gesetz, Moral und Tugend ein Gesellschaftssystem der fetten Bäuche aufrecht zu erhalten, ist daher ein Kennzeichen für den Irr- und Wahnsinn der Menschen - angeführt von Wissenschaft und Technik.

... wenn Technik zur Verelendung der Massen führt

So kommt es dazu, dass jeder technische Fortschritt zur weiteren Verblendung der Massen führt. Selbst die Technik führt durch diese verkehrte Weltanschauung und künstliches Dogma eine Verkehrung der Wert. Als Fortschritt gilt nur das, wass Gewinn in Form von Eigentum, Geld und Abhängigkeit anderer ausgedrückt werden kann. Wer sich auf diese Vernunft, die nicht mit Verstand verwechselt werden darf, beruft, wird die Menschheit in einen hochtechnisierten Feudalismus führen. Noch schlimmer wird es, wenn diese neuen Führer der Menschheit davon überzeugt sind, sie würden etwas GUTES tun. Sie arbeiten wie Missonare, die eine neue Religion und eine Befreiung der Menschen prophezeien.


Betrachtet der Mensch die heutige Realität neutral muss er sich eingestehen, dass er immer noch dem Römerdenken anhaftet. Was früher die Sklavenarbeit ist, ist heute die Maschinenarbeit und die dadurch verbrauchte Energie. Das "römische Reich" garantierte sich seinen Wohlstand - ich nenne es Dekadenz - mit Kriegen und Sklavenbeute. Wir wollen uns unsere Dekadenz mit Rohstoffkriegen und Diplomatie erhalten.

Es geht also nicht um die Frage des Wohlstanderhaltes, sondern um die Frage: Was ist Wohlstand?


Was ist Wohlstand?

Wohlstand ergibt sich erst dann, wenn die Grundbedürfnisse zum Lebenserhalt befriedigt sind. Doch alleine die Wohlstandsvorstellung eines Milliardärs unterscheidet sich gravierend von der eines Millionärs. So wie die Wohlstandsvorstellung eines Arbeiters von der eines Arbeitslosen sich unterscheidet.

Ich neige zu dem Schluss, dass der Wohlstand für eine soziale Schicht immer vom nächst höheren Sozialstand definiert wird. Das äußert sich durch die moralische Gängelei, wann ein Arbeitsloser seine Forderungen nach Wohlstand bzw. Luxus selber und freiwillig einschränkt.

Wohlstand ist also das, was die nächst höhere Gesellschaftsschicht ihren Abhängigen, Sklaven oder Untertanen - wie immer man das nennen will - zugesteht. Die Moral ergibt sich immer aus der Finanzierbarkeit des Wohlstandanspruches der Abhängigen. So nehmen Arbeitnehmer bei ihren Gehaltsforderungen Rücksicht auf die Gewinnvorstellungen ihres Arbeitgebers. Die Unterschicht sieht es also als moralisch korrekt an, dass die höhere Gesellschaftsschicht in Luxus leben darf. Die moralische Verantwortung der Unterschicht geht sogar so weit, dass dieser Luxus nicht infrage gestellt werden darf, da ansonsten die Existenzberechtigung für den Abhängen - Sklaven - damit entfällt. Das ist das Sklavendenken der auf unserem gesamten Erdball. Das ist unsere Vernunft, die wir als Bewußtsein begreifen. Doch in Wahrheit ist der gelebte Irrsinn - Irrsinn kommt von irren (eine falschen Entscheidung getroffen zu haben) - zu deren Revision keiner bereit ist da es das eigene Unvermögen, den Verstand zu benutzen, bloßstellen würde.


Was ist Luxus?

Luxus ist die zugestandene Leistungsverschwendung der Oberschicht durch die Unterschicht. Die Unterschicht lässt sich daher freiwillig ausbeuten, in der Hoffnung selber einmal zur Oberschicht gehören zu können, um selber ausbeuten zu können = Diese Logik entspringt ebenfalls wieder dem Sklavendenken und dem falschen Determinismus, der sich auf dem Eigentumsrecht begründet.

Das wird einigen einleuchten, doch die Lösung an sich können sie immer noch nicht sehen, denn ohne Eigentum und Gewinn lässt sich Wohlstand, Luxus, Grundbedürfnis und Existenz nicht errechnen. Der wahrhafte Mensch müsste also imstande sein, ohne Wertschöpfung und Gewinndenken; ohne Raffgier und Neid zu leben. Er müsste den heutigen Luxus als Ausbeutung ansehen, auch wenn er ihn selber benutzt. Daher ist nicht sozial was Arbeit schafft, sondern es ist ASOZIAL - asozial deshalb, weil die Arbeit nur dann geschaffen, wenn Gewinn locken und damit die Ausbeutung.

Es gäbe keine Reichen und Arme mehr; es gäbe keinen Neid - doch der Mensch kann nicht aufhören mit rechnen und daher mit der "Zahl des Tieres" gebrandmarkt. Hier rutsche ich absichtlich in die Theologie ab, denn mit dieser begründet sich das Sklaventum in der Welt - egal ob es sich um Christen, Juden, Moslems, Buddhisten oder Scheinatheisten handelt. Sie alle hängen an der Fehlinterpretation einer Mythologie, die das Eigentum und das Herrschen als Fehlentscheidung der Menschheit darstellen wollte - aber findige Priester haben daraus eine Lehre gemacht, die zur heutigen künstlichen Realität führen.

Der Mensch muss also nicht nur das Eigentum überwinden, sondern sein Götter und noch viel wichtiger, die daraus erfundene falsche und heuchlerische Moral des Pharisäertums. Wer einem Gott dient ist schlimmer als ein Tier. Er huldigt der Tyrannei und der Herrschaft - das machen nicht einmal Tiere. Der heutige Mensch ist also evolutionär betrachtet nicht über das Stadium der Insektenintelligenz hinausgekommen. Er ist ein Anhänger der antiken Philosophen.


Kommentare:

  1. Bei Religionen machst du in meinen Augen den Fehler die Instituionen mit dem Glauben gleichzustellen.

    Besonders der Buddismus dessen kernlehre für mich die Überwindung des Ego und damit des materiellen ist, bestärkt doch nur deine Kritik ...

    Das Institutionen des Glaubens aufs übelste missbraucht werden will ich dabei absolut nicht in frage stellen.

    nur alles über einen kamm zu scheren ist nie richtig.

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  2. Das Ego überwinden ohne das Regelwerk zu kritisieren ist die Askese des Christentums. Daher ist Buddha auch als gescheitert zu betrachten. Er suchte nach der Ursache des Elends der Welt ohne sich einzugestehen, dass die Ursache gleichzeitig die Lüge ist. Meditation ist daher nur die Flucht Vordergrund Wahrheit. Diese Egoüberwindung ist daher nichts.

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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