Freitag, 17. August 2012

ESM: 3,7 Billionen Verpflichtungen für die Deutschen - Der erste Kuss

All zu gerne malt sich der Mensch den Teufel an die Wand, auf dass er Angst habe, vor dem was ihm bevorsteht. Stellt sich am Ende dann heraus, dass es nur 2 Billionen Euro Schulden wegen dem ESM zu tragen hat, ist er glücklich. So macht man aus notorischen Pessimisten, die besten Optimisten.

Was würde wohl geschehen, wenn sich die Menschen nicht den Teufel, sondern das Glück an die Wand malen müsste? Es gäbe einen Streit darum, was Glück ist, so wie sie sich heute darum streiten, was der Teufel ist, den man an die Wand malen soll.

Glück wäre für die einen, "kein ESM", aber dafür eine beispiellose Rezession - sie hätten wieder einen Teufel, der ihre Wand schmückt. Die anderen malen dagegen gerade diese Rezession an die Wand, als ihren Teufel, um hinter diesem Teufel den gleichen Niedergang ihres Wohlstandes miterleben zu dürfen.

Daher ist anscheinend das Glück des Menschen, einen Teufel zu benennen, um dahinter einen noch größeren entdecken zu können. Sie suchen das Glück nämlich nicht, sondern sie leiden gerne von Tag zu Tag. Sie erdenken sich den folgenden Tag am Abend schlimmer, als er am Morgen wird - das ist das Glück eines selbstbestrügerischen Pessimisten, der im Grund seines Herzens ein Optimist ist.
Grundsätzlich muss man sagen, dass der Mensch "Glück" mit der "Glückseligkeit" verwechselt. Glück ist ein flüchtiges Gefühl, das nur einmal empfunden werden kann - wie der erste Kuss - schon der zweite wird niemals mehr so schmecken wie der erst - egal wie viel man küsst. Glückseligkeit ist dagegen das Wissen, den ersten Kuss geschmeckt zu haben, ohne ihn wieder erleben zu wollen - denn das macht unglücklich.

Doch wie verhält sich das Glück und die Glückseligkeit im täglichen brutalen Kampf unseres Wirtschaftens? Dort gibt es kein Glück, allerhöchstens eine trügerische, athener Glückseligkeit, denn der erste Kuss - das erste selbstverdiente Geld - ist schneller weg, als erarbeitet. Man wird sozusagen zum Kussstehler nach festen Regeln und Normen. Glück ist eine Ware, die man sich kauft, um sie noch teurer zu verkaufen.

Am Morgen küsst der Arbeitgeber den Arbeitnehmer wie ein Dornröschen wach, auf dass er aus Blech einen Becher macht; und nur wer aus diesem Becher trinkt wird glücklich, sagt die Werbung. Sie küsst den Käufer wach, auf dass er goldene Becher kauft, die nur aus Blech sind. Es gibt also in all diesem Wirrwarr von Handel und Geschäftigkeit kein Glück und auch die Glückseligkeit ist trügerisch, denn sie besteht nur aus angehäuften Materialien, die Wert sind, solange man sie nicht isst - denn der Hunger ist der Feind der heutigen Glückseligkeit. Für jeden Kuss den man rauben darf, als Geschäftsmann oder als Angedienter der Geschäftigen, hat man Kapital zu erbringen.

Der Arbeiter büßt sein materielles Glück mit zerschundenen Knochen und erhält dafür doch nur hartes Brot - der Geschäftsmann bezahlt mit seinem Wissen um die Ausbeutung seinen Wohlstand und redet sich sein Glück schön - eben wertvoll. Würde er sich nicht mit seinem Wohlstand schmücken, hätte der Arbeiter - der moderne Sklave - keine Chance auch nur einen Kuss zu stehlen. Das wird heute als soziales Verhalten angesehen.

Gibt es dagegen Arbeiter, die keine Anstellung finden und trotzdem einen Kuss zum Leben brauchen, gelten sie als Diebe - aber niemals der Arbeitgeber, der eigentlich die Diebeskette in Gang setzt. Nun sucht der Mensch das Glück, das er an die Wand malen soll - den Kuss. Da er aber diesen Kuss nur materiell denken kann, wird er ewig den Teufel benennen und dahinter sein Glück vermuten, das allerdings nur wieder ein neuer, noch nicht gekannter Teufel ist.




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