Montag, 27. August 2012

Südafrika /Mandela: ... wenn der Platinpreis steigt - Die Apartheidsgesetze des Eigentums

Nelson Mandela, der schwarze Freiheitskämpfer und afrikanischer Märtyrer brachte die moderne Apartheid als Freiheit nach Südafrika. Die "schwarze" Bevölkerung des Landes erhielt durch ihn seine Selbstbestimmung und Wahlrecht in der Demokratie des Landes. Dafür wurde er nach langen Jahren als Held aus dem Gefängnis entlassen. Die "Schwarzen" in Südafrika bekamen ihren Geronimo. Demokratie ist immer nur von unten betrachtet eine große Sache. Sieht man sie von oben, hat sie ihren Glanz und Schein verloren - denn auch sie denkt nur wie ein Sklave, der seinen Herren nicht einmal kennt. Fühlt der Sklave sich ungerecht behandelt, wünscht er sich einen besseren Herren, aber niemals keinen und wenn dieser Herrn nur er selber, übers ich ist, der sich an die künstlichen Regeln des Kapitalismus hält, wie ein Pfaffe an den Katechismus - denn die Regeln machen den gewöhnlichen Menschen zum Herren. Doch diese Regeln gelten als natürlich, obwohl Herrschaft unnatürlich ist und so hält der Mensch sich selber dumm.

Das Land, das ihnen - den Schwarzen - einmal "gehörte" bliebt trotzdem im Eigentum der Weißen. Das ist der Preis für die Freiheit und das Ende der Apartheid in Südafrika, eben die Botschaft des Nelson Mandela und seines ANC. Die vorherrschende Hierarchie in der Apartheid änderte sich also nicht. Manm/Frau fühlte sich lediglich trotz Unterdrückung frei. Jeder Streik der Armen endet dann, wenn der Magen knurrt und er wieder Geld/Lohn braucht. Und jede Revolution ist dann zu Ende, wenn neue Chefs die Firmen übernommen haben. Für das "niedrige" Volk änderte sich grundsätzlich nichts. Es arbeitet heute noch für den Reichtum der Herren und ist glücklich und stolz dabei. So fühlt sich der heutige Arbeiter immer noch geehrte, bei einem anerkannten, guten und sozialen Betrieb angestellt zu sein. So wie der Sklave stolz ist, Besitz eines Herren zu sein, der ihn "menschlich", aber nicht wie "seinesgleichen" behandelt.


... würden sich alle Menschen gleich behandeln ... gäbe es nichts mehr, auf das der Mensch sich etwas einbilden könnte. Es gäbe keine Herrschaft mehr. Man könnte nur noch das von anderen fordern, was man selber für andere ohne nutzen tun würde.  Die Menschheit wäre plötzlich genügsam und bekäme eine ganz neue Moral. Eine Moral, die sie bis jetzt nicht kennt.

SCHWARZARBEIT (black labor)
Dieser Begriff entstand aus der Vorstellung, dass ein Sklave unentgeltlich arbeitet und daher nicht besteuert werden kann. 

Nelson Mandela der Geronimo-Effekt

Aus der Sicht der "weißen" Oberschicht, aus der sich die Apartheid als sogenannte "Natürlichkeit" in logischer Denkart ergibt, ist es ganz selbstverständlich, dass Nelson Mandela den Friedensnobelpreis erhielt. Er verhinderte einen blutigen "Bauern/Sklavenkrieg" in Südafrika. Der "Schwarze" könnte plötzlich über den "Weißen" mit dem selben "Gerechtigkeitsgedanken" bestimmen wollen, wie es ihm vom "weißen" Herrscher vorgelebt wurde. Der "schwarze" Südafrikaner musste also zu aller erst verstehen lernen, dass sein Armut kein Resultat der Apartheid ist, sondern eine logische Konsequenz des gerechten Kapitalismus. Er wurde also durch Nelson Mandela zu einem Marktteilnehmer, der barfuß mit dem weißen Mitbewerber auf einem Nagelbrett an den Start gehen darf. Seine Leisten musste er sich erst durch viele verlorene Rennen verdienen.

... ist Sozialrassismus ein bewiesenes "Naturgesetz"?

Niemand wäre tatsächlich bereit gewesen, dem "ehemaligen, barfüßigen, niedrigen, unausgebildeten, afrikanischen Volk" sein Land wieder zurückzugeben. Man hört heute noch, dass die "Schwarzen" nie den geschäftlichen Erfolg errungen hätten, wie die "Weißen". Übersetzt bedeutet diese: "Der Schwarz war damals einfach noch nicht so weit, sie Leidensgenossen aus der Apartheid, ungleich - also kapitalistisch - zu behandeln. Nur ein Märtyrer wie Nelson Mandela, konnte diese Akzeptanz mit seinem ANC erreichen. Südafrika lag sehr lange in den Geburtswehen für seine "Neoapartheid" unter dem Einverständnis des noch zu schaffenden Demokratieverständnisses.

Nelson Mandela war der Vordenker für diesen Interpretationsumbruch von Gerechtigkeit. Der "freie" Sklave muss also zu aller erst lernen, wie man sich als Herr verhält. Das ist Assimilierung, Dafür wurde eine Ikone gebraucht. Nelson Mandela wurde im wahrsten Sinne des Wortes im Gefängnis zur "geistigen" Reife erzogen.Es gab vor seiner "Freilassung" genügend Gespräche mit den Mächtigen des Landes. Aus diesem Grund wird kein "Namhafter" am Schein den Mandelas auch nur einen Kratzer erkennen.


... wenn Arme reich werden wollen, pflegen sie den Reichtum wie ein Gärtner seine Rosen

Stellen wir uns vor, alle Menschen wären Blumen, aber nur die Rose wird gehegt und gepflegt. Jede andere Blume, die es schafft, in der Nähe des Rosenbeetes zu wurzeln, kann vom Überfluss leben. Jede Blumenart, die Läuse von den Rosen abwehrt, gilt dann sogar als nützlich. Am Ende will jede Blume eine Rose sein. Das nenne sich Zucht und Ordnung.

Der Mensch liebt derartige Gleichnisse. Er ist nicht fähig die Widersprüche zur tatsächlichen Natur zu erkennen. Der Gärtner wird zu GOTT und die Laus zum BÖSEN. BASTA! Fertig ist das Welt- und Menschbild der eigenen Züchtung im Denken.

... und alles bezieht sich auf den Menschen an sich.  Daher kann der Mensch sich keine Gleichheit innerhalb seine Art vorstellen, Mal gilt der Nachbar als Gärtner, mal als Laus und mach mal als Rose, die gegossen werden muss.

Der Eigentümermensch ist immer die Oberrasse, egal welche Hautfarbe er hat - Ist das Fortschritt?

Der heutige Mensch kennt Seinesgleichen niemals als gleichwertig, sondern sucht grundsätzlich den Unterschied, um sich einem zum Diener zu machen. Wider jeder Natur. Die Arbeiterameise, dient nicht der Königin und die Königin herrscht nicht. sie lebt in keinem Palast und trinkt aus goldenen Bechern. Es gibt keine Ameise, die einen Kadaver entdeckt und ihn als ihr Eigentum bezeichnet. Sie verlangt auch keinen Tribut von den anderen Ameisen, wenn sie sich ihre Wegzehrung holen, um ihren Staat (falsche Interpretation) - ich bevorzuge Lebensgemeinschaft zu ernähren. Wo also ist der Mensch natürlich in seinem heutigen Verhalten, wenn er sich die Ameise als angebliches Vorbild für den Kapitalismus nimmt?

Daraus folgere ich: Der Mensch hat bis heute die Natur nicht begriffen. Kapitalismus entwickelte sich offensichtlich aus der Vorstellung heraus, man müsse Opfergaben erbringen, damit die Ernte bzw. die Jagd erfolgreich wird. Vielleicht waren die Höhlenmalereien der Frühmenschen keine Kultstätten, sondern Lehrstätten wie man am besten jagt! Wir wollen nur glauben, dass es Kultstätten sind. Alles andere widerspräche unserem Menschenbild und kann daher nicht sein.

Der Mensch sieht die Natur nicht wie sie ist. Er interpretiert sie, damit sein Weltbild bestehen bleiben kann, egal wie falsch es auch sein mag. Wie hätte sich die Welt wohl entwickelt, wenn die afrikanischen Völker einfach in Europa eingefallen wären und die Weißen zu ihren Sklaven gemacht hätten? Hätte sie heute auch Angst vor dem Zorn der "Weißen"?

Mandela denkt nicht weiß, sondern kapitalistisch, aber längst nicht Gleichheitlich

Im Kapitalismus wird Gleichheit darin verstanden, wenn alle die gleichen Startbedingungen erhalten. Doch im Ziel wartet die Ungerechtigkeit, denn es kann nur einen Gewinner geben. Dem Kapitalismus ist es egal, ob dieser weiß oder schwarz ist. Hauptsache, er bringt seine Verlierer mit an den Start, die den Gewinner erst zum Sieger machen. 

Das ist der Grundsatz der Gleichheit der wir heute durch unser antike Vorstellung von Natur folgen. Nelson Mandela brachte seinen Anhängern nur das würdevolle Verlieren bei und die Hoffnung auf einen eventuellen Sieg, je öfter man sich dem Wettbewerb stellt.

Das Wesen der Demokratie ist die Logik der freiwillige Diskriminierung

In einer Demokratie setzt sich die Masse - also die Mehrheit - immer aus Verlierern des Kapitalismus zusammen. Sie können ihre Chance auf einen Gewinn nur dann erhöhen, wenn sie sich gegenseitig aus dem Wettbewerb mit immer höheren Auflagen verdrängen. Das ist die Herrschaft den Pöbels. Der Primitivste wird daher immer die größte Zustimmung der Mehrheit erhalten, so lange jeder für sich eine Herrschaft über einen anderen wittert.

Daher gelten Mehrheitsentscheidungen in einer Demokratie genauso absolut und unantastbar, wie früher die Entscheidungen von Päpsten und Königen, egal wie menschenverachtend sie auch sein mögen. Menschen definieren sich nur als Völker und Staaten, wenn sie sich daraus einen Vorteil errechnen, andere zu unterdrücken. Sie wollen vergessen, dass alle "nur" Menschen sind. Der Kapitalismus ist daher ein ideales Instrument, dem Menschen die Menschlichkeit abzutrainieren.

Arme und Reiche leben in absoluter, freiwilliger Apartheid

In "früheren" Zeiten gab es Gesetze, die die besagten wer Sklave ist, und wer Herr. In Südafrika waren es "Apartheidsgesetze". Heute sind sie abgeschafft. Die Gesellschaft trennt sich jetzt aus innerer Überzeugung eben nur noch in Arm und Reich - ohne Rücksicht auf die Hautfarbe. Das scheint ihr gerecht. Der Neid ist der Lohn für den Reichtum und der Antrieb für das unmenschliche Treiben dieser Welt, denn der natürliche Mensch kennt keinen Neid und will daher keinen Reichtum, weil er der Gemeinschaft schadet. Der heutige Mensch ist also wider seiner Natürlichkeit erzogen.

Die Armen bleiben unter sich und die Reichen ebenso. Die Freiheit besteht darin, die soziale Lebenssituation  nach den Gesetzen der Mathematik (Marktwirtschaft) zu wechseln. Für Südafrika bedeutet dies: Der "Schwarz" wird "Weiß" = Reich. Der heutige "Sklave" nennt sich selbstbestimmter Arbeiter und ist dabei glücklich. Gründet Betriebsräte, eben die Staatsverwaltung von Firmenangehörigen usw. - So sieht unser Vorstellung von Gleichberechtigung aus. Sie pocht auf die Unterschiede, die nur über den Kapitalismus erst definiert werden können.


Nelson Mandela wurde so zur traurigen Gestalt des Indianerhäuptlings Geronimo. Der geschundene Häftling des Regimes, als Vorbildfunktion für die Assimilierung. Die Apartheid in Südafrika wurde nur deshalb aufgehoben, weil kein einziger Schwarzer an den vorherrschenden Eigentumsverhältnissen rüttelte - auch Nelson Mandela nicht. Es kam nicht zum Wertkonservativismus - also zu einer Umwälzung der Gesellschaftsstruktur unter Beibehaltung der Wertdefinition "Landeigentum".


... wenn der Niedrige seinen Dienst in den Platinminen verweigert

400 Euro Monatslohn erhält der "Schwarze" Arbeiter in Südafrika für seinen Knochenjob in einer Platinmine. Der letzte Streik endete in einem Blutbad. "Schwarz" Polizisten, erschossen mit "weißen" Polizisten die Aufständischen. Daher ist die Apartheid noch lange nicht abgeschafft, auch nicht in Europa - denn auch hier glaubt man die minderwertig und hochwertige Arbeit.


Minderwertig ist derjenigen, der sich die Hände schmutzig macht und für den Eigentümer der Mine arbeitet. Hochwertig ist nur derjenige, der andere für sich arbeiten lassen kann. Frei ist aber keiner von beiden. Trotz allem wird diese Abhängigkeit als Trieb für die Menschheit angesehen - also als Priorität und als Positiv.

Der Arbeiter an sich ist aber nicht unverschämt. Er fordert nicht den gesamten Gewinn der Platinproduktion für sich. Er will nur mehr Lohn, um besser leben zu können. Er ist daher aus seiner Lebenssituation des Systemzwangs fair. Der Unternehmer braucht auf der anderen Seite dieses Szenario, um den Platinpreis anzutreiben, der heute unterhalb des Goldpreises liegt. D. h. der "Unternehmer" - der höher Mensch - kann also nur dass die "faire" Forderungen seiner Arbeiter erfüllen, wenn er vom Käufer seiner Produkte mehr verlangen kann.

Der Platinpreis steigt nur tote Streikende

Der Platinpreis erhöht sich also nicht mehr durch "natürliche" Marktumstände. Er muss ein Zukunftsszenario her, das Platin zur Wertanlage macht. Dem Käufer wird so ein emotionaler Vorteil untergejubelt. Ein Streik ist also immer für den Konsumenten ein Signal für steigende Preise. Doch eines ist gewiss: Der Streik dauert nur so lange an, wie sich der Widerständler ernähren kann. Der Mensch bleibt zwangsläufig seinem Apartheidssystem der Finanzen und Gewinne treu. Er will die Armut nicht abschaffen, sondern nur erträglich machen. Er hat sich längst mit der Diskriminierung arrangiert und findet sie gerechtfertigt.



Dem gebildeten und geschulten Menschen will einfach nicht einleuchten, dass das was er als Freiheit ansieht, keine ist. Erträgliche Armut bleibt immer Ungerecht, weil dafür der Reichtum notwendig ist. Der Kapitalismus ist in seinem Wesen nicht verstanden. Man sieht nur seine Funktionalität, aber niemals seine Ursache.


Geldbeutelrassismus - als logische Konsequenz des Kapitalismus

Der Mensch kann heute schlicht und einfach ohne Kapitalismus/Faschismus/Feudalismus/Apartheid/Ungleichheit keinen einzigen "logische" Gedanken mehr ersinnen. Wir empfinden heute die Apartheid als Diskriminierung gegenüber "andersfarbigen" Menschen. Seine Könige erklärte damals ihren Untertanen, als sie diese an die Sklavenhändler verkauften, dass sie nach ihrem Tod, alle wieder in die Heimat zurück kehren. So entstand der Mythos von der Seele Afrikas. So ertrug auch der afrikanische Mensch sein "Schicksal" und die später daraus entwickelte Apartheid - als dem Weißen die Kooperation mit den afrikanischen Königen nicht mehr ausreichte.

Heute glaubt der Mensch gerecht zu sein, indem er zwischen Arm und Reich unterscheidet und dieses Apartheidsgesetz gar als "natürliche" anerkennt, weil es sich mathematisch beweisen lässt. Daher ist selbst die Mathematik ein Instrument des Betruges.



Wir werden nicht gerechter, wenn wir Armut und Reichtum nicht mehr gemäß Abstammung, Religion und Hautfarbe zuordnen. Es bleibt weiterhin purer Faschismus.

1 Kommentar:

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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