Mittwoch, 15. August 2012

... wenn Sklavenlogik mit Denken verwechselt wird - nennen sie es Aufklärung des Systems

Der Mensch ist in Sachen "Aufklärung" ein störrisches Wesen. Es liebt das Bekannte und will seine Denkmuster nicht aufgaben. Sie sind eins mit ihm. Sie ergeben seine eigene Wahrheit. Mittlerweile ist sich überall auf der Welt der Mensch einig, er braucht die Arbeit des Lohnes wegens. So wie der Arbeitnehmer den Arbeitgeber braucht. Das Gefühl ein Sklave zu sein hat er nicht wirklich. Der alte Grieche, Römer oder Ägypter sah ihn noch als das was er ist. Er sah ihn nämlich gar nicht. Er fand keinen Platz in seinen Überlegungen über die Welt. Er war ein NICHTS. 

Heute hält sich der Sklave für gesehen und daher wertvoller und für alltäglich; für Mitbestimmungsfähig durch seine Demokratie und seine Staatswesen. Er schrieb sich selbst die Liviten auf, die er freiwillig und frei befolgt. Er sucht nie die Wahrheit, sondern nur den Fehler im System, um es besser für sich ausnutzen zu können.

Der Sklave stößt damit an die Grenzen seiner Weltanschauung und Denkvermögens. Er sieht etwas was er nicht kennt und weicht zurück, weil er da einen Abgrund sieht wo keiner ist. Wer heute Wahrheit hören will, will Gruselgeschichten über abartige und böse Eliten hören. Er will hören wie die Welt; seine Denkwelt elendig zugrunde geht und hält gleichzeitig nach denen Ausschau, die ihm neue Leviten bringen, damit der Sklave sich an das System halten kann. Für ihn muss der Herr ganz trübe und weiter Ferne als allmächtige Lichtgestalt auftauchen, der alle Fäden in der Hand hält - ansonsten ist es keine Welt für ihn - den Sklaven. Alles andere ist undenkbar, utopisch und Träumerwerk.

Dieser Sucher nach der Wahrheit, der Mensch, der nach Aufklärung strebt, will sich vorstellen, wie die Welt mit ihrem Geldsystem in einer Inflation versinkt; die Wirtschaft zusammenbricht und er sich auf dieses Elend vorbereiten kann, damit es ihn nicht zu schwer trifft. Das ist so als ob der Ägypter die Nilflut abwartet und sein Haus auf Stelzen stellt. Für ihn das die jährliche Flut seines Segens, die Natur, so wie der Kapitalfluss-Zusammenbruch in der heutigen Zeit, der Dung für den nächsten zyklischen Kreislauf ist.



So sucht er nach einem Moses, der ihn aus diesem Elend befreit; ihn in ein Land führt, in eine Denkwelt, ohne Flut und doch mit dem gleichen System der Ausbeutung. Das ist der aus heutige Sicht feine Unterschied zwischen Ägyptern und seinen Sklaven. Der Ägypter, der die Sklaven so weit weg von sich sah, dass er sie gar nicht wahrnahm, baute seine Paläste weit weg vom jährlich anschwellenden Fluß und sah die Flut als Segen. Die Ferne auf die Dinge ist heute genauso wenigen gegeben wie damals im alten Ägypten. Selbst der Römer oder Grieche sah das Elend der Sklaven als seinen Segen. Es machte sie willig und ergeben. Sie lernten zu Wohle ihrer zu Denken, um ihr Leben angenehmer gestalten zu können.

So ist es heute noch. Dieser Sklave kann sich die gesamte Welt ohne Herren nicht vorstellen. Zur Not wird er selber zum Herrn, der die Sklaven sieht und ihnen ein besseres Leben verspricht, wie Moses als er die Israelis aus Ägypten führte. Für ihn spaltetes sich sogar das Meer, um seine Verfolger die sklavenlosen Herren, abzuschütteln. So wurden sie selber zu Herren, die andere durch ihren Glauben erniedrigten. Sie sahen diese Menschen nicht mehr, nur noch als Sklaven. Sie hatten nichts anderes gelernt und so leben wir heute noch. Längst spielt der religiöse Glaube keine Rolle mehr als Mittel zur Erniedrigung. Der Mensch fand etwas besseres und effektiveres. Er lebt das Sklavenleben in Form von Kapitalismus. So erklärte sich der Sklave seine Welt; so akzeptierte er die Ungerechtigkeit als höchste Aufklärung die er je erfuhr.

Heute ist er auf der Suche nach der Gerechtigkeit, die Sklaven und Herren gemäß ihrem sozialen Stand, ein Leben im gerechten Unterschied ermöglicht. So lebt der Arbeitnehmer für seinen Arbeitgeber und verzichtet auf seinen Lohn, um sich seinen Herren zu erhalten. Er fühlt sich dabei nicht als Sklave, sondern als aufgeklärter, intelligenter Mensch, der das System verstanden hat. Doch verstehen bedeutet noch lange nicht, zu begreifen, was alles möglich macht. Das ist in seinem Blick in so weiterer Ferne wie der Sklave für den alten Griechen. So machte sich der heutige Sklaven zum Herren über seinen eigenen Selbstbetrug.



Aus diesem Grund lieben wir alle die Geschichte über die böse Elite, die alles unter Kontrolle hat und uns versucht zu manipulieren. Er begreift einfach nicht, dass er sich selber der größte Manipuleur ist. So stimmt er in der Demokratie wie ein Arbeitnehmer ab und er schafft sich Staaten, die Arbeitgeber und Gönner fördert. Er denkt im System und sucht lediglich nach einen Verbesserung, aber nie nach ein Lösung. Nach dem, von was er sich lösen muss, vom System selber - weil er es nicht sieht - da er es für natürlich hält, wie der alte Griechen den Sklaven für eine natürliche Erscheinung in seiner Welt hielt. Hätte er ihn abgeschafft, hätte die Welt nicht mehr existiert, in der in Wohlstand und Dekadenz lebte.

Das ist die schlichte Lehre der alten Philosophen, die mehr Theologen waren, ohne es zu ahnen. Theologie in dem Sinne, dass sie ihren Überlegungen einen Glauben zu Grunde legten, der wider jeder Natur ist. Wäre Platon tatsächlich der Aufklärer und Denken gewesen, hätte er die Sklaverei in Frage stellen müssen und damit seinen eigenen Stand in dieser Gesellschaft. Doch dazu reichte der Mut nicht, sich diesem Freiblick zu stellen. Es wäre ein Denken außerhalb der vorgegebenen Norm (Theologie) und Weltanschauung gewesen. Er tat gut daran die Aufgabe des Skalven zu erkennen und ihn unberührt zu lassen.

Doch nun zur Entwirrung unserer Denkmuster

Wie sähe eine Welt ohne Sklaven - ohne Arbeitnehmer aus? Der Arbeitgeber wäre ein Nichts, wie der Sklave. Die Welt käme zum Stillstand. Nach dieser Überlegung hört der gewöhnliche Sklavenmensch auf zu denken. Er hält sich für schlau und sagt: "Es muss eben so sein, wie es ist - ansonsten funktioniert es nicht!"

Doch ich frage: "Was funktioniert dann nicht?" - danach herrscht langes Schweigen ... und es folgt ein schüchternes "das Leben - es muss diese Unterschiede geben". Da kann ich nur sagen: "AHA! Es ist normal ein Faschist zu sein!"

Die alten Griechen waren Faschisten und der heutige, moderne Demokrat ist ein freiwilliger Faschist, der sich nach diesem Grundsatz des Faschismus - ich nenne es Feudalismus - freiwillig regiert.  Er ist sogar dazu bereit, seinen Staat abzuschaffen, der ihn vor der absoluten Sklaverei bewahrte und noch ein kleinwenig Umverteilungspolitik möglich machte.

Der moderene Mensch wird zum verkehrten Marxisten. Marx versuchte den Staatskapitalismus und heute will der Mensch sich befreien, in dem er jeden zum Kapitalisten mit seinem "ICH" als Grundkapital schafft. Der Mensch setzt sich damit nicht der Natur aus, sondern der Marktregeln - der Sklavenkultur der alten Herrschaftsform. Das ist so, als ob der Sklave in der römischen Kampfarene zur Belustigung der angeblich Freien, die nicht anderes als Unterdrücker sind - also auch nicht frei sind - um seine Freiheit als möglicher Unterdrücken kämpft.

Nach seinem bestanden Kampf und seiner Freiheit, die er angeblich erlangte, geht er in die Welt hinaus, um sich selber Sklaven zu suchen, damit er frei ist. Die Frage nach dem, WAS es möglich macht, dass der Mensch dies alles als logisch akzeptiert ist allerdings damit nicht beantwortet. Man lamentiert und argumentiert um die Wahrheit herum, wie der alte Grieche, der den Sklaven nicht sah und ihn als Natur begriff.

Wie also soll sich der heutige Mensch als Sklave begreifen, wenn der den alten Schriften und Lehren der Sklaventreiber anhängt, wie ein Jünger an den Lippen eines Jesus?

Die Aufklärung - also der Blick auf die Wahrheit - ist heute also noch ferner als jedes Universum, das wir heute noch nicht kennen. Sie ist ferner als die Renaissance jemals war. Sie richtete sich nicht an den alten Lehren aus, sondern sie hinterfragte und kritisierte sie. Das ist wiederum eine Historienverklärung sondergleichen, die wir einfach mit uns geschehen lassen, weil es uns als Sklaven dient.

Keiner will ein Spartakus sein, der am Ende seiner Freiheit sich eingestehen muss, dass Rom überall auf der Welt ist und es nirgends eine Freiheit gibt, die er suchte. Er musste selber rauben und brandschatzen, um seine Mannen, die er die Freiheit führen wollte, zu ernähren. Er wurde notgedrungen selber zum verhassten Rom. Das ihn wiederum als Terroristen gerecht ermordeten. Deshalb feiern wir ihn als Held, als gescheiterten Held; als Mahnbild an alle, die Freiheit suchen und doch im nächsten Gefängnis landen.

Mit neuer Macht, neuen Führern, neuen Gesetzen und Ordnungen oder gar Gewalt ist nichts Neues zu schaffen - da sich der Mensch noch nie die Mühe und Courage erlaubt zu denken: "Was passiert, wenn es keine Sklaven mehr gibt?" - Er müsste sich eingestehen es gibt keine Herren mehr und erst dann tut sich die Frage auf: "Was macht einen Menschen zum Herren und was zu einem Sklaven ...?" - dann kommt der Mensch der Wahrheit näher. Er muss gegen seinen eigenen Traum von Freiheit als Herr reden und argumentieren - .... und wer tut das schon. Da sind Schwätzer und neue Messias angesehener, die Herren zu Sklaven machen wollen! So wie Moses die Israelis ins Gelobte Land führte, damit sie selber herrschen können.

Wo begann also die Lüge zur Wahrheit zu werden? Wo fand der Mensch seine Ruhe in der Ungerechtigkeit? Wer nun glaubt es läge an den Religionen ist falsch gewickelt und macht sich so zum Herren, um die anderen zu erniedrigen. Der Mensch muss sich selber lehren, dass es keine Oben und Unten gibt. Er muss lernen zu sehen, was den einen schmückt und ihn damit erhöht - das ist nun mal das Eigentum. Doch auch hier stößt der Mensch wieder an sein Unvermögen zu denken. Er sagt: Schaffe ich das Eigentum ab, funktioniert nix mehr .... doch ich frage: "Was funktioniert nicht?" --- und die Antwort müsste sein: "Die Ausbeutung!" - Somit hätten wir die Lösung aller Probleme.

Doch kann der Mensch das Eigentum aufgeben oder denkt er beim Aufgeben nur an Abgaben und gemeinschaftlich verwalten? Er muss also seine Liviten - die Gesetze - von sich abstreifen, denn auch sie sind nur ein Resultat des falschen Denkens eine Sklaven, der sich das Leben erleichtern will und dem Eigentum geschuldet sind. Sie sind Lüge und Betrug.

Am Ende dieser Erkenntnis steht die Leere - das Tabula Rasa - das unbeschriebene Blatt. Das die Menschheit sich nicht mehr beschreiben muss, denn sie kann ohne Ausbeutung und Gewinndenken in Wohlstand leben - ohne sich Sklaven halten zu können. Sie wird erkennen, dass das was wir heute Wohlstand ist, die pure Dekadenz darstellt; dass jeder Luxusanspruch, das Recht auf Sklaverei darstellt. Er wird eine ganz andere Basis von Wert erfahren, die sich in nicht, in überhaupt nichts denkt, was er heute als Wert rechnet.

Für diesen Denkweg gibt es keine Anleitung. Jeder Mensch muss sich durch seinen eigenen Dschungel der Lüge und des Selbstbetruges hindurch arbeiten und seine Wahrheiten als Lügen enttarnen. Diese Arbeit kann ihm niemand abnehmen. Er kann nicht mehr administrieren oder nach Regel und Leitfäden fordern, die ihm das Denken erleichtert. Denken bedeutet ohne fremde Hilfe Wahrheit zu erkennen, alles andere ist Vorgedacht und damit manipulativ.


Es geht und ging immer nur um EIGENTUM - nie um den Menschen an sich! Sie sind erst Aufklärer, wenn der Mensch nicht mehr unter oder über dem Eigentum steht, sondern wenn es nicht mehr existiert!

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Hier etwas, worüber Keurolein sich aufregen und darüber sich dann wieder paranoide Verschwörungsfantasien zusammenspinnen kann:

    (Pressemitteilung von heute)
    "Parteivorstand der Linken nimmt Antrag der BAG Grundeinkommen an"

    Siehe:
    http://www.die-linke-grundeinkommen.de/WordPress/?p=3011


    Sende dir dögelige Gesinde-Grüße aus der BGE-Unterwelt. ^^

    P.S.: Kannst meinen Kommentar ruhig wieder zensieren.
    Mir gehts nicht darum, dass deine Jünger das lesen, sondern du.

    Ist doch wieder ein gefundenes Fressen für dich, wenn sich das der "neoliberale BGE-Geist" langsam in den Hirnen der Linken breitmacht, oder? ^^

    Bin mal gespannt ob dir wieder ein Beitrag dazu einfällt..

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