Sonntag, 16. September 2012

Nabucco: Europas Trauerzug der Vergessenen - doch an einen Auszug ist nicht zu denken

Laut Medienberichten sind dieses Wochenende eine Million Menschen in Spanien und Portugal gegen die Sparprogramme ihrer demokratischen Regierungen auf die Straße gegangen. Es ist der Trauermarsch der Vergessenen unserer Gewinn- und Profitdiktatur. 

Es scheint fast so, also ob sich das biblische Sklavenvolk erneut gegen den Pharao erhebt, denn die Proteste in Italien und Griechen blenden unsere Medien wohlweislich aus ihrer Berichterstattung aus. Der Deutsche, der sich noch auf der Insel der Glückseligkeit wägt, soll nicht von der Angst der Vielen in Europa erfahren. Noch wird er von der eigenen Politik als Gönner dargestellt, der widerwillig seinen Tribut an die aufkeimende Armut in Europa zu entrichten hat.

Das Spiel der Reichen besteht darin,
die Armen gegen einander auszuspielen. Bis jetzt geht diese Philosophie des Reichtums und der Dekadenz auf. Der Deutsche glaubt sich tatsächlich in einer besseren Position zu befinden. Er sieht sich sogar auf der Seite des Reichtum. Es bleibt ihm bis jetzt noch verschlossen, dass er jetzt schon ein Teil des europäischen Trauerzugs der Sklaven ist, der sich noch gegen die Realität wehrt.



 In wenigen Monaten wird auch er die Straßen füllen, wenn das Geld für den Strom und die Heizung nicht mehr ausreichen. Der Reichtum, den jeder ganz auf seine Weise anstrebt, wird in weite Ferne entfliehen und mit jedem Schritt vorwärts bald hinter dem Horizont der eigenen Hoffnung verschwinden.

Nabucco - der Auszug der Sklaven aus Ägypten in ein neues Land steht als Option im Hier und Heute nicht zur Verfügung. Es gibt kein Land, das der verarmte, überflüssige Europäer als Vaterland ausrufen könnte und als seine Ur- bzw. Erbbesitz an sich reißen kann. Es ist die Zeit der Renaissance gekommen, die endlich zu Ende gedacht werden muss.





Wer von Schicksal spricht, betrügt sich selber

Eigentlich nennt das Volk - oder nennen wir es einfach "die Herde" - dies Schicksal. Schicksal bedeutet letztendlich, man hätte keinen Einfluss auf die Dinge. Doch das Gegenteil ist der Fall. Man ist zwar nicht des Glückes eigener Schmied, den dazu muss man andere für sein Glück formen und sie davon überzeugen, dass es ihnen dient, wenn sie dienen - aber er könnte sich endlich verweigern sich selber als Hammer und Rohstoff für den Reichtum anderer zur Verfügung zu stellen.

--> Natürlich erfordert das Selbstdisziplin, doch das Wichtigste ist: Man muss seine eigenen Werte ändern und nicht mehr nach Gewinn streben, den andere für einen erarbeiten sollen. Keiner ist das Instrument des anderen, für den heute geltenden Egoreichtum. Es ist auch eine falsche Vorstellung von Reichtum, der hinterher die Armen wieder zu speisen hat.

Wir müssen nicht anfangen die Fabriken selber zu verwalten, wie die verstaubte Vorstellung von Altkommunisten oder neuen Sozialisten, sondern wir müssen anfangen Fabriken zu betreiben ohne Gewinne damit zu erwirtschaften, und zwar weltweit.

Betreiben wir all die Technik, die wir bis jetzt entwickelt haben nur noch für das Wohlergehen aller, ohne Gewinnabsichten und Reichtums- und Luxusgelüsten. Können wie Welt ernähren und gleichzeitig auch noch besser machen.

Viele unserer angeblichen produktiven Tätigkeiten bringen der Menschheit keinen Wohlstand, sondern dienen lediglich dem heute noch wichtig erscheinenden Wirtschaftswachstum - was allerdings nur notwendig ist, wenn jeder einzelne ständig und täglich nach seinem kleinen und großen Gewinn aus anderen schreit.

Wer keine Gewinne erwirtschaften will, braucht keine Schulden machen. Die Welt als ganzes stellt der gesamten Menschheit all das zur Verfügung, was sie zum Leben braucht. Das einzige was uns teilt, ist das Eigentum, mit dem jeder den anderen aussperrt, um ihm gegen Gewinn seine überschüssige Produktion gegen Geld zu verkaufen - das er am Ende wieder als Erpressung zu weiteren unnötigen Arbeiten einsetzen kann.

Genau betrachtet ist die Menschheit zu einer Erpresserbande herangereift, deren höchste Kultur darin besteht sich gegenseitig bis auf den letzten Blut von Leistung und Rohstoffen auszupressen. Da badet der eine lieber in Milch oder schüttet sie weg, anstatt sie denen zu geben, die Hunger haben. Das würde den Preis ruinieren, sagt der Vernünftige unter uns.


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