Mittwoch, 19. September 2012

Shitstorm / Bettina Wulff: Psychogramm einer liebenden PR-Berater-Feministin

Bettina Wulff ist das typische Opfer des eigenen Idealbildes vom falschen Feminismus. Sie betrachtet sich gerne als eigenständige Frau und kehrt das immer nur an der Seite ihres prominenten Mannes heraus. Sie wäre gerne selber prominent. Was ihr bis heute nicht gelungen ist. Man spricht immer noch "von der Frau des Präsidenten".  Da wird die Ehe schnell zur Kampfarena und der Mann zum geliebten Gegenspieler. Sie lernt den Ministerpräsidenten kennen und erst danach den Mann. Das klingt zwar nicht feministisch, sondern eher mittelalterlich. Doch wer in den Kreisen eines Maschmaiers verkehrt, wird wohl keinen Lackierer auf einer Party kennenlernen.  Leider wird sie von der Partei nicht so anerkannt, wie die erste Ehefrau des Christian Wulff. Eine bittere Erfahrung, für eine Frau die alles richtig machen will und als PR-Beraterin bestens ausgerüstet zu sein scheint.

Da mag die Berufung ihres Mannes zum Bundespräsidenten wie ein Befreiungsschlag empfunden worden sein. Ein Standortwechsel und ein Neuanfang als strahlende Präsidentenfrau offenbarte sich vor einer Frau, sie eigenständig sein will. Nun kann sie endlich beweisen, was für eine "kompetente" PR-Frau in ihr steckt. Ihr Mann soll ihr Meisterstück werden. Was ebenfalls misslang, wie wir alle wissen. Sie blieb die Frau des Präsidenten. Was sich als PR-Betrater so einfach an anderen diktieren lässt, ist an ihr selber nicht gelungen. Das Familienidyll einer Obama-Family ist schwerer nachzuleben, als es von außen betrachtet erscheint.



Hübsche kleine Mädchen in verträumten, weißen Rüschenkleidchen vor dem "Präsidentenpalast" sind schöne Fotos, aber keine lebbare Realität. Aus dem Schatten ihres Mannes schält sich einfach nicht heraus. Krebshilfe oder sonstige "sozialen Projekte" scheinen ihr zu banal. Der Titel "First Lady" und das miserable Krisenmanagement ihres Mannes bis zum Rücktritt, ist da eher schädlich. So flüchtet man sich lieber in die Rolle der unbeachteten Ehefrau und schiebt das schlechte PR-Management ihres Mannes, anderen Beratern in die Schuhe.

Ich kann mich allerdings dem Eindruck nicht verwehren, dass die PR während der gesamten Amtszeit ihres Mannes aus ihrer Feder stammt. Jetzt will sie plötzlich nicht mehr als Königsmacherin gelten, weil diese gemachte Karriere aufgrund von zu vielen, gesellschaftlich wichtigen Bekanntschaften bzw. Freundschaften so unrühmlich endete. Vielleicht lesen wir im zweiten Buch die Klarstellung, dass sie immer gegen Freundschaftsurlaube war und ihm Ehemann als PR-Beraterin sogar davon abriet - aber ihr Mann hörte leider nicht auf sie. Welch eine Tragödie!  

Wäre Christian Wulff schlau gewesen, hätte er Angela Merkel empfohlen, Bettina als Bundespräsidenten zu wählen. Ich bin auch davon überzeugt, dass Christian Wullf als Vorstand im Kleintierzüchterverein auf die gleiche Art, am eigenen PR-Management gescheitert wäre.

Ich stelle mir das so vor: Am nächsten Morgen präsentiert die liebende Ehefrau den PR-Plan für den Kleintierzüchtervereinsvorstand. Erweitert mit einer Liste von wichtigen Personen, die zum Freundeskreis zählen sollten, um erfolgreich zu sein. Der erste Weg hätte an diesem Morgen in das nächste Sportgeschäft geführt, um sich eine prachtvolle Golfausrüstung zu besorgen, wenn möglich auf Vereinskosten - versteht sich.




... wenn Feminismus als die legitime Tyrannei der Frau interpretiert wird

Der typische Fehler von Feministinnen ist, sie wollen das vormalige Patrichat der Familie in ein Matriarchat verwandeln. Was im Grund die gleiche Herrschaftsform ist, nur die Dominanz wechselt das Geschlecht. Wer sich unter diesen Vorraussetzungen als Frau vom "Muff der Talaren" befreien will und eigenständig wirken will, ist auf dem Holzweg. Männer haben nichts gegen einen guten Rat einer Frau als Freundin - sie mögen nur keine Befehle. Sie sind eben Menschen wie Frau auch. Das vergisst vor allem Vorzeigefeministen "Alice Schwarzer" all zu gerne.

Die Institution Ehe steht für solche Frauen unter einem schlechten Stern. Teamfähigkeit ist nicht ihre Stärke, besonders gegenüber dem anderen Geschlecht. Gleichberechtigung kann da nur noch unter Frauen praktiziert werden. So bricht eine neue "Geschlechterkrankheit" in unserer Gesellschaft hervor, die weit weg von jeder Gleichberechtigung ist - es ist viel mehr der Versuch der Gleichmacherei.

Für solche Frauen wie Bettina Wulff, bedeutet daher "Eigenständigkeit" eine Wettkampf der Geschlechter. Das Team "Ehe" wird zur Familienplanwirtschaft. Da kann es schnell vorkommen, dass jede Arbeitsstunde des Mannes, zum Vorwurf wird und die lästige Kinderarbeit an ihr hängen bleibt, wenn das Kindermädchen ausfällt. Das wird Buch geführt, wer wie lange am Krankenbett des Kindes saß und wer wann, welche Geschichten vorlas. Ich will hier Christian Wulff hier in keinster Weise in Schutz nehmen. Er ist das Produkt seiner eigenen Vorstellung von Macht und Reichtum. Dafür lässt sich ein Mann nicht wie ein Vieh aussuchen, sondern hier haben sich zwei gefunden, die nun mit ihrer gemeinsamen Niederlage nicht klar kommen. Jawohl - Niederlage. Das "Unternehmen Wulff" hätte zu einer Institution werden können, wie die des Roman Herzog - HÄTTE.
Das Vorhaben "Feminismus" ist bei Bettina Wulff zwar bestens geglückt, doch von Gleichberechtigung und Neidlosigkeit gegenüber dem Ehepartner - die Betonung liegt bei Partner - ist restlos misslungen. Die Illusion einer erfolgreichen Mutter ist zerplatzt wie eine Seifenblase. Kinder sind eben keine Möbelstücke oder Trophäen, die nach belieben ausgestellt und abgestaubt werden können.


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