Montag, 22. Oktober 2012

Die Google-Steuer - Wer arbeiten will, hat dafür zu zahlen - Neue Marktwirtschaft

Meines Erachtens wird die Diskussion auf den falschen Schwerpunkt gesetzt. Es gibt keinen tatsächlichen Grund dafür, dass Verlage jeglicher Art auf politische Nachrichten einer Demokratie auch nur den Hauch eines Urheberrechtes erheben. 

Politische Nachrichten werden nicht für die kommerzielle Gewinne von Springer und Burda generiert. Daher ist die Stärkung der Öffentlich-Rechtlichen um so wichtiger, auch wenn die verhasste GEZ-Abgaben immer wieder für heiße Diskussionen sorgen. 

Natürlich stellt sich daraus auch die Frage nach der kommerziellen Berechtigung der Suchmaschinen, die fleißige Blogger und sonstige Ideengeber für sich als Geschäftsmodell nutzen ohne Entlohnungsmodell ihrer eigentlichen Arbeiter.

... und schon wieder befinden wir uns im Paradox unserer heutigen Lebensphilosophie - der Marktwirtschaft. Jeder will an jedem verdienen und für jede Leistung, die er annimmt, nix bezahlen. Natürlich kann man unter diesem Aspekt von mangelnder Moral sprechen, doch wem will man sie vorwerfen? Demjenigen, der nichts bezahlen will oder demjenigen der kostenlose Leistungen für viel Geld verkaufen will?


Wird es am Ende auf das Geschäftsmodell hinauslaufen, dass jeder Politiker pro Erwähnung in den Nachrichten einen Bonus von den Verlagen einkassiert, um diesen wiederum als Steuereinnahmen an die Suchmaschinen und Verlage als Subvention weiterzuleiten, damit der Informationsfluss in unserer Demokratie gewährleistet werden kann?

Grundsätzlich ist festzustellen, dass unser aktuelles Geschäftsmodell, das zum Überleben aller Menschen auf dieser Welt generiert, entworfen und weiterentwickelt wurde, sich als Farce und Betrug mehr als bewahrheitet hat. Es macht keinen Sinne mehr, nach weiteren Umverteilungsmustern zu suchen, die dieses Modell doch noch irgendwie für ein paar Jahre aufrecht erhalten, um dann doch mit einem Riesenknall wieder zum Ursprung zurückzufallen. Wobei der Urspruch darin gesehen werden muss, dass jeder vor dem Nichts stehen wird und sofort wieder beginnen wird zu raffen und sich etwas anzueignen, was augenscheinlich niemanden gehört, um im gleichen Szenario wieder zu expandieren, bis es wieder mangels Geld- bzw. Energienachschub wieder in sich zusammenbricht.

Das mag man als Kreislauf beschreiben können, doch unsere Marktwirtschaft entbehrt jedem Beweis der Natürlichkeit an sich. Sie ist nicht das Universum, das sich nach getaner Expansion wieder in sich zurückzieht - denn die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass noch einmal eine Menschheit entsteht. In unserem Marktwirtschaftsmodell ist aber lediglich die Zufälligkeit darauf ausgerichtet, dass der heutige Bauer per Zufall zum Millionär bzw. Milliardär rappelt, wenn er nur im richtigen Augenblick ruft: "Das gehört mir!"



 Es ist die Aufgabe der Eliten - und dazu zähle ich den Ärmsten und den Reichsten in Europa und den USA, die Weichen beim nächsten Zusammenbruch so zu stellen, dass die Menschheit ohne das leidliche Marktwirtschaftsmodell sich versorgen kann. Das erspart und Krieg und sehr viel Leid und Energie, das wir an anderen Stellen viel besser für unsere Entwicklung als Weltgemeinschaft einsetzen können, als ständig bessere Techniken zu entwickeln, wie wir uns gegenseitig effektiv umbringen oder von Nahrungsquellen abschneiden.

Der menschliche Geist ist dazu fähig, davon bin ich überzeugt, aber zu muss er mit den nächsten Zusammenbruch, alle bekannten Regeln und Normen nicht als Grundlage für etwas Anderes verwenden, sondern etwas ganz Neues ersinnen, das jenseits der heutigen Marktwirtschaftslogik liegt.

Wer keinen Herren über sich hat ist frei, aber wirklich frei ist derjenigen, der niemanden unter sich braucht und trotzdem als Gemeinschaft leben kann. Das ist Gleichberechtigung in seiner vollendeten Form und Freiheit.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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