Kommissar Möller wird von der Staatsanwaltschaft in die Champusstadt geschickt. Er soll ermitteln, ob die Gerüchte stimmen, dass die dort lebenden Milliardäre tatsächlich Kinder verspeisen.
Ein sehr spannendes literarisches Werk, das die Zustände in Europa und vor allem in Deutschland am Anfang des 21. Jh. widerspiegeln. Während der Finanzkrise kam es in Europa und überall auf der Welt zu exzessiven Ausschreitungen. Die Regierungen hatten nur noch eine Lösungsmöglichkeit. Sie mussten Arm und Reich in Sektoren abtrennen.
So entstand die Champusstadt. Die "verbotene Stadt" mitten in Europa.
Das Machtzentrum in dem alle Entscheidungen zur Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Leistungskraft des alten Kontinentes getroffen wurden. Dies ist keine Wochenendlektüre. Der Roman wechselt zwischen Fiktion und Tatsache. Es ist ein tiefer Blick in die Abgründe der markttechnischen Logik die der Mensch im Lauf seiner geistigen Entwicklung auf der Basis der Eigentumsgerechtigkeit.
Das Ganz ist angelehnt an den 1923 erschienen Film "Metropolis" ohne eine Versöhnung zwischen Arm und Reich anzustreben. Viel mehr wird mit der nun mehr klassischen Variante von Kanibalismus als letzte Bastion der Macht vor dem Begriff der Göttlichkeit gespielt.
Erschienen: 11.11.2012 im Nirwanaverlag Poseidon
Autor: Hildegard von Maullos
Staaten-, Kontinent-, Ideologie- und Religionslos
Hautfarbe: kariert
Haarfarbe: pink
Ethnische Zuordnung: nicht möglich - da es das nicht gibt
kulturelle Zuordnung: keine
und trotzdem Mensch
Der Roman ist rein fiktiv! Alle Personen sind erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden oder bereits verstorbenen Personen sind daher rein zufällig.
Leseprobe: Die Champusstadt
Dort hinten am Horizont glänzt die Stadt meiner Träume. Ihre hohen Türme ragen in die Mittagssonne. Ich stehe auf einem Hügel und betrachte sie mit gemischten Gefühlen. Eine seltsame Traurigkeit legt sich über mich. Ein tiefer Seufzer presst sich aus meiner Lunge, ganz so als ob ein Mühlstein auf mir abgelegt wurde.
In diese Stadt werden ich nie kommen. Man erzählt sich, dass die Menschen dort ohne Sorgen und Not leben würden. Ich darf nicht näher als 50 km an sie heran. Daher kann ich sie nur an guten und klaren Tagen aus der Ferne sehen.
Ich gehöre zu den Menschen die im Außenbezirk von der Hand in den Mund leben. Ich stelle mich wie alle anderen jeden Morgen vor die Fabrikbezirke und warte darauf für einen Tag eine Arbeit zu finden. Sie bezahlen mit Essensmarken. Geld, das war gestern. Geld gibt es nur noch in der Champusstadt. So nennen wir die Glasstadt am Horizont.
Seit einigen Monaten sind aber böse Gerüchte aufgekommen.Es wird erzählt, dass Männer in unsere Viertel kommen und Kinder kaufen. Sie bezahlen mit Lebensmitteln ...Sie sagen, sie suchen Kinder für die Reichen, die keine bekommen können. Man kennt niemanden, der seine Kinder verkaufte, aber einige von ihnen sind spurlos verschwunden. Jede Suchaktion brachte keinen Erfolg.
Am Samstag tauchte plötzlichein zerlumpter, fremder Mann am Rande unseres Viertels auf. Er wirkte ausgelaugt und gehetzt. Entsetzen steht ihm ins Gesicht geschrieben. Er sagt niemanden seinen Namen. Er weiss nicht wo er herkommt. Alle kennen ihn mittlerweile. Er sitzt dort hinten, an der Kreuzung, nahe der Lebensmittelausgabe und stammelt nur den ganzen Tag: "... sie essen Kinder!"
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Imagen: Die Champusstadt - Literatur-Nobelpreis verdächtig
Kommentare:
Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.
Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.
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Politiprofiler hat sich zur Aufgabe gemacht, die Beweggründe der Politik aufzudecken, denn Systemkritik scheint in unserer Medienlandschaft der Selbstzensur zum Opfer gefallen zu sein.
Alles was in der Politik passiert ist von Langer Hand geplant, das ist nicht nur ein Spruch sondern die Wahrheit. Aber warum entscheiden sich unsere Politiker immer mehr gegen das Volk und für die Wirtschaft?
Bilden Sie sich Ihre Meinung selbst, aber geben Sie sich die Möglichkeit, alle Hintergründe zu erfahren.
Wir stellen hier nicht den Anspruch, alles zu wissen, aber bemühen uns, alles, was wir in Erfahrung bringen können zu publizieren.
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Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau, Tübingen, Freiburg, Lörach, Memmingen, Augsburg, Ulm
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die problematik wurde schon von swift in seinem essay über die zubereitung armer irischer kinder für die gehobene gastronomie englands thematisiert.
AntwortenLöschendie nähe zur realität ist heute allerdings erschreckend gleich hoch wie damals.
Gesunder Menschenverstand
AntwortenLöschenUm die "Finanzkrise" (korrekt: globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon) zu überwinden, muss das einstige Volk der Dichter und Denker nichts weiter tun, als das nachzuholen, was in den 1950er Jahren versäumt wurde.
Voraussetzung für die Verwirklichung der echten Sozialen Marktwirtschaft (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) ist lediglich die Wiederherstellung des gesunden Menschenverstandes durch die "Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion":
http://www.swupload.com//data/Das-Juengste-Gericht.pdf