Sonntag, 14. Oktober 2012

Todesdrama vor dem Reichstag aus "persönlichen" Gründen

Die Polizei gibt an, dass der Selbstmörder "persönliche Gründe" in seinem Abschiedsbrief benennt. Doch Politik ist  und war immer schon in ihren Auswirkungen auf jeden einzelnen Menschen persönlich. Jede Entscheidung zur Rente, zum Studiengeld ist persönlich. Auch wenn man es heute nicht so sehen will. 

Am Sonntag, 13. Oktober 2012, zündete sich ein 32jähriger Student vor dem Deutschen Reichstag an. Da er offensichtlich nicht richtig brannte, beendete er sein junges Leben mit mehren Messerstichen in die Brust.  Eine unglaublich brutale Tat gegen sich selber, die mich persönlich sehr schmerzt und tiefer, hilfloser Trauer erfüllt. Kein Wort des Trostes, kann diesen Verlust auffangen oder ungeschehen machen. Es ist an uns, zu lernen, damit es keinen einzigen Grund mehr gibt, die einen Menschen dazu bewegen, gegen sich selber Hand anzulegen. Das sollte aber die Anstrengungen mindern, anderen den Grund zu nehmen, gegen andere die Hand zu erheben und Leben auszulöschen. Ich sage immer: "Die größte Strafe für seine Feinde und Widersacher ist, wenn man immer unangenehm präsent ist."


Die Politik, die sich hinter den Mauern und schwer bewachten Türen des Reichstag wie eine Monarchie versteckt, wird in diesem Sterben keinen Hilferuf gegen ihre Politik sehen wollen. Das wird bereits aus dem polizeilichen Statement ersichtlich: "... er nenne persönliche Gründe..."  Ein junger Mann, der gerade sein Abitur abschloss und auf Lehramt studierte, setzte direkt vor dem Reichstag seinem Leben ein Ende und das aus persönlichen Gründen.  Das kling reichlich verlogen.

Natürlich wird heute jedem Selbstmörder eine schwere Depression diagnostiziert, schließlich war es kein Selbstmordattentat. Diese Selbstmorde geschehen grundsätzlich und immer nur unter politischen Beweggründen, nie aus privater Motivation. Unsere Gesellschaft und damit wir selber neigen daher gerne zur eigenen Verlogenheit, damit wir nicht sehen müssen, was tatsächlich um uns herum passiert. Wie sie alles wofür wir träumten und fleißig arbeiteten zersetzt, wie ein Sandstein im saueren Regen.

Unsere eigenen Tränen der Wut, der Resignation und Hilflosigkeit gegenüber unserem selbsternannten Systemzwang, sind wie ein starkes Valium und Narkotikum, das jeden Schmerz durch das erblickte Elend in unserer Gesellschaft, einfach abstellt und erträglich macht. Hilflosigkeit entsteht immer dadurch, wenn man nicht weiss, was es möglich macht, dass etwas passiert. Das hat nichts mit unserem anerzogenen Reflexdenken von "Aktion und Reaktion" zu tun. Dieses Denken geht tiefer und oft an die eigenen Substanz, die man lieber in Ruhe lassen will, weil sich sonst eventuelle Schuldgefühle auftun, die man meiden will.

Letztendlich ist es eine Tragödie für seine Familien und alle Menschen die den jungen liebten und schätzen, aber es sollt auch für uns als Republik und vor allem für das Parlament eine Tragödie sein, wenn ein junger Mensch sich gerade das politische Machtzentrum als seinen Todesplatz auswählt.

Ich persönlich bin nach wie vor der Meinung, dass Politik uns Menschen auf dieser Welt nicht helfen kann. Lediglich ein kritischer Umgang mit unserem heutigen Weltbild wird uns Lösungen zeigen. Es ist unser aller Aufgabe uns anzustrengen, den Muff und die antike Vorstellung von Gesellschaft und Hierarchie abzustreifen. Es geht auch anders und vor allem Freiheit funktioniert nicht so, wie man es über tausende von Jahren gelehrt hat.

Video folgt in den nächsten Tagen.

LG

1 Kommentar:

  1. Der Schmerz ist goss Warum hast du das Getan.
    Dein Schmerz war für Kurse Dauer. Als Jesus dich auf Nam in Himmelreich. Aber wir die dein Handeln und tun ansehen mustern Bleib bei uns der Schmers auf Dauer und für Lange seit, So das ich immer wieder an die Schlichen Stunden in Berlin Denken muss, Sollte für mich ein Schöner Berlin Aufenthalt sein mit Freunden Gemeinsam was unternehmen. Und den das dein Sterben anzusehen war und ist bis heute für mich unbegreiflich. So Tief siezt der Schmerz das noch Oft Weinen muss wen ich an den Tag in Berlin Denken muss, warum musste das sein…

    Hartmut Grotheer aus Bad Salzdetfurth

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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