Mittwoch, 14. November 2012

Entwicklungsland USA: Wenn CIA-Sex zur Staatsaffäre wird


Seltsame Schlagzeilen werden uns wieder zugemutet. Ein Vier-Sterne-General und CIA-Chef tritt wegen einer außerehelichen Beziehung zurück. US-Präsident Clinton muss sich wegen einer Zigarre in seiner Praktikantin vor Gericht zerren lassen. Amerika zeigt sich von seiner prüdesten und zugleich christlichen Moralität. 

Sex gilt als Staatsaffäre. Fingierter Terror oder unangemessene Bomben- und Drohnenangriff sind dagegen in diesem Land keineswegs ein moralisches Thema, das erörtert werden müsste. Wir können von Glück sprachen, dass in den USA die biblische Steinigung abgeschafft ist. Doch heute würden sie gerne diesen Ehebrecher in ein dunkles Verlies stecken, wie im Koran. 

Zugleich erhält die USA ihren BND-Skandal. Ganz versteckt hinter der familiären Sitte gläubiger Christen. Während in Deutschland die Geheimdienstchefs einfach ihren Hut nehmen, wenn mal wieder bei der Verfolgung von NAZIs entdeckt wird, dass sie diese erst ermöglichten oder gar deckten, werden in den USA plötzlich tausende von E-Mail entdeckt, die eine Affäre zwischen General und Journalistin aufdecken. Welch ein Watergate! Einfach nur unglaublich - nicht wahr? Die Verrohung der Sitten. Schauspieler wie Petraeus müssen plötzlich ihre Rolle auch im realen Leben spielen. Der Pakt wird gebrochen, so bald ein Mensch dem System überflüssig erscheint. Einem Ehebrecher glaubt niemand mehr irgend etwas vor einem Gericht, auch wenn er die Wahrheit über den CIA spricht.


Es ist kein Geheimnis, dass die Korrespondenz der deutschen Soldaten überwacht wird - auch auch ihre im Internet -  warum also nicht auch der Schriftwechsel von Generälen der USA und sämtlicher Politiker - auch die der Angela Merkel. Mafiöse Strukturen hängen ihr Gewissen nur an die große Glocke der Öffentlichkeit, wenn man einen Menschen in seinem gesamten Nimbus den sie in der Öffentlichkeit für ihn aufgebaut haben, wieder zerstören wollen. Williy Brandt stolperte erst über seinen Spion und dann über seine Affäre, die sich wie ein Brandmal der Unmoralität in unserer Hirn fraßen und bei diesem Namen wie ein Omen hochkriechen.

Dasselbe wird bei Kohl unterbunden. Seine Affäre und seine 40 Jahre jüngere Ehefrau ist dagegen keine moralische Beanstandung nötig, da sein Nimbus erhalten werden soll. Sie sehen also wie einfach man mit SEX ihre Bewertung von Menschen beeinflussen kann. Sex sells - das gilt nicht nur für Parfüms.

Viel mehr will man in den USA einen unangenehmen Menschen aus dem Kader haben. Ein neuer, loyalerer und moralischer soll die Bühne betreten. Einer, der vor kurzer Zeit kreiert wurde. Aus diesem Grunde sammelt man Daten und Gewohnheiten von leitenden Angestellten, Politiker und Managern überall auf der Welt, um sie im richtigen Moment gefügig zu machen oder öffentlich mit der Moral abzuschießen.

So geschehen bei IWF-Chef, Strauß-Kahn. Er wollte als Präsidentschaftskandidat gegen Sarkozzy in Frankreich antreten und wurde prompt als Vergewaltiger in den USA überführt. Am Ende waren es falsche Aussagen, die ihn um seinen Job als IWF-Chef brachten und um seine Kandidatur in Frankreich. So einfach funktioniert unsere Moral. Wobei ich den Lebenswandel von Strauß-Kahn nicht in Schutz nehmen will. Er war offensichtlich ein Schürzenjäger, aber in machen Branchen gilt dies sogar als Lorbeere - wie bei der Schauspielerei. Wobei Politik von diesem Berufszweig nicht weit entfernt ist.

Der Gouverneur von  Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, fiel nicht wegen seiner Politik in den USA, sondern wegen seiner Affäre mit dem unattraktiven Hausmädchen und dem gemeinsamen Kind.

Die USA stellt sich in ihrer wahren Pracht der Heuchelei dar. Wäre die Leitreligion der Islam, wäre man tatsächlich von einem extremistischen Land sprechen müssen, in dem Menschenverachtung wie Guantanamo nicht so schwer wiegt, wie ein sexueller Fehltritt.

Da kann man sich nur noch von diesem propagandistischen Weltjournalismus abwenden. In Deutschland beklagt man sich über die chinesische Führung, die man leider nicht in ihrem Funktionärsviertel filmen darf. Leider gibt es auch keine Aufnahmen von der privaten Residenz uns Bundeskanzlerin oder ihrem Kabinett. Eine Ausnahme stelle Ursula v. d. Leyen als Familienministerin dar. Diese präsentierte ihre Familie wie der Mormone Romney. So wollte sie sich als siebenfache Mutter als Familienministerin profilieren. Was auch gelungen ist.

Peer Steinbrück gerät wegen seinen Rednerhonorare ins Visier der Medien, ganz wie Strauß-Kahn als Gegenkandidat von Sarkozzy. Vielleicht wird ihm bald eine Affäre mit einer attraktiven jungen Damen nachgewiesen, die wir wollüstig als Schlagzeile verschlingen und am Ende ohne Gegenkandidaten für die nächste Bundestagswahl dastehen.

Alles dreht sich immer nur um Sex und Geld. Wie in den besten Kassenschlager aus Hollywood und den Spiegelbestsellerlisten. Unsere Gesellschaft scheint genormt. Die Tugend thront an oberster Stelle und doch sehen wir diejenigen als Erfolgreich an, die der Tugend nicht viel Beachtung schenken. Doch wehe es soll sich das Blatt wenden, dann ist der Nimbus mit genau dem zerstört, was vor den Mythos schuf. Petraeus wurde als sportlicher, attraktiver und anziehender General in den Medien dargestellt. Obama hoffte auf die Stimmen der Damenwelt, nicht wegen seinem politischen Talent, sondern wegen seines Hüftschwungs. Er hatte sich zur Eigenart gemacht die Bühne zu bespringen, wie der Haustiger das Sofa seines Frauchens.

Die wichtigsten Worte des neuen, alten Präsidenten waren die Liebeserklärung an seine Frau, die er angeblich nach der Wahl noch mehr liebte als zu vor.

Ich kann Tucholsky nur zurufen: Ja - das Publikum ist wirklich so blöde.

Offensichtlich ist ein neuer Sprach als Mem unterwegs: "Du siehst die Welt nur in Schwarz oder Weiss .... Es ist viel komplexer!" Die Menschen haben offensichtlich entdeckt, dass Gutes aus manch einer Perspektive böse ist und umgekehrt - das Böse das Gute ist. Es ist noch ein weiter weiter Weg dieser angeblich aufgeklärten Menschen, bis er kennen, dass das Böse, das Defizit des Bösen ist und noch schlimmer wird die Erkenntnis sein, wenn sie sehen, dass das Gute das Böse erschafft. Aber dieser Erkenntnis wird sie nicht zu einem klaren Blick bringen, denn sie sind nicht fähig, das was ihnen als Wahrheit als Lüge zu enttarnen. Sie wolle mir die Welt erklären und sehen dabei nur Trugbilder, wenn ich ihnen die Realität zeige, nennen sie mich einen Lügner. 

Mit meinen Geschichten über das Zeitgeschehen schicke ich Euch nur in Euer Nirwana der Verstrickungen Eurer Definition von Gut und Böse, in der Hoffnung, dass ihr es irgendwann leid seit, das Böse im Gute zu sehen und das Gute im Böse. Und am Ende Eures Rausches und Sucht nach Wahrheit endlich fragt: WAS macht es notwendig, dass ich in Gut und Böse denke? Was macht Moral und Tugend notwendig? Ist Tugend und Moral real oder nur eine Notwendigkeit um der heutigen Realität zu überleben, weil uns vor der tatsächlichen Natur - denn nur Natur kann Realität sein - zu leben?

Ich behaupte auch der Aufgeklärteste von Euch ist nicht imstande, sich eine Welt vorzustellen, in der die Menschen in einer Gemeinschaft leben, ohne Eigentum und ohne Profit aus seiner Leistung und Tätigkeit erzielen zu wollen. Denn genau das was ihr heute als Willen bezeichnet ist kein Wille, sondern nur ein Zwang aus der von Euch selber erschaffen und aufrecht erhaltenen Realität, die nur Kunst ist. Daher sprechen wir von der Kunst der Politik oder der Kunst an sich. Von der Muse und dem Müßiggang, der sich nur der Reiche erlauben kann. Daher empfinden wir Kunst als höchsten Ziel unserer Existenz, weil wir nicht wissen wollen, was uns in diese Künstlichkeit hinein manövriert und wir keinen Ausweg mehr finden, weil des einen Kunst, des anderen Mühsal ist.

In dieser künstlichen Denkart stellt sich der Mensch den Ruhepol zwischen Arm und Reich, in der Gleichheit vor - im Ausgleich der Pole, wie auf einer Wippe. Er will den Stillstand der Wippe der Lebenslagen, doch dann muss er feststellen, wenn alle gleich reich sind, gibt es keinen Antrieb mehr, ihm seine Kunst und seinen Müßiggang zu finanzieren.

Anstatt sich gedanklich übe die Kippe des Denkvermögens hinaus zu bewegen, ist der Mensch bestrebt, sich das Wippen zwischen Arm und Reich in einer höheren Komplexität erklären zu wollen, wo es in Wahrheit keine rationale und natürlich Erklärung gibt.

Als belästigt mich nicht mehr mit diesen Euphemismen für Selbstmitleider, die wie Bettler ankriechen und bereichts den Dolch für den Brudermord hinterrücks bereithalten. Sie sollten zu aller erst den Homo-Ökonomikus in sich ermorden, bevor sie ihre Schlauheit an mir testen wollen. 

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