Sonntag, 25. November 2012

Nachruf für die FTD ... Mindfucking als Berufsbild

Sven Oliver Clausen , Steffen Klusmann und Stefan Weigel bezeichnen sich selber in ihrem selbstverfassten Nachruf auf ihre Arbeit als Opfer des Internets. Sie sahen sich an diejenigen, die politische Entscheidungsträger innovativ anstießen, wenn sie sich in eine Sackgasse bewegten. Damit beschrieben sie ihre eigene Macht und damit Selbstüberschätzung bzw. die des Eigentümers. Gruner & Jahr (Bertelsmanngroup) macht es nicht gerne zum Thema, dass die FDT niemals Gewinne machte. Scheinkonkurrenz ist das große Geschäft. Das weiss auch Springer und produziert BILD und Spiegel oder die WELT - oder wissen sie tatsächlich, welcher Discounter doch zu Lidl gehört, obwohl der Name ein anderer ist?



Trotz fehlender Gewinne hielt Bertelsmann es für notwendig, die FTD über 13 Jahre am Leben zu erhalten - aus Mitarbeiterfreundlichkeit und Liebe zu seinen Lesern. 350 Arbeitsplätze blieben so erhalten, ... denn sozial ist was Arbeit schafft. Entgegen jeder wirtschaftlichen Vernunft. Eine sehr großzügige Geste der Bertelsmanngroup.

Das erfolgreiche Verlustgeschäft der FTD

Die FDT beschreibt sich dagegen naiverweise selber als erfolgreiches Verlustgeschäft. Mit ihr sei die Politik beeinflusst worden und würde nun als fehlendes kritische Glied in der Meinungsbildung der Gesellschaft und der Politik fehlen. Zum Ende des Jahre 2012 steht Deutschland erwartungsgemäß vor einem Trümmerhaufen. Die Wirtschaft ging ihren unaufhaltsamen Weg der Gewinne und Profite, gespeist von staatlichen Geldern und Subventionen. Genau das betrachten die verantwortlichen Journalisten der FTD als ihren Erfolg.

Des einen Krise ist des anderen Geschäft. Dem wirtschaftlichen Erfolg der vergangenen Jahren, stehen immense Staatsschulden gegenüber. Natürlich gibt es wie immer zwei Blickwinkel auf ein ein und die selben Umstände sein. Die hohen Staatsschulden, sind die Gewinne der nun schützens- und stützenswerten Unternehmen in Deutschland.

Neue Blickwinkel für arbeitslose Top-Journalisten

Eine neue Welt wird sich für FTD-Journalisten öffnen. Die Welt der Arbeitslosigkeit. Der drohende Verlust des Lebensstandards. Sie befinden sich nun in einer sogenannten selbstverschuldeten Armut. Ihre Anstrengungen waren nicht effizient genug, die FTD in die Gewinnzone zu bringen. 

Einige werden ein paar Jahre mehr im Wohlstand überleben, indem sie Bücher schreiben ... mit Inhalten die Verschwörungstheorien nähren. Das ist einigen schon gelungen, warum nicht noch mehr Papier zu diesen Themen produzieren? Der Markt nimmt Schmähbücher gerne auf.

CAPTIAL machte sich noch vor wenigen Wochen an die Rothschildstory ran. Das war der große Aufmacher. Konzentriertes Kapital ist immer ein Verschwörungsgedanken wert, vor allem wenn sich damit gutes Geld verdienen lässt. Dabei scheint es belanglos, dass vor den Rothschild die Medici und danach die Hanse die Macht hatten.

Massen lassen sich mit Schuldsprüchen gegenüber Personen und Clans schneller befriedigen. Das System infrage stellen erscheint dabei allerdings als Tabu-Thema. Kapital hat seine eigenen Gesetze. Die ganze Welt richtet sich mit seiner Moral nach diesem universellen Gesetz des Profites. Mächtige kommen und gehen. Das Dogma "Kapitalismus" bleibt. Die Ideologie wandelte nur im Laufe der Zeit seine Bezeichnung. Aus dem antiken Athen, wurde das römische Reich, der Feudalismus, die Monarchie und heute die Demokratie. Der Kapitalismus galt während all diesen Epochen immer als unüberwindbares Dogma. Es wurde lediglich in der Argumentation verfeinert.

Die Demokratie ohne privat haftenden Monarchen

Drohte im frühen Mittelalter dem ungehorsamen Bauern noch die Hölle, wenn er seine Schulden nicht bezahlte. Ist es heute nur noch die Insolvenz. Die Moral wurde nachsichtiger und menschlicher im Laufe der Zeit. Heute haftet der ehemalige Bauernstand als Kollektiv / Staat und muss sich als Demokratie selber die Schuldeneintreiber verordnen, wenn dem Kapital bzw. der Wirtschaft das Geld ausgeht.

Nun wird die FTD mit ca. 350 Mitarbeitern wirtschaftlich verschrottet - ihre politische Meinungsbildung wird nun der Demokratie - dem vollhaftenden Volk fehlen. Die Selbstbeweihräucherung der Medien über diesen Abgang hört sich an, als ob die Demokratie sich gerade selber begräbt. Doch es sind nur ein paar wenige abhängig beschäftigte Journalisten, die einen Meinungssturm in der Öffentlichkeit auslösten, der unter normalen Bedingungen nie stattgefunden hätte.

Der deutsche Propagandajournalismus der Wirtschaft

Journalisten sind grundsätzlich als abhängig Beschäftigte anzusehen. Der kleine Bürger schaltet keine Anzeigen in der FTD oder im Spiegel oder der BILD. Wer große Anzeigenkampagnen an Land ziehen will, muss begleitende, positive Artikel zum Produkt bereit halten. 

Wie würde die Welt heute aussehen, wenn Journalisten nicht die Agenda 2010 von Gerhard Schröder als Innovation bejubelt hätten? Wir hätte längst die Rezession hinter uns und der Markt wäre von all den unrentablen Unternehmen bereinigt. Nach wenigen Jahren des journalistischen Jubels ist Gerhard Schröder heute der Hartz4-Verursacher. Die Journalisten haben bis heute versäumt die tatsächliche Geschichte der Agenda 2010 bekannt zumachen. Sie schreiben heute noch über den gigantischen Arbeitslosenabbau der Angela Merkel während ihrer ersten Amtszeit. Sie sind immer noch nicht im Stande die erforderlichen Adjektive in dieser Berichterstattung zu verwenden.

Es gibt keine Artikel über die steigende Zahl der Hartz4-Empfänger im Vergleich zu den sinkenden Arbeitslosenzahlen. Der Journalismus in Deutschland ist ein bedauerswerter Haufen von Systemgünstlingen, die früher oder später trotz höchstem Gehorsam entlassen werden. Dennoch unterlässt es dieser Berufsstand nicht, dem Internet die Schuld für ihre Arbeitslosigkeit und das Mediensterben zu unterstellen.

Medien sind heute die Vorsitzenden von politisch verstörten Selbsthilfegruppen

Der Journalismus als Meinungsbildung und Interpretation von Wahrheiten hat sich selber überholt. Die Erziehung und Konditionen der Menschen ist bereits so fortgeschritten, dass sie keine mentale Perspektivenkorrektur durch Medien benötigen. Der Journalismus hat sich geändert. 

Heute nutzt man soziale Netzwerke als Stimmungsbarometer, um die Artikel auf die sich aufbauende Stimmung innerhalb der Bevölkerung zu beeinflussen. Das ist eine ganz andere Konzeptionierung. Medien stoßen selber keine öffentlichen Diskussionen mehr an, sondern sie leiten diese wie Pädagogen und Psychologen in einer Selbsthilfegruppe.


Die längst in den USA angewendete Softpower wurde ganz besonders von den deutschen Medien als Konkurrenz empfunden. Ein gravierender Managementfehler. Der deutsche Mittelstand hat damit seine Einflussnahme auf die Meinung der Bevölkerung verspielt. Sie wurden einfach abgeschossen.

Es ist emotional verständlich, dass diese abhängig Beschäftigten aus Eigennutz das Internet nun als die Ursache für den Niedergang ihres Journalismus zu manifestieren. So wie man früher annahm, die Eisenbahn würde alle Arbeitsplätze vernichten.

Das System lernt gerade von seinen Opfern

Tatsächlich hat sich die politische Lage in Deutschland und in der Welt so zugespitzt, sodass jede politische Entscheidung keine psychologische Aufarbeitung mehr in Pro und Contra benötigt. Es sind viel zu wenige, die noch von politischen Entscheidungen profitieren. Jede politische Entscheidung richtet sich heute grundsätzlich gegen die Masse. Wer heute noch nicht direkt davon betroffen ist, wird es in naher Zukunft sein.

Leitmedien werden dadurch zum Propagandainstrument und betreiben eine strenge politische Erziehung, die vielen sinnlos erscheint. Der Kapitalismus hat sich selber als ineffizient bewiesen und wird zum Auslaufmodell, aber es gibt keine Alternative. Hierin liegt die Gefahr für die Elite und für das gesamte System. Medien haben heute die Aufgabe zu analysieren, was am nächsten Tag die Volksseele bewegt. Das bedeutet es müssen Twitter- und Facebookanalysen her.


NGOs - Nichtregierungsorganisationen, Initiativen und Stiftungen als Meinungsbilder sind daher längst in Aktion. Das bedeutet letztendlich die Medien sind für wirtschaftliche und politische Eliten längst abgeschrieben. Heute beschäftigen Firmen Twitter- und Facebookmitarbeiter. So wird bereits eine aufkeimende Beschwerdewelle mit Gegenpost unterdrückt. Das System lernt gerade von seinen Opfern.

Nicht umsonst werden in Russland NGOs verboten, die sich von ausländischen Firmen oder Stiftungen finanzieren lassen. Meinungsbildung findet heute nach der asymmetrischen Kriegsführung statt. Sarrazin mit seinem Buch ist hierfür das beste Beispiel.

Medien kämpfen heute aus der Defensive für die Meinungsbildung

Für den ungeübten Medienbeobachter erschien das ganze als Investigativer Journalismus. Tatsächlich gärte aber die Wulffaffäre längst im Internet und macht kurz vor der Veröffentlichung der BILD seine Runden. Es war also eine Flucht nach vorne. Man wollte kein weiteres Vroni-Leak in Sachen Doktorarbeiten riskieren. Wulff wäre auch ohne die Bildzeitung nicht mehr zu halten gewesen.

Das Internet wird tatsächlich überwacht. Es ist das Fieberthermometer im Arsch des Volkes. Bitte entschuldigen Sie meine derbe Ausdrucksweise. Die Elite weiss noch bevor Sie selber realisieren, was Sie am nächsten Morgen als Meldung auf die Palme bringen wird. Diese Art von Messung stammt aus der Massenpsychologie der Neuzeit. Man kann anhand von Datenströmen erkennen wo sich ein Shitstorm entladen wird. Dieser wird also bevor es zur Eskalation kommt veröffentlicht und schon entsteht ein Abfluss der Empörung bevor sich dieser aufbauen kann. Medien / Propagande sind also heute im Defensivmodus.


Der Sinn des heutigen Lebens ist längst geklärt

Daher sollte der moderne Mensch die Frage nach dem Sinn des Lebens endlich als geklärt betrachten: Er ist da, um den Gewinn und das Vermögen des anderen zu  mehren. Der Mensch hat sich für eine unnatürliche Lebensweise in einer gewinnorientieren Marktwirtschaft entschlossen. Wer also gewinnen will braucht immer geeignete Gegner, die verlieren und lukrative Einsätze beisteuern. 

Es ist wie in jedem selbstzerstörerischen System. Anfänglich bläht es sich auf, weil es sein Umfeld in sich hineinsaugt. Am Ende steht die Implosion, wenn es beginnt die notwendige Energie aus der eigenen Substanz zu holen. In dieser Phase des Kapitalismus befinden wir uns gerade. Sie könne dies als natürliche Reaktion bezeichnen. Allerdings werde ich ihnen vehement widersprechen. Marktwirtschaft ist kein natürlicher Prozess. Da er effizientes Arbeit mit Ausbeutung gleichsetzt. In der Natur findet an dieses Prinzip innerhalb einer einzige Spezies nicht. Schließlich ist die Menschheit kein Planet, sondern nur ein winziger Teil einer Gesamtheitlichen Natur. D. h. geht die marktwirtschaftliche Welt des Menschen zu Grunde, dreht sich die Erde immer noch.

Daher kann Marktwirtschaft definitiv als künstliches Konstrukt angesehen werden, das jeder Natürlichkeit entbehrt. Sie ist nur aufgrund von Fehlinterpretinnen der Natur entstanden. Nun gilt es endlich diese Fehler sich einzugestehen und aus dem Lebenserhaltungsmodus der Menschheit herauszunehmen. Dann ergibt sich ein neuer Sinn des Lebens. Der Mensch lebt um der Menschheit Willen und die Menschheit existiert für den Menschen ohne Absicht daraus einen Profit zu schöpfen. Nur so kann der Mensch seine Sehnsucht nach Freiheit und Glückseligkeit stillen.

Das vor mir vorgeschlagene Leistungsgedeckte Geld ist daher nur eine Übergangsform in diese nicht gewinnorientierte Welt. Es hilft dem Menschen bei der Umwertung der Werte. Das LGG kennt keinen materiellen Grundwert mehr. Es ist nur dazu da, Geld als überflüssige Maßeinheit zu beweisen. Es ist der Krückstock den Kant für die Benutzung des Verstandes leider nicht anbieten konnte.  

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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