Sonntag, 6. Januar 2013

Autokrise: BWM widersetzt sich Nash-Konzept - Marktwirtschaft ist kein Naturgesetz

BMW will der Preisschlacht im kommenden Jahr nicht stellen. Gemäß Konzernchef Reithofer passen die hohen Marktrabatte nicht zu einer Premiummarke. Damit steht im Hause BWM: Gewinn vor Absatz. Damit ist aber nicht geklärt, was Reithofer nun als Premiummarke identifiziert. BMW stellte die Automarken Mini, BWM und Rolls-Royce her. 

Die nun anstehende Jobkrise für Deutschland wird sich nicht mehr einer Kurzarbeiterregelung auffangen lassen können. Sie wird direkt im Zentrum unserer Gesellschaft ankommen. Die Automobilbranche ist trotz aller Umweltkriterien der Dreh- und Angelpunkt unserer Wirtschaft und damit unserer Arbeitsplätze ... und letztendlich die Einkommensquelle für die meisten Haushalte in Deutschland. Im ersten Moment mag sich das klassische Handwerk davon nicht betroffen fühlen. Doch gerade die Häuslesbauer - die Auftraggeber für das Handwerk - kommen meist aus der Exportindustrie. Alleine eine Stagnation des Autoabsatzes schlägt direkt auf die Stimmung der Bevölkerung, auch wenn vielerorts immer noch angenommen wird, dass Geld nicht glücklich. Geld ist letztendlich in unserer heutigen urbanisierten Wert, schlichtweg ein Lebensmittel. Stromkonzerne sind keine sozialen Wesen. Sie stellen einfach den Strom ab, wenn die Rechnung nicht bezahlt wird. Menschlichkeit ist in unserem heutigen System eben nur durch Geld zu kaufen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Rechnung nun vom gutmütigen Menschenfreund aus der Nachbarschaft übernommen wird oder vom Staat.



Doch genau hier bahnt sich die nächste humanitäre Katastrophe in Deutschland. Die drohende Schuldenbremse für die Bundesländer im Jahre 2016 lässt sie sparen. Die Sozialkosten wachen ihnen mittlerweile über den Kopfen und drohen unfinanzierbar zu werden. Das bedroht unmittelbar die Lebensgrundlage vieler Hartz4-Empfänger und Aufstocker. Fallen die Bundesländer als Zahler für Miete und Stromzuschuss in Zukunft aus, wird es in vielen Haushalten nicht nur Dunkel, sondern sie stehen auf der Straße.

Natürlich unterhalten wir uns hier nicht über neu auftauchte Probleme und Auswirkungen der sogenannten Krise - die sich von der Finanzkrise zur Eurokrise und nun zur Schuldenkrise in der verbalen und lyrischen Beschreibung umtitelt, sondern sie wird zur Existenzbedrohung vieler. Durch die sinkenden Absatzraten des Exporten, können noch mehr Menschen durch unser sogenanntes soziale Netz fallen. Das bewusst und wissentlich zur Aufrechterhaltung der Finanzströme in Kauf genommen wurde. Das was nun auf  Deutschland zu kommt ist daher keine Überraschung, sondern ein Druckwelle eines längst erfolgten Erdbebens des primitiven Kapitalismus.

Selbstverständlich bin ich mir im klaren, dass viele meiner Leser nach wie vor, den Kapitalismus nicht als alleinige, jemals auf der Welt existierende Ideologie erkennen. Vielfach geht noch eine Mehrzahl der Menschen davon aus, dass Planwirtschaft, Kommunismus, Marxismus oder Sozialismus ein Gegenmodell zum Kapitalismus sei. Sie halten weiterhin die Marktwirtschaft für ein korrigierendes, politisches Instrument des Kapitalismus. Sie weigern sich die Marktwirtschaft als schlichten und primitiven Kapitalismus anzuerkennen. Sie wollen unbedingt den Kapitalismus in Verbindung zu Demokratie und Freiheit sehen.


Es gibt nur eine einzige, aber unnatürliche Denkart auf dieser Welt

Fakt ist: Marktwirtschaft ist auch Planwirtschaft. Aus ideologischer Sicht spielt es keine Rolle wer plant und Eigentümer der Rohstoffe und Produktionsmittel -  der Staat oder der Markt. Im Kapitalismus ist lediglich eine Frage, wer die Gewinn einsteckt. In der privaten Planwirtschaft (das war heute als Privatkapitalismus unter eine Demokratie betreiben) bleiben die Gewinne beim Unternehmer und der Staat trägt die Verluste. In der Planwirtschaft des Kommunismus trägt der Staat die Verlust und erhält die Gewinne.

Die staatliche Planwirtschaft im Kommunismus sollte eigentlich für jeden denkenden Mensch der Beweis sein, dass der Kapitalismus nicht funktioniert, wenn keiner die Verluste extern übernimmt - der nicht zur Volkswirtschaft gehört, die in der Buchführung berücksichtigt wird. 

In unserer aktuellen Situation ist also jede Privatperson, die also keine juristische Personen ist, von der Buchhaltung ausgeschlossen. Bildlich gesprochen, funktioniert eine Wirtschaft - also ein Gasthaus - nur, solange einer die Zeche des Gelages übernimmt. Daher sollten wir uns mit der grundsätzlichen Frage beschäftigen, ob wir eine Wirtschaft, also den Kapitalismus als Wirt brauchen, um uns zu ernähren?

Es geht also nicht um eine ideologische Frage, sondern um eine dogamtische. Es gilt als erwiesen, dass in der heutigen Denkart lediglich nur eine Ideologie vorhanden ist  - .... und das ist der Kapitalismus. Verschiedene Formen des Kapitalismus, machen noch lange keine andere Ideologie daraus. Selbst der Feudalismus oder die Monarchie war nur eine Gewinn- und Profitwirtschaft.

Geld ist lediglich ein Ausdrucksmittel von Armut

Des Weiteren unterhält sich jeder Lösungssuchende lediglich über Geld, das Geldsystem oder den Mangel an Geld, in Form von Schulden oder eine augenscheinlichen, fragwürdigen Geldkreierung. Keinem dieser wortführenden Denker, Wissenschaften, Politikern, Soziologen oder Intellektuellen, will Geld lediglich als den Profit, Boni oder Gewinn von Wertschöpfungsketten bezeichnen. Sie beschäftigen sie immer nur mit den Auswirkungen und den Resultaten des Kapitalismus. 

Mir ist klar, dass vielen von Ihnen es ideologisch widerspricht, das Geld und das Geldsystem nicht als Schuldigen auszumachen, schließlich können Sie nur innerhalb des vorherrschenden Dogmas denken. Eine andere Denkart ist wie eine weitere Dimension in unserer Welt. Doch ich setze alles daran, damit Sie Ihr Dogma erkennen und dann imstande sind, dieses zu hinterfragen.

Marktwirtschaft ist kein Naturgesetz

In erster Linie sollen sie sich veranschaulichen, dass die Gewinn- und Profitwirtschaft kein Naturgesetz ist. Es gibt keine natürliche Erklärung dafür, dass nur derjenige essen darf, der Gewinne auf irgendeine Form erwirtschaftet. (Ich zähle jedes Gehalt, jeden Lohn oder jede Sozialleistung zu den Gewinnen, wie jeder unternehmerische Gewinne). Letztendlich sind Steuern, der Staat und die verschieden politischen Genres nur ein Resultat des Kapitalismus. Sie sind der klägliche Beweis für die eingeschränkte logische Leistung ihrer Denkart. Sie, die Politik und jeder Humanist ist momentan lediglich bemüht, die erzeugten Gewinne der Volkswirtschaft umzuverteilen. Man will die Armut erträglich machen, aber abschaffen will sie niemand.Näher möchte ich auf dieses Thema nun nicht eingehen. Es wurde zur Genüge in Text und Video von mir erläutert. 

Ich schreibe hier ausschließlich über das vorherrschende Eigentumsdenken und wie es durchbrochen werde kann. Politische Richtungen und Einsichten sind irrlevant. Sie sind nur ein Zeichen der Hilflosigkeit innerhalb dieses Dogmas. Eigentumsdenken ist Materie, die ihre Denkart fakturiert. Das Eigentum hat im Laufe der menschlichen Geschichtsschreibung sich zu Regeln und Gesetzen ausgeweitet und überlagert damit jede von ihnen getroffene Entscheidung. Daher spielt es keine Rolle wer Eigentum profitabel bewirtschaftet - Sie werden immer das Resultat der Gewinnwirtschaft erzeugen ... die das Ungleichsystem der Hierarchie durch Arm und Reich zwingend vorschreibt. Sie legen ihrer Denkart eine unnatürliche Logik zu Grunde, die genau diese Entscheidungen in ihnen provoziert, die sie jeden Tag treffen.

Einen Ausstieg als Einzelner aus diesem Systemzwang gibt es nicht. Die Menschheit steht vor der großen Aufgabe, alle jemals getroffenen Entscheidungen als fehlerhaft zu ignorieren und muss in der Gesamt anfangen ohne die Prämisse und Fakturierung der Materie zu denken, zu entscheiden und zu analysieren. Bildlich gesprochen, bedeutet das: Die ihnen bekannten Rechenarten, mathematischen Schlussfolgerungen und wissenschaftliche Beweise sind ohne Wert und dürfen für Überlegungen ihrerseits bei der Suche nach einer Lösung in keinster Weise eine Rolle spielen. Selbst ihr Gewissen und ihre Moral ist nur ein Resultat der materialisierten Denkwelt, der sie sich momentan bedingungslos unterwerfen.

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