Freitag, 1. März 2013

Amerika stürzt ab - Das Waterloo für USA und Europa

Irgendwann muss auch einmal das "reichste" Land der Welt sparen. In diesem Falle ist die USA gemeint. Ein Gesetz sieht vor: Wird die Schuldengrenze von 16,4 Billionen nicht angehoben, werden radikale Kürzungen im Staatshaushalt vorgenommen. Republikaner und Demokraten weisen sich gegenseitig die Schuld an den Kürzungen zu. Ganz nach der Manier im Dualismus. Schuldige machen das Leben lebenswert.  Tatsächlich geht wie immer darum: Wer kann sein Umverteilungsprogramm per Gesetz durchsetzen. Alles ist nur eine Machtfrage. So wird Arm gegen Reich ausgespielt - zur Klärung der Machtfrage.

In den USA droht der Stillstand des Konsums, aus Mangel an "frischem Geld" (Geld durch Kredite). Ein Zustand, den sich keine Wirtschaft leisten kann. Frisches Geld ist notwendig, um den verlangten Gewinn durch die erbrachte Leistung der Menschen bezahlen zu können - denn nicht durch Leistung entsteht Geld, sondern lediglich durch Sicherheiten wie, hinterlegte Wert-Materie oder Gewinnerwartungen. 

Bei einem Stillstand des Geldzuflusses werden die Gewinne und Profite, die automatisch in unserem Wirtschaftsdenken und - Kreislauf eingepreist sind, vom Endverbraucher rigoros abgeholt. Eine Volkswirtschaft zehrt so von ihrer Substanz - ähnlich einem Körper der ohne Nahrung vom Fettgewebe zehren muss. Es gibt keine Hilfe und Menschlichkeit durch Geld für die Armen. Lohn- und Gehaltzahlungen des Staates bleiben aus und ein Staat ist ein großer Arbeitgeber. Der Traum vieler Neoliberalen und Libertären in den USA wird am 1. März 2013 wahr: Die USA sind zahlungsunfähig d. h. sie erhalten keine neuen Kredite mehr. Der Neoliberale träumt vom Ausschalten seines schärfsten Konkurrenten - dem Staat. All zu gerne würden private Unternehmen die Administration der Staaten übernehmen und damit die Steuereinnahmen als private Gebührenorgie.


Die Verwaltung von 300 Millionen Amerikaner, würde gerne so manches Unternehmen auf eigene Rechnung übernehmen. Wo möglich droht den USA ebenso eine Technokratenregierung wie Griechenland, Spanien und Italien. Einsparungen in den wenigen und um so wichtigeren sozialen Programmen der USA sind daher um so dramatischer, da sie aus wirtschaftlicher Sicht unnötig sind. Sie wissen schon: Wer arm ist, ist selber schuld: Eine Lebensweisheit des Neoliberalismus.

Auch amerikanische Staatsanleihen sind schwer am Markt zu platzieren

Vor wenigen Wochen kündigte die FED an, nicht mehr im gewohnten Umfang amerikanische Staatsanleihen aufzukaufen. Eine rein wirtschaftliche Entscheidung von Technokraten.  Das ist für viele ein Beweis für die angebliche Macht der Banken. Es ist die Wirtschaftsvernunft. China rechnet mit seinen BRIC-Handelspartnern schon lange nicht mehr in der westlichen Leitwährung Dollar ab. Das deckt die Ungleichgewichte dieser Leitwährung schonunglos auf. China ist also nicht der Verursacher, sondern der Wahrheitsverbreiter. Diese Wahrheit hat verheerende Folgen für die Leitwährung Dollar und seinem Herausgeberland USA. Die Nachfrage nach Dollars sinkt weltweit. Weitere Schulden würden sich inflationär auf den Dollar auswirken und ihn auf seinen tatsächlich Wert im Warenhandel bringen. Dieser liegt ungefähr bei 0,20 Euro-Cent. Kein Ölförderland wäre mehr bereit in Dollar abzurechnen. Rohstoff-Kriege wären für die USA unfinanzierbar geworden. So sterben Imperien, egal wie sehr die Peripherieländer noch an die Hegemonie glauben.

Die Spieltheorie - nach der sich Wirtschaft heute richtet  - geht nicht auf. Es gibt keine Pflicht, den Dollar als unangreifbare Leitwährung anzusehen. Es ist kein Naturgesetz, sondern nur eine angenommene moralische Regel der heute dominierenden Industriestaat - ein Abkommen. China ist der Regelverächter. Es praktiziert den Neoliberalismus eben global. Der sogenannte Freihandel der westlichen Industrienationen ist daher kein Freihandel, sondern ein Handelsabkommen, das den Dollar als Leitwährung anerkennt. Mit FREIHEIT hat dies allerdings nichts zu tun. Die BRIC-Staaten erfinden ihren eigenen Freihandel und sind damit erfolgreicher als der Rest der Welt, der sich an den Dollar koppelt. Nun beginnt die Stunde der Wahrheit für die angeblichen Freiheitsbringer der westlichen Welt. Sie offenbaren sich als Knebelvertragsvertreter. Es ist nur eine vorgegaukelte Freiheit.

Als Währungskrieg kann dies allerdings nicht bezeichnet werden, sondern wenn man es aus westlicher neoliberaler Sicht betrachtet: Ist es eine ganz normale Reaktion des freien Marktes, der ein unrechtmäßiges Diktat ignoriert. Daraus konstruiert sich eine ganz andere Form von Machtkrieg. Die ultimative Waffe "Leitwährung Dollar" entwickelt einen unaufhaltsamen Selbstzerstörungsmechanismus. Die aktuelle Macht der Banken, der Bourgeoisie hebt sich damit auf und die abhängige Bevölkerung verarmt. Es ist eben wie immer: Die Elite hat auf allen Spielwiesen dieser Welt versagt. Die eingeplanten Verlierer für das Spiel im Westen bleiben aus. Sie verweigern die Teilnahme. China spielt nicht mit und mit einem Krieg kann dieses Land nicht unter die bei uns geltenden Spielregeln gezwungen werden.

Wir sehen also momentan ein Paradebeispiel des "passiven Widerstandes".

Umkehrbetrachtung der USA als Motor der Welt

Die USA gelten für die westliche Hegemonie als Motor der Weltwirtschaft, weil Sie mehr konsumieren als erwirtschaften. In Wirtschaftschargon wird dies: Handesldefizit genannt - für das ständig neue Schulden kreiert werden müssen. Die Finanzkrise von 2008 exportierte einen Teil der Schulden nach Europa. Doch auch dessen Kräfte als Peripherie sind erschöpft. Eine Ausdehung des sogenannten Speckgürtel scheint unmöglich. Die Finanzmittel reichen nicht aus, trotz arabischem Frühling. Die Versorgung mit frischem Geld aus den USA für Handelsgemeinschaft stockt. Das Imperium will sich also wichtig machen und fordert den damit den Freitod der autonomen Wirtschaften der Peripherieländer. Nun wird das stille Versprechen Europas eingefordert, niemals als Alternativ-Leitwährung sich anzubieten. Europa muss nun zum Speckgürtel für das Ideal der heutigen Wirtschaftslehre degardiert werden - aus freiwilliger Überzeugung - also nach den Regeln der Wirtschaftsvernunft. 

Der Denkfehler der Eliten: China macht sich freiwillig zum Speckgürtel der USA. (Bitte informieren Sie sich über Wortverwendungen gegenüber Imperien, Peripherieländer und Speckgürtel). Die Bildungselite ging gemäß ihrer Forschungs- und Überlegungserkenntnisse davon aus, China wird alles daran setzen wird, den USA unter die Arme zu greifen, um seine eigenen Wirtschaftskraft und Absatzmärke in den USA nicht zu verlieren. Es wird weiterhin seine Profite der Wirtschaft einsetzen US-Schulden aufzukaufen, bis am Ende der Dollar als Leitwährung akzeptiert ist. China sieht allerdings die amerikanische Interpretation von freier Ökonomie nicht als Freihandel an - sondern eben als Hegemonie. Es ist für einen tatsächlichen Freihandel auf der gesamten Welt. Was im ersten Moment für einen aufgeklärten westlichen Menschen unbegreiflich ist, weil die auferlegten Regeln der Wirtschaft hier als natürlich angesehen werden. China ist dagegen ein ausgewachsener Anarchokapitalist und stellt nicht nur den Staat infrage, sondern das Weltimperium der westlichen Abhängigkeitsindustrie.

Es gibt keine tatsächliche Notwendigkeit für China sich an die Nash-Gesetze zu halten und in ein Spiel um die Macht mit dem Westen einzutreten. Es bleibt Beobachter der Selbstzerfleischung zwischen USA und Europa; und macht seine Profite als lachender Dritter.  Der Lehrstoff der westlichen Manager- und Wirtschaftsweisenschmieden - wird als Naturgesetz nicht nur angezweifelt, sondern widerlegt. Es ist lediglich ein künstlich erzeugtes Gewissen von Sozialismus - im Sinne von Socius ... oder besser gesagt: Weltkartell, das plötzlich erkennt, dass die Welt größer ist, als angenommen.

China geht also das Risiko aus westlicher, neoliberaler Sicht, ein, seine Dollarschulden zu entwerten. Es nimmt einfach Verluste in Kauf. Das ist eine Missachtung der Regeln, denkt sich der vernünftige, westliche Ökonom. Offensichtlich ergeben sich daraus weit aus höhere Gewinnechancen für China, die für den Westen niemals zu erreichen sind, egal wie er sich verhält. Das ist kein Patt, kein Remis, sondern ein Schachmatt der westlichen Logik. Doch wer gibt schon gerne seine eigenen Blödheit zu?

Der westliche Neoliberalismus erlebt sein Waterloo

Für Neoliberale ist das folgendermaßen zu beschreiben: China folgt seinem "natürlichen" Marktinstinkt des eigenen Überlebens und einer möglichen Dominanz. Eine Möglichkeit, die für imperial geschulte Wirtschaftswissenschaftler aus den Kadern der USA undenkbar ist: Wissenschafter ziehen Unmöglichkeiten niemals in Erwägung - Sie sind irrelevant und können daher nicht existieren. Das sind Glaubenssätze - die mit Wissen nichts zu tun haben. In diesen Kadern herrscht ein unterwürfiges, anerzogenes  Loyalitätsdenken: "Man beißt nicht die Hand, die einem füttert!" Ein Wolf tut dies allerdings, wenn er erkennt, dass das Futter ihm vorher von der Hand, die ihn füttert, gestohlen wurde. Er beißt sozusagen den Dieb. Für Neoliberale ist das eine Regelverletzung, die bestraft werden muss - Doch Strafe funktioniert nur dort, wo die Regel anerkannt ist. Die chinesischen "Wölfe" - also die tatsächlich Libertären aus dem Kommunismus - widerlegen sozusagen die westlichen Marktgesetze als unfair und daher als inakzeptabel.

Der heute praktizierte und herorisierte Anarchokapitalismus, ist daher nur ein Trugbild einer falschen Realität im weltweiten Selbstbetrug durch den Glauben an die Profitwirtschaft. Daraus ergibt sich automatisch auch eine falsche Vorstellung von Freiheit.

Dieses Denk-Konzept des einseitigen Anarchokapitalismus aus der imperialen Feder USA soll momentan in Europa umgesetzt werden. Sie glaubten die Welt bereits erobert zu haben und plötzlich stellen sie fest, dass in China und Asien - Wirtschaftsanarchisten sitzen. Die verschworene Gemeinschaften aus USA und Europa sieht sich plötzlich einem Gegner gegenüber, von dem sie glaubte er wäre ihr Speckgürtel. Das ist eine klassische Fehleinschätzung von Feldherren, wie damals als sich plötzlich die Deutschen gemeinsam gegen Napoléon stellten. Europa und USA befinden sich also im Waterloo, das sie dieses mal verlieren werden. Sie halten alles dagegen, was sich anbietet und das ist nun mal die eigenen Bevölkerung. 


Der US-Dollar als Leitwährung ist keine Waffe mehr ...

Geld ist nur ein Ausdrucksmittel des rechenbaren Gewinns. Eine Leitwährung ist nur dann eine starke Waffe, wenn sie stabil ist. Der Dollar verfügt allerdings über keine Stabilität mehr.  Es ist eine Nationalwährung, die nur noch durch Glauben und Hoffen als Leitwährung angesehen wird - aus purer Gewohnheit. 

Nobel vertrat die Meinung, dass es nur dann anhaltenden Frieden geben wird, wenn nur einer die ultimative Waffe zur Verfügung hat. In Neoliberalen Kreisen, wird der Dollar als Leitwährung für diese Ultimative Waffe angesehen. Doch bei der Entstehung dieses Gedankens, herrschte allgemein die Annahme, die maroden kommunistischen Staaten können problemlos mit der Leitwährung in die Abhängigkeit des Imperiums eingebunden werden. Die Wirtschaftswissenschaft vertrat allgemein die Meinung, der Kommunismus sein kein kapitalistisches Projekt, sondern sein Gegenteil. Ein Trugschluss. Wie das angebliche minimale Restrisiko von Atomkraftwerken, die uns regelmäßig um die Ohren fliegen und alles vernichten.

Ein folgenschwerer Denkfehler aus Überheblichkeit, der nun die westlichen Industriestaaten ins Straucheln bringt, mit verheerenden Folgen für seine Bevölkerungen. Der lange Weg der schlimmen Erfahrungen der Menschheit mit sich selber ist daher noch nicht beendet. Sie wird noch weitere, noch schlimmere Erfahrungen mit ihrer Profitwirtschaft sammeln müssen, bis sie zur Einsicht kommen wird, dass es keine Lösung ist - sondern ein Fluch.

Die Eliten gingen einfach davon aus, dass das vorherrschende Armutsgefälle zwischen ehemaligen kommunistischen Ländern und Wirtschaftsdemokratien automatisch zur Unterwerfung der jeweiligen Staaten unter die Regeln des Imperiums führt. Sie wurden nie als gleichwertige Handelspartner angesehen. Was nun seinen Tribut verlangt. Der Unterdrückte übernimmt das Regime. Diese neue Gerichtsbarkeit wird der Anarchokapitalismus in Perfektion sein. Der Kommunismus war ein gelehriger Schüler in Sachen kapitalistischer Strafverfahren ohne Anwendung von direkter Gewalt. Staatsgefängnisse sind im Unterhalt zu teuer. Wer im nächsten Kapitalismus versagt, wird sich einfach in autonomen Gebieten der Verarmten wieder finden, die sich selber in ihrer Armut verwalten. Das ist der perfekte, frei Kapitalismus - ohne staatliche Fürsorgepflicht.

Die neue Weltordnung

Die Neue Weltordnung erscheint vielen als Schreckgespenst. Sie ist mehr ein Angst- und Horrorszenario ohne tatsächlich jemals ernsthaft darüber nachgedacht zu  haben. Die neue Weltordnung ist der Verlust der westlichen Hegemonie. Es ist also lediglich die Angst der heute Wohlhabenden, selber zu verarmen. Die Führungsrasse des heutigen Wertedenkens verliert zum Teil ihren Status. Eine schrecklich Vorstellung für Menschen, die glauben, die Geburt in einem bestimmten Land, verordne zum Wohlstand, für den andere zu arbeiten. 

Neoliberale würden das als "Reinigung des Marktes" beschreiben, wobei sie sich selber in einem unantastbaren Status wägen ... sich also alle vorprogrammierte Gewinne durch das System sichern wollen. Dieser Glaubenssatz scheint nun plötzlich zerstört. Der westliche Neoliberale oder Anrchokapitalist, also nur ein gewöhnlicher Hegemonie-Ideologe.

Da aber die heutigen Neoliberale, lediglich westliche Weltbürger sind und keine ganzheitlichen Weltbürger; schufen sie sich mit ihrer Arroganz ihr eigenes finanzielles Grab.  Anders beschrieben: Wer anderen einen Grube gräbt, fällt selbst hinein - und dieser Sturz wird verheerend sein - ohne Fallschirm und zweiten Boden. Das ist ihre Angst vor der "neuen Weltordnung". Es ist die Angst des Weissen Mannes vor der drohenden Richtbarkeit seiner seit Jahrhunderten anhaltenden Ausbeutung anderer Länder und Völker.  Es ist die Angst vor der sogenannten "radikalen Menschlichkeit". Sie setzt dann ein, wenn anerkanntes Recht plötzlich als Unrecht angesehen wird und jeden bestraft, der dem vorherigen Recht Unterstützung gab. Das jüngste Beispiel für "radikale Menschlichkeit" ist Libyen. Gaddafi-Anhänger wurden wegen ihrer Anhängerschaft zum Tode verurteilt oder einfach gelyncht. Zu vor hatten die Gaddafi-Anhänger die vorherigen Machthaber gerichtet und auch die jetzigen Machthaber in Libyen werden in nächster Zukunft das gleiche Schicksal erleiden - wie überall auf der Welt. Die "radikale Menschlichkeit" gehört zur ganz normalen Gewissensbildung aus der Sichtweise unserer heutigen Metaphysik.


Diese Neoliberalen - die nichts anderes sind als Ethnozentristen - gehen davon aus, die von ihnen angewendete "radikale Menschlichkeit" nun an ihnen angewendet wird. Deshalb gilt Nelson Mandela als Friedensstifter. Er verhinderte die gesellschaftliche Umwälzung in Südafrika. Er definierte Freiheit für den Schwarzen, sich endlich wie ein Weisser gegenüber allen anderen Menschen verhalten zu dürfen.  Das ist die heutige Definition von Toleranz. Man macht keine Unterschiede mehr in der Hautfarbe, Religion und Abstammung, sondern man betreibt lediglich nur noch Sozialrassismus in seiner abartigsten Form. Heute glaubt man, Armut sei angeboren, unabhängig von Hautfarbe, Religion und Abstammung.


Sie motivieren die westlichen Menschen zu einer irrationalen Ablehungshaltung gegen das was sie als Ausländer bezeichnen. Es ist alles Fremd, was nicht unter ihren Wertvorstellungen lebt - auch in der Definition von Sozialrassimus. In diesem Ausländerhass (Ethozentrismus), denken die USA und Europa einheitlich. Es ist der Angstschweiß des Weissen Mannes. Alles was nicht zu ihrer Staatengemeinschaft zählt, ist minderwertig und zur Arbeit für das Imperium verdammt. Dafür lassen sich genügend wirtschaftliche Begründungen heranziehen - das sind die heutigen Glaubenssätze; die natürlich nichts anderes sind als Faschismus, indem sich jeder sein eigener kleiner Führer ist und für die Umsetzung seiner Vorteilsgesetzung streitet.


Die eigenen Bevölkerung als Unruhefaktor

Dies alles ergibt einen gewissen militärischen Strategieplan. Die Bevölkerungen der Hegemonieländer werden gegenseitig aufgestachelt. (Siehe Europa). Im Sozialrassimus denkt man nicht mehr in Stände, sondern es geht immer Arm gegen Reich. Die Millionäre kämpfen gegen die Milliardäre und die Arbeitslosen gegen die Arbeitsplatzinhaber. 

So bleibt für die Führungsschicht genügend Spielraum, sich in der neuen Weltordnung zu etablieren. Das ist eine Neuausrichtung der Eliten. Sie bietet ihre Dienste des Ausbeutens, dem nächsten Primaten an - während sich das Volk um die Definition von gerechter Umverteilung streitet.

In diesem Fall wird das heutige Imperium, zur Peripherie der BRIC-Staaten. So retten die Eliten ihren Status in die neue Weltordnung. Das Volk zieht mit, wie wenn eine Fabrik samt Inventar und Mitarbeiter an den nächsten Großaktionär verkauft wird. So will die Elite ihre eigenen Pfründe ins nächste Weltbild retten. Ihre Abhängigen bringen sie als Gastgeschenk mit. und nehmen ihr Ausbeutungsvieh - die Abhängigen als Gastgeschenk mit. Nur so lässt sich die momentane Haltung der Eliten erklären - ansonsten wäre diese wirtschaftliche, verfahrene Situation längst mit einer Inflation bereinigt worden.

Dies soll allerdings umgangen werden. Sie sind mit diesem Versuch bereits sehr weit gekommen und konnten die Massen in einen internen Streit um Geld beschäftigen und dazu bringen, das Währungsgefüge, sowie die Handelsvorschriften nicht zu hinterfragen. Man kann also ohne weiteres behaupten: Die Bevölkerungen sind heute wesentlich Dümmer durch ihre hohe Bildung, als in den vorangegangenen Jahrhunderten. Die Inflation wird als Schreckgespenst genutzt, um die Elite fest im Sattel zu halten.

Tatsächlich und reell betrachtet, hat der Normalbürger nichts durch eine Inflation zu verlieren - er hat nämlich nichts mehr. Eine Inflation wäre ein Gewinn für ihn. Er könnte sich von seinen vielen Reitern auf seinem durchgebogenen Rücken befreien. Im Sturm einer Inflationen kann sich nämlich keiner der angeblichen Retter noch im Sattel halten.

Die Menschheit ist einfach zu feige, den Kapitalismus bis zur Klippe zu gehen. Es ist keiner gezwungen hinunter zu springen. Es reicht vollkommen aus, den Reiter in den Abgrund zu schicken. Hat sich die Bevölkerung dadurch von ihrer Elite entledigt, wird sie feststellen, dass selbst der Elitäre nur eine ganz normaler Mensch ist, der in seiner Bildung davon überzeugt ist, andere auszubeuten und dies auch noch als höhere Moral begreift.

Diese Art von Elite darf nach einem Zusammenbruch nicht mehr an die Macht kommen. Doch auch nach dem Nazi-Regime traft man bald die alten Reiter wieder in führenden Position. Die Ausrede war: Es gäbe kein geeignetes Führungspersonal.

Doch brauchen Menschen Führer, deren Weltanschauung das gerechte Ausbeuten von Völkern ist? Meiner Ansicht nach braucht die Menschheit dieses dekadente Denken nicht. Eigenverantwortung besteht nicht darin, sein eigenes inhumanes Verhalten als humanitär zu rechtfertigen und nach dem Zusammenbrauch dasselbe ausbeuterische Grundkonzept am Leben zu halten.

Profit und Eigentumsdenken ist ein Lohn des Dualismus. Wer als Führer einen höheren Lebensstandard als gerechtfertig ansieht, ist daher ein Menschenverachter. Wer als Manager ein höheres Gehalt beziehen will, als der kleinste Mitarbeiter, ist ein Menschenerniedriger - kein Befreier.

Doch die größte Gefahr der tatsächlichen Freiheit, die ganz nahe als Möglichkeit erscheint, ist der heute Ausgebeutet in seiner Opferrolle und seinem angeblichen Recht auf Rache. Er will sich selber zum neuen Führer machen und daher eine neue Hegemonie aufbauen, anstatt alle - die gesamte Menschheit - von dieser Last und Fehlinterpretation der Natur - dem Profit- und Eigentumsdenken zu befreien.

Die große Masse muss sich also aus der heutigen Sicht erniedrigen und nicht mehr nach höherem streben - nach Gewinn und Profit. ... Dann ist es geschafft. Die Eliten sind anpassungsfähiger als jeder arme, kleine Hanswurst, der sich um seinen Traum vom Reichtum - der legalen Ausbeutung und dem Diebstahl - betrogen sieht.

Schillers Räuber

In Schillers Räuber wird der enterbte und damit verarmte und wütende Früstensohn von den bösen, unmoralischen Räubern zum Hauptmann gewählt. Damit dieser in seinem Zorn das holt, was der Vater ihm verweigerte. Er wird zum Räuber und nicht zum Fürst. Der Fürst wird aufgrund seine Raubes vom Volk gehasst, der Räuber an sich als gerecht geachtet (Roobin Hood).

Es liegt also am sogenannten niedrigen Volk - was aus unserer Zukunft wird. Es darf sich nicht mehr als "niedrig" fühlen und daher zum Aufstieg angetrieben werden. Der Raub darf nicht mehr als Grundlage von höherer Tugend angesehen werden, um Menschlichkeit ausüben zu können.

Der Mensch kann sich selber genügen, indem er für die Menschheit sorgt ohne daraus einen Profit schlagen zu wollen. Für diese Koordination brauchen wir keine Eliten und keine Gebildeten. Der Mensch ohne Profitstreben braucht keinen, der ihm sagt was er zu tun oder zu lassen hat - er denkt sich über die Menschheit hinweg in Fürsoge. Das wäre der Übermensch - nach dem jeder insgeheim ruft - ... doch es ist keiner der sich erhebt, sondern das ICH wird dabei so klein, dass es verschwindet. Das wäre Ganzheit ohne Profitstreben.


Kommentare:

  1. Ich hätte da mal eine Frage zum Wortgebrauch von "Elite":
    Ist "Elite" im Neusprech eine Ersetzung von "elitär" im Sinne von "die elitären"? Ich bin dem Wort "Elite" schon in recht vielen Blogs begegnet; allein aus meinem Sprachgefühl heraus hätte ich da lieber "die elitären" zu einem besseren Verständnis der Sachverhalte vorgefunden. Eigenartig die Sache.

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  2. Sie wollen Ihr Denkproblem zu meinem machen. Ich kann Ihnen nicht sagen, in welchen Zusammenhängen Sie "Elite" lasen und gleichzeitig in verschiedene Begrifflichkeiten definierten.

    Es liegt an Ihnen, Ihre Gedanken zu sortieren.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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