Sonntag, 31. März 2013

Was wäre wenn es keinen Gott gibt?

Unlängst wurde die jüdische Schriftstellerin, Mirjam Pressler, für ihr literarisches Wirken ausgezeichnet. Ihr ist es gelungen, den wichtigsten Satz aus der Ringparabel von Lessings "Nathan der Weise" auszuradieren. Sie schrieb das Theaterstück kurzer Hand um. Natürlich ist es kein Plagiat. Es entstand „Nathans Kinder“. Eine Aneinanderreihung von Monologen. Es soll Lessings Theaterstück mit Regieanweisungen in Zukunft in den Klassenzimmern ersetzen und damit verschwindet auch der unschöne Satz des Richters in der berühmten Ringparabel. Ebenso wird Presslers Nathan plötzlich mit der Frage des Sultans konfrontiert, welche Religion – das Judentum, der Islam oder das Christentum die richtige Religion nun sei. Das Buch „Nathan und seine Kinder“ muss nun die neue Toleranz in unsere Welt bringen – ohne den Hinweis auf den "Ring der Tyrannei“. Ansonsten kommt man der Wahrheit zu nahe. 

Lessing lebte von 1729 bis 1781. Das Theaterstück „Nathan der Weise“ spielt im Jerusalem der Kreuzzüge. Dort leben Christen und Juden unter der Herrschaft des islamischen Herrschers Saladin in gegenseitiger Duldung zusammen.




Bei Lessing heißt es: 
Möglich; dass der Vater nun
Die Tyrannei des einen Rings nicht länger
In seinem Hause dulden wollen! -

D.h. keinen Glauben, keinen Gott - erst dann ist die Tyrannei beendet. Heute will man es aber so sehen, dass alle drei Söhne (in der Geschichte Judentum, Islam, Christen) sich gegenseitig tolerieren und gemeinsam regieren - eben die Tyrannei zusammen aufrecht erhalten. Siehe hierzu auch die NGO - "Weltethos" bei der auch die Jesuiten maßgeblich mitwirken.
 
Sie Ringparabel können Sie hier nachlesen. >>> Ringparabel

Es ist nur ein Ring, der durch Glauben an ihn Macht gibt

Wie würde wohl die Geschichte "Ringparabel" aufgefasst, wenn sie nicht von einem Juden, sondern von einem Nichtgläubigen erzählt werden würde oder ist gar der Richter der Gottlose ... oder gar der Gott - weil er richten soll, wer der rechte Glaube ist? Die einzige Möglichkeit ist: Es gibt nichts zu richten, weil es keinen Glauben gibt, nur einen Ring, der vervielfältigt wurde. Daher wäre der Richter der Verstand, den die anderen drei nicht benutzen, sondern nur ihre Vernunft.

Der Dialog findet zwischen Jude und Muselmann statt. Der Zuhörer ist Christ. Lessings "Nathan der Weise" ist ein Fabel mit menschlichen Gestalten. Der einzig Gottlose ist der Richter - der allerdings in diesem Falle Gott spielen will.

Der Glaub ist also nur ein Ding, das durch den Glauben daran Macht verschafft. Es ist nichts reales. Es ist nur eine Fiktion, die dann real wird, wenn alle es für Wahrheit glauben. Das ist Tyrannei.

Der Schlüsselsatz ist ausradiert von Pressler - Die Ermordung Lessings

"Die Tyrannei des einen Rings nicht länger in seinem Hause dulden wollen!" Genau diesen Satz einen, wichtigen Satz hat Mirjam Pressler in ihrem literarischen Werk für die zukünftigen Erwachsenen nun unterschlagen und damit ungesagt gemacht. Der einzige und wichtigste Satz in Lessingswerk, um den herum er in Fabelmanier sein Akteure baute, um der Welt die Wahrheit mitzuteilen.
Mirjam Pressler gebührt daher kein Preis, sondern sie tritt die Aufklärung mit Füßen und versucht sie auszuradieren. Daher empfehle ich ihnen immer - ich betone IMMER - das Original zu lesen. Egal was der Lehrplan sagt.




Gäbe es keinen Gott, wäre all das, was wir heute Moral, Gewissen, Gesetz, Eigentum, Tugend, Gesellschaftsstände usw. ungültig. Alles was wir heute als richtig bzw. falsch erachten, begründet sich auf Annahme es gäbe einen Gott, der uns diese Art von Leben, Wirtschaften und Zusammenleben vorschreibt.

Es wäre alles nicht richtig. Die Menschheit müsste sich ihr Leben, ihre Werte und ihre Eigentumsdenken vollkommen hinterfragen und auf die Übereinstimmung zur Natur des Menschen überprüfen. Natürlich ist dies nun sehr schwer zu begreifen, vor allem für einfach gestrickte Menschen. Gibt es keinen Gott, könnte keiner sich auf das Buch der Bücher berufen  und schreien: "Das ist meins ... du darfst mich nicht bestehlen....!"

Der Mensch hätte eine ganz andere Moral und ganz andere Werte für seine Gemeinschaft entwickelt, die sich nicht erst aufteilen, um dann hinterher wieder gerecht, im Namen eines Gottes oder eine Moral verteilt werden müssten.

Daher, wenn Sie versuchen diese Gedanken anzustellen, machen Sie dies mit aller Konsequenz und nicht mit der Scheinheiligkeit eines Pharisäers.


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